Tesla Grohmann Automation trennt sich von allen Kunden, Produktion nur noch für Tesla

Wir hatten kürzlich darüber berichtet, dass die Belegschaft von Tesla Grohmann Automation sich über eine untertarifliche Bezahlung beschwert hat. Zusätzlich dazu ist auch der Gründer und bisherige Chef des Unternehmens, Klaus Grohmann, überraschend ausgeschieden. Den deutschen Maschinenbauer Grohmann Engineering kaufte Tesla erst Ende letzten Jahres.

Nun werden immer mehr Informationen bekannt, wie sich das Unternehmen zukünftig orientieren möchte. Wie der Südwestrundfunk berichtet, wird das Unternehmen aus Prüm nunmehr ausschließlich für Tesla produzieren. Kurzerhand trennte man sich von allen bisherigen Kunden, darunter Fahrzeughersteller wie BMW, Mercedes, Volvo, aber auch Automobilzulieferer Bosch. Bestehende Aufträge wurden entweder abgebrochen oder zurückgegeben, heißt es.

Grund für diese Richtungsänderung ist das kommende Mittelklassefahrzeug Model 3. Tesla braucht offenbar selbst die volle Kapazität des Werks in der Eifel. Die Mitarbeiter sehen diese Neuausrichtung mit gemischten Gefühlen entgegen. Die Stimmung schwanke „zwischen großer Sorge um den Arbeitsplatz und Aufbruchstimmung“, schreibt der SWR.

Möglicherweise ist auch das der Grund, wieso Gründer Klaus Grohmann das Unternehmen dann doch verlassen hat, obwohl es zunächst hieß, dass er weiterhin die Leitung übernimmt. Grohmann soll immer das Ziel verfolgt haben, möglichst breit aufgestellt zu sein, um Ausfälle einzelner Kunden durch andere ausgleichen zu können. Nun ist man jedoch ausschließlich von Tesla abhängig.

Der Betriebsrat von Tesla Grohmann Automation sieht jedoch auch eine Chance, aus dem Unternehmen eine „Edelschmiede“ zu machen. Durch Investitionen und mehr Zeit könnten zukünftig Bauteile für die Elektroautos in Prüm entwickelt werden. Dafür sind jedoch auch Ingenieure nötig, die Tesla offenbar demnächst mit sogenannten „Job Recruiter“ suchen will.

Für die Mitarbeiter ist weiterhin der niedrige Verdienst ein wichtiges Thema. Sie fordern einen Tarifvertrag und mehr Geld. Wie es heißt, verdiene ein Facharbeiter bei Grohmann bei einer 40-Stunden-Woche bis zu 3.000 Euro brutto im Monat. Ein Facharbeiter bei Volvo verdient bei einer 35-Stunden-Woche jedoch bis zu 3.400 Euro brutto im Monat, argumentiert die Gewerkschaft IG Metall. Tesla hat kürzlich 150 Euro im Monat mehr angeboten, doch das reicht laut Gewerkschaft nicht.

  • Doc_Brown

    Klaus Grohmann ist Laut „Volksfreund.de“ 74. Kann mir gut vorstellen das er nicht mit den Füßen voraus die Firma verlassen möchte…

    • KingArtus

      und ich kann mir auch gut vorstellen, das massive Veränderungen in seinem Unternehmen nicht so leicht zu verkraften sind.

      • Hex

        So etwas wird im Vertrag schon alles geregelt worden sein, dementsprechend glaube ich kaum das es für ihn schwer zu verkraften ist. Man liest ja einen Vertrag bevor man ihn abschließt. Ich glaube eher er hat durch den Deal so viel verdient das er jetzt einfach mal sein restliches Leben genießen will.

  • ThomasJ

    Wenn ich als Facharbeiter die Zeichen der E-Zeit mit verfolgen (würde), wäre meine Sorge für die Zukunft die, ob ich mit meiner 35 Stunden-Woche bei Volvo (3500 Euro) eine Zukunft Richtung abwärts habe oder mit einer 40 Stunden-Woche bei Grohmann (3000 Euro) Richtung aufwärts. Wo hat es in der Entwicklung (Arbeit, Fortschritt, Innovation, Lohn) Luft nach oben, wo gibt es bald Atemnot?

    Auch die Gewerkschaften/Betriebsrat verbeissen sich auf die Gegenwart und haben offensichtlich keinen Weitblick und Vertrauen auf das was sich da anbahnt.

    Quizfrage: Wer hat im 2020 eher noch einen Job?

    • Harald Schattauer

      Egal wie innovativ eine Firma auch ist, für dem Massenmarkt brauche ich eine Masse an Menschen die genug Geld hat meine Produkte zu kaufen.

      Der Mittelstand (darunter gut verdienende Facharbeiter) machen den meisten Umsatz mit „Luxus Artikeln“ und kaufen die meisten Autos

      Wie Weitschichtig ist es durch niedrige Löhne den Mittelstand auszudünnen?

      Wer kauft dann noch in massen teure Technik, Kosmetik, Autos und anderes (Luxusartikel) bevor ihre alten defekt oder verbraucht sind?

      • ThomasJ

        „Wie Weitschichtig ist es durch niedrige Löhne den Mittelstand auszudünnen?“
        Gar nicht. Niemand (auch ich nicht) sagt, dass es eine Lohnanpassung brauchen wird.
        Wir bewegen uns von den Luxus im E-Car Bereich (z. Bsp. MS) in Richtung Mittelstand (Z. Bsp. M3). Diese Zukunft ist sehr nahe, auch wenn es bei den anderen Autoherstellern wie Tesla etwas länger dauern wird. Wenn sie denn auf das richtige Pferd (E-Mobilität) setzen.
        Darum ist meine Quizfrage immer noch aktuell.

      • Kyle Seven

        Nützt dir alles nichts wenn du selbst keinen Gewinn machst oder deine Produkte nicht preislich konkurrenzfähig sind

    • Skynet

      Das ist ja alles erst einmal soweit richtig. Aber es geht für Tesla ja auch um das Jetzt und nicht was früher einmal bei Grohmann war! Bisher gab es offensichtlich eine sehr große Fluktuation bei Grohmann und nach über 3 Monaten konnten von 350 offenen Stellen gerade mal 7 besetzt werden. Wie will man erfahrene Leute JETZT überzeugen zu Tesla zu kommen?

      Auf Facharbeiter Ebene ist da die Bindung an den Tarifvertrag sicher eine Möglichkeit, bei Ingenieuren muss es eher sogar außertarifliche Bezahlung oder „Extras“ sein. Das ist eben das Spannende und was „Job Recruiter“ da bewirken können weiß ich nicht. Letztlich muss das ganze insgesamt auch noch stimmig sein. Auf Teufel komm raus neue Mitarbeiter mit höheren Löhnen anzuwerben erzeugt Neid und zwangsläufig muss das gesamte Gehaltniveau angehoben werden oder „Altgediente“ gehen.

      • wolfgang

        “ Auf Teufel komm raus neue Mitarbeiter mit höheren Löhnen anzuwerben “

        Was sind denn höhere Löhne…Mindestlohn 1700 und 3000 Brutto ist toll für einen Facharbeiter ? Sicher muss man den Facharbeiter definieren aber er wird sicher keinen Tesla kaufen weil es Netto nur für einen gebrauchten Fiat reicht.

        Und was nichts kostet ist auch nichts…das gilt auch oft für Personal !!

        Und nicht vergessen Tesla erhält für jedes Auto 15-30 000 an Subventionen also Steuergeld von diesen 3000 EUR Fachkräften

  • eCar-Fan und TESLA-Fahrer

    Die Trennung „von allen bisherigen Kunden, darunter Fahrzeughersteller wie BMW, Mercedes, Volvo, aber auch Automobilzulieferer Bosch“… kommt m.E. nicht im Geringsten überraschend. Es war umgekehrt absehbar, dass vorgenannte Unternehmen langfristig kein Interesse haben dürften, Kunde eines Betriebs zu sein, der zu 100% in TESLA – Hand ist. Schon gar nicht, wenn man weiß, welche Internas über künftige -und deshalb geheime- Modelle im Vorfeld der Produktion fliessen.

    Ist das ein Problem für Grohmann Automation? Ich denke, NEIN! Die Belegschaft sollte durchaus zuversichtlich in die gemeinsame Zukunft mit TESLA schauen und nicht gleich zu Beginn den neuen Eigentümer mit überzogenen Forderungen brüskieren. Das Angebot von 150 € in Relation zu 3.000 € Verdienst bedeuten immerhin eine Lohnerhöhung von satten 5%! In 2 Jahren, wenn die Produktion von TESLAs Model 3 sich gerade auch durch die Grohmann-Tätigkeiten in die richtige Richtung entwickelt hat, kann man weitersehen.

    • Harald Schattauer

      In Strukturschwachen Gegenden mit niedrigem Lohnniveau wandern Menschen (meisten junge) ab. Und die älteren gehen irgendwann in Rente
      Um in diesen Gegenden die Menschen zu halten oder auf zubauen muss man annähernd das bieten, was Ballungsräume bieten.
      Gleicher Lohn könne die Abwanderung mindern und den Zuzug neuer Junger Menschen (Fachkräfte) fördern. Den ich bin Meinung, bei gleichem Lohn lebt es sich auf dem Dorf besser als in der Stadt.

      • Cris Schlennstedt

        Was für ein Unsinn. Die Region Eifel / Mosel ist eine der Regionen die eine Arbeitslosigkeit von 3 % oder weniger aufweisen. Es wird kaum abgewandert, eher zugewandert, weil es eine attraktive Region ist und auch sehr gut leben kann. Wohnraum ist in der Eifel bezahlbar. Wenn Sie in der Eifel wohnen sollten, was ich offen bezweifel, ist es zu empfehlen vor die Tür zu gehen und einmal alles zu betrachten.

        Ich selber bin vor 9 Jahren von einer wirtschaftlich schwachen Region in die Eifel, Landkreis Bitburg-Prüm gezogen. Hier lebt man im übrigen in einem sehr weit verbreitete Netz an vielen Dörfern häufig auf dem Dorf. Diese Dörfer leben, sie wachsen und haben einen Zusammenhalt.

        Bitte informieren Sie sich erst, bevor Sie solche eine Meinung haben, welche nicht der Realität entspricht.

  • Stefan

    Der Unternehmer hat sich entschlossen sein Unternehmen an einen seiner Kunden zu verkaufen. Wenn er sein Unternehmen breit aufstellen gestellt haben möchte hätte er das wohl nicht machen dürfen. Wenn Tesla diesen in der Tat drastischen Schritt nicht gemacht hääte, hätte ich befürchtet das andere Kunden abspringen weil ein Konkurrent das Unternehmen führt.

    Warum soll BMW Aufträge an ein Unternehmen der Tesla Gruppe geben?

    Im Gegensatz zu Heuschrecken die Unternehmen ausplündern würde ich Tesla unterstellen das sie diese Unternehmen als so wichtig für ihre Pläne erachtet haben das sie es gekauft haben.

    Das Tesla nicht so gut bezahlt hört man ja auch von Mitarbeitern die direkt bei Tesla arbeiten. Ich würde also von diesem Arbeitgeber keine Spitzenlöhne erwarten – aber die Mitarbeiter können die Chance bekommen den Wechsel in die neue eMobility zu schaffen.

    Wenn man nicht direkt betroffen ist kann man das sicherlich entspannter sehen – ich hoffe die Mitarbeiter werden von Tesla fair behandelt und erhalten die Möglichkeit sich mit Tesla weiter zu entwickeln.

    • ThomasJ

      Wenn Tesla so in und auf Grohmann setzt, wo könnte die Gigafactory in Europa hinkommen? So als Spekulantitis?

      • Pamela

        Ich würde ja sehr gerne tippen: Eifel ?
        Zumal eine emissionsfrei produzierende Gigafactory hier sehr gut hinpasst. Schließlich wollen wir die beste Luft von NRW gerne behalten. Dafür stellt sich jeder gerne noch ein Windrad auf die Wiese.
        Aber meines Wissens gibt es aus unserer Ecke keine Bewerbung … 🙁

        • jomein

          Ich würde eine GF nicht in Deutschland bauen.

      • Graf

        Da kann ich mir nicht vorstellen das Musk noch Bock auf eine deutsche Gigafactory hat , wenn ihm die Gewerkschaft jetzt schon so übel zusetzt, der wird sich ein Nachbarland suchen, Belgien, Frankreich oder Polen.

        • Wenn die Gewerkschaft schon jetzt nervt, dann wird Elon nie Frankreich auswählen. Frankreich ist noch schlimmer im Thema Gewerkschaft.

        • ThomasJ

          Oder die Schweiz!
          Ich wüsste da noch eine Wiese mit ÖV Anschluss. Das Know how hätten wir vermutlich, bzw. müssten es hinzügeln wie an den meisten anderen Orten auch, landschaftlich und Lebensqualität für das Personal ist top, leider etwas hoch in den Kosten.

      • Kyle Seven

        Niederlande

    • Peter M

      Und wenn ein Tesla Mitarbeiter einen guten Rabatt auf ein neues Teslafahrzeug bekommt?

      • EinGrohmannEngineer

        Wird es nicht geben. Wurde so auf der Belegschaftsversammlung auf nachfrage verkündet.

        • Element115

          Kommen Sie wenigstens in der Warteliste für den Model 3 weiter vor so wie die Kollegen aus den USA?

          • EinGrohmannEngineer

            Ja, das soll wohl der Fall sein. Also wir kommen auf die Warteliste für die Mitarbeiter.

  • Xer

    Wie soll man auch hunderte hochqualifizierte Fachkräfte ohne überdurchschnittliche Bezahlung an das Ende der Welt locken?

    Wenn Tesla zB. einen Standort in der Nähe von Berlin eröffnen würde, könnten sie sich vor Bewerbungen sicher nicht mehr retten.

    • Pamela
      • Xer

        Sicher ein Anfang 😉

        Aber ich sage es mal so: Wenn ich mir als erfahrener Ingenieur den Arbeitgeber und Konditionen aussuchen kann, würde ich – selbst als Tesla-Fan – nicht ohne harte monetäre Argumente nach Prüm ziehen 😉

        Über viele Jahre, mit der Ausbildung von lokal verwurzelten Arbeitnehmer kann Wachstum in dieser Region sicher funktionieren. Aber bei der heutigen Arbeitsmarktsituation über Nacht hunderte Experten in der Eifel einstellen? Die Naivität des Tesla-Managements macht mich schon etwas sprachlos.

      • Harald Schattauer

        Hammer Häuser

        Aber mit den hier genannten 3000€ Brutto ist so etwas für einen Alleinverdiener mit Familie kaum zu finanzieren.

        Mit 3000€ Netto, was bei großen Autoherstellern als Facharbeiter keine Seltenheit ist, kann man das finanzieren.

        • Pamela

          Man sucht ja u.a. auch Ingenieure, da muss man eh mehr hinblättern.
          Aber ich dachte es eigentlich so:
          Tesla kauft eine Reihe von Häusern, nutzt dabei den noch bestehenden Niedrigzins auf 15-20 Jahre und gibt seinen neuen Mitarbeitern die Möglichkeit zum Mietkauf oder vermietet günstig an sie.

          • Harald Schattauer

            Das könnte klappen

            Ich denke die Anpassung der Löhne an die Wertschöpfung (Tarif) bringt schnellere Ergebnisse.

