Schweden: Kauf einer Powerwall 2 wird zu 60% vom Staat subventioniert

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Schweden hat in der vergangenen Woche ein neues Förderprogramm eingeführt (via Electrek), womit Anreize geschaffen werden sollen, damit mehr Hausbesitzer Energiespeicher wie die Tesla Powerwall 2 installieren. Dafür subventioniert der Staat 60 Prozent der Kosten für den Batteriespeicher bis zu einem Betrag von 50.000 Schwedischen Kronen (ca. 5.100 Euro).

In Schweden Kostet Teslas neuer Batteriespeicher 61.000 Schwedische Kronen oder umgerechnet circa 6.250 Euro. Inklusive Installationskosten werden insgesamt 73.300 Schwedische Kronen bzw. circa 7.100 Euro fällig. Wenn man hierbei die Förderung abrechnet (60%), muss ein Hausbesitzer weniger als 3.000 Euro aus eigener Tasche für die Powerwall 2 zahlen.

Mit dieser Subventionsmaßnahme, die bis Ende 2019 laufen soll, will sich Schweden weiter dem Ziel nähern, bis 2040 völlig unabhängig von fossilen Brennstoffen zu sein. Die ersten Powerwall 2 von Tesla werden Mitte nächsten Jahres in Schweden erwartet. Tesla wird somit zweieinhalb Jahre von diesem Förderprogramm profitieren, welches die Verkäufe stark beeinflussen dürfte.

  • Jens B. H.

    SO funktioniert Energiewende und nicht anders.

    • PV-Berlin

      Bei aller Liebe zu Tesla und den EE, ist diese Subvention so überflüssig wie ein Kropf!
      Wenn man etwas fördern möchte, dann doch die Integration der Märkte (Strom Wärme Mobilität) oder wenn man etwas für dass Stromnetz machen möchte(Stabilität) dann doch bitte Powerpack an Priorität A Standorten (Feuerwehr, Polizei, Krankenhäuser, Wasserversorgung etc.)

      Das ist eine sinnlose Subvention für den Michel Opportunismus. Ich bin mir relativ sicher, dass in wenigen Jahren, sich der Grundpreis eines privaten Haushaltes sich an der maximalen Last ausrichtet, mit einer Gewichtung von mehr als 30%.

      Der Stromverbrauch ohne Wärme und Mobilität liegt bei ca. 1.000 bis 2.500 kWh je Person! Mit Wärme und Mobilität bei mehr als 5.000 kWh, von denen man zeitlich einen Großteil sehr gut managen kann, was für die EE (Positive Last) die Grundvoraussetzung ist, um nahe 100% des Energiebedarfs darzustellen und dabei das ‚bisschen‘ unflexible Last mit Systemen wie dem Netz, dem Stromhandel, PSW etc. bei einer Verfügbarkeit von >99% zu bedienen.

      Okay, Tesla wird da sicher keine Lobbyarbeit getätigt haben. Die werden eh ein massives Lieferproblem bekommen, wenn der Markt das erst mal checkt.

      *Alleine in Kenia’s Hauptstadt Nairobi gibt es Minimum 300.000 potentielle Kunden für den Powerwall 2 und den Powerpack 2.

      • Jens B. H.

        Kann Ihre Kritik nicht ganz nachvollziehen:

        U.a. schreiben Sie: Mit Wärme und Mobilität bei mehr als 5.000 kWh, von denen man zeitlich
        einen Großteil sehr gut managen kann, was für die EE (Positive Last)
        die Grundvoraussetzung ist, um nahe 100% des Energiebedarfs
        darzustellen und dabei das ‚bisschen‘ unflexible Last mit Systemen wie
        dem Netz, dem Stromhandel, PSW etc. bei einer Verfügbarkeit von >99%
        zu bedienen.

        Das gilt doch nur bei dem aktuellen Energiemix! Weil Grundlast und SPitzenlastkrafwerke das entsprechend abdecken! Bei SOlar und Wind verschieben sich aber Erzeugung und Verbrauch massiv zur aktuellen Situation und da braucht man Speicher. Das solte doch mittlwerweile jeder wissen. Und eine dezentrale Speicherlösung ist kurz und langfristig besser da Netze Entlastet werden bzw erst garnicht erweitert werden müssen! Des Weiteren sind die Kostenvorteile von dezentralen Lösungen mittlerweile nicht mehr vorhanden da in Massen produzierte Anlagen immer günstiger werden.
        Daher ist die Powerwall das richtige Produkt zur richtigen Zeit und dieses richtige Produkt zu subventionieren der absolut richtige Weg!

