Neues Firmware-Update v8.0.2: Mehr Informationen in der Kartenansicht und Schlüssel-Profile (Update: Changelog beigefügt)

Tesla hat angefangen ein neues Firmware-Update mit der Version 8.0.2 auszurollen (via Electrek), welches detaillierte Informationen in der Kartenansicht einführt und erstmals individuelle Schlüssel-Profile ermöglicht. Zwar ist es nicht das langersehnte Update auf die Firmware-Version 8.1, doch sollten auch diese Neuerungen die Kunden erfreuen.

Sobald das Update eingespielt wurde, kann man in der Kartenansicht (Maps) des Fahrzeugs nicht nur die Supercharger auf der Route sehen, sondern auch naheliegende Lokalitäten. Man kann z.B. sofort sehen, ob in der direkten Umgebung der Supercharger Restaurants sind, die über W-Lan oder Toiletten verfügen, und so seine Reiseroute noch besser nach seinen Wünschen planen.

Die nächste Neuerung durch das Firmware-Update betrifft den Schlüssel (Keyfob) des Fahrzeugs. Dieser kann nun ein festes Fahrerprofil haben, welches die individuellen Fahrzeugkonfigurationen gespeichert hat. Wenn es mehr als einen Fahrer für ein Fahrzeug gibt, können zwei Schlüssel unterschiedliche Fahrerprofile mit verschiedenen Konfigurationen beinhalten. So muss das Fahrerprofil (z.B. ideale Fahrersitz- und Lenkradposition) nicht über das Menü im Fahrzeug aktiviert werden, sondern wird automatisch angepasst, wenn der Schlüssel erkannt wird. Die entsprechenden Einstellungen dazu finden sich im Menü unter „Fahrzeug > Einstellungen > Fahrerprofile“.

Zudem bringt das neue Update auch weitere, geringfügige Änderungen mit sich. So gibt es u.a. ein paar neue Einstellmöglichkeiten in der Klangregelung des Audio-Systems. Zudem sind Model X-spezifische Neuerungen hinzugekommen, so kann z.B. Summon (Herbeirufen) auch mit dem Schlüssel statt nur mit der App aktiviert werden. Zudem kann man einige Einstellungen am Schlüssel vornehmen, welche die Schließung der vorderen und der Falcon Wing-Türen betreffen.

Autopilot folgt jetzt strikt dem Tempolimit der jeweiligen Straße

Eine weiterer Neuerung, die mittels Update eingespielt wurde, betrifft den Autopiloten. Dieser konnte zuvor max.10 km/h über der erlaubten Fahrgeschwindigkeit der jeweiligen Straße eingestellt werden (gilt nicht für Autobahnen), sodass er sich automatisch an diese eingestellte Toleranz-Überschreitung anpasste. Fuhr man beispielsweise von einem Straßenabschnitt mit 100 km/h Tempolimit in einen auf 80 km/h begrenzten Bereich und die eingestellte Toleranz lag bei 10 km/h, so bremste der Autopilot auf 90 km/h ab.

Nun hat Tesla eben jene Toleranz-Überschreitung abgeschafft, sodass sich der Autopilot genau an die geltende Geschwindigkeitsbegrenzung hält. Diese Neuerung kommt jedoch nicht mit dem oben genannten Firmware-Update v8.0.2, sondern wurde an die ersten Tesla-Kunden bereits letzte Woche aufgespielt, so Electrek. Schon bald dürften alle Tesla-Fahrer dieses zusätzliche Update erhalten.

Update 27.12.16: Ein Leser von Teslamag hat uns das Changelog zum Update 8.0.2 zugeschickt. Anbei die detaillierte Beschreibung von Tesla.

  • MichaHamburg

    @TK: Die geschwindigkeitsabhängige Begrenung für die Autopilot Funktion galt und gilt nur außerhalb von Autobahnen! Ansonsten sind die Informationen richtig. Ich habe das Update selbst seit einer Woche.

    • Teslamag.de (TK)

      Ich habe es im Artikel ergänzt, vielen Dank!

    • FMH

      Nanu, seit wann kann denn der AP erkennen dass er auf einer AB ist?
      Wird eine zweispurig ausgebaute Bundesstrasse auch als AB erkannt?
      Und gerade auf der AB brauche ich doch die Funktion, dass er bei einer Geschwindigkeitsbegrenzung automatisch runterbremst!
      Und eigentlich soll man ihn doch nur auf der AB benutzen.
      Wie passt dass denn alles zusammen???

      • MichaHamburg

        Dass man auf einer Autobahn ist, erkennt der AP an den Kartendaten.
        Die auf der BAB zulässige Geschwindigkeit wird zwar erkannt, aber die vom AP gehaltene/gefahrene Geschwindigkeit bestimmt ausschließlich der Fahrer – außer die eingestellte Geschwindigkeit wird durch vorausfahrende Fahrzeuge verringert.
        Das funktioniert sehr gut und ermöglicht extrem entspanntes Reisen.
        Wie man mit den Geschwindigkeitsbegrenzungen umgehen möchte, bestimmt ausschließlich der Fahrer und das ist auch gut so! Ist ja bei jedem anderen Auto auch so, dass man selbst die Geschwindigkeit bestimmt.
        Dass das auf einer Landstraße trotz guter Fahrbahnmarkierungen in Deutschland nun icht mehr möglich ist, bedaure ich sehr.
        Ich nutze den AP nun 50% weniger als vorher! Ich möchte nicht als Verkehrshindernis Unfälle verursachen, weil ich Andere davon abhalte angemessen schnell zu fahren und quasi dazu nötige mich zu überholen. Es gibt nun mal in D sehr viele Strecken, wo sich 99% nicht an eine unsinnige Vorgabe (Geschwindigkeitsbegrenzung) halten; der AP tut es nun. Das passt wohl in fast allen Ländern der Welt, aber nicht in Deutschland.

