Neues Update bringt Geschwindigkeitstoleranz beim Autopiloten wieder zurück

Tesla hatte Ende Dezember ein Firmware-Update veröffentlicht, welches unter anderem eine Tempolimit-Restriktion beim Autopiloten eingeführt hatte. Zuvor konnte für den Autopiloten eine Geschwindigkeitstoleranz eingestellt werden, die maximal 10 km/h über der erlaubten Fahrgeschwindigkeit der jeweiligen Straße lag. Diese war seit dem Update nicht mehr verfügbar.

Nun rollt Tesla seit gestern ein weiteres Update aus, welches jene Restriktion wieder rückgängig macht. Die ersten Nutzer im Tesla Motors Club Forum melden die erfolgreiche Installation des Updates (8.0.2.52.22), wodurch die Einstellungen für die Geschwindigkeitstoleranz wieder verfügbar werden. In den nächsten Tagen dürften alle Tesla-Kunden dieses Update erhalten.

Die meisten Kunden dürfte es freuen, dass man diese Einstellung wieder ermöglicht. Hierbei hat Tesla womöglich auf Kritik der Kunden reagiert, da diese von dieser Restriktion überhaupt nicht begeistert waren. Sowohl hier auf Teslamag als auch in den englischsprachigen Diskussionsforen hatten viele Tesla-Fahrer ihren Unmut über das vergangene Update kundgetan.

  • Teslamuckl

    Finde ich nicht gut, dass rasen unterstützt wird.

    • cleeee

      10kmh!? In der Stadt fährt eh jeder 55 und damit wäre man dann eine Blockade und alle anderen würden waghalsige Überholmanöver starten oder im Kofferraum kriechen.

      • Dirk Pakosch

        Naja, ob man nun in der Stadt wegen 10km/h so viel schneller da ist, ( die nächste Ampel ist eh wieder rot) wage ich auch zu bezweifeln

      • Teslamuckl

        Ich nicht, ich halte mich an die Regeln. Andere sind offensichtlich zu dumm oder zu kriminell sind das zu tun.

        • xordinary

          Do not feed the Troll!

      • Pamela

        Ich finde es auch zu pauschal, dass man Leute, die, wenn es sinnvoll ist, knapp 10 km/h schneller fahren, gleich als Raser bezeichnet oder gar als dumm oder kriminell. Jemand der 44 km/h fährt (weil Tachoungenauigkeit ?), vor dem sich eine Riesenlücke auftut, der dann gerade noch als letzter über die Ampel kommt und alles hinter ihm Hosianna ruft, ist imho auch nicht besonders rücksichtsvoll. Der Verkehr sollte schon fließen.

        Aber ich hab auch die Erfahrung gemacht, es lohnt nicht, darüber zu diskutieren.
        Wir müssen da die Meinung und die Fahrweise anderer respektieren. Die Hauptsache ist, alle fahren vorausschauend, aufmerksam und rücksichtsvoll.

        • Teslamuckl

          Sich nicht an die Regeln zu halten ist wohl kaum rücksichtsvoll.

      • ThomasJ

        Eine Zunahme der Geschwindigkeit um 10 km/h im Innerortsbereich führt zu einer
        Verdoppelung des Todesrisikos für Fussgängerinnen und Fussgänger. Umgekehrt kann das Todesrisiko halbiert werden, wenn 10 km/h weniger schnell gefahren wird.
        Seite 14, 15:
        http://www.verkehrsclub.ch/fileadmin/user_upload/Deutsch/argumentarium_de.pdf

        • cleeee

          Ändert nichts daran, dass der Verkehrsfluss meistens bei 55-60kmh ist. Ich fahre sehr selten Auto aber das ist nunmal einfach Tatsache. Wenn es natürlich Situationen gibt bzw. Streckenabschnitte, die trotz erlaubter 50 nicht mit 50 fahrbar sind, dann bremse ich ab. Ich fahre vorsichtig aber ich hasse es wenn mir Leute im Kofferraum sitzen. Das ist auch oft auf der Landstraße so. Ich fahre meine 100-105 und dann kommt jemand mit 120-130 vorbei. Das muss nicht sein. Die Leute sind immer so im Stress.

