Gigafactory: Tesla beschäftigt über 850 Mitarbeiter, 1.000 weitere für das 1. Halbjahr 2017 geplant

Tesla hat kürzlich vom US-Bundesstaat Nevada eine Steuergutschrift in Höhe von 8 Millionen US-Dollar erhalten, da man eines der mit dem Staat vereinbarten Ziele erreicht hatte und weitere 331 Arbeitsplätze in der Gigafactory geschaffen hat. Die lokalen Medien hatten dies jedoch kritisiert, da Tesla vor dem Baubeginn in 2014 prognostizierte, 1.700 Beschäftigte vor Januar 2017 zu haben.

Wie The Sacramento Bee nun berichtet, hat Tesla aktuell über 850 Beschäftigte vor Ort (ohne die Panasonic-Mitarbeiter) und weitere 1.700 Bauarbeiter seien für den Aufbau beschäftigt. Damit hat man zwar das zuvor anvisierte Ziel nicht erreicht, dies liegt laut Tesla jedoch daran, dass die Bauarbeiten deutlich später begannen, als man zunächst geplant hatte.

Dennoch hält Tesla daran fest, in nächster Zeit über 1.000 weitere Mitarbeiter in der Gigafactory zu beschäftigen. Genauer sollen diese Stellen noch in der ersten Jahreshälfte 2017 geschaffen werden. Zudem sagte Tesla-CEO Elon Musk bereits zuvor, dass man in drei bis vier Jahren bis zu 10.000 Mitarbeiter in der Gigafactory beschäftigen könnte.

Wieviele Mitarbeiter Panasonic vor Ort beschäftigt, ist aktuell unklar. Zuletzt sollen 52 Panasonic-Mitarbeiter vor Ort tätig gewesen sein. Diese Zahl ist jedoch aus dem Mai dieses Jahres, somit sicherlich nicht mehr aktuell. Seither hat Panasonic mehrere Jobmessen in Nevada veranstaltet, bei denen man neue Mitarbeiter für die Batteriefabrik eingestellt hat.

  • Don Barbone

    Weiß jemand was das für drei große Gebäude sind oben links auf der Luftaufnahme? Gehören die auch zur GigaFactory/Tesla?

    • Pathologie TischDrei

      Vielleicht sind diese Gebäude Produktionshallen um Teile für den Bau der Gigafactory zu fertigen. Das würde Transportkosten und -zeiten minimieren. Das ist aber nur eine spontane Vermutung.

    • Jens B. H.

      Das sind Lagerhäuser die mit Tesla (noch) nichts zu tun haben.

  • PV-Berlin

    Mich verwirren die Angaben. Bisher hatte ich verstanden, das man vor dem Zeitplan liegt und es sind ja auch etliche m2 (Baukörper) fertiggestellt worden.

    Mein Erklärung ist, man kann nicht zugeben, dass es extrem schwierig ist, geeignetes Personal zu akquirieren. Denn ein Großteil der Mitarbeiter wird wohl in rollender Woche ( 3 Schichten, 7 Tage die Woche) arbeiten müssen!

    Für komplexe, exorbitant kapitalintensive Produktionen gibt es halt nicht allzu viele geeignete Standorte! Deshalb wird Tesla relativ sicher im schönen Deutschland landen!

    • ThomasJ

      “ Deshalb wird Tesla relativ sicher im schönen Deutschland landen“

      Wissen Sie was die deutsche Politik unternimmt, das diesen Optimismus stützt?

      • E-Lektron

        Die nichts, die Lobbyisten diktieren doch den Weg.

        • ThomasJ

          Und wer lobbyirt für Tesla in Deutschland?

          • E-Lektron

            Niemand, weil es auch ohne geht und viel billiger ist

    • Skynet

      Nun ihr Opimismus ist bewundernswert doch wir konnten ja bei der PV-Produktion sehen, worauf es ankommt um zu überleben. Lohnkosten (einschließlich Lohnnebenkosten) und Energiepreise sind ein gravierender Kostenpunkt und da hat Deutschland schlechte Karten. Dazu führen – vollkommen unabhängig von Tesla – solche riesigen Bauten einschließlich der notwendigen Verkehrsanbindung in Deutschland zu jahrelangen Genehmigungsverfahren und danau dies kann Tesla wahrlich nicht gebrauchen. Ich denke Spanien oder Ost-/Südosteuropa hat da deutlich bessere Karten.