        • FMH

          Also wird eine autobahnähnliche Bundesstrasse mit zwei Fahrspuren auf jeder Seite Deiner Meinung nach nicht als Autobahn eingestuft und unterliegt der neuerlichen Beschränkung auf die erkannte Hochstgeschwindigkeit?
          Ok, ich fahre zu 98% unterhalb der zulässigen Höchstgeschwindigkeit – ist mir daher wohl bisher nicht aufgefallen…

    • Nic Megert

      Hallo Micha
      Da Du bereits dieses Update hast, würde mich folgendes sehr interessieren:
      Wenn Du Innerorts auf Autopilot stellst und das Fahrzeug danach in einen Ausserorts-Bereich kommt, beschleunigt er dann auf die neue Höchstgeschwindigkeit? Und tut er dies auch auf verschiedenen Autobahnabschnitten?

      Kannst Du Ausserorts im Autopilotmodus die Geschwindigkeit manuel am Tempomatenhebel erhöhen. So dass der Wagen zu schnell fährt? Oder ist das dann blockiert?

      • MichaHamburg

        Nein, er beschleunigt nicht auf eine höhere zulässige Geschwindigkeit, wenn man mit AP z.B. von innerorts nach außerorts in einen höheren Geschwindigkeitsbereich fährt. Hierfür muss zur Bestätigung einmal der Tempomat-Hebel kurz gezogen und gehalten werden.
        Auf der Autobahn beachtet der AP die Geschwindigkeitsbegrenzungen überhaupt nicht. Sie werden lediglich im Display angezeigt.
        Auf der Autobahn bestimmt man trotz AP die Geschwindigkeit immer selbst. Außerhalb der Autobahn kann man den AP maximal auf zulässige Höchstgeschwindigkeit setzen.

  • rwey

    Es ist schade und beängstigend dass die Funktion der geregelten Geschwindigkeitstoleranz nicht mehr möglich ist. So werden wir wieder ein Stück mehr unserer Möglichkeiten beraubt.

    • MichaHamburg

      Da stimme ich voll zu! Außerhalb von Autobahnen ist der AP somit nahezu unbrauchbar geworden, denn bei Nutzung wird man zum Verkehrshindernis – außer man folgt noch langsamerem Verkehr.

      • Jakob

        Ich bin gerade entsetzt, damit hat der autopilot für mich gerade als Kaufargument erheblich eingebüßt! Jeder kennt es, niemand fährt Strich 50 oder 30 und somit wird man zum Hindernis. Gerade wenn ich bei uns die zweispurigen Stadtstraßen nehme, ist Tempo 60 Pflicht!

        • Will_Elektroauto

          Genauso ist das!!

          • Will_Elektroauto

            Man kann das auch noch weiter spinnen:
            Ab der Version 10.x kann man dann generell nur noch so schnell fahren, wie erlaubt ist, wenn Tempo 120 auf der Autobahn gilt, kann man das Fahrpedal auf dem Bodenblech parken, bei 120 ist schluß..

            Wäre ein absolutes No-Go, aber technisch problemlos machbar…

            Wer sagt denn, daß sowas garantiert nicht kommen wird? Bei den SC hieß es ja auch mal Free vorever.. Just thinkabout..

          • cleeee

            Diese Supercharger Sache war doch von Anfang an klar. Wer hier ernsthaft etwas anderes gedacht hat lebt in einer Märchenwelt. Außerdem sind die Supercharger doch forever free zumindest für diejenigen, die sie bis Anfang 2017 haben. Tesla hat also bei allen jetzigen Fahrern versprochen, dass sie gratis bleiben und sie bleiben es auch. Und 400kwh im Jahr ist eine nette Geste und auch forever free.

          • Will_Elektroauto

            Ja, natürlich, Daß das mit „für immer“ nicht auf Dauer funktionieren KANN, spätestes wenn das MS/MX (und später auch das M3) in Massen kommt sollte jedem klar sein, der halbwegs normal denken kann, und wurde an anderer Stelle ausgiebig diskutiert. Ist auch nicht hier das Thema.
            Mir gings nur darum aufzuzeigen, daß alles flexibel ist, und durchaus die Gefahr besteht daß man irgendwann nicht mehr das Auto mit den Funktionen hat, für welches man ursprünglich Geld asgegeben hat, und durch Zwangsupdates noch nicht einmal die Möglichkeit besteht, sich dagegen zu wehren. Von daher sehe ich einfach die Gefahr daß ein selbständigens nicht ausschaltbares Tempolimit eingebaut werden könnte. Vielleicht noch nicht in der 10.x Version, aber spätestens 25.X ist das dann standard, weils ja sooo sicher ist. Was, wenn die Karten nicht aktuell sind, oder vergessen wurde die Tempo 30 Schilder einer Baustelle zu entfernen. Kamera Sieht „aha, Schild: Tempo 30 “ Schneller kann ich dann nicht fahren, egal was ich anstelle… Auf Versprechungen, daß es nicht so kommen wird geb ich schon lange nichts mehr.

      • boingboing

        Nun ja, der AP soll laut Bedienungsanleitung sowieso nur Zitat: „auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen“ verwendet werden. Von dem her dürfte die Einschränkung eigentlich nicht so groß sein, wenn man den AP bisher der empfohlenen Anwendungsbereiche nach verwendet hat.

        Diese ganzen AP-Innerorts-Tests sind sowieso mit äußerster Vorsicht zu genießen.

    • Skynet

      Volle Zustimmung, offensichtlich fehlt da das Feingefühl für die Situation in Deutschland. Wenn ich daran denke das dann z. B. auf Bundesstraßen an jeder Ausfahrt auf 70 abgebremst und danach wieder beschleunigt wird ist dies ziemlich unsinnig und ggf. sogar gefährlich weil irgendwann hinten einer auffährt.

      Kann man dies denn nicht durch den abstandsabhängigen Tempomat umgehen zumindest wenn man jemanden hinterherfährt oder gelten für den auch die Verkehrsschilder als Maximum?

      • Fritz!

        „Volle Zustimmung, offensichtlich fehlt da das Feingefühl für die Situation in Deutschland.“

        Nun kann man aber schwerlich Tesla vorwerfen, daß Deutschland dazu neigt, teilweise völlig übertriebene Geschwindigkeitsbegrenzungsschilder aufzustellen. Von z.B. 100 Autobahnabfahrten, an denen das Schild 50 steht kann man ziemlich problemlos an 95 Abfahrten mit 80 durchfahren. In Italien weiß ich, daß ich bei einem 50 Schild mit 60 durchaus oft ein Problem bekommen kann.