            Junge Ingenieure von der FH oder Uni kann man recht recht günstig einkaufen. Bei uns uns der Firma (Pharma/Chemie) verdienen sie Teilweise weniger als erfahrene Facharbeiter in der Produktion.

            Facharbeiter muss entweder selber Ausbilden oder, wen sie nach Metall oder Chemie Tarif bezahlt wurden, teuer einkaufen.

            Bei hier genannten 300+ gesuchten Mitarbeitern werden viele Facharbeiter dabei sein.

            Wenn man auf dem Land gut verdient, lebt es sich besser als in der Stadt

            Ich denke mir geht es so wie Ihnen, da wo ich Arbeite hätte ich mir so ein Haus, wie ich es jetzt besitze, nicht leisten können. Also raus aufs Land ziehen und ca. 30km zur Arbeit pendeln.
            Zum Glück liegt die Firma in der ich arbeite schon am äußersten Rand des Rhein/Main Gebiet.

          • Pamela

            Dann hoffen wir mal für alle, dass sich die Fronten nicht weiter verhärten, dass die IG-Metall objektiv agiert und nicht im Interesse der deutschen Konkurrenz Öl ins Feuer gießt, dass gute Lösungen gemeinsam gefunden werden und die schöne Eifel einige tüchtige Neubewohner bekommt. 🙂

          • Alfred E. Neumann

            Wenn ich das richtig sehe, dann ist ein Käufer in Deutschland mindestens für ein Jahr an alle Verträge und Vereinbarungen eines Betriebs gebunden, sprich er muss alle Löhne und Zulagen wie bisher weiterzahlen. Warum sollten die Leute jetzt viel mehr verdienen, nur weil der Inhaber gewechselt hat? Gehts noch? Und ich bezweifle mal, dass der alte Besitzer den Leuten auch die 150€ Erhöhung angeboten hätte. Wenn andere Firmen in der Gegend deutlich mehr zahlen würden, wären die Leute doch schon längst weg.
            Neue, qualifizierte Leute zu finden steht da natürlich auf einem anderen Blatt, aber da gilt ja immer Angebot und Nachfrage…

            Wenn man mittelständischer Zulieferer von VW, Mercedes oder BMW ist, kann man sich leider meistens gar nicht erlauben, höhere Löhne zu bezahlen, da ist es doch schon Usus, so weit geknebeelt zu werden, bis man an der Wand steht, Fairness ist da schon lange ein Fremdwwort. Ich kenne einige Mittelständler, die alles versuchen, um auf diese Klientel in Zukunft zu verzichten. Lopez lässt grüßen.

          • Pamela

            Ich sehe es genauso. Ein hochgestecktes Ziel kann aber nur mit motivierten Mitarbeitern erreicht werden. Nach den Berichten von c j ist wohl eine Umstrukturierung, eine bessere Organisation der Arbeitsabläufe nach Weggang des 74jährigen Chefs genauso nötig, wie vielleicht ein zusätzlicher finanzieller Anreiz. Tesla sollte an beidem ansätzen, schon um denjenigen den Wind aus den Segeln zu nehmen, die hier gerne ein Scheitern sehen möchten. Wenn die Produkte so wichtig sind für die Einhaltung der Model 3 – Pläne, würde ich es jetzt nicht auf einen Arbeitskampf ankommen lassen.

            Gewerkschaften sind wichtig, nur leider haben sie imho in Vergangenheit oft versagt. Hier kommen mir die Argumente „Oh, ein amerikanischer Konzern, der lässt die Leute wieder fallen, wenn er sie nicht braucht“ irgendwie herbeigeredet vor. Ja genau, um die Arbeitnehmer der Zulieferer der deutschen Automobilbauer hat man sich bisher nicht so viel Sorgen gemacht.

            Trotzdem, für 670 Leute etwas mehr Geld, sicher nicht unverdient, dafür sinnvolle Rationalisierung, erfolgreiche Arbeit bei Grohmann und man hat was davon – und die Presse hält den Mund…

          • c j

            wir haben jedes jahr im schnitt 3% mehr bekommen. aber 3% von wenig und 3% von viel treibt die lücke zwischen den einzelnen mitarbeitern im weiter auseinander. ich beschwere mich nicht über meinen lohn. wie kann es aber sein, dass jüngere, die weniger als ich können und auch tun, mit weniger berufserfahrung, mehr verdienen? andersrum genauso. kollegen bei gleicher arbeit wie ich, 4€ weniger?! wodurch lässt sich soetwas fair gestalten, ohne nasenfaktor?
            RICHTIG, MIT TARIFVERTRAG!!!

            und ja, es gibt diese anderen firmen in der umgebung, nur die stellen selten mal ein.

          • Ich kann sie nur zum Teil verstehen. Ich bin Jungunternehmer und großer Anhänger den Elon-Musk-Unternehmen, die alle sehr innovativ und nachhaltig sind.
            Seit doch froh, dass ihr nun zu Tesla gehört. Eurer Job ist dadurch für lange Jahre gesichert. Und seid froh, dass ihr 3.000 Euro Brutto verdient, immerhin pro Stunde ca. 17,8x Euro. In einer ländlichen Region schon ein guter Lohn.
            Und das ist typisch deutsch, also das kritische Denken, selbst wenn man sein eigenes Glück wohl nicht sieht. Tesla muss für das Model 3 sehr sehr viel Geld verdienen und kann es sich gerade nicht leisten, sich mit übertriebene Lohnerhöhungen – meine Sicht als Hunsrücker – zu beschäftigen. Wenn ihr mehr Lohn wollt, zieht in eine Großstadt, aber wundert euch nicht, wenn am Ende ihr genau so viel Geld habt…

          • theBIGeasy

            Interessante Sicht. Steht das Tesla Stammwerk doch in der teuersten Region der USA (neben NYC) und zahlt hier weniger als was in der Branche üblich ist. Und bevor sie mit den AKtienoptionen kommen: die muss man sich von dem Gehalt auch erst mal leisten können, was die wenigsten wohl können.

          • jomein

            wohl eher weniger. Die Lebenshaltungskosten sind so hoch, dass die angesprochenen 3.500 in Stuttgart, noch vor Monatsende aufgebraucht sind. Es steht also weniger Kohle zur Verfügung.

  • c j

    Uns wurde bei der Verkündung der Übernahme durch Elon Musk persönlich versprochen, dass sich Tesla Grohmann weiterhin breit aufstellen wird. Natürlich auf die Kunden und Technologien setzt, die auch für Tesla interessant sind. Als Klaus Grohmann mitgeteilt wurde, man werde sich nur noch auf Tesla konzentrieren, kam es anscheinend zum Streit und dann zum Bruch. In der Belegschaft sind wir alle sicher, dass dies nicht so vereinbart war und KG nicht freiwillig seinen Hut genommen hat. KG hat in Elon Musk einen Visionär gesehen, wie er selber einer war und war wohl der Meinung, seine Firma in die Richtigen Hände zu geben. Doch auch ein Herr Musk ist in erster Linie ein Aktionär. Ausserdem wurden im Hintergrund bestimmt viele Fäden gezogen, wovon er selber nichts wusste. Der Prozess, bei uns Tarif zu fordern, ist schon lange im Gang, wurde aber immer durch KG und die Geschäftsleitung klein gehalten. Viele haben sich garnicht erst getraut sich zu erheben und dafür zu kämpfen. Erst jetzt, wo Verunsicherung umhergeht, ist dieser Prozess richtig angerollt. Die meisten bei und hatten immer eine tolle Arbeit die echt Spass machte. Aus diesem Grund und die Verbundenheit in der Eifel hat viele davon abgehalten, sich was anderes zu suchen. Da man den Spass an der Arbeit hatte, hat man immer auch viele Überstunden gemacht. Dadurch stimmte dann auch die Zahl unterm Strich auf der Abrechnung. Aber zu welchem Preis? Wenig Zeit mit der Familie, kaum Freizeit und viele die den Belastungen nicht standgehalten haben. 60 Std. Woche war und ist für viele keine Seltenheit. Zu diesem ganzen Thema ist ein Brief durch die Firma gegangen, den ich hier gerne mal anhänge.

    Wir arbeiten nun für einen Autobauer und da sollte es fair sein, die Tarife anzuerkennen, wie es alle anderen auch in Deutschland tun.

    Brief von Mitarbeitern, an alle Kolleginnen und Kollegen

    Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

    in den letzten Tagen wurde uns viel über Teamgeist erzählt und uns versucht klarzumachen, wir müssen uns als „Familie Tesla“ präsentieren. Also ich und wahrscheinlich die meisten von euch, machen sich darüber Sorgen, was noch kommen mag. Die Versprechen die uns gemacht wurden, es werde sich für uns erstmal nichts ändern, haben nichtmal 6 Monate gehalten. Klaus Grohmann weg, bald die meisten anderen Kunden weg, und was kommt dannach? Wenn Tesla hat was sie von UNS brauchen? Welche Sicherheit haben WIR??? Auch wird versprochen, bei uns die Gehaltsstruktur von Tesla einzuführen. Macht euch im Internet mal ein Bild darüber, was das bedeutet.
    Tesla brüstet sich damit, die höchsten Löhne der Branche zu zahlen. Das triffst vielleicht auf die „oberen“ Posten zu. Ähnlich wie es bei uns sein dürfte. Dies wurde ja auch auf der Belegschaftsversammlung bestätigt, dass es in den unteren Lohngruppen die Abweichungen von 20 bis 30% gibt. Aber die Unteren sind die Mehrheit im Betrieb.
    Doch wir alle, die die Maschinen konstruieren, planen, die Teile fertigen, Gestelle schweissen, zusammenbauen, verdrahten, programmieren, in Betrieb nehmen, ändern, verbessern, abbauen, wieder aufbauen, sind diejenigen, die da „UNTEN“ stehen, was die Löhne aber auch die Arbeitsbedingungen betrifft. Genau wie bei Tesla selber. Schaut euch mal bitte die Firmenbewertung unter folgendem Link an.
    https://www.kununu.com/de/tesla-motors1/kommentare
    Und stöbert man weiter im Netz finden sich viele weitere Belege, die dies stützen.
    Herr Thommes hat in den Info-Runden eine wichtige Aussage getroffen: „Wir dürfen nicht mehr auf den Umsatz achten, wir müssen auf den Profit des ganzen Unternehmens schauen. Genau darauf kommt es Unternehmen in der Freien Marktwirtschaft an, PROFIT. Und Tesla braucht UNS für ihren Profit und auch um ihr Image zu wahren.
    Aber wann profitieren die Arbeiter, auf deren Rücken der Profit entsteht? Ohne die Grohmann nie das geworden wäre, was wir bis vor kurzem waren. Wann profitieren die, die unmögliche Termine mit Überstunden und Wochenendarbeit in Prüm und bei Kunden möglich gemacht haben. Die Kollegen die Wochen und Monate auf den Baustellen waren, teils ohne Unterstützung aus Prüm. Diejenigen die Überstunden machen um ihren Lebensunterhalt sichern zu können. Wie heisst es so schön: Man lebt nicht um zu arbeiten, man arbeitet um zu Leben. Und jeder sollte so gut und FAIR bezahlt werden, um ohne Überstunden und Wochenendarbeit gut leben zu können. Andere aus unserer Branche können das auch. Wenn unsere Arbeit gerecht entlohnt wird, entsteht automatisch die Wertschätzung unserer Leistung. Dann wird die Arbeit effektiver eingesetzt und eine bessere Struktur entsteht. Ressourcen werden dann nicht mehr achtlos aus dem Fenster geworfen. Ausserdem würde die Bereitschaft steigen Mehrarbeit zu leisten. Denn durch die Wertschätzung der Leistung steigt die Motivation und man arbeitet nicht mehr nur wegen dem Geld, sondern weil es wieder Spass macht.

    Leider wurde bei Grohmann immer nach dem Motto gelebt, „Arbeit kostet doch nichts“. Selbst bei einem hohen Mass an Überstunden war unsere Arbeit im Vergleich zu anderen Firmen, mit denen wir uns messen, oder die unsere Kunden waren, immer noch billiger. Das muss sich ändern. Und dafür setzten sich die Kolleginnen und Kollegen, die der IG- Metall beigetreten sind, ein. Das ist mittlerweile die Mehrheit unserer Belegschaft und dies ist ein untrügliches Zeichen, dass wir uns das alles nicht mehr gefallen lassen. Zusammen sind wir stark. Wir werden für Sicherheit und gerechte Bezahlung kämpfen. Dafür hat der Gesetztgeber die Vorraussetzungen vor vielen Jahren geschaffen. Zusammen mit der IG- Metall haben wir die legitimen Mittel in der Hand, den Arbeitgeber in Verhandlungen zu bewegen. Ohne das jemand Angst davor haben muss. Denn gegen eventuelle Benachteiligung oder Diskriminierung kann und wird vorgegangen.
    Tesla will in wenigen Jahren so viele Fahrzeuge ausliefern, wie z.B. BMW und Daimler mit ca. 2 Millionen Fahrzeugen in 2016. Dort und bei allen anderen Autoherstellern werden Tariflöhne gezahlt. Wenn wir doch nun zu einer Familie gehören, die genau in dieser Grössenordnung stehen will, warum nicht bei uns??? Oder ist es Teil einer Strategie, durch billige Löhne zu den „grossen“ aufschliessen zu können? Wie soll man sich mit diesem Unternehmen identifizieren, die einen Teil des Profits durch Lohndumping erwirtschaften, auf unserem Rücken?!
    Kolleginnen und Kollegen, lasst euch nicht einreden, dass Tariflohn, schlecht ist. Denn genau das will man uns weismachen, indem es heisst, die IG-Metall sei schlecht. Aber nur wir alle zusammen mit der Gewerkschaft, die unsere Interessen vertritt und mit uns dafür kämpft, werden wir eine gesicherte und fair bezahlte Perspektive in Prüm haben. Ich persönlich habe keine Lust, mir die nächsten Monate oder auch Jahre, Gedanken und Kopfzerbrechen darüber zu machen, was ist wenn Tesla ihre Autos am Fliessband produziert und wir als Maschinenbauer nicht mehr von Nutzen sind. Um ein ganz grosses Stück Sicherheit für unsere Arbeitsplätze und den Standort Prüm zu erhalten, brauchen wir einen Tarifvertrag, der dies für die nächsten Jahre sichert.
    Noch als Anmerkung: Am 04.04.2017 war in diversen Medien zu lesen, dass nun auch wieder Daimler die Zukunft in der E-mobilität sieht und den Fokus wieder stärker darauf richtet. Die Priorität des Wasserstoffantrieb wurde dadurch nach hinten gesetzt.
    Alle grossen Automobilkonzerne werden die nächsten Jahre ihre Flotten durch Elektoautos erweitern, womit wiederlegt ist, dass sich die IG- Metall mit diesen Konzernen und ihren Mitgliedern auf einem absteigenden Ast befindet. Im Gegenteil. Die IG- Metall hat sich ganz deutlich in der letzten Ausgabe der Mitgliederzeitung dafür ausgesprochen, die Ressourcen und Technologien für die E-mobilität, am Standort Deutschland zu stärken, da diese Entwicklung nicht verschlafen werden darf. Es wird niemals soweit kommen, dass Tesla den Markt alleine beherrschen kann.
    Hier noch Beispiele für faire Bezahlung in sicheren Unternehmen die sich Gewerkschaften angeschlossen.
    Volvo: Arbeiter in der Produktion, 35 Std. Woche umgerechnet auf unsere 40Std.- woche ca. 3900€ brutto monatlich
    Stihl: Ungelernte Hilfskraft, neu eingestellt, ohne Zuschläge, umgerechnet auf 40Std.- woche ca. 2900€

    Lasst uns gemeinsam für die Ziele einstehen, die dem Wohl aller Mitarbeiter und der ganzen Firma zugute kommt.

