Nach Sicherheitsbedenken von Consumer Reports: „Summon“-Funktion bald mit Restriktionen

Consumer Reports, das amerikanische Pendant zur hiesigen Stiftung Warentest, testet seit dem letzten Autopilot-Update v7.1 alle eingeführten Neuerungen auf Herz und Nieren. Insbesondere die „Summon“-Funktion (Summon, engl. herbeirufen), die es ermöglicht, das Fahrzeug aus einer Entfernung von 39 Fuß (circa 12 Metern) zu sich zu rufen, wurde ausgiebig getestet. Dabei hat Consumer Reports ein kleines Sicherheitsproblem festgestellt, welches Tesla Motors noch diese Woche beheben möchte.

Die „Summon“-Funktion kann mittels Funkschlüssel oder der Tesla-App aktiviert werden, wobei der Besitzer das Fahrzeug während des Prozesses beobachten muss, um den Vorgang wenn nötig zu beenden. Auch wenn die Tesla-Fahrzeuge mit Notbremsassistenten ausgestattet sind, können Fehler nicht vollständig ausgeschlossen werden, weshalb das Fahrzeug während des Vorgangs beobachtet werden soll. Consumer Reports sieht hierbei ein Sicherheitsproblem. Wie es heißt, könnte der Besitzer während des Prozesses seinen Schlüssel oder sein Smartphone versehentlich fallen lassen und wäre dann nicht mehr in der Lage, das Fahrzeug vor einer möglichen Kollision zu stoppen. Im angehängten Video wird dieses Problem demonstriert.

Nachdem diese „Sicherheitslücke“ von Consumer Reports ausfindig gemacht wurde, hat man sie direkt an Tesla Motors weitergeleitet. Der kalifornische Autobauer hat das Problem eingesehen und plant nun ein Softwareupdate einzuführen, welches die „Summon“-Funktion ausschließlich über die App ermöglicht und auch nur dann, wenn man sein Smartphone berührt.

  • Sascha

    Wäre es nicht möglich gewesen die Taste am Funkschlüssel gedrückt zu halten?

    • Kaspar Thommen

      Das verstehe ich auch nicht. Die Funkverbindung mit dem Fob sollte doch um Grössenordnungen schneller sein als eine Internetverbindung durch die App, die durchaus ein paar Sekunden Latenz haben kann.

    • motte

      Das habe ich mir auch gerade gedacht! Sowohl bei der App als auch beim Schlüssel sollte man immer gedrückt halten müssen. Aber wsl wird beim Schlüssel so die Batterie schneller leer. Wenn das so ist, müssten die Summon-Dauerverwender halt nur das Smartphone nutzen.

      • Kaspar Thommen

        Möglicherweise messen sie aber auch die Latenz des Smartphones durch ständige hin- und her-Pings zwischen Server und Smartphone, und wenn diese grösser als ein bestimmter Schwellwert ist (z.b. 500 ms), dann stoppt das Auto? So könnte man das Latenzproblem anpacken.

  • KingArtus

    geht das denn in der Tiefgarage?
    eher weniger ich habe da nie Netz

  • Wolfram

    Das ist wieder typisch Amerika – klar, wenn man den Schlüssel oder das Handy genau vor dem Auto verliert und es dann drüber fährt … Ich meine das mit Sensoren gespickte Auto kann selbst in die engste Garage oder Parklücke fahren und kann bei 1 … 2 km/h nicht vor einem Hinderniss stoppen?? Vor dem Garagentor geht’s ja auch. Wo die Ultraschallsensoren sogar eine Bordsteinkante „sehen“ … Jetzt soll man ständig das Handy berühren – dann fällt es wohl nicht herunter? Also, dass ist jetzt wirklich Quatsch!
    Bezüglich Totzeit über das VPN und 3G Netzwerk schliesse ich meinen Vorrednern an, dass ist wirklich nonsens! Da verliert man den grössten Vorteil der Funktion – die wir in Europa sowieso nicht nutzen können… ;(

  • Mathias

    Hat jemand Ahnung wann es in D funktionieren soll/wird?

  • Docmats

    Könnte man nicht einfach über die Bluetooth-Verbindung des Smartphones den Wagen fernsteuern?