        Möglicherweise machen di da ja noch eine länderspezifische Anpassung.

      • Tilman Winkler

        Es wird wohl nur umgekehrt ein Schuh draus: Wie kann ein Hersteller erwarten, ein Fahrerassistenz-System einsetzen zu dürfen, das den weg zu autonomen Fahren ebnen soll und sich so einstellen lässt, dass es rechtliche Regeln zur Höchstgeschwindigkeit in einem Streckenabschnitt als Rechengröße für deren Überschreitung ansieht?

        Wie soll eine Versicherung je ein solche System versichern?

        Ganz nebenbei: 40km/h statt 30km/h sind über 77% höhere kinetische Energie, machen also bei einer Kollision einen riesigen Unterschied. Wenn ich davon ausgehe, das Hindernis werde noch entdeckt und ein Bremsvorgang eingeleitet, vergrößert sich das in Form von kinetischer Energie übrigbleibende Problem.

    • McGybrush

      Tesla hat seine Autos sicherlich gut im Blick. Wenn den AP auf bestimmten Strassen keiner mehr benutzt dann werden sie sich sicherlich etwas einfallen lassen. Glaube die Werten das aus wann der AP generell benutzt wird und noch wichtiger… wann er wieder bewusst ausgeschaltet wird. Dann wird danach geguckt wie Fahrer selber fährt und mit dem AP verglichen wie er an dieser Stelle gefahren wäre bzw. ob er diese Situation überhaupt hätte meistern können. Diese Diskrepanz lässt sich sicherlich auswerten und Lösungen dafür finden damit die Leute Ihn dort dann auch benutzen (wollen, können).

    • Will_Elektroauto

      .. und da dachte ich, die Updates dienen dem Hinzufügen neuer Features…
      Danke Tesla, ihr macht mir die Kaufentscheidung so nicht einfacher. Interessant wäre natürlich wie genau der Tesla-Tacho ist. Ich meine, beim herkömmlichen Fahrzeug gehen die Tachos einige km/h vor, heißt, wenn Tempo 100 ist, man fährt Tacho 110 sinds in wirklichkeit 103, was meist noch in der Meßtoleranz liegt. Wenn tesla aber „denkt“ das Auto fährt tempo 100, und regelt strikt ab, in Wirklichkeit aber 93 fährt, dann wird der AP in meinen Augen unbrauchbar, will man nicht zum Verkehrshindernis werden. Alleine mit dem letzten großen 8.0 Update wird man ja, wie ich gelesen habe, gezwungen das Lenkrad festzuhalten. Es kann echt nicht angehen. Einerseits soll es da ein Haufen Disclaimer geben, wenn man den AP aktiviert, daß der Fahrer für alles verantwortlich ist und blablabla. Wenn das aber so ist, dann darf ich auch in aller Konsequenz eine beliebige Übertretungsgeschwindigkeit einstellen. wenn ein AP mich da gängeln will, dann soll er bitte auch komplett autonom fahren, und ich kann derweil Mails checken, Schlafen, whatever..

      Sorry, wenn meine Aufgabe als Fahrer darin besteht, zu schauen daß der AP kein Mist macht, und der auch noch kontrolliert ob ich auch wirklich aufpasse, kann ich auch gleich selber fahren, und brauche diesen Fierlefanz nicht. Geld gespart. Konsequenterweise müßte es dann auch eine Variante ohne AP Hardware geben, was sicher auch nochmal €10.000 sparen würde.

      Wichtig wäre mir ein Button „automatische Uptates deaktivieren“ und die Möglichkeit ältere Software manuell aus Backup wieder einspielen… Gibt´s diese (in diesem Fall sogar sinnvolle) Funktion?

      Mein nächstes Auto wird sicher elektrisch werden, aber obs unter den Bedingungen wirklich ein Tesla wird… So sicher bin ich mir nicht mehr. Aber Tesla hat ja offensichtlich sowieso zuviele Kunden….

      • W. Müller

        Du schreibst: „man fährt Tacho 110 sinds in wirklichkeit 103, was meist noch in der Meßtoleranz der Rennleitung liegt“.
        Beim Tesla SO nicht richtig. Tacho 110km/h sind bei Tesla 109km/h im Minimum.
        Tesla ist da sehr genaut.
        Oder anders: Wenn Du 100km/h am Tacho auf dem Tesla hast, haben andere 110-113km/h drauf.
        Wo genau ist also das Problem?

        PS: Den Autopiloten muss man auch gar nicht kaufen. Spart sogar Geld. Da kann man die Geschwindigkeitsbegrenzungen frei intepretieren.

        • Will_Elektroauto

          Mein Problem WAR: Ich wußte NICHT, Daß der Tesla-Tacho kein Lügenschätzeisen, wie bei den anderen Herstellern ist, sondern sehr genau arbeitet, und wenn 100 draufstehen, auch 100 gefahren werden. Dann erübrigt sich das. siehe andere Posts…

          • W. Müller

            Zum PS: Nicht ganz richtig. Das ist eine Mischkalkulation die so berechnet wird, dass die zahlenden Kunden, die die Freischalung kaufen, so viel bezahlen, dass auch die Hardware in den anderen Autos finanziert wird.
            So war das zumindest beim AP1.0
            Bisher habe ich allerdings keine Info, ob das aktuell noch so ist.
            Man kann es aufgrund des deutlich höheren Preises vermuten.

  • RubenKelevra

    Gut das sich hier wieder ganz viele – nicht-Tesla-Fahrer aufregen. 😀

    Es geht denke ich nur darum, dass die Software nun die Geschwindigkeitsbegrenzung übernimmt, wenn eine Reduktion auf den Schildern steht, anstatt die eingestellte Differenz zusätzlich draufzurechnen. Das ist teilweise dann doch sehr gefährlich und sollte dem Fahrer überlassen werden.

    Zudem ist der Tesla-Tacho deutlich genauer als in allen anderen Autos, die Differenz ist ca 1 km/h nicht 8 oder 10 wie bei anderen Fahrzeugen. Das liegt an der EU-Vorgabe, dass der Tacho immer mehr anzeigen muss als die Fahrzeuge fahren, aber jeder halt andere Reifen fährt. Bei Teslas wird abgefragt welche Reifen neu installiert wurden und hiermit kalibriert sich der Tacho.