    • Jens B. H.

      Natürlich wollen alle Mitarbeiter vernünftig bezahlt werden und das is auch gut so.
      Aber warum sollte ein Autozulieferer aus der Eifel den gleichen Lohn zahlen wie einer in Stuttgart? Die Lebenshaltungskosten sind in der Eifel signifikant niedriger als im Großraum Stuttgart. Die Mieten sind dort in der Eifel ca 50% niedriger!
      Wenn einer mehr Geld verdienen will soll er nach Stuttgart oder Böblingen oder Esslingen ziehen. Hier ist dein Gehaltszettel richtig fett. Allerdings wirst du beim Thema Eigenheim oder Wohnraumsuche deine persönliche Schmerzgrenze schnell erreichen. Glaub mir. Hier kannst du dich nicht aufs Leben konzentrieren. Hier bist du ständig nur damit beschäftigt die Haushlatkasse in den Griff zu bekommen und musst beim Wohnen immer Kompromisse eingehen. Wenn du dir Woanders ein Haus leisten kannst kannst du dir hier eine 3-Zimmer Wohnung leisten. Wenn du dir woanders nur eine 3-Zimmer Wohnung leisten kannst kannst du dir hier 1-Zimmer leisten!
      Deshalb verdient hier ein ungelernter Lagerhelfer beim Porsche auch schon über 3000€.
      Ich wohne in Stuttgart. Arbeite nicht in der Automobilindustrie, aber fast alle meine Freunde.
      Ich kenne die Verhältnisse. Hier hat jeder einen Job aber keiner ist zufrieden!

      • Luganorenz

        Wobei man dazu sagen muss, dass Unzufriedenheit wohl Teil des deutschen Genoms ist. Aber du hast 100%ig recht. Wenn ich in meiner alten Heimat sehe: Bauplätze zum Schleuderpreis, Nachbarschaftshilfe… da hat jeder Normalverdiener sein Häuschen. Ballungsraum=Hamsterrad

      • Stimme dir voll zu. Wohne in der Nachbarregion Hunsrück. Auch eine ländliche Region. Bei uns bekommt man ein Bauland für ca. 60 Euro, während in der Großstadt Mainz die Preise zwischen 250 bis 500 Euro liegen. Die Mieten kosten da auch mindestens 2 bis 3 Euro mehr pro Quadratmeter.

        Und 3.000 Euro Brutto sind pro Stunde ca. 17,8x Euro. Ist für eine ländliche Region ein guter Lohn! Und ich finde es von Tesla fair, wenn man freiwillig den Lohn um 5% erhöhen will. Aber ist halt typisch für Gewerkschaften. Man will immer komische Vergleiche aufziehen, um noch mehr Gehalt zu verlangen. Dies wäre in einer Großstadt berechtigt, aber nicht in eine ländliche Region!

      • Harald Schattauer

        „warum sollte ein Autozulieferer aus der Eifel den gleichen Lohn zahlen wie einer in Stuttgart?“

        Damit die Menschen in der Eifel bleiben und nicht nach Stuttgart gehen.

        Gleiche Arbeit (gleiche Wertschöpfung) = Gleicher Lohn so sollte es sein (auch für Frauen)

        Würde man es schaffen, mit Arbeit und guter Bezahlung, die Menschen in den Ländlichen gebieten zu halten und neu anzusiedeln, würden die Mieten in den Ballungszentren wohl nicht mehr steigen.

        • Kyle Seven

          1. gibt es regionale Tarifverträge die died berücksichtigen
          2. kann doch keiner Tesla erstmal den Vorwurf machen dass die alte Firma keine Tariflöhne zahlt
          3. wird Tesla sicherlich nicht von heute auf morgen dir Persobalkosten um 30% anheben
          4. macht Tesla bislang keinen Profit!
          5. gut leben ist eine Frage der Definition jedes Einzelnen und nicht allgemein definierbar
          6. wenn Tesla dir Kapazitäten zu 100% benötigt ist doch klar dass sie hier darauf dringen dass der konzerneigene Zulieferer dann die Kapazitäten entsprechend priorisiert, damit fallen andere Aufträgr erstmal weg oder nach hinten
          7. ist es üblich dass die Automobilhersteller auch miteinander Geschäfte machen aber Tesla hat halt mittlerweile eine höhere Vertikalintegration als Ziel

          • Harald Schattauer

            1. Oft gibt es Regionale Tarifverträge. Bei z.B. Metall und Chemie ist der Tariflohn in Rheinland Pfalz niedrigen als in Baden-Württemberg.

            2. Das stimmt, dafür ist der Vorbesitzer zuständig.

            3. Wenn Grohmann eine wichtige Schlüssel Funktion für die Produktion des M3 hat, muss man sich überlegen, welche Investition brauche ich, damit es funktioniert. Sollte Tesla zu der Erkenntnis kommen mit 100% Personalkosten Erhöhung funktioniert es, warum sollte man das Geld dann nicht investieren ?

            4. Aber trotzdem werden Milliarden in die Zukunft investiert. Auch der Kauf von Grohmann ist solch eine Investition.

            5. Da haben Sie Recht. Es gibt dafür die Maslowsche Bedürfnispyramide, mit der man das schön verdeutlichen kann. In der Basis sind dort die Bedürfnisse der Menschen sehr ähnlich. Je weiter man, in der Pyramide, nach oben kommt, um so weiter gehen die Bedürfnisse der Einzelnen auseinander. Auch die Zeit und das Alter verändert die Bedürfnisse.
            6. Da bin ich ganz Ihrer Meinung.
            7.Ja. Vertikale Integration ist gut muss nur funktionieren. Manchmal ist es risikoloser und billiger bei anderen Firmen einzukaufen, als es selber zu entwickeln und herzustellen. z.B. wie viel produziert selber, wo produziert Apple und warum?

        • Kyle Seven

          „Würde man es schaffen, mit Arbeit und guter Bezahlung, die Menschen in den Ländlichen Gebieten zu halten und neu anzusiedeln, würden die Mieten in den Ballungszentren wohl nicht mehr steigen.“
          1. die Menschen wollen in die Städte und
          2. ist es nicht Aufgabe eines Unternehmens die gesamtgesellschaftlichen Aufgaben zu lösen

          • Harald Schattauer

            1. Ja, leider möchte die junge Landbevölkerung oft in die Stadt.
            Genauso möchten Städter aber auch ein Haus im Grünen

            2. Ja, es ist die Aufgabe von Unternehmen, Gewerkschaften und auch jedes einzelnen Menschen an der Lösung von gesellschaftlichen Problemen mit zu Arbeiten.

          • Kyle Seven

            Nein, Aufgabe des Unternehmens ist es den Gewinn langfristig zu maximieren mit den Möglichkeiten, die das Unternehmen hat

          • Harald Schattauer

            Stimmt
            Doch was maximiert langfristig meinen Gewinn?
            Dieselgate, Luftverschmutzung / Umweltverschmutzung, Massentierhaltung, Dumpinglöhne, Gammelfleisch, Öl, Kohle, Atomkraft, Energieverschwendung und anderes?

            Oder, das Umdenken und das Anpassen an gesellschaftliche Probleme?

            Auch unsere Chinesischen Freunde das festgestellt

        • Jens B. H.

          Hi, das ist leider vollkommen falsch. Sobald der Zulieferer nämlich in der Eifel die gleichen Löhne zahlen soll, zieht er mit seiner Firma nach Stuttgart. Denn dort ist die Infrastruktur wesentlich besser! Und er kann aus mehr Fachkräften rekrutieren.
          Daher ist es ja gerade der Vorteil der ländlichen Regionen, dass sie mit geringeren Mieten und geringeren Löhnen die Firmen anziehen können die sich dort sonst niemals ansiedeln würden!

          • Harald Schattauer

            Das könnte passieren.

            Aber welchen Grund gibt es, für eine Firma, bei gleicher Wertschöpfung, in einen teuren Ballungsraum zu ziehen?

            Kurzfristig ist das nicht machbar.

            Langfristig würde ich eher in Ausbildung / Rekrutierung von Fachkräften und Optimierung / Ausbau der Produktion am vorhandenen Standort investieren

            Ein Standortwechsel kostet innerhalb Deutschland etliche Millionen Euro

            Investiere ich also Geld am vorhanden Standort, mit recht schnellen Erfolg / Nichterfolg Rückmeldungen oder setze ich alles auf eine Karte mit einen neuen Standort?

          • Jens B. H.

            Aber welchen Grund gibt es, für eine Firma, bei gleicher Wertschöpfung, in einen teuren Ballungsraum zu ziehen?

            In Stuttgart gibt es einen viel größeren Arbeitsmerkt. Das heißt die Firma kann hier auswählen wen Sie einstellt und wen nicht. Auf dem Land muss sie nehmen was sie bekommen kann.

            In Stuttgart sind alle großen Firmen und Dienstleister angesiedelt die benötigt werden. Dazu gehören Festo, Bosch, Würth, Recaro, etc. DIe Liste kann beliebig fortgesetzt werden. Sowie unzählige Ingenieursdienstleister, die vielleicht sogar noch wichtiger sind. Denn wenn eine Maschine nicht läuft muss sofort ein Experte her. Im Großraum Stuttgart ist der auch am Wochenende erreichbar und innerhalb 2 Stunden vor Ort.

            Umzugskosten von etlichen Millionen Euro? Die verschwinden in der Bilanz. Die spielen absolut keine Rolle!

            Auf eine neue Karte setzen mit neuem Standort? Bei einer Firma in der Größenordnung und Geschäftsmodell wie Grohmann auch vollkommen irrelevant. Im gegenteil. Siehe oben: Stuttgart ist einfach derzeit der Standort für Maschinenbauer, etc.

            Ein weiter Beweis für meine These ist ja, das jede Firma die im Techbereich was erreichen will eben ins Silicon Valley zieht oder nach Seattle wo sich auch eine gute Techszene etabliert hat.

          • Harald Schattauer

            Meine These beruht auf gleicher Wertschöpfung

            Also die Differenz Input zu Output, Kosten/ Aufwand zu Ertrag / Gewinn

            z.B.
            Aufwand: 10 Millionen € = Ertrag: 2 Millionen €
            oder
            Aufwand: 15 Millionen € = Ertrag: 2 Millionen €

            Das ist gleiche Wertschöpfung

            Bei Gleicher Wertschöpfung ist der Standort zweitrangig

          • Jens B. H.

            Sind sie Unternehmer? Was Sie hier rechnen hat nichts mit BWL der sonst irgendwas zu tun. Das ist noch nicht mal eine Milchmädchenrechnung. Sorry.

          • Harald Schattauer

            OK

        • jomein

          Dann würde ich den Laden gleich ganz schließen und nach Stuttgart verlegen. Bessere Anbindung.

        • Joe F. S.

          Nun mal ganz ehrlich, wenn ich diese diskusion lese merke ich erst mal wie unterbezahlt wir hier im osten sind. Wer hier über 2000 Euro bei 40 Stunden bekommt gehört zu den besserverdienenden.

          • Harald Schattauer

            Leider ist das so.

            Auch hier im „Westen“ außerhalb der Ballungsräume sind 2000€ oft viel.
            Die jungen Menschen wandern ab, in besserbezahle Regionen.
            Und deshalb bluten viele strukturschwache Gegenden aus und Vergreisten.

            Die Metall oder Chemie Tarif-Löhne sind aber auch die höchsten Löhne, für „normale Arbeiter“, in Deutschland.

      • Weniger_ist_mehr

        Das ist ein Teil der Betrachtung, ich arbeite bei einem Ingenierdienstleister in der CAD-Konstruktion, im Großraum Böblingen/Sindelfingen. Wir erhalten etwa 30% weniger, als die Mitarbeiter die direkt bei den Fahrzeugherstellern arbeiten, es gibt kein volles 13. Monatsgehalt, nur etwa ein Fünftel eines Monatsgehaltes, so etwas wie ein Betriebsrat oder eine Gewerkschaftszugehörigkeit gibt es nicht bei uns.

        • Pamela

          Und das ist großer Mist und gehört abgeschafft !
          Ihre Arbeitsleistung wird offentlichlich benötigt, also ist diese auch entsprechend zu entlohnen. Sie müssen dabei ja auch noch flexibler sein, als Festangestellte und können Ihre Lebensmitte schlechter planen, da Sie ja in kürzerer Zeit auch wieder woanders hingehen müssen, wenn verlangt. Eigentlich verdiente das noch einen Aufschlag.
          Ich hoffe, dass sich nun endlich mal jemand für diese Ungerechtigkeit interessiert. Die neuen Maßnahmen dazu sind jedenfalls unzureichend.
          Alles Gute.

    • Luganorenz

      Vielen Dank für diese Insider-Informationen.
      Wenn ich Sie richtig verstanden habe, war aber schon der Senior ein Ausbeuter, wobei man da offensichtlich von Arbeitnehmerseite keinen großen Druck ausgeübt hat.
      Da kam wahrscheinlich das übliche Ihr-macht-den-Mittelstand-kaputt-Geheule und Seid-froh-in-der-strukturschwachen-Eifel. Die Sprüche kenne ich, bin in der strukturschwachen Rhön geboren.
      Es wird natürlich schwierig, jetzt plötzlich Tariflohn zu fordern, wenn das jahrelang ok war. Welche Argumente habt ihr? Ich wünsche Euch viel Glück, einen vernünftigen Kompromiss zu finden. Wie Jens schon sagt, die Kaufkraft Eures Lohns ist in der Eifel nicht allzu schlecht und die Luft ist definitiv besser 😉

    • Pamela

      Ich kann nicht sagen, ob Euer KM ein Ausbeuter war, aber er hätte mit der Automobilindustrie bessere Verträge aushandeln müssen, damit er Euch einen höheren Lohn zahlen konnte. Ich kenne die Philosophie der Einkäufer in den großen Konzernen nur zu gut, sie erwarten die Erfüllung höchster Anforderungen und zahlen möchten sie dafür so wenig es irgend geht. Da bleibt den Zulieferern manchmal kaum die Luft zum Atmen.
      Da Problem fällt nun für Euch weg, Ihr fertigt für den eigenen Konzern. Man muss Tesla die Zeit geben, herauszufinden, was Eure Leistungen für eine Wertschöpfung bedeuten, um dann betriebswirschaftlich anzupassen.

      Die Geschichte jetzt wirkt so, als ob ein Mieter jahrelang zu hohe Miete bei vorhandenen Mängeln hingenommen hat und just im Moment des Eigenbtümerwechsels sich beim neuen Vermieter beschwert, klagt und Mietkürzungen vornimmt.

      2,9% Arbeitslosigkeit in der Eifel. Das liegt daran das soooo viele Eifeler sich jeden früh ins Auto setzen und die Eifel verlassen um irgendwo zu arbeiten. Ich sehe einen Teil davon jeden Tag mit mir auf der Autobahn. Ich selber habe 10 h in der Woche reine Fahrzeit (+ manchmal noch Sa) , d i e ich n i c h t bezahlt bekomme. Einen Teil der Kraftstoffkosten bekomme ich über die Pendlerpauschale wieder rein. Der Wertverlust am Auto bei 100K km in 2 Jahren ist enorm. Ich beschwere mich nicht, hab es gewusst als wir hierher gezogen sind. Die Immobilie, die wir hier haben, wäre in Köln nicht für 1 Mio € zu haben.

