Firmware v8.0 verbessert Fußgängererkennung des Autopiloten deutlich

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Vor nicht allzu langer Zeit hat ein Tesla-Besitzer auf YouTube ein Video hochgeladen, auf welchem er das Ergebnis seines Tests zeigt, bei dem er die Fußgängererkennung des Tesla Model S unter der Firmware v7 testete. Dafür ist eine weitere Person vor dem fahrenden Fahrzeug gelaufen, um so zu prüfen, ob diese auch als Fußgänger und damit als Hindernis erkannt wird.

Der Test zeigte deutlich, dass hier erhebliches Verbesserungspotenzial besteht. Bei eingeschaltetem verkehrsadaptivem Tempomat wurde das Hindernis zwar erkannt und der Fahrer mit einem Signalton darauf aufmerksam gemacht, das Model S hat jedoch nicht selbstständig abgebremst. Dasselbe Ergebnis gab es bei eingeschaltetem Autopiloten.

Firmware-Update v8.0 verbessert Fußgängererkennung deutlich

Nun hat der gleiche Tesla-Besitzer erneut einen Test durchgeführt, nachdem er sein Fahrzeug mit der neuesten Firmware v8.0 aktualisiert hat. Hier zeigt sich, dass Tesla die Fußgängererkennung deutlich verbessert hat. Nun war das Model S stehts in der Lage ein Hindernis zu erkennen und selbstständig abzubremsen, um eine Kollision zu vermeiden oder Schaden abzumildern.

Im Video ist auch zu sehen, dass der Fußgänger als solcher auf dem Fahrerdisplay angezeigt wird:

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Tesla konnte diese Verbesserungen mit einem Softwareupdate quasi über Nacht einspielen. Alle aktuell produzierten Tesla-Fahrzeuge verfügen zudem über die neue Autopilot-Hardware, die deutlich mehr Sensoren und auch Kameras aufweist. Dadurch dürften solche Situationen in Zukunft noch besser bewältigt werden, was für das vollkomme autonome Fahren auch nötig ist.

  • FMH

    Würde ich ja gerne auch mal ausprobieren und dokumentieren.
    Ob das auch mit ein paar Pappkartons funktioniert?
    Ich dachte an so Pappkameraden die man dann evtl. auch über die Strasse ziehen könnte.
    Also mit echten Personen finde ich das etwas „schräg“…

    https://www.youtube.com/channel/UCHeWtVw_wNCUZkzc5wif2FQ

    • Karl

      Evtl. findet sich ja irgendwo eine Special Action Unit (kurz SAU), die kann man dann durch’s Dorf, äh vor den Tesla treiben.

  • Grünspanpolierer
    • Teslamag.de (TK)

      Nein. In meinem Artikel spreche ich von Verbesserungen, nicht davon, dass das System fehlerfrei ist. Und Verbesserungen im Bereich der Fußgängererkennung hat es offensichtlich gegeben, wie man im Video sieht und wie jeder selbstständig beurteilen kann.

    • W. Müller

      Ach, ein alter Artikel mal wieder neu aufgewärmt?

      Die Geschichte mit dem BASt haben wir schon gelesen.
      Das Bundesverkehrsministerium ist nicht zuständig für die Zulassung. Das sind die niederländischen Behören vom RDW.
      Weil man es verpasst hat in Deutschland eine EU Richtlinie umzusetzen kann das Bundesverkehrsministerium noch nicht einmal die Zulassung der Tesla Fahrzeuge entziehen. Darum wohl auch der Brief an alle deutschen Teslafahrer.
      Das KBA hat schon die Niederländer angefragt und wollte, dass die einschreiten: Bisher hat man dort das nicht für nötig erachet.

      Ich finde es aber sehr spannend, warum die Süddeutsche jetzt wieder diese alte Geschichte aufwärmt. Gerade wo Tesla die Förderung erhalten hat. Zufälle gibts.
      Daher danke für die Quelle.