        • PV-Berlin

          Der Strommarkt ist winzig, im Vergleich mit dem momentanen Gesamtmarkt für Energie. es sind ja nur ca. 700 TWh. Es sind aber mehr als 1.000 TWh Öl, die wir in D. für die Mobilität aufwenden und sind mehr als 2.000 TWh , die wir für Wärme verballern ( 1 Liter Diesel hat ca. 11 kWh Energieinhalt)

          Und im Gegensatz zum Strommarkt, „speichert“ sich das in den beiden Märkten ungleich leichter. Eine Wärmepumpe ist geregelt, sie kann 100% und kann 0% liefern, deshalb muss es aber nicht im Haus kalt oder zu warm sein, weil Gebäude relativ träge reagieren.

          Das ganze hat wenig mit zentral und dezentral zu tun! Stromspeicher in privaten haushalten können kaum Netzdienlich sein, weil sie ja sonst vom Netzbetreiber und eben nicht vom z.B. PV Betreiber gesteuert werden müssten. Ergo kann man Strom speichern, wo er im Netz gut gebraucht wird.

          Das Netz, bzw. unser gutes Stromnetz müssen wir weiter ausbauen und viel intensiver nutzen, dann sinken sogar die Netzkosten je kWh.. Aber hier mal Schluss, denn das ist nicht die Plattform für so ausführliche Erläuterungen.

          Schaut mal ins PV Forum

          Ziel ist es ja nicht, nur 100% EE Strom, sondern EE für nahe 100% unseres Energiebedarf zu entwickeln.

          • Dieslstinker

            im Grunde die selbe frage wie Boiler oder Durchlauferhitzer
            der Boiler kann vom Netzbetreiber wie ein Schwarmspeicher geregelt werden.
            den boiler kann ich zusätzlich auch mit Solarthermie geladen haben
            und den Schwarmspeicher eben aus der PV.
            Der WR vom Schwarmspeicher soll aber den Laststrom abdecken können.
            der Strombezug (Leistung) dafür gedrosselt werden

    • YB

      So ist es richtig leider hat mein land die schweiz am sonntag den „schnellen“ atomausstieg und die energiewende bis 2029 abgelehnt. Jetzt muss man bis ins 2050 warten bis wir 100% erneuerbar sind und die fast 50 jährigen maroden akw dürfen noch älterwerden.

      • Nelkenduft / AHF

        In der Schweiz ticken die Uhren halt etwas langsamer.

        • Pamela

          In Deutschland ist jetzt auch Sand im Uhrwerk. Ich erwarte praktisch stündlich den Rückzug vom Atomausstieg.
          Und dann der Blödsinn mit der Rodung vom Hambacher Forst (wegen der vielen „Kohle“).
          Aber dass eine Volksabstimmung unter den Eidgenossen so ausgeht, hätte man nicht gedacht. Wir sind ja manchmal neidisch, weil wir ja gar nie gefragt werden (per Volksentscheid), aber wer weiß, was da raus käme 🙁

  • ThomasJ

    “ ….. will sich Schweden weiter dem Ziel nähern, bis 2040 völlig unabhängig von fossilen Brennstoffen zu sein. …. “

    Dieses Land macht keine Geschenke für seine Bewohner, diese Land investiert in eine nachhaltige Zukunft, für seine Bewohner.

  • DonFU

    Na ja, die meisten Schweden werden sich die PW2 holen um bei einem Stromausfall versorgt zu sein, denn es kommt durch Sturm oder Gewitter doch recht häufig dazu.
    Also wird es dazu genutzt um marode Stromnetze beim Endverbraucher zu puffern und so etwas hübsch zu überschminken.
    Denn wie wir wissen hilft der Staat bestimmt nicht so selbstlos seinen Bürgern, wohl eher der Energiemafia.