      In der Eifel zu wohnen und da zu arbeiten ist ein riesiger finanzieller Vorteil, wie Jens schon schrieb.

      Auch die genannten Zukunftsängste kann ich nicht nachvollziehen. Eine Firma mit dem Know how wie Eure wird nicht platt gemacht. Der Technologiewandel, der erst noch bevorsteht, wird Euch noch lange fordern, egal ob mit oder ohne Tesla.
      Ich kann Euch nur raten jetzt entspannt und optimistisch mitzuhelfen, Euer Unternehmen sinnvoll umzubauen und daran teilzuhaben. Es gibt in unserem Land viele, die ein eigenes Interesse daran haben, dass genau das nicht klappt. Lasst Euch dazu nicht benutzen.
      Ich wünsche Euch weiter viel Spaß an Eurer Arbeit und auf längere Sicht eine finanzielle Verbesserung.

      • Sonntagskuchen

        Tesla soll mehr zahlen, was der vorherige Chef aber immer abgelehnt hat. Also hier keine wesentlichen Änderungen.

        Maßvolle Forderungen wären ok, aber jetzt zu hohe Forderungen stellen, macht keinen Sinn.

        Mit Tesla ist zumindestens der Arbeitsplatz für lange Zeit gesichert

    • Xer

      Ich vermute, sie haben bei der Übernahme erwartet

      – Das es nicht so hart wäre, in der Eifel neue Techniker und Ingenieure einzustellen
      – Das man das Lohnniveau halten könnte
      – Das sie bestehende Kunden leichter halten könnten. Allerdings werden BMW und Daimler kritische Produktionstechnik wohl kaum bei der Konkurrenz beziehen.

      Der Plan war offenbar anfangs, kurzfristig 1.000 (?) neue Fachkräfte einzustellen. Das ist aufgrund der ersten beiden Punkte unrealistisch. Da Tesla unter enormen Zeitdruck aufgrund des Anlaufs Model 3 steht, müssen sie also die eigenen Bedarfe priorisieren. Logische Entscheidung.

      Trotzdem: Der Anspruch von Tesla ist es angeblich, die „beste Produktionstechnik der Welt“ entwickeln zu lassen. Das wird sicher nicht (nur) mit Eifelbewohnern funktionieren, die „keine Lust auf Pendeln“ haben. Tesla muss bundesweit attraktiv für Talente werden. Und das wird letztendlich nur mit neuen Standorten in attraktiven Regionen realistisch sein.

      • c j

        Daimler bezieht schon jetzt Antriebselemente von Tesla. Auch einer unserer Hauptkunden war Bosch. Und Tesla wird wiederum von Bosch beliefert. Dafür haben wir Anlagen gebaut, die Teile produzieren, die für autonomes Fahren vorgesehen sind. Also bestimmt ne Menge know-how mit eingekauft.

        • Xer

          Die Kooperation mit Daimler stammt aus der Zeit, als Daimler bei Tesla beteiligt war. Sie läuft in Kürze aus. Bosch wäre sicher auch in Zukunft ein potentieller Kunde gewesen. Die Entscheidung war letztendlich sicher hauptsächlich kapazitätsbedingt.

          Die jetzige Konstellation wird mit Sicherheit interessant: nicht ohne Grund haben in den letzten Jahren viele Automobilzulieferer ihre internen Maschinenbauer ausgegliedert. Es gibt einfach zu viele Nachteile: mangelnder Druck zu Produktivität, weniger Erfahrung durch Kontakte mit unterschiedlichen Firmen, Auslastungsprobleme etc. Wird es mit Tesla / Grohmann besser laufen? Wir werden sehen.

        • Pamela

          Lieber cj, ich kann das wirklich gut verstehen, dass Ihr gewisse Sicherheiten haben wollt. Aber kein Arbeitsplatz ist sicher. Wenn eine Firma schließt, kann die Gewerkschaft vielleicht noch ein paar Dinge aushandeln, aber das wars dann auch. Haben wir doch schon oft erlebt.
          Am besten lässt sich das verhindern, indem man sich am Markt unverzichtbar macht so gut es eben geht.
          Als hochqualifizierter Maschinenbauer einen direkten Draht zur Ideenschmiede Silicon Valley zu haben, ist bestimmt nicht verkehrt …
          Und bei dem was Elon Musk sonst immer noch so einfällt, könnten immer neue Aufgaben für Euch entstehen …
          Und wenn die Tesla-Autoproduktion mal läuft, werden bestimmt auch wieder andere Kunden dazu kommen.
          Bestehende Ungerechtigkeiten bei der Entlohnung gehören abgebaut.
          Das ist aber für eine neue Unternehmensführung ziemlich schwierig,
          ja vielleicht hilft da die Ausrichtung nach Tarif. Wobei da auch keiner von den Jungen eine Rückstufung hinnehmen würde, stimmts ?
          Wichtig fänd ich, dass die Verantwortlichen bei der Umstrukturierung auf erfahrene Mitarbeiter hört, dass es zu einem guten Dialog kommt.
          Das Problem ist, es ist für alles sehr wenig Zeit. Ich würde raten, es sachlich anzugehen und nicht zu politisch.
          Ich wünsche Euch viel Glück. LG

          • Longcheck

            Ich denke auch, dass man gewerkschaftlich nicht überreizen darf. Ich erinnere mich nur zu gut als NRWler mit der Nähe zum Ruhrgebiet an das Aus für die Opelaner in Bochum…

            Man sollte bedenken, Tesla ist nun Eigentümer von Grohmann. Was könnte bei den kanallharten Bandagen der Konkurrenten Tesla daran hindern, unter Umständen alles ins Silicon-Valley zu integrieren? Ich weis es nicht, sehe da aber eine gewisse Gefahr. Wir haben schließlich Kapitalismus pur. Es wäre also sogar nachvollziehbar. Auf der anderen Seite des Teiches würde es genug Heißsporne geben, die den Job sofort und gerne machen. Der Reiz für Tesla hier zu bleiben, ist sicher auch der Lohnaspekt.
            Ich hoffe innigst für alle, dass man hier mit dem notwendigen Augenmaß taktiert und sich nicht den tollen Ast nun selber absägt – nur meine Meinung…

          • theBIGeasy

            Falls Sie andeuten wollen, dass Bochum wegen der Gewerkschaften geschlossen wurde, so haben sie absolut keine Ahnung.
            Und Musk hat nun wirklich gezeigt, wie er zu seinen Mitarbeitern steht. Bei SolarCity wurden nach der Übernahme wieviele Stellen abgebaut? 3000? Wenn Grohmann seine Fremdaufträge abgegeben hat, dann werden jetzt in anderen Firmen MA gesucht.

          • Longcheck

            Ok, ich nehme diese Unterstellung an… Selbstverständlich spielte das eine Rolle.

          • theBIGeasy

            Wenn Sie nachträglich Ihre Kommentare inhaltlich so stark verändern, dann weiß ich nicht, worauf ich Antworten soll und das sinn-entstellt dann auch meine vorherigen Kommentare.

            Zu Bochum kann ich Ihnen nur sagen, dass ich dort mehrfach beruflich unterwegs war und übrigens auch bei anderen dt. Automobilisten (Mercedes, Audi, BMW) und weiß wie eine moderne Produktion aussieht. Bochum war schon aufgrund des Fabrik-Layouts (teilw. segmentierte Backsteingebäude, Produktion über mehrer Ebenen, verwinkelte Strassen auf dem Gelände) veraltet und schlöiesslich hatte Opel genug alternativen (alleine das Stammwerk in R’heim).

            Sorry, aber Ihr neuer Kommentar macht es nicht besser. Wenn ein Unternehmen aufgrund von Fehlentscheidungen Überkapazitäten hat, dann ist es leider nur logisch die teuersten Standorte zuerst zu schliessen.

          • Xer

            Wenn die MA von Grohmann hätten wechseln wollten, hätten sie es bei den (offensichtlich bisher schlechten) Konditionen schon längst getan.

            Der Stellenabbau bei Solarcity war primär im Vertrieb und nachvollziehbar. Hire & fire ist in den USA völlig normal, der Arbeitsmarkt funktioniert nun mal anders. Das wird bei Grohmann sicher nicht passieren. Ich rechne aber fest mit dem Aufbau von weiteren Standorten. Der Ausbau von Prüm macht einfach überhaupt keinen Sinn.

          • Graf

            Ihre Aussagen sind in Bezug mit Solar City nicht objektiv, die Übernahme mit Solar City war eine Rettungsaktion, wegen Managementfehler waren die kurz vor Konkurs, der Stellenabbau war unausweichlich, Musk wird die Firma mit den neuen Produkten wieder auf Kurs bringen.

          • c j

            Unsere Arbeitsplätze waren sehr sicher weil wir durch den riesigen Kundenstamm sehr breit aufgestellt waren. Auch die Vielfallt an Technologien hat uns ein Stück weit unverzichtbar gemacht. Neben allen grossen Automobilkonzernen hatten wir Kunden wie Intel, Abott, Bosch inkl. Bio-Bosch, A123 (Batterieherteller), Deutsche Akkumotiv (Batteriehersteller), Litec (Zellfertigung/Batterien), vor Jahren Ovonic (Solarfolien), usw.. Wenn man mal alle diese und noch andere ansieht, sieht man, dass viele Dinge dabei sind, die mit EM’s Visionen zutun haben. Ich denke es ging nicht nur darum Anlagen zu bauen, sondern auch um Technologien und evtl. Konkurrenz auszustechen.
            Natürlich wären wir erleichtert, die Versprechen von EM gehen in Erfüllung. Aber wir bekommen keine Antworten darauf. Es sieht danach aus, dass es bald nochmals mehr Geld geben wird um die Belegschaft „zu kaufen“ und einen Tarifvertrag unter allen Umständen abzuwenden. Am Geld wird es nicht hängen. Wahrscheinlich wird es bald Richtung Tariflöhne gehen aber aus welchen Gründen auch immer, einen Vertrag zur Standortsicherung und Arbeitsplatzsicherung wollen sie nicht.
            So läuft es doch meist, einen Betrieb kaufen, Vorteile ziehen, gross machen und mit viel Gewinn wieder abstossen. Wer kommt dann? Chinesen? Ist doch auch seltsam, dass ein chinesischer Softwarekonzern mit 5% bei Tesla einsteigt, gleichzeitig aber grösster Geldgeber für ein chinesisches E-mobilitäs-Startup ist, die eine ähnliche Sparte einnehmen will wie Tesla. Sie wollen Autos für die Masse produzieren aber nicht unter 500km Reichweite. Preis 40000 bis 50000 Dollar. Dazu hat Samsung kürzlich Zellen entwickelt, die eine Reichweite von 500km schaffen, im 1. Schritt, weitere folgen. Und das bei einer Ladezeit von 30min. (Dann mal gute Nacht Supercharger.) Das Modell 3 wird durch Extras und Verschiedene Varianten lt. JB Straubel einen durchschnittlichen Verkaufspreis von 60000$ erziehlen. So wurde es uns von JB am 31.03. persönlich in unserem Werk prognostiziert. 35000$ ist der Grundpreis der Basisversion. Aber wer kauft einen Basis-Golf? Also wird die Masse kleiner.
            EM musste schon oft Verspechen brechen. Mal sehen ob er sie bei uns und den Kunden des Modell 3 einhält. An anderer Stelle wurde dies schon sehr schwarz gesehen. Das möchte ich aber nicht kommentieren, ich kenne ja den Status.
            Zur Rückstufung: Wenn keiner Tarif verdient und dann gibts irgendwann Tarif, muss man sich darum keine Gedanken machen. Rückstufen ist natürlich nicht möglich.
            Darum geht es in Sachen Lohn nicht. Es geht um faire Löhne, transparent und gleichen Lohn für gleiche Arbeit.
            Alles in vertretbaren Schritten für beide Seiten. Solange das alles nicht kommt, ist neues Fachpersonal in weiter Ferne und dann bleibt die Last an uns, die schon am Limit schufften und auch darüber, hängen.
            Gibt man aber neuen Kollegen wiederum soviel, dass sie zu uns kommen, gibts wieder Unmut bei der Stammbelegschaft und dann geht die Produktivität soweit in den Keller, dass dies auch durch 300 neue Kräfte nicht kompensiert werden kann. Ab kommender Woche haben wir 2 headhunter von Tesla bei uns die Personal besorgen sollen. Bin mal gespannt wie, keine Sicherheit also wahrscheinlich Kohle satt.
            lg

          • Pamela

            Sehr interessant, danke dafür. Blöde Situation. In Punkto Sicherheit sehe ich trotzdem den Vorteil beim Know how der Mitarbeiter. Darauf könnt Ihr bauen.
            In finanzieller Hinsicht – und hier hat sich ja seit Tesla nichts geändert – muss ich sagen bei: „Es geht um faire Löhne, transparent und gleichen Lohn für gleiche Arbeit.“ Ja, wo haben wir das denn ich Deutschland ?
            Das ist ein Traum ! Ich bin dafür.
            Aber einem amerikanischen Start up hier Vorbildwirkung abzuverlangen, wenn in unserem Lande der Wert der Arbeit nicht mehr gerecht anerkannt wird ?
            Das wäre schon lange die Aufgabe der Gewerkschaften, deshalb geht die Schere zwischen arm und reich bei uns immer weiter auseinander, weil es hier nicht stimmt.
            Ich sehe es so: Seht die Chancen und bemüht Euch soviel Einfluss auf die Arbeit zu haben wie geht. Ungerechtigkeiten können nur über längeren Zeitraum abgebaut werden. Es hat auch noch nie geschadet, erst mal positiv an etwas zu gehen als Schatten an die Wand zu malen.
            Gutes Gelingen. Schönen Sonntag

    • James

      Danke für die Info! Was ungefähr wird denn Grohmann für Tesla leisten? Aus den bisherigen Berichten ist es m.E. etwas schwierig einzuschätzen wie man sich das vorstellen kann. Zum Teil wird ja auch berichtet als ob die Werkstätten direkt an der Produktion von Bauteilen für das Model 3 hinzugezogen werden.. Vorher hatte ich eher den Eindruck dass Grohmann sich eigentlich nur mit der Herstellung der ‚Assembly-Line‘ befasst….. Wird interessant sein zu beobachten ob die Firmenkulturen einander vertragen. Zumindest bekommt man ja den Eindruck dass die meisten gerne für Tesla arbeiten, obwohl sie auch eher gnadenlos viel von den Mitarbeitern verlangen. Da wirds wohl sehr auf die persönliche Einstellung gegenüber Tesla und Musk ankommen, ob die Arbeitslast eher als inspirierend oder übertrieben angesehen wird…

      • c j

        hallo james.
        z.Z. bauen wir die Linien zur Herstellung der Inverter für Vorder und Hinderachse. Bald Linien zur Batteriemontage und zur Achseinstellung und etliche andere Prozesse. Die Rede ist von Ingesamt 20 Anlagen wobei aber auch andere Firmen beteiligt sind. Diese Anlagen gehen dann alle in die Teslawerke. Unsere Unsicherheit ist halt, was kommt danach.? Reden und Versprechen können Herr Musk und Herr Straubel viel.
        Der Herr Grohmann wollte weiter auch die anderen Kunden halten. Dadurch kam es zum Bruch.
        Und ganz ehrlich, wer will eine amerikanische Gehaltsstruktur die man uns schmackhaft machen will. Da geht es u.a. um Aktienpakete zum Vorzugspreis. Also 10-15% billiger. Und wenn das Modell3 mal richtig laufen sollte, fällt die Aktie. Momentan steht sie so hoch weil es noch ein Nobelprodukt sein soll. Massenmarkt wird dies verändern.