      • Stefan

        Wer in der Stadt den AP benutzt (egal mit welcher Geschwindigkeit) geht ein sehr hohes Risiko ein. Dafür ist der AP nicht gemacht. Es geht hier um Landstrassen oder Schnellstrassen innerhalb von Städten.

        • cleeee

          Das ist wahr. Vielleicht nimmt es aber in Zukunft einen größeren Stellenwert ein.

    • McGybrush

      Was ist Rasen? Es gibt stellen da ist man mit 5km/h mehr schon ein Raser weil die Vorgeschriebene Geschwindigkeit schon nicht angebracht ist und es gibt Kreuzungen auf Landstrassen wo man Statt 100km/h nur 70km/h fahren darf nur weil es da ein Feldweg gibt der schon 1km weit eingesehen werden kann. Aber in meinen 20 Jahren ist da noch nie ein Auto aus dieser Einfahrt gekommen. Dort an dieser Stelle weiterhin 100km/h zu fahren wäre für mich kein Rasen.

      In Deutschland ist 130km eine Richtgeschwindigkeit auf Autobahn. Niemand würde auf die Idee kommen dort jemand mit 140km/h als Raser zu bezeichnen. Es gibt Länder mit Identischen Autobahnen wo nur 110km/h erlaubt sind. Dort währe man mit 140km/h schon fast Vorbestraft oder mit einem Bein hinter Gittern. Von daher… Es gibt Gesetzte an die man sich halten muss, aber damit ist nicht wirklich das Wort „rasen“ definiert. Jeder sieht es anders. Und zum Schutze der Menschen dürfte es gar keine Fortbewegungsmittel geben die schneller als 30km/h fahren. Weltweit. Bin mir sicher das selbst Veganer vor Schulen und Wäldern nicht runter bremsen. Jeder will Moralisch korrekt da stehen. Aber auf der Strasse ist am Ende doch immer Krieg der Egos.

    • Sehe ich das richtig…. es geht um die Einstellung für den Assistenten… also nicht um das manuelle Fahren?!?!
      Der Begriff ‚Rasen‘ bezieht sich doch wohl eher auf eine aggressive und
      meist stark überhöhte Geschwindigkeit, welche zudem noch in
      verkehrskritischen Situationen statt findet.

      Wenn ich meine Toleranz beim Assistenten beispielsweise um 5 kmH erhöhe,
      passe ich damit lediglich die Geschwindigkeitsunterschied zwischen
      realer Geschwindigkeit und jener, die der Tacho anzeigt. Kaum ein Auto
      zeigt auf dem Tacho die absolut richtige Geschwindigkeit an (nachmessbar
      mit GPS basierten Geschwindigkeitsmessungen).

      Des weiteren haben die Blitzer ebenfalls eine kleine Toleranz (je nach Geschwindigkeitslimit).

      Der Begriff Rasen ist da also weitaus fehl am Platz.

      • Stefan

        @mansaylon – beim Tesla zeigt der Tacho die reale Geschwindigkeit +1 KM an. Da muss man nicht rechnen um die reale Geschwindikgeit zu bekommen.

        • Tja… da ich nicht ALLE Tesla’s kenne, würde ich so etwas nie behaupten. Meiner zeigt 3 kmH weniger an, als die GPS Messung, was auch die mobilen Geschwindigkeitsanzeigen mir bestätigen.

          • Fritz!

            Weniger DARF ein Tacho NIEMALS anzeigen, wäre sofort eine Reklamation wert bei Tesla.

            Ihr Tesla Tacho zeigt als z.B. 73 km/h an, während Ihr Navi-System (extern) 76 km/h anzeigt? Da die Navisystem prinzipbedingt immer die richtige Geschwindigkeit anzeigen, sollten Sie sofort den Tesla-Tacho reklamieren.

          • Nicht wirklich ein Grund zur Panik.Das hängt auch immer mit dem aktuellen Profil der Pneus ab.Und solange ich davon ausgehen kann, dass ich beispielsweise mit 50 eher 47 … also langsamer als erlaubt fahre, bin ich immer noch im grünen Bereich. Blöder wäre die Situation schon umgekehrt.

            Ich frage mich da eher, warum Tesla mit der ganzen internen Technik nicht auch die GPS Geschwindigkeit etwas kleiner neben dem normalen Tacho darstellt?!?
            Ich kenne einige Leute, die Fahren nach GPS und brauchen den normalen Tacho nur dort, wo kein GPS Signal empfangbar ist.