    Sprich wenn ihr 50 km/h mit nem Tesla fahrt steht bei anderen unter Umständen 58 km/h auf dem Tacho. 🙂

    Grundsätzlich sei aber noch gesagt, eine Höchstgeschwindigkeit ist eine Höchstgeschwindigkeit keine, da rechnen wir mal noch 10 drauf, da wird schon nix passieren Geschwindigkeit. Es ist neben zu nah auffahren Unfallursache Nummer eins.

    • Stefan

      Sehe ich auch so – die Möglichkeit gegen Verkehrsregeln zu verstossen sollte nicht durch den Hersteller unterstützt werden. Jeder kann das Pedal weiter selbst betätigen und damit sich und andere gefährden – das reicht völlig aus.

    • Will_Elektroauto

      OK, wenn der Tacho genau ist,stellt sich das Problem nicht. Die Leute, die die Unfälle verursachen, sind die, die bei 80 auch genau Tacho 80 fahren, um dann mit echten 69,1 (Max. Abweichtung nach §57
      Abs. 2 StVZO 10% vom Tachowert+4 kmh) den Verkehr zu behindern..

      • Christoph

        So ein Quatsch. Ich will unter Umständen nicht ständig rechnen/schätzen um wie viel km/h mein Tacho mich gerade belügt und stelle auf dem Tempomaten auch mal 80 ein, wenn 80 erlaubt sind. Das mögen real um die 77 sein. Sind wir großzügig und gehen von 75 aus. Wenn ich also mit realen 75 durch eine 4 km lange Tempo-80-Baustelle fahre und du mit deinen realen 80, wirfst du mir vor, dass ich Unfälle verursache, damit du sagenhafte 20 Sekunden eher durch die Baustelle bist? Wow!

        • Will_Elektroauto

          In ner Baustelle hat der AP sowieso nichts verloren, und um die 20 Sekunden geht es nicht..
          Hier geht es darum, daß es zu hauf Strecken gibt, die bspw. mit 70 ausgeschildert sind, aber problemlos 100 fahrbar wären, und jemand da auch noch mit 60 längsschleicht, weil sein Tacho ja 69 anzeigt.

          Wenn ich mal meinen Tacho mit der Angabe vom TomTom vergleiche hab ich auch mehr als 5 km/h differenz. In Zweifel verlasse ich mich da eher aufs GPS, und dann brauche ich nichts rechnen…

    • ThomasJ

      Die Geschwindigkeit selbst wählen zu dürfen, auch wenn eine Maximale vorgegeben ist, scheint eine grosse, unantastbare Freiheit zu sein. Für Deutsche, bei denen es als einziges Land (gibt es noch andere Länder?) Autobahnabschnitten hat, wo ohne Limite gefahren werden kann, muss dies besonders einschränkend sein.
      Unter den 10 häufigsten Auto-Unfallursachen, belegt auf Platz 1 “Abkommen von der Fahrbahn“, Platz 2 „Überhöhte Geschwindigkeit“ und Platz 7 „unangemessene Geschwindigkeit“:
      http://www.autobild.de/bilder/die-zehn-haeufigsten-unfallursachen-3945254.html#bild4
      Dass innerorts 10 km/h als erlaubt, nicht einfach ein bisschen mehr ist, zeigt eindrücklich dieser Link mit den Grafiken und den Folgen eines Unfalles für einen Fussgänger, wenn er darin beteiligt ist:
      http://www.zukunft-mobilitaet.net/156686/verkehrssicherheit/risiko-fussgaenger-kollission-fahrzeug-todesfall-geschwindigkeit-tempo30/

      Wenn es eine Regel gibt, die uns an die max. Geschwindigkeit vorschreibt, muss man diese einhalten, weil diese Regel einen Sicherheitsnutzen hat (für mich aber auch nicht immer verständlich, bin ja auch nicht Experte und habe mein subjektives Empfinden).
      Ich erinnere mich bestens an die Diskussion vor etwa 100 Jahren, als man über den Sinn oder Unsinn das Gurtenobligatoriums diskutiere. Da waren Argumente wie, „ich kann mich am Steuer halten“, „ich fahre vorsichtig und mach keinen Unfall“, „mit 60km/h hat man höchsten eine Beule“ erinnern. Damals war eine Fehleinschätzung ebenso an der Tagesordnung wie heute, betreffend den Folgen einer überhöhten Geschwindigkeit (Platz 2 in der Ursache, Fussgänger schneller tot, etc.).
      Darum kann es nicht anders sein, als dass sich der AP an die Geschwindigkeitsbegrenzung hält. Umso erfreulicher, wenn diese nur um ca. 1km/h von der realen Geschwindigkeit abweicht. Und jeder der seine Ansicht über die gesetzlich vorgeschrieben Geschwindigkeit anders sieht und sich darüber hinwegsetzen will, kann das in dem er den AP ausschaltet. Somit wäre die Schuldfrage bei einem Unfall noch eindeutiger beim Fahrer und nicht halt doch ein bisschen beim AP, der das zulässt.

    • Skynet

      Wie ist denn das Messverfahren beim Tesla wenn er immer (?) 1km/h genau ist?

      Ich habe bei meinen Autos die Erfahrung gemacht, dass man im Vergleich zum Navi bei 3-10 km/h liegt. Gerade der Reifenzustand und die Größe spielen eine Rolle. Es gibt ja wohl auch Regelungen wann nachjustiert werden muss. Prinzipell kann ich jedes Auto auf +-0 km/h Abweichung kalibrieren, nur wird dass mit dem Abfahren der Reifen oder einem Wechsel dann eh wieder hinfällig.

  • Pamela

    Vom teilautomatisierten zum autonomen Fahren – das ist ein langer Lernprozess für Hersteller, Fahrer und Verkehrsplaner. Wie kann man da jetzt schon die Optimallösung mit Erfüllung der individuellen Bedürfnisse und der unterschiedlichen internationalen Gegebenheiten erwarten ?