        • James

          das mit der amerikanischen Gehaltsstruktur kann ich aus eigener Erfahrung gut nachvollziehen.. Ein Sprung ins Ungewisse kann bestimmt sehr unangenehm sein, aber ich glaub mit Tesla hat euch die wohl untypischste amerikanische Firma erwischt ;). Kommt noch dazu dass Tesla einer der ersehntesten Arbeitgeber überhaupt ist (in der Tech-branche der USA – ihr spielt also gerade in ungefähr der gleichen Liga mit wie Leute die bei Apple arbeiten). Natürlich ist jeder mit gesundem Menschenverstand dem Aktienpreis gegenüber skeptisch – aber dennoch glauben so einige dran dass Tesla in den nächsten Jahren zu einer der grössten wichtigsten Unternehmen der Welt werden könnte. Denn die Solarvorhaben, Batteriesysteme, Autopilot generell, carsharing, und sogar zu einem gewissen Maße SpaceX – gehört alles dazu.. Und, sobald alle Facetten laufen, ist der Aktienpreis durchaus berechtigt. Naja, weisst bestimmt schon alles – aber falls nicht, kann dir nur empfehlen zumindest SpaceX etwas mehr unter die Lupe zu nehmen. Wenn SpacX ein Indikator dafür ist was Musk & Co alles drauf haben — dann kann man sich noch auf einige ne menge Bahnbrechendes gefasst machen!

          • Longcheck

            kleine Ergänzung: Auch die beiden Hyperloop-Projekte kann man noch hinzu rechnen. Gespräche gibt es z. B. mit Aribus und der Lufthansa. Auch die DB ist dabei.

          • theBIGeasy

            Hyperpoop. Noch so’n Musk’scher brain fart.
            Musk zaubert immer dann noch ein neues Kaninchen aus dem Hut, wenn er mal wieder Geld braucht. Laut Master Plan sollte das Model S das Model 3 finanzieren, nur hinterfragen das die wenigsten. Und jetzt hat er schon wieder frisches Geld dafür eingesammelt.

          • W. Müller

            Sie meinen genau so einen „Brain fart“ wie die wiederverwendbaren Raketen, die auch noch auf Plattformen landen, was nie und nimmer nicht funktionieren kann, wie so oft zu lesen war?

          • theBIGeasy

            Nö, mit Raketen kenne ich mich zu wenig aus. Aber abgesehen von den technischen Schwierigkeiten des Hyperpoop (Belastung der Röhren allein durch den Luftdruck etc.), wird sich sowas nie rechnen, aber das ist ja grundsätzlich Musk’s Problem, dass seine ganzen Unternehmungen hoch defizitär sind und er deswegen permanent Subventionen und regelmäßig frisches Kapital braucht.

          • W. Müller

            Jetzt muss ich laut lachen. Das mit den technischen Schwierigkeiten durften wir bereits 2010 zum Tesla Model S lesen und das das nicht funktionieren kann.

            Wir werden sehen, wie es mit der bereits seit 3 Jahren totgesagten Firma Tesla weitergeht. In der Tat ist die Produktion des Model 3 und der Eintritt in den Massenmarkt eine Herausforderung, die man nicht unterschätzen sollte.

          • theBIGeasy

            Wenn Tesla nicht permanent frisches Geld kriegen würde, dann wäre es auch schon längst pleite. Tesla schafft es ja nicht einmal bei 80K Autos im Jahr konstant gute Qualität abzuliefern. Was da teilweise an Fehlern nach draussen geht ist einfach surreal.

          • W. Müller

            Die Fehler sind nicht mehr als bei anderen Herstellern auch.
            Ich könnte Ihnen da von Geschichten der sogenannten Premiumhersteller schreiben, wo sich einem die Haare aufstellen.

          • theBIGeasy

            Nur zu, ich bin gespannt.

          • W. Müller

            Google hilft. Ich darf nicht, da ich beruflich mit Rechtsfällen dazu zu tun habe.

          • theBIGeasy

            Sie wollten doch schreiben oder wollen Sie sich lieber rauswinden?

          • theBIGeasy

            Dann sagen Sie bitte wonach man suchen soll. Ich will ja keine Geheimnisse erfahren. Ganz im Gegenteil, mich interessiert das was öffentlich ist.

          • W. Müller
          • theBIGeasy

            Vielen Dank für die Links. Ich bin wirklich daran Interessiert, da ich wirklich wissen möchte, wie es um die anderen Hersteller bestellt ist.
            Rückrufe hat es immer gegeben und wird es immer geben. Was sie hier aufgelistet haben entspricht aber nicht im Entferntesten den Lapsus, die Tesla sich leistet. Ich meine sowas
            A-Säule gerissen

            https://teslamotorsclub.com/tmc/threads/help-a-pillar-defect-found.88657/

            Oder im gleichen Forum berichte über Lackeinschlüsse im SP100D. Bisher habe ich von keinen ähnlich schweren Vorfällen bei den anderen OEMs gehört.

            Oder monatelange Standzeiten weil Ersatzteile nicht geliefert werden können. Sogar die 12V Batterien sind ein knappes Gut.

            Und das bei einem Fahrzeug in der 100K-Klasse, welches in geringen Stückzahlen verkauft wurde.

            Die Spaltmaße, die bei AMS moniert wurden, sind für einen Tesla-Fahrer ja nicht entscheidend, wenn man den diversen Foren glauben darf.

            Also können sie wohl auch nichts ähnlich gravierendes benennen, schade. Dann bleibt es vorerst bei meiner Einschätzung, dass Tesla weder Produktion, noch Prozesse im Griff hat. Und das wird bei Verfünffachung katastrophal.

          • W. Müller

            Logo kann ich Ähnliches von den anderen Herstellern berichten:

            http://www.zeit.de/mobilitaet/2013-07/bmw-ersatzteile-kundenservice

            http://www.motor-talk.de/forum/lackfehler-t1088085.html
            (Google hilft hier: lackfehler + Marke, gibt hunderte Ergebnisse)

            Oder hier: Über 700 Autos bei VW falsch zusammen geschweißt
            http://www.motor-talk.de/news/sind-700-passat-karosserien-schrott-t5101332.html

            Auch hier gilt: Das obige hab ich in Kürze gefunden.

            PS: Man muss nur richtig suchen und stellt fest, dass Tesla sich da in bester Deutscher Premium-Hersteller Gesellschaft befindet, was Qualität und Prozesse angeht. Kann es sein, dass Sie Opfer einer selektiven Wahrnehumg sind?

          • ThomasJ

            „Was da teilweise an Fehlern nach draussen geht ist einfach surreal“
            Fehler ist das eine ….
            (wollen wir uns auf das was nicht gut läuft orientieren oder auf das was gut geht und immer besser? Problem- oder lösungsorientiert? Gilt bei den Verbrenner wie auch bei der Elektromobilität.)
            ….. vorsätzliche Täuschung und Betrug das andere > im Dieselskandal und in der Aufbereitung (auch politisch), ist dieses Trauerspiel ein einzigartiges Desaster. Da sind mir zum Vergleich die Spaltmasse echt auch egal.

          • E.OFF

            Grünspanpolierer is Back 🙂

          • ThomasJ

            „Wenn Tesla nicht permanent frisches Geld kriegen würde, dann wäre es auch schon längst pleite.“

            Auch frisches Geld von potentiellen Käufern die auch Einschätzen können, wohin der E-Hase läuft. Welcher Autobauer konnte/kann sich 400’000 Reservierungen ordern, ohne dass man genaue Details kannte/kennt? Das sind 400’000 x 1000USD = 400 Mio. USD. Das sind die wertvollsten Investoren, weil diese „Kleinanleger“ gleichzeitig auch die Käufer sind. Und das ist „mein Aktienkauf“ als Investition in dieses Unternehmen. Meine Dividende ist die frühere Zeit wo ich ein M3 mein Eigen nennen kann, dann wenn andere noch Diesel fahren.

          • theBIGeasy

            Das widerlegt nicht meine Story. Das sind allerdings keine Anleger, sondern Kreditgeber. Und zwar kostenlose Kredite.

            Ich gönne Ihnen Ihr Model 3 in spe. Ich bevorzuge allerdings mir das ganze Geschehen nächstes Jahr von der Seitenlinie anzugucken. Das wird für die Betroffenen, so fürchte ich, allerdings kein Spaß.

            Trotzdem: Viel Glück.

          • ThomasJ

            Die Innovation, das Quer- und Vorwärtsdenken des EM, gehen
            offensichtlich ein paar Zeitgenossen zu schnell oder sie verlieren den Überblick.
            EM beschäftigt sich mit Energiefragen und –effizienz, Fortbewegung,
            Sicherheit, Komfort und Geld verdienen. Im zentralen Fokus sind dabei die Umweltthemen und der Mut zu Unkonventionellem für die Umsetzung.

            Indem er sich das Sagen der diversen Firmen behalten hat, kann er seine Visionen in die Spur bringen, ohne den VR oder die Grossaktionäre zu fragen, welche Farbe das WC-Papier haben muss. Das geht vielen zu schnell, ihm manchmal auch, dann wenn er Termine nicht einhalten kann. Der Unterschied von EM zu Blendern und Täuschern, die mit grossangekündigten Worten die Zukunft beschwören, setzt er seine Visionen in Taten um und überrascht, dass es und wie schnell es geht.

            EM ist kein Autobauer im konventionellen Sinn. Der Hyperloop gehört in die gleiche Kategorie. Das sind alles Mittel zum Zweck um seine
            Visionen in Taten umsetzen zu können. Wir sind dabei die Nutzniesser.

            Ich empfehle da einen Schritt nach Hinten zu gehen, damit man mit der Distanz und dem gewonnen Weitblick ein besserer Überblick bekommt. Dann ist das vermeintlich „Grosse“ (Hyperloop) etwas kleiner, man sieht aber wie es im Ganzen eingebettet ist.

          • theBIGeasy

            EM ist kein Autobauer. Darauf können Wir uns einigen.

          • ThomasJ

            Können wir uns nicht.
            Ich habe geschrieben:
            „EM ist kein Autobauer im konventionellen Sinn“
            Das ist eine andere Aussage.

          • theBIGeasy

            Wenn für sie ein konventioneller Autobauer einer ist, der Gewinn macht und nicht permanent drauf zahlt, dann können Wir uns auch auf die Aussage einigen, dass EM kein „konventioneller“ Autobauer ist.

          • ThomasJ

            Wir können uns auch auf die Haarfarbe von EM einigen, ob er ein „konventioneller“ Autobauer ist oder nicht, das ist etwa gleich weitsichtig.

            …“einer ist, der Gewinn macht und nicht permanent drauf zahlt“ … .
            Und schon sehen sie wieder nur den Krümel und nicht den Kuchen. Wer investiert, ist nicht an einem Gewinn der ersten „Stunde“ interessiert, sondern an dem der noch eingefahren wird (Bsp. M3). Und wie ich hier schon gefühlte 2 Mio. geschrieben habe: Siehe disruptive Innovation/Technologie

          • theBIGeasy

            Lieber Thomas, jetzt kommt dieses Märchen wieder „Keine Gewinne, da man alles Investiert“. Das ist bilanzieller Schwachsinn. Selbst wenn man alle Überschüsse reinvestiert, hat das keine Auswirkung auf den Gewinn. Man muss hier zwischen Gewinn und Gewinnausschüttung trennen. Das sind bilanzielle Basics.

          • ThomasJ

            Buchhalterisch könnten Sie recht haben, vor allem wenn es um das klein/klein geht. Ich interessiere mich für das gross/gross.
            Dazu gehört für mich unter Anderem auch der oben nachträglich eingefügte Artikel:
            “ …. Für Tesla bedeutet das, dass die Investoren dem Unternehmen vertrauen. Die guten Absatzzahlen des letzten Quartals taten ihr Übriges.“
            http://teslamag.de/news/tesla-ist-erstmals-wertvollster-automobilhersteller-der-usa-13363

          • W. Müller

            Das stimmt so nun aber absolut nicht. Wenn man etwas zum Beispiel in die Infrastruktur der Firma investiert resultieren daraus Abschreibungen, die sehr wohl Auswirkungen auf den Gewinn haben.
            Sollte eigentlich jeder wissen, der hier etwas von Bilanzen schreibt.

          • theBIGeasy

            Deswegen habe ich auch nur von der Investition geschrieben. Und es ist egal, ob man in Infrastruktur oder was auch immer investiert. Aber mit diesen Spitzfindigkeiten versuchen Sie wohl die Geschichte am Leben zu halten. Viel Glück damit. Und falls es Ihnen etwas sagt, dann werfen sie doch mal einen Blick auf den Financial CashFlow, der sagt alles und widerlegt ihre These recht plastisch.

          • W. Müller

            Was für eine These soll denn der Cash Flow widerlegen? Dass Investitionen über Abschreibungen den Gewinn schmälern? Wohl kaum weil das buchhalterische Grundlagen sind.
            SIE waren es doch, der hier mit bilanziellen Basics kam.
            Für mich werfen Sie da nun ein paar Dinge total durcheinander.

          • theBIGeasy

            Leider hatte ich mich oben Verschrieben. Im Jahresbericht einer AG gibt es drei wesentliche Teile: Bilanz (Auflistung der Vörmegenswerte und Schulden), die GuV (Gewinn- und Verlustrechnung, die sich aus der bilanziellen Veränderung ergibt) und der Cash Flow (gegliedert in Operativen, Finanziellen und Investiven). Der Operative Cash Flow zeigt auf, ob ein Unternehmen mit seinem wirtschaftlichen Zweck Geld verdient oder verliert.

            https://de.wikipedia.org/wiki/Cashflow

          • W. Müller

            Ist ja alles richtig. Ich verstehe nur nicht, welche These ich angeblich verbreitet haben sollte, die Sie widerlegt sehen.

            Zitat von Ihnen „…Financial CashFlow, der sagt alles und widerlegt ihre These recht plastisch.“

          • Longcheck

            Ach lassen wir ihn, das ist doch nur noch Schattenboxen. Die Hosen sind runter. Ich kenne aus anderen Foren etliche die vermutlich bezahlt sind. Wenn nicht, wird erst recht kein Schuh daraus…
            Hatte man sich hier nicht längst einen schönen Restsonntag gewünscht?…

          • theBIGeasy

            Lieber Longcheck, sie geben diesen Foren zu viel Gewicht. Nur weil jemand nicht ihre Meinung teilt, muss er nicht gleich gekauft sein. Aber das passt wohl am besten in Ihr Weltbild: Alle gegen Musk und Musk will nur Gutes für die Welt. Etwas mehr Realitätssinn schadet hier nicht.

          • W. Müller

            Danke für diese weisen Worte. Aber dann wäre es doch sicher auch nicht schlecht, man würde sich selbst an den eigen publizierten Anspruch halten, oder?

          • Longcheck

            Ok, wohl ihre generelle hysterisch anmutende Anti-Tesla-Position?
            Die maßgeblichen Großinvestoren (ca. 60% der Anteile) sind da eben andere Auffassung als Sie, bezüglich des Hyperloop eben auch die genannten Konzerne.
            Die Großinvestoren bestimmen die Richtung und wollen klar die Teslastory weiterführen.