          • PV-Berlin

            Die Reifen konntest du aber schon im Jahr 2000 bei Daimler einstellen (korrigieren) wenn das deine Fachwerkstatt für dich noch nicht getan hat, was mich schwer verwundert.

          • PV-Berlin

            GBS Gerät kaputt oder halt aus China

  • Elektroautofan

    Ich finde es ebenfalls nicht gut, unverantwortlichen Fahrern es auch noch zu erleichtern mit überhöhter Geschwindigkeit zu fahren. Ich glaube, dass die Geschwindigkeitstoleranz Tesla sehr schaden könnte, wenn der Autopilot mit überhöhter Geschwindigkeit einen Unfall verursacht. Außerdem denke ich, dass die Toleranz wieder abgeschafft wird, wenn der Autohersteller, und nicht mehr der Fahrer für die autonom Fahren verantwortlich sein wird.

  • Klaus Haakshorst

    Halte mich normaler Weise auch an die Begrenzung. 10km mehr schon als Raser zu betiteln ist ein Witz!

  • Jakob

    An alle die hier den warnenden Finger heben.
    Achtet doch bitte mal morgen auf der Fahrt zur Arbeit wer denn genau die angegebene Geschwindigkeit fährt und wer an den Schildern exakt die erlaubte Geschwindigkeit einhält (und nicht erst 200 m weiter!).

    Ich fahre jeden Tag ca. 90 km und beobachte das seit der letzten Diskussion genau.
    Ich habe keine statistische Auswertung gemacht, aber speziell die erlaubte Geschwindigkeit von 80 km/h in der Baustelle auf der Autobahn haben genau 0 Personen eingehalten, wenn ich dort 80 gefahren wäre, hätte ich die LKWs in meinem Nacken.
    Also lasst bitte die Leute hier selbst entscheiden! Ich lasse mich von solchen „Schlaumeiern“ nicht als Raser abstempeln!

    Weiterhin übernehme ich allein das Risiko und niemand sonst.
    Wenn Tesla irgendwann die Versicherung und die Verantwortung dafür übernimmt, während ich AP nutze, dann gerne mit der exakten erlaubten Geschwindigkeit.
    Vorher will ich selbst entscheiden, denn ich trage auch allein die Verantwortung.

    • CH-fastrider

      Ich bemühe mich mit Hilfe von Tempomat und TomTom Warnungen immer maximal die erlaubte Höchstgeschwindigkeit zu fahren. 80-90% der Schweizer Autofahrer in der Schweiz halten sich an die jeweils erlaubte Höchstgeschwindigkeit, vor allem wegen der empfindlichen Geldbussen bei sehr niedrigen Toleranzen und sehr hoher Blitzerdichte. Trotzdem werde ich fast jedes Jahr einmal für 3-4km zu schnelles Fahren gebüsst. 3 km/h zu viel in der Stadt kosten gleich 60CHF=ca. 55€. Die Bussen steigen exponentiell und sind kantonal unterschiedlich 🙂
      Bei 70km/h in einer 30er Zone oder 100 km/h in einer 50er Zone oder 200 auf der Autobahn (erlaubt 120) wird das Fahrzeug meist versteigert und es drohen Freiheitsstrafen mitsamt sehr empfindlichen Geldbussen.

      • Pamela

        Danke für die Info.
        Die Limits mit den im letzten Absatz genannten Geschwindigkeiten zu überschreiten, ist aber schon krass purbertär.
        Trotzdem, Ihr Schweizer müsst ganz schön entspannt sein, um das davor Beschriebene im Alltag immer auszuhalten. Ich bin ja schon gestresst, wenn ich daran denke ! 😉

        • CH-fastrider

          Die Schweiz ist nicht das einzige Land, wo drakonische Strafen im Strassenverkehr drohen. Norwegen, Tschechien und Italien fallen mir da gerade ein.
          Die sehr harten Raserstrafen sind aus einer Volksinitiative hervor gegangen. Siehe http://www.raserinitiative.ch/initiative.html .
          Ebenso ist eine Erhöhung des Autobahn Tempolimits vom Volk im Rahmen einer anderen Initiative abgelehnt worden. Dementsprechend entspannt kann man in der Schweiz Autofahren. Ich fahre viel lieber in der Schweiz, Frankreich oder Österreich als in Deutschland. Das ist viel entspannter.
          Aus meinem privaten Umfeld kenne ich niemand der gegen die Raser Initiative war und nur einige wenige 20-30 jährige waren für die Erhöhung des Tempolimits. Ich denke, wenn die Volksmehrheit etwas möchte und der Wille dann sogar umgesetzt wird, wird die Akzeptanz sich an die Regeln zu halten stark erhöht im Vergleich zu anderen Ländern wo eine Regierung Gesetze gegen eine Volksmehrheit umsetzt.