    Ich wollte am liebsten frei entscheiden, wieviel ich den AP schneller fahren lassen wollte, aber darf das sein ? Mich wundert es, dass Tesla nicht deshalb schon angegriffen wurde, dass der AP für eine Überschreitung der vorgegebenen Höchstgeschwindigkeiten programmiert wurde.

    Es gibt Strecken im Schilderwald Deutschland, die so unsinnig tempomäßig limitiert sind, dass man sich einfach darüber hinwegsetzen muss, um sich sinnvoll und angemessen fortzubewegen. Dann muss man halt den AP ausschalten.

    Es wird aber viele geben, die ihn jetzt schon teilweise gerne nutzen. Die dürfen aber vom Hersteller nicht erwarten, dass der sich wohlwollend in rechtsfreien Raum begibt.

    Für manche vollkommen überforderte oder veranwortungslos handelnde Autofahrer wünsche ich mir sehnlichst, dass sie ihn bald nutzen werden.

    Die Entwicklung ist für alle so interessant – ob man nun schon Tesla fährt, oder sich demnächst einen kaufen will und sich entscheiden muss, ob man den AP nutzen will (Geld dafür bezahlt) – dass hier auch alle mitdiskutieren dürfen sollten.

  • PV-Berlin

    Mal zur Info!

    niemand wird gezwungen diese technische Futures zu kaufen und auch niemand wird gezwungen diese zu nutzen! So klar liegt der Fall!

    Wer das nutzt, kann nicht erwarten, dass das System vielleicht sich u.U. so halb an die Regeln hält und an einer Höchstgeschwindigkeit ist ja nix unverständliches bzw. missverständliches.

    Ich würde das System ohnehin niemals kaufen, solange ich es nicht muss. Deshalb bin ich ernsthaft am überlegen, ob ich mir für den Übergang nicht die Billigversion hole, die alles das nicht hat, was ohnehin überflüssig ist, für eine normale Alltagsfahrt in der Region.

    Wie im Artikel vorher schon durchschimmert, ist es mit der Hardware noch lange nicht getan. Tesla arbeitet 7 Tage an der Software und ist immer noch nicht auf den Stand, den andere schon vor mehr als 5 Jahren hatten (Bremsassistent) . Das soll keine Kritik sein, nur darauf hinweisen, dass es extrem unwahrscheinlich ist, dass wir ab 2018 theoretisch ohne Lenkrad fahren könnten.

    Meine Frau und ich sehen das noch lange nicht. Und bevor nicht mehr als 50% des Bestandes so ausgerüstet sind, brauche ich das nicht! Und wenn, dann miete ich mir eine Karre, für Paris, Nairobi, Moskau, Rom oder Kairo (Städten, in denen ich mich selbst niemals mehr ans Steuer setzen würde wollen)

  • Andreas Ullrich

    Wer seinen Tesla heute mit AP bestellt muss wissen, dass er quasi als Tester eines in der Zukunft vernünftig benutzbaren autonomen Fahrsystems herhalten muss.

    Ausser um mein zugeparktes Auto aus der Lücke zu fahren und ohne akrobatische Verrenkungen einstegen zu können, habe ich bei der derzeitigen Ausgestaltung keinen Sinn erkennen können den AP zu bestellen.

    Solange ich in „Dauer-Lauerstellung“ dasitzen muss um den AP zu assistieren bzw. im Notfall einzugreifen, sehe ich keinen Sinn darin. Dazu ist die rechtliche Situation für mich noch zu undurchsichtig bzw. schwammig.

    Last but no least muss man einsehen, dass der aktuelle AP für die verkehrstechnische Situation der US High- & Freeways konzipiert ist und nicht für Schwarzwaldstrassen oder den Grimselpass 😉

    • eCar-Fan und TESLA-Fahrer

      Sie haben vermutlich noch nie ein Auto mit vergleichbarer Technik, geschweigedenn einen TESLA mit AP gefahren, stimmt´s? Dann würden Sie so etwas vermutlich nicht von sich geben.

      Ich fahre mein S 85D äußerst gerne mit AP, vornehmlich auf BAB, wie empfohlen. Vor allem auf langen, ermüdenden Strecken ein Komfort- und Sicherheitsgewinn ohnegleichen. Meine Schulter- und Nackenmuskulatur ist um ein vielfaches entlastet. Durch erheblich weniger Verspannungen im Rückenbereich komme ich entspannter an meinem Ziel an und fühle mich nach z.B. 700 Km oder mehr nicht nur NACH der Fahrt, sondern auch am nächsten Tag erheblich wohler! Und das, obwohl ich stets meine Hände locker am Lenkrad halte. Locker halten ist eben erheblich leichter, als FESTHALTEN und selbst lenken. Probieren Sie´s mal aus!

      • PV-Berlin

        Nur mal so am Rande, es gelten auch für dienstliche PKW Nutzer Lenk und Arbeitszeiten und das kann richtig teuer und ärgerlich werden, wenn man diese ignoriert.

      • Andreas Ullrich

        Warum gleich so borstig?
        Nein, hab ich nicht, aber ich habe auf Rat von MS Fahrern mit AP gehört und mein MS ohne AP bestellt.
        Dass Sie das gut finden find ich gut und ist Ihnen auch total zu gönnen…

        Übrigens, gegen Verspannungen im Rückenbereich kann man sich auch mal etwas mehr bewegen wenn man nicht grad Tesla fährt 🙂

  • Stefan

    So eine Diskussion kann es wohl nur in DE geben.
    Den Bleifüssen sei gesagt das man die Helferlein ja nicht nutzen muss. Der bei Euch werkseitig (nicht beim Auto) eingebaute Bleifuss funktioniert und wird auch nicht durch das Gehirn kontrolliert. Das kann man leider nicht ändern.

    Für alle die sich an Verkehrsregeln halten wollen ist das sinnvoll.

    Nur tut mir einen Gefallen – rast bitte nur fern ab von anderen damit ihr niemand anderen in mitleidenschaft reisst bei euren Aktionen.

    Ach ja – es wäre auch schön wenn man sich vorab informiert was ein Tesla kann und was nicht und nicht von seinem Verpenner ableitet das z.b. der Tesla ein genauso ungenaues Tacho hat.