          • theBIGeasy

            Was genau ist an meinen Kommentaren hysterisch? Tesla wäre nicht das erste Unternehmen, dass sich heillos verhoben hat. Da wäre z.B. dieser Energiehändler aus der Texas, der fünf Mal in Folge von Forbes zum innovativsten Unternehmen gekührt wurde. Der ganze Laden ist ein wirtschaftliches Schwarzes Loch. Technisch ist an Tesla nichts besonderes, da ist keine Technik vorhanden, die nicht Allgemeingut wäre. Mit dem was Tesla schon an Kohle verbrannt hat hätte Mercedes eine Million E-Fahrzeuge auf den Markt scshmeissen und verschenken können.

          • W. Müller

            Ich sehe nicht, wo Tesla Geld „verbrannt“ haben sollte. Bisher läuft da alles nach Plan. Noch immer kann man nirgends sonst ein E-Auto mit realer Reichweite von über 400km inkl. einem funktionierenden Schnell-Ladnetz (vorhanden, nicht angekündigt) kaufen auch für viel Geld nicht außer bei Tesla.

            Sie kennen die Geschichte von Amazon, die finanzmässig der von Tesla recht ähnlich ist? Auch bei Amazon hörte man eine Memge Kommentare wie der Ihre.

            Bisher habe ich Ihre Beiträge nicht als „Telsa Hater“ eingestuft sondern als teils berechtigt kritisch. Mit diesem Kommentar lassen Sie aber sehr deutlich „die Hosen runter“.
            PS: Natürlich ist auch Tesla mit einem Risiko des Scheiterns verbunden.

          • W. Müller

            Hat Mercedes aber nicht und genau das ist der Punkt.
            Mercedes und andere würden nicht müde zu behaupten, dass man ohne Millionen Fördermittel kein E Auto bauen und schon gar kein Schnell-Ladenetz aufbauen kann.
            Der Musk hats einfach gemacht und bis heute kann man seine Autos kaufen und das Ladenetz nutzen.

          • theBIGeasy

            Richtig und das ganze wird von den Aktionären bezahlt. Deren Geld ist weg, die haben das nur noch nicht kapiert. Tesla wird nie rentabel operieren. Und die schludrige Model 3 Entwicklung wird ihnen das Genick brechen.

          • W. Müller

            Tesla wird nie mehr als 5000 Autos pro Jahr verkaufen könnte man noch vor einiger Zeit lesen.
            Prognosen sind eben doch dann besonders schwierig wenn Sie die Zukunft betreffen.

            Tesla ging ja bekanntlich schon an den Fehlern zum Model X zu Grunde, wie zu lesen war. Die Realität sieht wie beim Aktienkurs momentan deutlich anders aus.

          • theBIGeasy

            Nach Ihrer Definition ist auch BER ein Erfolg.

          • W. Müller

            Was für ein Durcheinander schreiben Sie denn nun? Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
            Jetzt wird s für mich absurd mit Ihren Vergleichen.

          • theBIGeasy

            Am BER wird auch immer noch gearbeitet. Solange es frisches Geld gibt. Und der Flugbetrieb läuft auch.

          • W. Müller

            Da hat es in Deutschland noch eine ganze Menge Projekte auf die das zutrifft.
            Nur was das mit Tesla zu tun haben soll im engeren Sinne bleibt wohl nur In Ihrer Fantasie plausibel.

          • Pamela

            Jaja, es kostet immer eine Menge Geld, wenn man
            verrückte
            fantastische
            geniale
            die Welt verändernde
            Ideen realisieren möchte.
            Glücklich die, denen nichts mehr einfällt, die sparen sich dieses Geld !

            … und können es dann unter sich aufteilen … 😉

          • theBIGeasy

            Liebe Pamela, schreiben sie das mal seinen Aktionären, die werden sich sicher über die lieben Worte freuen=)
            P.S. Wie es aussieht landet nicht wenig Geld bei dem Weltverbesserer, damit er einen umweltfreundlichen Privatjet fliegen und 5 Villen in bester Lage kaufen kann.

          • W. Müller

            Das Geld hat der schon vorher mit Paypal gemacht.

          • theBIGeasy

            Musk hat an PayPal (übrigens auch nicht seine Idee) rd. 160 Mio. verdient. Er hat bis jetzt nicht ein wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen geführt, geschweige denn aufgebaut.

          • W. Müller

            Paypal ist nicht erfolgreich? Sie widersprechen sich. Klar hat der Musk das verkauft. Aber es ist dennoch erfolgreich.

          • theBIGeasy

            Sie sehen da einen Widerspruch, da sie die zeitliche Abfolge nicht betrachten. Aus Wikipedia:“Musk was ousted in October 2000 from his role as CEO (although he
            remained on the board) due to disagreements with other company
            leadership…“
            Verkauft wurde PayPal 2002. Musk war lediglich Anteilseigner, nicht CEO. Und mittlerweile schreiben Wir 2017 und PayPal gehört zu eBay.

          • W. Müller

            Sie wissen wohl nicht, was „Board“ in US Firmen bedeutet?
            Das heißt auf Deutsch Musk war nicht mehr CEO aber immer noch im Vorstand der Firma.
            Paypal entstand aus der Fusion von X.com, die von Musk gegründet worden war, und Confinity. Der Anstoß zur Fusion kam von Musk.
            Damit ist Paypal eine von Musk ins Leben gerufene Firma, die erfolgreich ist.
            Ein klarer Widersprich zu Ihrer Aussage, Musk hätte noch keine erfolgreiche Firma aufgebaut.

          • theBIGeasy

            Total BS. Musk hat eine Onlinebank gegründet. Confinity (gegr. u.a. von Peter Thiel) hatte ein Produkt Namens „PayPal“ (sic!) Ein Bezahldienst für den PalmPilot. Musk hat ein Händchen sich in die Ideen anderer reinzuhängen (so auch Tesla).
            Und das „Board“ ist nicht der Vorstand, sondern der Aufsichtsrat.

            Ich bin mal ganz offen: Das gefährlichste Wissen ist Halb-Wissen, weil man dazu neigt, sich den Rest hinzuzudichten, dass die eigene Vorstellung stimmt.

          • W. Müller

            Das Board oder auch Board of Directors ist genau genommen häufig eine Mischung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat weil das amerikanische Gesetz diese klare Trennung nicht kennt wie bei uns.

            Quelle: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Board_of_Directors
            Zitat: „Das Board of Directors (deutsch wörtlich etwa Verwaltungsrat oder Direktorium) ist im anglo-amerikanischen Raum das Leitungs- und Kontrollgremium eines Unternehmens. Meist vereinigt es in etwa die Funktionen von Vorstand und Aufsichtsrat einer deutschen Aktiengesellschaft und stellt somit ein monistisches System der Unternehmensführung dar.

            Wie das nun mit dem Halbwissen bei wem ist, überlasse ich dem Leser zu bewerten.

          • Kai Otten

            Nur der Vollständigkeit halber: PayPal gehört seit Mitte 2015 NICHT mehr zu eBay sondern ist ein eigenständiges börsennotiertes Unternehmen.

          • Pamela

            Aber lieber theBIGeasy, Sie halten die Aktionäre (mich eingeschlossen 🙂 ) für naiv ? Die Tesla-Aktionäre sehen es so, wie viele hier und sind entspannt.

            Bei Unternehmen, deren Aktie sich seit gefühlten 100 Jahren in einem Seitwärtsverlauf bewegt, die es nicht mehr schaffen durch bahnbrechendes ihren Wert zu erhöhen aber schwarze Zahlen schreiben, kann man sich über eine bescheidende Dividende freuen.
            Bei Unternehmen, die sich im Wachstum befinden, durch erfolgreiche Innovationen ihre Marktkapitalisierung und damit den Aktienwert steigern, z. Tl. in Riesenschritten, wächst beim Aktionär das Vermögen in seinem Aktienstamm.

            Und jetzt noch was, was Sie vermutlich gar nicht verstehen werden:
            Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Es ist ein tolles Gefühl, mit seinem Geld – ob viel oder wenig – ein Unternehmen zu unterstützen und zu begleiten, das etwas für die Welt und die Lebewesen verbessern möchte.

            Wie Wil grade schrieb, Elon war schon vorher reich und Tesla hat ihn bisher mitnichten reicher gemacht, außer natürlich die enorme Steigerung seiner Aktien (er hat aber mal gerade wieder 25 Mio reingebuttert).
            Aber lt. Mark Spiegel und Ihnen, fällt die ja bald auf Null …. 😀
            Sollen wir mal gucken, wie das bei Winterkorn and friends so ausschaut ?
            Lieber nicht, ich will mir den Sonntag nicht verderben. LG

          • theBIGeasy

            Liebe Pamela,
            lesen Sie sich Ihren Kommentar auf den ich geantwortet hatte doch nochmal durch. Sie haben doch implizit geschrieben, dass Musk mit Tesla kein Geld verdienen will.

            Musk ist mit rd. 160 Mio aus PayPal raus. Heute wird er mit rd. 8 Mrd. bewertet. Alles aufgrund dieser irrwitzigen Tesla-Bewertung. Musk steht mit über 600 Mio bei den Banken in der Kreide, seine einzige Einnahmequelle sind die Kredite die er aufnimmt und mit seinen Tesla-Aktien besichert. Und auch die 25 Mio. hat er sich zuerst wieder geliehen. Da buttert der nichts rein.

            Im Gegensatz zu Tesla schütten die anderen Unternehmen auch Dividenden aus und wachsen trotzdem.

            Liebe Pamela, Ihre „Gewinne“ stehen nur auf dem Papier und um die zu realisieren müssen sie eines machen: verkaufen. Das würde ich Ihnen auch raten. Allerdings nicht jetzt, sondern erst im März 2018, wenn das Model 3 im Massenmarkt ankommt. Dann werden all die Fehler sichtbar, die sich durch die überstürzte Einführung ergeben und dann wird es zwei Effekte geben: 1. Die Verkaufszahlen werden einbrechen und 2. die Reparaturkosten und Regressforderungen der Käufer werden richtig teuer.

            P.S. Gucken Sie sich nur Musk’s Lebenswandel an und sagen Sie mir dann noch dem Mann geht es um die Umwelt. Wasser predigen, aber Wein trinken.

            P.P.S. Nur weil bei VW so ein A*loch an der Spitze saß, macht das Musk keinen Deut besser. Aber das Fingerzeigen a la „der-ist-aber-viel-schlimmer“ scheint ja gut zu finktionieren.

          • Pamela

            Ich weiß Ihre Sorge zu schätzen und dass ich Sie nicht umstimmen kann.
            Wir können hier einen allgemeinen Wettbewerb ausrufen:
            Wer hat die beste Glaskugel ?
            Bringt nichts.
            Nach der mehr als deprimierenden Geschichte der E-Mobilität in Deutschland war mir jeder willkommen, der die Eier und das Geld hatte, endlich den Stein ins Rollen zu bringen. Egal ob aus Amerika, Russland oder Bulgarien.
            Elon ist ein Workaholic – 5 h Schlaf, Rest arbeiten. Hat grad wieder ne hübsche Freundin, die wird ihn nicht allzuoft sehen. Ist mir aber auch egal.
            Nach Aussagen seiner Mitarbeiter bringt er noch Lösungen, wo alle anderen nicht mehr weiterkommen. Das ist Genialität, das zählt.
            Auf lange Sicht können die Menschen aufhören für Energie Sachen zu verbrennen und damit Umwelt zu zerstören, Kriege um Bodenschätze zu führen (Lithium und Graphit sind hier wesentlich einfacher zu gewinnen) und die Luft zu verpesten oder brutal lebewesenfeindliche Reaktoren zu betreiben, das zählt.
            Alle verantwortlichen Manager auf der Welt können dabei mitmachen, oder sie bremsen weiter und sehen in Elon Musk eine Bedrohung. Ziemlich bescheuert. LG

          • theBIGeasy

            Ich weiß Ihre sachliche Argumentationsweise wirklich zu schätzen und kann Ihre Sichtweise durchaus nachvollziehen, nur teilen kann ich sie nicht. Mich erinnert der Hype um Musk an das Märchen „Des Kaisers neue Kleider“. Ich weiß, dass der Hype theoretisch unendlich weiter gehen kann, so lange man gewillt ist von außen frisches Kapital zuzuführen, aber das Geld was benötigt wird, wird halt immer mehr und nicht weniger.

            Ich wünsche Ihnen mit Ihren Investments viel Erfolg und einen schönen Sonntag!

          • W. Müller

            Ihre Argumentation mit dem Hype erinnert mich recht präzise an die Argumente von Nokia als es um den Apple Hype ging. Auch da war man sich recht sicher, dass so ein Smartphone niemals etwas für den Massenmarkt mit wirtschaftlichem Erfolg verkauft werden könne.
            In abgeschwächter Form trifft das auch auf Kodak Films und die damals neue, digitale Fotografie zu.
            Wie gesagt, das alles heißt nicht, das Tesla nicht auch scheitern kann. Dieses Risiko nicht zu sehen wäre blauäugig. Ich halte es jedoch für nicht so hoch.
            Aber anyway, auch Ihnen von meiner Seite einen ebenso schönen Sonntag.

          • theBIGeasy

            Das höre ich immer wieder. Ist Ihnen z.B. bekannt, dass Kodak die Digitalkamera erfunden hat und auch ziemlich früh damit an den Markt ging?

            Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich.

          • ThomasJ

            „dass Kodak die Digitalkamera erfunden hat und auch ziemlich früh damit an den Markt ging?“
            Kodak hatte die meisten Patente, ging auf den Markt, schlief ein und starb.

            Noch ein Vergleich mit Parallelen zum Positiven.
            GM hatte den EV1 gebaut, schlief dann ein und könnte mit dem Chevrolet (gehört zu GM) Bolt vielleicht doch noch Fuss fassen.

          • W. Müller

            Genau. Die Paralleln sind verblüffend. Sie schreiben selbst, Kodak hat das erfunden und schreiben ebenso, Musk macht nichts, was deutsche Autobauer nicht auch können; technisch gesehen. Vielen Dank, haben Sie das so klar dargestellt:
            Kodak konnte, weil know how vorhanden, hat aber nicht. Andere haben von der Digitalfotografie profitiert.
            Autoindustrie kann, macht aber nichts.
            Musk machts dagegen.

          • ThomasJ

            Schön wieder vermehrt von Ihnen zu hören. Ich schätze Ihre fundierten Kommentare mit Kenntnissen von Details.
            Ich klink mich nun aus und geniesse den Rest des Sonntags mit einer Runde auf meiner Royal Enfield Bullet 500. VÖLLIG inkonsequent zu meinen E-Herzen/Handeln, macht aber unheimlich Spass, mit einem echten Vergaser/Langhuber wie zu „Töfflibueb“ Zeiten zu cruisen.

          • Pamela

            Fahr vorsichtig ! Viel Spass !

          • Kyle Seven

            Ja ja. Nur weil jemand etwas erfindet heißt es nicht dass er den markt zum Laufen bringt

            Elektromobile gibt es schon seit Jahrzehnten (heißen da Elektro-Rollstühle) aber serientauglich erst seit Musk;

            Außerdem zwingt Sie keiner an trsla zu glauben aber alles zu verteufeln ist gelinde gesagt kindisch.

            Die meisten Startups habe eine Finanzierungsphase, schauen Sie sich Facebook und Amazon an, aber bislang macht Musk vieles richtig.

