Bestellungen für Solar-Dachziegel werden ab April angenommen, sagt Musk

Als Tesla-CEO Elon Musk letzte Woche zahlreiche neue Informationen und ein neues Video zum Model 3 über Twitter veröffentlichte, kamen auch Fragen zu anderen Tesla-Produkten auf. Ein Twitter-Nutzer fragte, wann denn die Ende letzten Jahres vorgestellten Solar-Dachziegel erscheinen werden. Daraufhin antwortete Musk, dass man erste Bestellungen bereits ab April annehmen wird.

Bisher ist kein genauer Preis für die Solar-Dachziegel von Tesla bekannt. Musk erklärte jedoch bei der Produktenthüllung, dass ein solches Solardach weniger kosten wird als herkömmliche Dächer, selbst wenn man die Energieerzeugung gar nicht mit einberechnet. Selbstverständlich wurde der Preisvergleich mit äquivalenten Produkten gemacht. So wurden beispielsweise die Preise von Toscana-Solar-Dachziegel mit gewöhnlichen Toscana-Dachziegel verglichen.

Wenn Tesla nun ab April erste Bestellungen aufnimmt, dürften auch die Preise für die Solar-Dachziegel bekannt werden. Die Produktion von Solarzellen wird in der von SolarCity übernommenen Fabrik in Buffalo, Gigafactory 2 genannt, im Sommer dieses Jahres beginnen.

  • Marc Evers

    Mal sehen wann sie in Deutschland erhältlich sind.

  • Jakob

    Die Frage ist ja auch, wieviel KW Peak können die Ziegel auf einen Quadratmeter leisten?
    Aktuell sind ziemlich genau keine technischen Details bekannt.

    • Richard Müller

      Das ist doch aber relativ wurscht?! Der Preis soll ja günstiger als der eines konventionellen Dachs sein. Es lohnt sich also dann in jedem Fall!

      • Jakob

        So gesehen schon.
        Wenn es mir aber um die maximal mögliche Stromerzeugung geht bin ich ggf. gewillt mehr zu investieren. Hab leider nur eine begrenzte Dachfläche.

        • KingArtus

          Sollte das Solardach weniger kosten, inkl. Montage, als sein Pendant mit herkömmlichen Ziegerln, inkl. Montage, ist die Ausbeute relativ uninteressant. man muss den Strom ja nicht nutzen…

          die frage ist nur, warum sollte man dann die Bauherren nicht dazu Verpflichten solche Ziegel zu verwenden?

          Ich glaube die Energiewende geht nur wenn Häuslebauer und hausbesitzer mindestens 50% eigenversorgeng machen

          • Longcheck

            Und mal ehrlich, bei den Zero-Zinsen liegt das evtl. vorhandene Geld doch eh nur dumm bei der Bank rum. Warum es also nicht auf diese Weise sinnvoll und im Sinnes des Wortes „arbeiten“ lassen?…

        • Longcheck

          Schauen Sie doch mal oben auf den angebotenen Link.
          Könnte was für Sie sein…

          • Jakob

            Sehr hilfreich, vielen Dank!

          • Longcheck

            Wenn man ein wenig helfen kann – immer gerne… 🙂

      • Teslamuckl

        Von welchem konventionellem Dach wird da gesprochen? Ich kann mir gerade noch vorstellen, dass es eventuell günstiger sein kann als ein Dach welches mit Tonzigeln gedeckt ist, nicht aber wenn es sich um Dachsteine aus Beton handelt.

  • KingArtus

    ich würde mir Wünschen, dass Tesla ein 5-7KwP Anlage inkl. Powerwall für unter 10000€ in europa anbieten würde, erst dann würde sich das auf 10 Jahre lohnen

  • Longcheck

    Zur Einschätzung, ob sich auf die eigenen Gegebenheiten eine Solaranlage lohnt, hier vielleicht eine nützliche Hilfe:
    Also:
    Für eine Reihe von Gebieten hat die Fa. tetraederSolar in Zusammenarbeit mit den Kastarämtern Sonneneinstrahlungsprofile erstellt. Hiermit ist es interakitv für die analysierten Gebiete sehr funktionell möglich, auf ein einzelnes Hausdach bezogen (!) die Effizienz der jeweils vorliegenden Sonneneinstrahlung vorab zu analysieren und virtuell eine Anlage grob vor zu planen.

    Grundlage für das Kataster sind Laserscannerdaten, die aus einem Überflug des Stadtgebietes stammen. Aus diesen Informationen wird ein vereinfachtes Modell der Häuser und der umgebenden Objekte (z. B. Bäume) erstellt. Im nächsten Schritt werden die Dachflächen automatisch erkannt.

    Einstrahlung und Verschattung werden ebenfalls berechnet und stark verschattete Bereiche als nicht geeignet identifiziert. Für die übrigen Dachflächen wird die Einstrahlung für den Verlauf eines ganzen Jahres bestimmt.

    Die Ergebnisse der Einstrahlungssimulation stimmen zu 98,8% mit dem langjährigen Mittel empirischer Klimadaten überein.
    (Dank an unseren Sohn für diesen Link und die Erläuterungen)

    solar.tetraeder.com/de/produkt/spk/

    • ThomasJ

      Etwas ähnliches gibt es auch in der Schweiz, allerdings nicht in der Detailierung der Verschattung, vom Bundesamt für Energie BFE:
      http://www.bfe-gis.admin.ch/sonnendach/?lang=de

      • Longcheck

        Willkommen im 21. Jahrhundert und im
        Web 2.0. 😉

  • halo55

    Wenn die Ziegel so hergestellt werden, wie sie auf dem Bild zu sehen sind, kann man sie in Gebieten mit Schneefall nicht einsetzen. Ich bezweifele auch, dass sie Starkregen abhalten. Es fehlen die Falzen, die Flugschnee abhalten und die verhindern, dass das Regenwasser vom Wind unter die Ziegel gedrückt wird. Wenn, dann sollte man eine Form wählen wie z. B. beim Turmalin-Ziegel von Braas o. ä. Des Weiteren müssten sie mit wenig effektiven Dünnschichtzellen ausgestattet sein, um auch auf der Nordseiten eines Hauses einen nenneswerten Ertrag zu bringen. Polykristalline und vor allem monokristalline Zellen sind für die Nordseite völlig ungeeignet, weil sie eine direkt Sonneneinstrahlung benötigen. Wenn man für eine Bestellung genauere Daten hat, werde ich mir das Ganze nochmal anschauen. Insbesondere die Art der Verkabelung und die davon abhängingen Wechselrichter. Die Idee an sich finde ich gut, gab es übrigens vor 35 Jahren schon einmal; allerdings unbezahlbar.

    • Pamela

      „Wenn die Ziegel so hergestellt werden, wie sie auf dem Bild zu sehen
      sind, kann man sie in Gebieten mit Schneefall nicht einsetzen. Ich
      bezweifele auch, dass sie Starkregen abhalten.“

      Das Problem hätte man bei der Schiefer-Variante nicht. Da frag ich mich nur: genagelt oder geklammert ? Und das in Verbindung mit der Verkabelung, uiuiui. Das ist ein ganzes Paket von Informationen, die für eine Entscheidungsfindung notwendig wären. Aber wenn gut mach- und bezahlbar, fänd ich’s klasse.

  • Werner Gabalie

    Bis die in Deutschland zugelassen sind, dürfte es noch eine Weile dauern.