    Ich freue mich das mein Hersteller sein Fahrzeug weiterentwickelt und ich das auch bald nutzen darf.

    • Pamela

      Na das nenn ich doch mal einen schönen erhobenen Zeigerfinger !

      Es gibt also nur die veranwortlungs- und gehirnlosen Raser (Schwarz) und die guten Autofahrer die allzeit Limit minus Tachotoleranz fahren (Weiß).
      Und dazwischen gibt es nix ?

      Wenn einer bei einem Unfall über Limit gefahren ist, ist er es schuld, egal ob der andere durch dummes oder rücksichtsloses Verhalten die Situation erst initiiert hat. Und das geht auch in die Statistik ein, weil messbar.

      Ich bin guter Dinge, dass der Autopilot für sehr viele eine sinnvolle Sache ist.
      Genial ist es, dass ich mich auch dagegen entscheiden könnte und trotzdem mit dem Zurverfügungstellen meiner Fahrdaten zur Weiterentwicklung beitragen kann.

      Ach ja – ich danke den Teslafahrern für die Aufklärung in Sachen Tachogenauigkeit (ist mir beim Vergleich mit dem Navi auch aufgefalen). Wo sollte man sich denn informieren können, wenn nicht in einem Tesla-Forum ?

      • ThomasJ

        „Na das nenn ich doch mal einen schönen erhobenen Zeigerfinger !“

        Da hast du recht, mag ich selber auch nicht, auch wenn ich manchmal zu dieser Spezies gehöre. Im Grundsatz hat aber Stefan recht. Und du sowieso!

        Bei diesem Satz, da möchte ich jedoch etwas hinzufügen:
        „Es gibt also nur die veranwortlungs- und gehirnlosen Raser (Schwarz) und die guten Autofahrer die allzeit Limit minus Tachotoleranz fahren (Weiß).
        Und dazwischen gibt es nix ?“

        Betreffend Raser sind wir uns alle einige (Idioten!). Dazwischen ist aber eine Grauzone von gefährlichem Fahren, wo eine vermeintlich ungefährliche Situation falsch eingeschätzt wird. Und dann ist oft eine kleine Überschreitung der max. Geschwindigkeit fatal. Um wieviel nimmt der Bremsweg bei + 10m/h zu bei innerorts 50km/h? Ich google es nicht. Für den Fussgänger oder Fahrradfahrer doof, bei korrekter Geschwindigkeit, wenn sonst nichts passiert wäre. Gefährliche Situationen sind halt oft die in der Verbindung von Geschwindigkeit, und nicht nur stark überhöhter.

        Das eigene Fahrvermögen/Einschätzung kombiniert mit dem Fahrverhalten / -können, ist leider oft nicht in der Balance und darum gibt es Unfälle. Die max. zugelassene Geschwindigkeit versucht hier diese Grenze so zu setzten, dass die „Überschätzer“ im Zaum gehalten werden, wobei der „Überschätzer“ sich nie als solches erkennt. Gerade in der Mobilität ist das eigene Einschätzen/Können wohl der häufigste Irrtum in eigener Sache. Bezahlt wird dann nach einem Unfall.

        Und darum MUSS sich ein AP an die gesetzliche Regel halten (ist jetzt kein Zeigerfinger, wollte nur eine Betonung setzten 🙂 ). Irgendwann einmal sind wir ja im Level 5 wo ich pennen kann (?) und mein M3 fährt mich mit leicht überhöhter
        Geschwindigkeit in die Ferien? Dann wäre ich ein Idiot und der Tesla-AP lässt
        es zu und ist bei einem Unfall (sind dann Unfälle wirklich nicht mehr möglich?) ziemlich fett in den Schlagzeilen. Oder vorher im Level 2, ohne dass ich penne.

        Das wollen wir beide nicht. Und überhaupt, ich denke sowieso, wir wollen in dieser Sache beide das gleiche!!

        Auch dir ein schönes, besinnliche Fest. Liebe Grüsse

        • Pamela

          Hallo lieber Thomas!
          Ja, wir sind uns darin einig, wenn man sich in eine gesellschaftliche Gruppe begibt (hier, die der Autofahrer) sind Rücksichtnahme und Respekt Grundvoraussetzungen.
          Aber: in die Gruppe der „gefährlichen Autofahrer“ würde ich nicht nur die Überschätzer zählen sondern auch die, die sich eigentlich ohne Fähigkeiten zum verantwortungsvollen Führen eines Autos auf die Straße trauen.
          Das sind die, die zu bequem sind, sich Verkehrsregeln zu merken..
          die, die zu bequem sind, andere wahrzunehmen und auf sie zu reagieren..
          die, die zu bequem sind, die eigenen Fahrfähigkeiten ständig zu trainieren..
          die, die zu bequem sind, in Situationen notwendigerweise das Gehirn in Gang zu bringen, um die bestmögliche Lösung bei Berücksichtigung aller Parameter in kürzester Reaktionszeit herbeizubringen.
          Ich könnte mit Beispielen einen lustigen Abend füllen (manchmal denke ich, ich bin in Idiotenhausen unterwegs). Als ich das letzte mal in der Schweiz war (mit Landy mit Bullenfänger, also eh noch einen Ticken rücksichtsvoller) ist mir nicht so viel negatives aufgefallen.
          Deshalb liebe ich auch den Verkehr in Rom oder Paris: wie sich da alle gegenseitig wahrnehmen und aufeinander reagieren, toll!
          Wenn man Höchstgeschwindigkeiten konsequent festlegen wollte, müsste man eigentlich die schlechtesten Fahrleistungen als kleinsten gemeinsamen Nenner nehmen. Dann würden wir uns alle noch langsamer von A nach B bewegen, dafür aber sicherer.
          Ich habe mal den Begriff „Bequemlichkeitsverblödung“ gelesen, der geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Viele verstehen das Menschsein nicht mehr darin, ständig besser zu werden, mehr zu können, Leistungen zu bringen, die dümpeln nur noch so rum mit einem Minimum an eigenem Aufwand.
          Beobachte ich zunehmend auch in der Arbeitswelt oder allgemein.