            Sie können ja mal probieren bei einer Bank eine. kreist über 300-400 Mio USD zu bekommen, da müssen sie schon mehr leisten als dummschwätzen

          • Pamela

            Es wäre schön, wenn wir in ein paar Jahren gemeinsam zurückblicken würden, dann sind wir alle schlauer. Ich hoffe, dass uns in der Zeit nicht Doel oder Tihange um die Ohren fliegen, dass die nordkoreanische Witzfigur keine Bombe zündet oder der Türke ganz ausflippt oder oder …
            Etwas mehr intelligentes Miteinander, das wünsch ich uns allen.
            Schönen Sonntag 🙂

          • W. Müller

            Klingt für mich fast nach Neid und Misgunst.

          • theBIGeasy

            Die Neid-Keule, die trifft immer=)

          • Longcheck

            Thx, glasklar…

          • Fritz!

            Na, wenn er einen umweltfreundlichen Privatjet hat, ist es doch OK. Stellen Sie sich vor, er hätte einen alten Spritfresser als Privatjet. Und in der heutigen Zeit bei den steigenden Immobilienpreisen ebensolche zu kaufen, ist ebenfalls eine gute Idee.

            Der Mensch denkt umweltbewußt und langfristig. Bislang hat er alles richtig gemacht, schön, daß Sie das auch so sehen.

            Und Weltverbesserer können wir nun wirklich gebrauchen, Weltverarscher ala Winterkorn, Dobrindt und Gabriel haben wir genug.

          • jomein

            Jepp, lieber keine Ideen, keine Risikenm 45 Jahre arbeiten und dann hinterm Jägerzaun im Garten hocken. Einer der Gründe, warum Deutschland schon lange abgehängt ist,

          • Kyle Seven

            Hyperloop hat mit Tesla nichts zu tun, oh Mann

          • c j

            wir sind auch stolz ein teil von tesla zu sein. aber was sind versprechen heute noch wert? uns geht es darum ein stück sicherheit zu erlangen, was ganz „altmodisch“ auf papier steht und mit unterschriften versehen ist.
            mfg

          • Kyle Seven

            Welche Sicherheit denn? Tesla gelingt es mit dem Model 3 oder wenn es floppt ist Tesla passé. Und dann macht Ihr auch dicht.

            Anstatt jetzt daran zu arbeiten, dass der Konzern es schafft, haut Ihr noch Klötze in die Speiche (wenn man den Gewerkschaftsbrieg liest).

            Dass Tesla, wenn sie alle Kapazitäten brauchen, die anderen Kunden rubterpriorisieren, ist doch klar, wenn in den Lieferverträge entsprechende Vertragsstrafen enthalten sind, wird Tesla sich das gut überlegt haben.

            Ansonsten: Der alte hat verkauft, wer zahlt bestimmt die Musik, Tesla wird sicher nicht von heute auf morgen Euch eine heile Welt bringen und wenn ihr so blockt wird Grohmann sicherlich über kurz oder lang erledigt, Musk scheint mir bei solchen Sachen eher kurzen Prozedd zu machen und das zu recht, da Teslas wohl und Wehe vom Model 3 abhängt und er liefern muss

    • James

      Und nur als Anmerkung, der recht bekannte Blog http://www.electrek.co hat von diesem teslamag beitrag wind bekommen.. dH es werden sich noch einige tesla-interessierte hier demnächst aufhalten…

    • Graf

      Im Mitarbeiterbrief ist gut erkennbar wie vergiftet die Stimmung gegenüber den neuen Besitzer schon ist, zumindest gibt der Brief seiniges dazu bei das es dazu kommt.
      Es könnte aber auch von der Gewerkschaft so aufgesetzt worden sein um Mitglieder zu werben, so wie die Gewerkschaft da gelobt wird.
      Es ist schon schade wie sich die schlechte Stimmung so entwickelt hat, Elon Musk hätte sicher seine Altkunden behalten und wollte die Firmenkapazität nahezu verdoppeln, das war dann doch zu ambitioniert in einem Vollbeschäftigten Land neue Fachkräfte zu finden.
      Die Gewerkschaft gibt ihr übriges dazu bei, die Firma Grohmann öffentlich anzuprangern wie schlecht es um die Mitarbeiter steht, wer will da noch zu Grohmann gehen.
      Der Vergleich mit einem Schwedischen Autobauer ist mir da sehr schleierhaft, wo doch bekanntlich in ganz Schweden Spitzenlöhne gezahlt werden, doch wer will dann gleich nach Schweden Auswandern ?
      Die Zukunft für Grohmann sehe ich sehr optimistisch , hat doch Elon Musk erst gesagt er finde es sehr aufregend, Maschinen zu bauen die Maschinen bauen, er will es gerade zu revolutionieren. Der Eigenbedarf ist bei Tesla , Solar City , und Gigafactory sehr hoch doch werden später auch sicher wieder Fremdaufträge angenommen bei bedarf.

  • c j

    Die Betriebsleitung trägt die Hauptschuld an den Lohnstrukturen. Bei uns wurde der Lohn sehr stark durch den „Nasenfaktor“ bestimmt. Einen Widerstand dagegen gibt es schon lange. Doch dieser wurde speziell dadurch unterbunden, dass Kollegen aus den oberen Etagen, teils durch Druck, daran gehindert wurden, der IG-Metall beizutreten. Das hat sich nun geändert. Durch die Ungewissheit über die Zukunft fühlen sich nun viele bestärkt, sich zu erheben. Die Mehrheit ist jetzt dafür, dass Mandat an die IG-METALL ist erteilt und die Geschäftsführer sind aufgefordert sich bis zum 19. zu Gesprächen bereit zu erklären. Ansonsten startet der normale Arbeitskampf, den der Gesetzgeber vorsieht. Wir kämpfen in erster Linie für den Standort und die Sicherung unserer Arbeitsplätze nicht nur für mehr Geld. Natürlich tragen wir auch einen gewissen Stolz in uns und wollen das Unternehmen Tesla Grohmann Automation zum Erfolg führen. Denn eins ist ganz sicher, Modell 3 und die angekündigten Produktionszahlen hängen allein von uns in Prüm ab. Wie Elon Musk sagte: „we build the maschin that builds the maschine“. Und deswegen, wenn nicht jetzt kämpfen, für Sicherheit in den nächsten Jahren, wann dann?
    Leider kennt man ja die Vorgehensweisen amerikanischer Konzerne. Haben sie, was sie brauchen, kann es schnell vorbei sein mit Tesla Grohmann.
    Der Betriebsleitung war auch bewusst, dass die Arbeitsplätze in dieser Branche recht dünn gesäät sind in unserer Region. Also für viele die einzige Chance. Unsere langjährigen Mitarbeiter, die quasi die Firma mit aufgebaut haben, die Erfahrung und das Know-how haben, wurden in den letzten Jahren immer kurz gehalten. Ihnen wurden junge Mitarbeiter, teils gerade aus der Lehre, als Vorgesetzte hingestellt, die Lohnmässig da stehen, wo manch einer nach 10, 15, oder 20 Jahren angekommen ist. Das schafft Neid und Missgunst. Ein Beispiel: Ein Kollege 14Jahre im Betrieb, verantwortlich für die Logistik von Fertigungs- und Zukaufteilen, Bereitstellung an Projekten, Materialbesorgung für jeden am Projekt der irgendwelche Kleinigkeiten brauch, usw. hat einen Std. von 13 € !!! Und zwar brutto!!! Das hat nichts mit Lohn in der Eifel zutun. Wir wollen keinen Tarif wie in BW üblich. Wir in Rheinland-Pfalz gehören zur IG-Metall Mitte, sprich Rheinland-Pfalz, Hessen, Saarland und Thüringen. Die Gebietsstrukturen der Tarifgebiete entspechen auch den Lebenskosten. Wenn mal sich mit speziell unserer Region beschäftigt, stellt man auch fest, dass die Preise nicht mehr so niedrig sind wie vor einigen Jahren. Immobilienpreise, Baulandpreise und Mietpreise sind stark gestiegen. Dies hat auch mit der Nähe zu Luxemburg zutun. Auch kaufen viele Holländer Häuser in der Eifel, was die Preise auch steigen lässt. Und die Mieten werden durch die in der Nähe stationierten Amerikaner beeinflusst. Die zahlen horrente Mieten für Häuser und grosse Wohnungen.

    Von anderen Autoherstellern gibt es bereits Druck auf Tesla. Alle zahlen Tarife in Deutschland nur Tesla nicht. Für mich ein klarer Wettbewerbsvorteil?! Oder?

    • Sonntagskuchen

      Danke für diese ausführlichen Block von innen.

      Dennoch: Zukunft wird es mit Tesla geben! Da brauchen Sie sich keine Sorgen machen.

  • c j

    Noch eine Anmerkung.
    Einen Tarifabschluss zu erwirken bedeutet nicht, vom jetzt auf gleich Tariflohn. Soetwas sieht eine schrittweise Annäherung an diesen vor. Erst in einigen Jahren würde die 100% stehen. Dadurch gibt man dem Arbeitgeber die Chance, die Arbeitsabläufe zu optimieren, was bei uns sehr sehr von Nöten ist. Dann wäre die Wertschöpfung aus der Arbeit um ein vielfaches höher, wie die entstandenen Lohnkosten. Strukturell arbeiten wir wie vor 20 Jahren. Das würde man niemals bei anderen Autoherstellern und Zulieferern sehen. Was viel auch am Grohmann Senior lag. Wenn man mal kurze Zeit bei uns reinschauen würde und sich mit einigen Kollegen unterhält, wäre jeder schnell überzeugt, dass bei gerechter Bezahlung, viel mehr Leistung zu erwarten ist. Bei unserer Geschäftsführen gings immer danach, Arbeit kostet nichts. Deshalb wurden immer mehr Leute eingestellt. Hätte man nicht den Neid gesäät, wäre die Motivation sehr viel höher bei den erfahrenen Kräften. Dann hätten wir auch mit weit weniger Personal die Aufträge erledigen können. Dann wäre auch jetzt kein so grosser Personalbedarf.

    Zitat Robert Bosch.

    Ich zahle nicht gute Löhne, weil ich viel Geld habe, sondern ich habe viel Geld, weil ich gute Löhne bezahle.

    Und Bosch war immer einer unserer Hauptkunden.

    • Harald Schattauer

      Ich mag das Zitat von Robert Bosch

      Ich mag auch den Erfolg von Gewerkschaften
      Gewerkschaften bewirken mehr Positives als Negatives, trotzdem ist auch da nicht alles Gold was glänzt.

      Annäherung an den Tariflohn mit gleichzeitiger Verbesserung der Wertschöpfung, der Zufriedenheit der Mitarbeiter und Arbeitsplatzsicherheit wünsche ich Ihnen.

      Das Kapital jeder Firma sind die Mitabeiter

      • c j

        Danke Harald. Sehr Richtige Worte. Und ja, nirgends ist alles Gold was glänzt.

    • theBIGeasy

      Ich wünsch Euch viel Erfolg. Musk behauptet zwar er sei neutral ggü. den Gewerkschaften eingestellt, aber sein Verhalten drückt leider etwas ganz anderes aus.

    • Pamela

      Ich bitte um Entschuldigung, wenn wir heute weiter unten das Thema des Beitrages verlassen haben, um mal wieder über Tesla zu streiten.
      Das heißt nicht, dass uns nicht wichtig wäre, was bei Euch passiert.
      Ich denke, ich spreche für alle, wenn ich sage: Kommt jederzeit hier rein, wenns Neues gibt oder Ihr die Denke von außerhalb in Anspruch nehmen wollt – so unterschiedlich sie auch bei uns sein mag.

      theBIGeasy hat in Bezug auf Elons Verhalten natürliches nicht von vorherein recht, erst mal abwarten und positiv denken … 😉

      Vielleicht gibs ja auch ne Achterbahn (kleiner völlig unpassender Witz 😉 sorry ) LG

  • blablabla

    Bei der Forderung des Tarifvertrags geht es eher um Sicherung der Arbeitsplätze und des Standorts.
    Bei mir als Mitarbeiter stehen da die Lohnstrukturen eher an zweiter Stelle.
    Die Beschäftigten haben ganz einfach Angst um ihre Existenzgrundlage, sprich ihren Arbeitsplatz.
    Das ist ohne eine starke Gewerkschaft nicht umzusetzen.
    Die Angst besteht darin, dass Tesla uns fallen lässt, falls wir den Auftrag „Modell 3“ nicht schaffen, und genau danach sieht es auch momentan aus.
    Sicherheit kann uns nur ein Tarifvertrag geben. Punkt.

    • jomein

      Wie ist denn das zu verstehen? Ihr schafft den Auftrag „M3“ nur, wenn es einen Tarifvertrag gibt? Was genau bewirktz dieser „Schrieb“, dass der Auftrag M3 im Herbst erfolgreich anlaufen kann, oder scheitert?

      • Melone

        Abgesehen von den positiven psychologischen Auswirkungen eines Sicherheit gebenden Tarifvertrages war dieser Beitrag wohl anders gemeint. Es geht viel mehr darum, dass Tesla und insbesondere EM ihre Ziele immer ziemlich kompromisslos durchzusetzen versuchen (gibt dafür diverse Beispiele. Was ist eigentlich aus der SHW-Sache geworden?)
        Ich weiß nicht, ob er so gemeint war, dass sich die extrem ambitionierten Ziele bzgl. des Model 3 anscheinend nicht halten lassen oder dass Tesla Grohmann in diesem Fall fallen lässt. Ist ja beides (leider) nicht ganz abwegig. Ich wäre @blablabla hier auch für eine Aufklärung dankbar – gerade im ersten Fall wäre das ziemlich interessant.

        • blablabla

          Das lässt sich nicht aufklären. So weit bin ich nicht über dieses „Projekt“ informiert, dass ich behaupten könnte, ob wir es schaffen oder nicht. Es wird m. E. jedenfalls ein harter Brocken, wenn ich die vielen Maschinen sehe.
          Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass die Beschäftigten unter gesicherten Bedingungen (Tarifvertrag) eher nochmal die Ärmel hochkrempeln würden, anstatt sich während der Arbeitszeit dauernd über dieses Thema zu unterhalten. Und dass es das Gesprächsthema Nr. 1 unter den Mitarbeitern ist, steht außer Frage. Für Donnerstag wurde eine Belegschaftsversammlung einberufen. Vielleicht weiß man danach mehr.

  • Wie es aussieht, kommentieren hier einige Mitarbeiter von Grohmann Automation. Ich kann deren Kritik nicht verstehen. Ich selbst bin Jungunternehmer, war Zeitarbeiter, Anhänger der innovativen und nachhaltigen Elon-Musk-Unternehmen und lebe selbst in der Nachbarregion von der Eifel, die selbst auch ländlich ist.

    Ich finde in einer ländlichen Region ist 3.000 Euro schon ein guter bezahlter Job, immerhin pro Stunde ca. 17,8x Euro. Kenne einige aus der ländlichen Region, die wären über einen solchen Lohn sehr froh. Aber nun mehr als 5% zu verlangen ist eine Frechheit. Und dann noch der Vergleich zwischen einer Firma in einer Großstadt und die eigene in einer ländlichen Region. Es ist doch klar, dass zwischen ländlichen Regionen und Großstädten klare Lohnunterschiede gibt, immerhin ist auch das Leben in einer Großstadt teuer.
    Und dann noch zu verlangen, man will einen Tarifvertrag. In einer Phase, wo gerade Tesla die Firma aufgekauft hat, sehr viel Geld in Model 3 investieren muss und dafür viel Geld besorgen muss. Da finde ich das Angebot von 5% mehr Lohn sehr fair. An meiner Stelle würde ich abwarten, bis das Model 3 vom Band läuft, somit viel Barreserven entstehen und Tesla sich dann überbezahlte Jobs leisten kann.