    • Andreas Ullrich

      Die Süddeutsche ist ja auch quasi das offizielle PR Organ der Münchner + Ingolstätter Hersteller… bei so viel Einsetigkeit kommt einem das populistische Schmähwort „Lügenpresse“ in den Sinn – nur weiter so

      Bei der Zukunfsausrichtung der selbsternannten Premiumhersteller gäbe es in der Tat viel Grünspan zu polieren anstatt jene zu kritisieren die bereits auf dem Weg sind.

  • Hopie

    Auch wenn ich ein ausgesprochener Tesla-Fan bin, machen wir uns doch nichts vor, das Autopilot-System ist noch in seinen frühen Anfängen und wird m.E. von Tesla zu einem (noch) viel zu hohen Preis angeboten. Und mancher Benutzer glaubt dann womöglich auch, dass ein so teures System auch vollumfänglich funktionieren muss – die Erwartungshaltung ist unrealistisch hoch.
    Es bleibt nur zu hoffen, dass Tesla die Vermarktung seines unausgereiften sog. Autopilot-Systems auf Dauer nicht noch größeren (Image-) Schaden bereitet, zumal wenn sich eine Lückenhaftigkeit des Systems erst einmal am Objekt bewahrheitet, es sehr schnell ein Menschenleben gekostet haben kann.

    Keine Frage, es hat einen besonderen Reiz, seinen Tesla jetzt schon möglichst autonom fahren zu lassen. Mir treibt es allerdings den Schweiß auf die Stirn, denn es ist potentiell zu gefährlich.

  • Skynet

    So positiv ich die Entwicklung finde sollte man das Ganze doch richtig darstellen! Jeder Fahrzeughersteller ist in der EU seit spätestens 2011 verpflichtet einen Bremsassistenten und seit 2015 einen Notbremsassistenten serienmäßig einzubauen. Der Notbremsassistent soll Hindernisse einschließlich Personen erkennen und notfalls selber die Bremsung einleiten. Das hat also nur sekundär mit dem Autopiloten und Tesla zu tun sondern ist ob mit oder ohne Autopiloten Pflicht.

    Kritisch hinterfragen muss man die Wirkungsweise bei jedem Hersteller. Mir ist nicht bekannt, dass es dafür einen genormten oder zu erfüllenden Test gibt. Einzig irgendwelche Autozeitungen machen mal Tests einzelner Fahrzeuge. Teslas Vorteil ist ganz klar die Einspielung von Verbesserungen per Update, wofür andere in der Werksatt müssen.

  • Gert Hofstätter

    Wenn ich mal den Österreichischen Automobilclub aus seiner aktuellen Tesla Reportage (https://www.oeamtc.at/autotouring/reportage/im-tesla-nach-paris-15546776) zitieren darf:

    „Mein
    ganz persönlicher Eindruck von Teslas „Autopilot“: Es mag Spezialfälle
    geben, in denen es jemand darauf anlegt, das System zwecks
    YouTube-Berühmtheit zu übertrumpfen oder den eigenen
    Selbsterhaltungstrieb auszubremsen. Auf mich trifft das aber nicht zu,
    weil ich mein Leben sehr, sehr schätze. Und: Ich kann sowohl
    Warnhinweise auf Displays als auch Betriebsanleitungen lesen und
    interpretieren. Wenn man das nämlich tut, empfindet man den „Autopilot“
    nach einer kurzen Eingewöhnungsphase als Wohltat, speziell auf langen
    Strecken. Wie gesagt: nur ein persönlicher Eindruck, aber nach 3.000
    problemlosen Kilometern kann ich die oft geäußerte Kritik daran im
    Moment nur bedingt nachvollziehen.
    ©
    markuszahradnik.com“

    Das ganze Fazit fällt ziemlich positiv für Tesla aus obwohl der Club in der Vergangenheit sich sehr kritisch zur Elektromobilität geäußert hat.