          Deshalb bin ich dem autonomen Fahren gegenüber so aufgeschlossen.
          Computer sind nicht bequem, die bringen ihre Leistungen.
          Ich würde mich sogar aus dem Fenster lehnen und sagen: mit Level 5 kanns auch ruhig wieder ein bisschen schneller werden !
          Bin mir sicher, das kommt alles etwas unpopulär, aber ist ja auch nur meine Meinung. Liebe Grüße

          • ThomasJ

            …. „in die Gruppe der „gefährlichen Autofahrer“ würde ich nicht nur die
            Überschätzer zählen sondern auch die, die sich eigentlich ohne Fähigkeiten zum verantwortungsvollen Führen eines Autos auf die Straße trauen.
            Das sind die, die zu bequem sind, sich Verkehrsregeln zu merken..
            die, die zu bequem sind, andere wahrzunehmen und auf sie zu reagieren..
            die, die zu bequem sind, die eigenen Fahrfähigkeiten ständig zu trainieren..
            die, die zu bequem sind, in Situationen notwendigerweise das Gehirn in Gang zubringen, um die bestmögliche Lösung bei Berücksichtigung aller Parameter in kürzester Reaktionszeit herbeizubringen.“
            Ohh, da bin ich voll bei dir! Und deine Erklärung zu „Bequemlichkeitsverblödung“, da hast du es auf den Punkt gebracht!!

            ..“ Wenn man Höchstgeschwindigkeiten konsequent festlegen wollte, müsste man eigentlich die schlechtesten Fahrleistungen als kleinsten gemeinsamen Nenner nehmen. Dann würden wir uns alle noch langsamer von A nach B bewegen, dafür aber sicherer.“
            Genau hier liegt der Punkt. Es gibt so viele schlechte Fahrer die man schon längst aus dem Verkehr ziehen sollte (+80 Jährige mit einer Reaktionszeit von gefühlten 100 Sekunden, 20 Jährige die die Strassen dem Film „Need for Speed“ gleichtun und ganz viele Mittelalterliche die vor und nach der Arbeit auf der Strasse „Chef“ sein können und meinen das gleiche arrogante „A..“sein zu dürfen wie sie es vielleicht erleben oder SMS schreiben oder einfach nur zu dämlich sind, all die z.T. anspruchsvollen Interaktionen bei anspruchsvollen Verkehrssituationen zu meistern.
            Und darum sind wir zu schnell oder zu langsam auf der Strasse und es gilt die Sicherheit – meist unbeteiligter – zu gewährleisten.

            Darum bin ich für Restrektion im Ausstellen des Scheines, wie auch für eine objektive, regelmässige Reüberprüfung. Der Preis für die Mobilität der genannten, auf Kosten aller Anderen, ist ansonsten in jeder Richtung zu hoch.

            Ich finde den AP absolut genial. Was bei mir jedoch hängen bleibt ist die Frage, was bei einem unausweichlichen Unfall geschieht wenn es nur Verlierer gibt und der AP ist „one“. Du erinnerst dich sicher an frühere Kommentare (das waren ziemlich viele von mir 😉 ), Ethik und
            so, wenn‘s kracht. Ich will das aber nicht wieder aufwärmen.

            Wenn ich den folgenden Film von heute sehe, muss (will!) ich mir wohl auch einen AP zutun und verzichte auf Metallic und die teuren Felgen (vom Junior) ;-).
            http://www.cnet.de/88167895/spektakulaeres-video-radarsystem-von-tesla-sieht-unfall-voraus/
            https://electrek.co/2016/12/27/tesla-autopilot-radar-technology-predict-accident-dashcam/
            Liebe Grüsse

          • Pamela

            Das ist ja der Wahnsinn. Danke für das Video. Mein Mann hat es heute auch schon gesehen und wir haben nun beide noch mal getestet, wann wir gebremst hätten. Wir hätten nicht rechtzeitig gebremst. Nun muss ich mein Vorhaben den Zukauf für die Autopilotfunktion in „später“ zu verschieben noch mal überdenken.
            Ich habe wirklich gut trainierte Reaktionen (fahre auf der AB länger links mit 180 aber guten Abständen bist mir wieder ein Spezi vor den Kühler fährt) und konnte schon öfter damit einen Unfall verhindern, aber dieses Beispiel zeigt die menschlichen Grenzen und die Möglichkeiten der Technik.
            Bisher dachte ich „Schön, wenn die anderen mit AP fahren, dann wirds für mich wieder angenehmer.“

            „Darum bin ich für Restrektion im Ausstellen des Scheines, wie auch für
            eine objektive, regelmässige Reüberprüfung. Der Preis für die Mobilität
            der genannten, auf Kosten aller Anderen, ist ansonsten in jeder Richtung
            zu hoch.“ Hier sprichst Du mir aus dem Herzen !

            Auf jeden Fall richtig vermutet: Wir sind uns einig. Liebe Grüße

      • Stefan

        Nach den vielen Beiträgen der „freien Bürger“ die man nicht einschränken soll darf man vielleicht auch mal den Zeigefinger heben. Ich habe mit keinem Wort benannt das es nur Schwarz und Weiss gibt und möchte auch nicht das man mir dies unterstellt.

        Ich finde es nur etwas merkwürdig das man sich darüber beschwert das sich der Hersteller dazu entschlossen hat die Verkehrsregeln zu beachten und ich finde es noch viel merkwürdiger das man den Fahrern die sich an diese Verkehrsregeln halten unterstellt das sie Verkehrshindernisse sind.

        Auch ich finde einige Geschwindigkeitsbegrenzungen sehr merkwürdig, ich unterstelle aber denjenigen die sie einhalten nicht das sie sich falsch verhalten.

        Schnell fahren hat nichts mit „Freiheit“ zu tun!!!

        Natürlich kann es jeder selbst entscheiden wie schnell er fahren will – solange er niemand anderen gefährdet. Genau das passiert aber leider immer wieder.
        Umgekehrt erwarte ich aber auch das diese freiheitsliebenden Personen die Freiheit der anderen respektieren die genau dies nicht zu tun möchten.

        Genau diese gegenseitige Rücksichtnahme geht leider immer mehr verloren.