      Ich denke schon, dass Tesla sowohl die Batterie- als auch Fahrzeugfertigung so aufbaut, dass überwiegend der „normale“ Arbeiter die eigentliche Produktion abwickelt. Gerade in Amerika sind „Procedures“ seit Jahrzehnten erfolgreich und die Produktion wird sicher darauf aufgebaut.

      • PV-Berlin

        „Lohnkosten (einschließlich Lohnnebenkosten)“

        Haben sie sich schon mal mit dem Thema beschädigt oder plappern sie nur das Zeug aus Focus & Co. nach?

        • Skynet

          Ich weiß nicht wieviele Leute Sie wie schon beschäftigt/angestellt haben und ob Sie einen Firma führen. Bei mir sind es über die Jahre viele Angestelle geworden auch wenn es aktuell nur noch eine Handvoll sind. Glauben Sie mir, ich weiß wovon ich rede.

        • ThomasJ

          „Lohnkosten (einschließlich Lohnnebenkosten)“

          Darum verlegen viele etablierte Firmen ihre Produktion ins Ausland wie China, Thailand oder einen anderen asiatische Standort. Da sind die
          Lohnkosten so tief, dass es sich trotz höheren Transportkosten der Ware
          rechnet.
          In der Automobilproduktion ist diese Rechnung nicht ganz gleich zu
          setzen, da das Warengewicht – Transport auf die Buchhaltung schlägt und spezialisierte Zulieferer in einer gewissen Nähe sein sollten, damit auch diese Transportkosten nicht zu stark ins Gewicht fallen.
          Tesla produziert ja keine T-Shirts.
          Lohnkosten wird in der Standortfrage eine wichtige Rolle spielen. Sie gehören in der Bilanz mitunter zu den grössten Ausgaben eines Unternehmens und können nur mit (angestrebter) Automatisation abnehmen.

          • E-Lektron

            Die Produktion nach China zu verlegen, bzw. dort auch produzieren zu lassen hat meist auch Gründe die Einfuhrzölle zu umgehen.
            Wenn eine Firma, die technologisch führen ist, nur in China verkaufen könnte ohne dort zu produzieren, würden das immer mehr so tun.
            Wer will schon mit 2-3 Jahren Versatz 1:1 Kopien seiner Produkte von einer Chinesischen, mit staatlichen Krediten finanzierten Firma sehen…

            Diese Vorgehen ist u.a. ursächlich für die Probleme im Wachstum, die China aktuell hat.
            Hinzu kommt, daß billige Löhne nur immer eine gewisse Zeit gehen. Nach ein paar Jahren/Jahrzenten merken auch die bislang ‚Billiglöhner‘, daß sie für ihre Arbeit besser bezahlt werden müssen.

            Das ganze kennt man doch auch aus der IT, wo viele erst nach Indien gingen und nun doch wieder in Deutschland programmieren lassen. Was helfen Programmieren zu 10-20% vom Deutschen Lohnniveau, wenn man für die 1 Experten zum Aussteuern braucht und diese dann nur halb so schnell sind und halb so gute Ergebnisse abliefern.

            Die Verlagerung des Support, beispielsweise nach Indien hilft genau dem, der den Biz Case gerechnet hat. Da spart die Firma das erste Jahr gut und man wird weg befördert. Die ‚arme Sau‘, bzw. sein Nachfolger darf dann den Salat ausbaden…..

            Wartet ab, wenn China und dann Indien von den Lohndumping geheilt sind, versucht man es in Afrika und dann geht der Käse wieder von vorne los….

    • James

      Schöner Kompromiss wäre doch Standort nahe Barcelona, und dann besten Ingeneure aus ganz Europa anlocken..

      Ich frag mich nur ob Tesla es leicht haben wird in den nächsten 4 Jahren Fabriken im Ausland anzustreben.. nur wenn Trump daran irgendwie verdient.