        • Luganorenz

          Das geht mir genauso, wenn ich über den Gotthard muss (nach Norden, versteht sich). Daher meine Empfehlung durch die Schweiz: St. Bernadino: Die Kantone St. Gallen, Graubünden und Tessin sind relativ dünn mit Blitzern bestückt. Verkehrsfluss mit 120-130km/h (Polizei inklusive).

          • Pamela

            Lieben Dank für die Tipps.
            Das letzte Mal sind wir auch über den St. Bernadino, bot sich an, zum Luganer See. Traumhaft: oben der dicke Schnee und am See war Sommer. Da waren wir allerdings mit dem Defender unterwegs, mit dem fährt man eh braver, deshalb ist das gar nicht so aufgefallen. Im Urlaub ist das aber auch was anderes. Für die täglichen 140 km mit einem schnelleren Auto möchte ich einfach mehr Spielraum – solange es noch geht. Auf meiner Strecke gibt es auch kaum Fußgänger – also keine Gefahr für diese. LG

          • ThomasJ

            Auf der N13, zwischen St. Margreten und Chur, montieren sie gerne Blitzer. Vor allem in der Ferienzeit. Wenn du das nächste mal ins schöne Tessin fährst. Kenn mich da aus, ist vor meiner Haustüre.
            🙂

          • Pamela

            Lieber Thomas ! Sollten wir es wirklich mal, dank Supercharger V3, aber natürlich regelkonform, es mit dem Model 3 in die Nähe Eurer Haustür schaffen, sollten wir vielleicht einmal kurz und kräftig auf unsrere Traumautos anstoßen ? Würde mich sehr freuen. LG

          • ThomasJ

            Das machen wir!
            🙂 LG

      • Jakob

        Mir geht es explizit um das Verhalten in Deutschland. Mir sind die drakonischen Strafen unserer europäischen Nachbarn bekannt, da sieht die Fahrweise auch anders aus 🙂

    • Elektroautofan

      FALSCH!!!!!
      Sie tragen nicht nur die Verantwortung für Ihr Fahrzeug und Ihr Leben, sondern auch für das der anderen Verkehrsteilnehmer. Wenn bei einem Autounfall immer nur der Raser zu Schaden käme, fände ich diese Änderung nicht schlimm. Aber man sollte nicht vergessen, dass man auch anderen (auch denen, die sich an das Limit halten) das Leben nehmen kann…

  • Skynet

    Ja auch ich halte mich außerhalb der Ortschaften nicht an jedes Tempolimit und bin nach meiner Meinung trotzdem kein Raser und habe 0 Punkte trotz 80.000km im Jahr.

    Deutschland hat es über Jahrzehnte geschafft ein System zu entwickeln, wie man am besten Autofahrer für klamme Haushaltskassen schröpft. Dies sieht so aus, dass man bis 20 zuviel „humane“ Geldstrafen ohne Punkte hat. Gleichzeitig hat man einen Schilderwald aufgebaut mit vielfach vollkommen unnützen Geschwindigkeitsbeschränkungen. Wenn ich im Ausland fahre und vor einer Kurve steht z. B. 60, dann weiß ich, das ich abbremsen muss. Während man in Deutschland mit mindestens 80 und mehr ohne Problem fahren kann. Die Folge ist, dass eigentlich jeder (d. h. ich und bestimmt 90% vom Rest) nach Tacho rund 20 mehr fährt.

    Da ich keinen Tesla fahre weiß ich nicht, was der Autopilot z. B. bei den ganzen unsinnigen Beschränkungen an jeder Auf-/Abfahrt zur Bundesstraße macht. Aber wenn man jedesmal auf 70 abbremst nur weil ein Schild dies sagt dauert es nicht lange, bis ein LKW im Kofferraum hängt.