        • Pamela

          „Der bei Euch werkseitig (nicht beim Auto) eingebaute Bleifuss funktioniert und wird auch nicht durch das Gehirn kontrolliert.“ und
          „Nur tut mir einen Gefallen – rast bitte nur fern ab von anderen damit
          ihr niemand anderen in mitleidenschaft reisst bei euren Aktionen.“

          Und wem bitte galt diese Ansprache ? Ich würde mir nicht anmaßen zu beurteilen, wer hier wie fährt und sehe keinen Grund, Rücksichtslosigkeit zu unterstellen.

          „Ich finde es nur etwas merkwürdig das man sich darüber beschwert das
          sich der Hersteller dazu entschlossen hat die Verkehrsregeln zu beachten“

          Das ist keine Begründe für diese Schwarz-weiß-Malerei. Und als Antwort auf meinen Kommentar nicht zielführend, da ich ja die gleiche Meinung weiter unten vertreten habe.

          Die Adjektive schnell und langsam sind nicht geeignet, richtiges Verhalten im Verkehr eindeutig zu definieren.
          Man kann langsam jemandem die Vorfahrt nehmen.
          Man kann sich lansam in den Sicherheitsabstand von jemanden drängen.
          Man kann langsam jemanden von der Spur abdrängen.
          Das ganze geht auch mit schnell.

          Umfassende Wahrnehmung, vorausschauendes Denken und natürlich der Wille zur Rücksichtnahme, dass sind für mich sooo wichtige Voraussetzungen für sicheres Fahren.

          Und bin ich jetzt ein bisschen grauer ?

          • Will_Elektroauto

            Daumen hoch für diese besonnene Antwort Pamela!

  • eCar-Fan und TESLA-Fahrer

    Ich selbst bin seit dem letzten Software-Update noch nicht mit meinem 85D ausserhalb geschlossener Ortschaft unterwegs gewesen. Deshalb kann ich auch noch nicht wirklich etwas dazu sagen.

    Tatsache ist aber, dass viele Geschwindigkeitsbegrenzungen wirklich unnötig, besser gesagt „übertrieben“ und auch verkehrs(fluss)behindernd sind: z.B. trockene, gut ausgebaute 4-spurige BAB mit relativ wenig Verkehr und -elektronisch- auf 80 Km/h begrenzt. Da gehöre ich zu den geschätzt 10% Autofahrern, die sich dran halten, selbst wenn ich 94 Km/h fahre. Warum? Weil alle anderen mich überholen.
    So bin ich zwar immer noch „bis 15 Km/h“ zu schnell, was auf der Autobahn keine Punkte und auch in Euro noch erträglich kostet, wenns dann mal blitzt. Und obwohl ich bei dieser Geschwindigkeit niemand gefährde, bin ich dann trotzdem der Schleicher und Behinderer.

    Ich hoffe, dass die Geschwindkeitsbegrenzungen eines Tages auch dynamischer werden, wenn ein Großteil der Autos dann autonom (und damit vernetzt sowie unfallfrei) unterwegs sind. Angepasste Rechnersysteme sind dann hoffentlich flexibler, als Beamte des heutigen Straßendienstes vor den Monitoren.

    Bis dahin möchte (und muss) ich im Interesse des Verkehrsflusses selbst entscheiden können, ob -und wenn ja, wie viel- ich einen kleinen und vertretbaren Tick schneller unterwegs bin, als vorgeschrieben. Ich muss das schließlich auch verantworten! Auch wenn der Gesetzgeber das anders sieht.

    Vermutlich kann ich aber auch künftig ein klein wenig mehr Strom geben!?

    • PV-Berlin

      Die Kausalität hält solange, bis der Richter den Sachverständigen aufruft &/ der Unfallgegner einen guten Anwalt hat.

      Wer Bräuchte denn überhaupt einen Autopiloten, wenn die Menschen sich alle strikt an die Fahrgebote halten, sich konzentrieren würden und das Wissen aus der Fahrschule etc. nicht vergessen wollten?

      Dem Menschen als Krone der Schöpfung muss man das Ruder aus der Hand nehmen?
      Der dümmste Vogel kriegt es in den Griff, mit seinen Artgenossen unfallfrei umzusetzen.

      Vielleicht liegt das mit den vielen Unfällen, Staus u.a. Blödsinn eher daran, dass es immer wieder Menschen gibt, die viel schlauer sein wollen oder meinen schlauer sein zu müssen.

      Um die menschliche Intelligenz zu übertrumpfen, reicht es schon einen AP zu kreieren, der sich an die Regel hält!

  • Thomas Mangold

    Ich verstehe alle Diskussionen nicht mehr.
    Habe das Neue Update eingespielt und ausprobiert. Beim setzen des Autopilot wählt der Tempomat automatisch die vorgeschriebebe Geschwindigkeit. Jederzeit kann diese ohne Begrenzung erhöht werden. Wält man zum Beispiel relativ + 3 km dann rechnet er diese sofort beim setzen dazu.
    Auf der Autobahn das selbe. Ich ärgere mich nur dass bei gesetzen 120km. und man auf eine 100er Beschränkung zufährt der Autopilot
    dann nicht automatisch die gefahrene Geschwindigkeit auf 100 reduziert.
    Diesen Vorgang muss mann immer manuell betätigen.
    Allso ich merke keinerlei Beschränkung des Fahrers. Grüsse aus der Schweiz.
    .

    • Nic Megert

      Welche Software Version hast Du denn drauf? Ich denke, Du hast 8.0 und in diesem Artikel geht es um 8.0.2

  • Tesla Fan

    Ich finde die Sache mit dem Schlüssel toll aber was passiert wenn beide Fahrer im Auto mitfahren und somit beide Schlüssel im Fahrzeug sind. Wie weiß der Tesla welche Einstellung er wählt?

  • Tesla Fan

    Danke das hört sich vernünftig an

    Dann nehme ich an wenn man im Auto eine andere Einstellung wählt wird diese Aktiv

    Gruß Hartmuth

  • Tesla Fan

    Danke für die Antwort. Ich gehe davon aus, dass man im Auto das Profil wechseln kann. Wenn man aussteigt und danach den Wagen erneut öffnet ist das Schlüsselprofil wieder aktiv?