    Und noch eine Anmerkung. Ich kann die kritische Stimmen gegen Tesla nicht verstehen, dass man Angst hat, dass der Job nun nicht mehr sicher ist. Tesla bzw Elon Musk ist kein Blender, sondern hat schon immer seine Pläne umgesetzt, aber trotzdem zu glauben, Tesla könnte pleite gehen, macht nur deutlich wie kurzfristig und deutsch man denkt. Leider gibt es viele Deutsche, die gegenüber amerikanischen und innovativen Firmen sehr kritisch sind und da immer die Pleite gerne voraussehen. Ich finde diese Einstellung einfach bescheuert und schädlich. Denn gerade die innovativen Firmen bringen die Wirtschaft voran mit neuen Arbeitsplätze…

    • Harald Schattauer

      1. Ich mag den Hunsrück

      2. Mit 3000€ lebt es sich im Hunsrück viel besser als in Frankfurt

      Hier mal der Extremfall:

      Wenn Grohmann Automation wichtige Teile für die Fertigungsstraße oder Fertigung des M3 baut, kann die Fertigung ohne Grohmann Automation nicht oder nicht rechtzeitig beginnen.

      Was würde das Tesla kosten?

      • Als Folge würden alle Mitarbeiter von Grohmann Automation ihren Job sofort verlieren, statt für mindestens 5-10 Jahre mit einem guten Lohn abgesichert zu sein. So würde ich vorgehen. Und Tesla würde eine andere Firma den Auftrag geben und Grohmann Automation mit neuen Mitarbeiter aufbauen. Aber so weit können manche nicht denken, manche wollen nur ihre kurzfristige Denkweise durchboxen.

  • ThomasJ

    Nach diesen gefühlten 4km langem (spannenden und wertvollen) Kommentaren etwas OT. Viel Spass beim Hören und schöner Sonntagabend 😉 .

    https://www.youtube.com/watch?v=WqgMbC6eWR4

  • Longcheck

    Hier mal ein Beitrag von mir zu den spannenden und vielen wertvollen Kommentaren gestern.

    Er kann dazu dienen, was gestern hier abgelaufen ist, einmal in Ruhe, besonders mit Sicht auf die penetranten AntiTesla und AntiMusk-Kommentare, zu überdenken – Wiedererkennungswert?

    Es sind sehr wichtige Begriffe zur Netzkultur. Ich frage mich, welchen Sinn es macht, auf solche Kommentare überhaupt zu reagieren, wertvolle Zeit zu verbrauchen, die Reibefläche zu bieten…

    Also, hier zwei wertvolle Links:

    TROLL
    https://de.wikipedia.org/wiki/Troll_(Netzkultur)

    Fear, Uncertainty and Doubt (FUD)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Fear,_Uncertainty_and_Doubt

    Mit Blick auf die an sich noch (…) zum größten Teil sehr gute Diskussionskultur in diesem Forum sollte TK darauf achten, dass ihm dies nicht entgleitet.
    Das ist bei solch einem privat geführten Portal sehr mühsam und schwer zu schaffen. Dafür habe ich absolutes Verständnis.
    Kürzlich hatte ich einige Kommentare mit persönlichen Beleidigungen gegen mich gemeldet.
    Eine davon wurde dann auch gelöscht. Danke dafür.

    Eine schöne und erfolgreiche Woche @all

    • Teslamag.de (TK)

      Solche Kommentare einfach weiterhin melden, ich kümmere mich dann darum. Leider würde ich sonst zu gar nichts kommen, wenn ich immer wieder auch alle Kommentare durchgehen und bearbeiten/löschen müsste.

  • Pamela

    Na, Ihr kleinen dummen Schäfchen, das habt Ihr noch nicht bemerkt.
    Wir sind ein Teil von Elon’s Strategie Kontroversen zu schaffen,
    wonach wir dann wieder kräftig aufklären. Wir sind aber auch blöd ! Ironie off:

    „Diese Menschen, die sich so leidenschaftlich einbringen, merken
    wahrscheinlich oft gar nicht, dass sie Tesla ihre Arbeitskraft und
    Expertise kostenlos zur Verfügung stellen. Das Management des
    Elektroautoherstellers muss sich eigentlich nur regelmäßig einen
    Überblick über den Stand der Diskussion verschaffen, um zu erkennen, ob
    eine Anpassung der Strategie notwendig ist. Teure Auftragsstudien oder
    eigene Forschungsprojekte sind so oft verzichtbar oder können zumindest
    auf einer festen Diskussionsbasis aufbauen.

    Es ist wie eine permanente kreative Brainstorming-Session an der
    viele Menschen teilhaben wollen, weil sie das Gefühl haben, Teil von
    etwas Großem zu sein. Dazu tragen natürlich auch die Weltraumaktivitäten
    bei. Dieser ganze Hype ist dann wiederum für weitere Tech-Unternehmen
    interessant, die auf den Zug aufspringen wollen, um etwas vom Glanz
    Teslas abzubekommen.“
    kompletter Artikel:
    https://www.fool.de/2017/04/10/kraeftig-auf-die-pauke-sollten-dax-konzerne-die-tesla-strategie-nachahmen/

    Vielleicht liegt es aber auch nur daran, dass wir das Gefühl haben, uns einbringen zu müssen, da so viel abgrundtief dämlicher Blödsinn im Netz und in den anderen Medien losgelassen wird und die Kommentare darauf – ob von Troll’s, FUD’s oder nur von Menschen, die mit einer begnadeten Hirnlosigkeit gesegnet sind – danach schreien, dass man sich die Zeit nimmt für Gerechtigkeit.

    Ich halte Elon für ein Genie und eben manchmal auch für naiv.
    Hier dachte er, er übernimmt mit Grohmann eine Firma mit Rang und Namen und viel Know how, um das große Hauptziel Model 3 so gut wie möglich zu realisieren und für die Zukunft bestens aufgestellt zu sein. Er wollte sich auf Begeisterungsfähigkeit deutscher Fachleute verlassen, die zeigen, dass es man es in Deutschland auch krachen lassen kann – im Gegesatz zu den Schnarchnasen der Branche.
    Im Leben hat er nicht damit gerechnet, dass er eine schon lange frustrierte (sicher auch zu recht) nicht motivierte Belegschaft bekommt, die nun jetzt mit einer plötzlich engagierten und motivierten Gewerkschaft in den Arbeitskampf steigen will.
    Soviel zu Strategien. 😉

    Wie man an den Beiträgen sieht, gibt es aber noch viele, die nicht von Kurzsichtigkeit geplagt sind. Und die sollten sich äußern, und die würden auch vollkommen sebstständig erkennen, wenn sie manipuliert oder benutzt werden. Und ab und zu finde ich den einen oder anderen mal in einem anderen Kommentarbereich, der da vollkommen kostenlos seine Arbeitskraft und Expertise zur Verfügung stellt … weils so nötig erscheint.

  • Skynet

    Nun fassen wird doch mal die Fakten zusammen:

    – Grohmann war/ist nicht im Tarifvertrag und bezahlt untertariflich

    – auf Grund Bezahlung / Betriebsklima / Lage gab/gibt es eine große Fluktuation

    – den Mitarbeitern + Chef hat man versichert, die anderen Hersteller weiterhin zu beliefern

    – um die Aufträge von Tesla bedienen zu können sollten 350 neue Mitarbeiter eingestellt werden

    – bisher wurden nur 7 eingestellt und allen anderen Herstellern wurde gekündigt

    – für Tesla müssen kurzfristig 20 Anlagen aus verschiedensten Bereichen realisiert werden

    – das Personal schwankt zwischen Frustration und Hoffnung

    Woraus man reichlich Spekulatius backen kann:

    – mit teils demotivierten und überlasteten Personal müssen für M3 20 Anlagen in kürzester Zeit geliefert werden

    – Probleme aller Art sind absehbar (Zeitschiene / Qualität)

    – die gekündigten Hersteller brauchen Alternativen, wobei vielleicht 2-3 andere Firmen in der Lage wären

    – somit brauchen die ebenfalls neues Personal und treten in Konkurrenz zu Tesla auf

    – somit wird es nicht nur schwer neues Personal anzuwerben, ggf. wird auch eigenes erfahrenes Personal abgeworben

    • ThomasJ

      – somit könnte es sein, dass EM in andere Regionen/Länder weiterzieht, weil das nicht seinem Bild von deutscher Wertarbeit und Inovation entspricht.

      Sobald Menschen zusammenkommen, entsteht eine Beziehung. Egal ob Privat oder Buisness. Hier scheint schon zu Beginn einiges verkachelt zu sein. Hat EM die Zeit und den Willen schon zu Beginn dieser Beziehung zum Therapeuten zu gehen?
      Auf seinem Rücken steht „follow me“, wer das nicht will, der bleibt auf der Strecke. Er zieht weiter, immer und in allem.

  • Longcheck

    Passt zwar nicht so ganz hier hin, hat aber im Grundsatz eine Menge Sprengkraft.

    Strohhalm, letztes Aufbäumen – oder doch Baumstamm?…

    Synthetische Kraftstoffe parallel zur Elektromobilität?
    VDA-Konferenz offenbart Beharrungsvermögen der deutschen Automobilindustrie

    Sie
    lernen es nicht: Riesiges Bekenntnis zu den Verbrennern wegen
    synthetischer Kraftstoffe, von den alten Herren und Cheflobbyisten. Den
    Bericht muss man sich wirklich „auf der Zunge zergehen lassen“…

    https://www.electrive.net/2017/04/05/sy … obilitaet/

    • ThomasJ

      Da stimme ich Ihnen zu.
      Ich will mich nicht als Spezialist outen, aber nach etwas googlen und dieser Zusammenfassung:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Synthetischer_Kraftstoff
      ist das in Betracht ziehen von synthetischen Kraftstoffen, von den Mitgliedern des VDA
      – Verzweiflung pur
      – Aussitzen des E-Problems mit der Nebelkerze „synthetischer Kraftstoff“
      – Weg des geringsten Widerstandes (keine Anpassungen in der Autoherstellung
      nötig) mit Spurwechsel in die „bewährte“ falsche Richtung (wir wissen ja, dass
      Kodak auf das altbewährte, etwas modifizierte Pferd gesetzt hat (verbesserte
      Analogtechnik) und ins Nirwana ritt).
      – Ist das eine Opposition (wir sind dann später aber schon die E-Leader)
      mit einer Technik, die jedoch die E-Mobilität nicht interessiert. Die ziehen
      ihr Ding weiter und weiter davon.

      Das Beste ist jedoch die Wikipedia-Aussage:
      … Das Fehlen von Stickstoffverbindungen und aromatischen Kohlenwasserstoffen trägt
      beispielsweise zu einem geringeren Schadstoffausstoß bei. Da der Herstellungsprozess energieaufwändig ist, können aber auch ökologische Nachteile bestehen, beispielsweise durch höhere CO2-Emissionen.…“
      Also damit das Kinderzimmer lüften geht nicht. Hier wir ein Problem durch ein anderes Problem abgelöst. Das ist lösungsorientiert?

      • Longcheck

        Danke für’s Wiki-Suchen – sehr aufschlussreich.

        @ googlen – kleiner Tipp: Für 95 % aller Suchanfragen geht auch sehr gut autark ohne Google, z. B. mit IXQUICK, mache ich seit mehreren Jahren.

        Ich weis nicht ob es drin steht, müsste den VDA-Artikel noch mal lesen, mag aber nicht… Den grundsätzlichen Trend des Artikels hatte ich bereits am WE durch unseren Sohn erfahren: Ein weitere Punkt: Das Problem mit dem verbleibenden Giftstoffen direkt aus dem Auspuff, will man wohl durch die Ad-Blue Technologie (ich ergänze: ohne Betrug!?..) „lösen“…
        Wir denken, es ist ein Strohhalm und hoffen er knickt ganz schnell.

  • Tesla-Fan

    Die IG-Metall ist ein übler Lobby-Verein!
    Hier liegt ein Komplott nahe – die IG-Metall streikt, nur um Tesla zu schaden und um für die deutsche Automobilindustrie etwas Aufschub zu gewinnen. Es kommen Erinnerungen an die Borgwart-Pleite hoch.

    Was tut man nicht alles, nur um Tesla zu schaden, sogar offensichtlich bezahlte Grohmann-Stimmungsmacher hier als Kommentaren. Unglaublich!

    Die IG-Metall würde lieber mit einer Gehaltserhöhung in den Konkurs gehen, als langfristig zu denken. Wenn man die Rhetorik der IG-Metall-Führer hört fühlt man sich in den kalten Krieg zurückversetzt.

    • c j

      Sieht eher aus, dass Sie bezahlt werden. Mal schlau machen und dann qualifizierte Aussagen treffen…
      Die IG-Metall kann nicht streiken. Das tut die Belegschaft mit der rechtlichen Unterstützung der Gewerkschaft.
      Es gibt kein Bestreben Tesla zu schaden, ganz im Gegenteil. Die IG-Metall ist bestrebt an einer guten Zusammenarbeit mit Tesla. Und die Aussage, deutschen Unternehmen einen Vorteil zu verschaffen, ist lächerlich. Da haben andere Länder einen jahrelangen Vorsprung und davon kann Deutschland nur lernen. Die IG-Metall fordert schon lange die Förderung der E-Mobilität. Tesla wird in naher Zukunft eher Probleme mit chinesischer Konkurrenz bekommen. Unter anderem ein Hersteller, der erst ab einer Reichweite von 500km anfängt Autos für die Masse zu produzieren. Dies soll 2018 beginnen. Ausserdem ist deren grösster Geldgeber genau der Softwarekonzern, der sich auch bei Tesla mit 5% eingekauft hat. Schauen sie mal einen Tag in unseren Betrieb und anschliessend in einen Betrieb der der IG-METALL gebunden ist. Das ist wie Tag und Nacht. In einem tarifgebundenen Unternehmen wird die Arbeit effizient genutzt. Bei uns genau das Gegenteil. Stunden-und Ressourcen-Vernichtung hoch 10.
      Durch eine Tarifbindung werden Arbeitsplätze bewertet und automatisch eine effiziente Ausbeute der eingesetzten Arbeitskraft angestrebt.
      Es herrscht einfach Angst in der Belegschaft. Und von all den mündlichen Versprechen des EM kann sich keiner was kaufen geschweige denn unbesorgt in die Zukunft blicken. Löhne sind Nebensache. Ich z.B. beschwere mich in keinster Weise über meinen Std-Lohn. Ich kämpfe u.a. gegen die Ungerechtigkeit, dass viele Facharbeiter mit langjähriger Berufserfahrung, die die selbe Arbeit verrichten, 4-5€ weniger die Stunde verdienen.
      Die Dinge die wir fordern, sind genau das was Herr EM ins in seinem Brief verspicht. Also warum unterschreibt er nicht einfach? Amerikanische Firmen geben Versprechungen ab und wenn es sein muss auch viel Geld, um zu besänftigen. Aber Sicherheiten wollen sie nicht unterschreiben. Wenn sie haben was sie wollen, ziehen sie weiter.