Tesla Supercharger sind nicht für den täglichen Gebrauch gedacht

tesla-supercharger-langstrecke

Etwas kostenlos anzubieten kann eine gewinnbringende Strategie sein, es kann jedoch auch passieren, dass diese Großzügigkeit ausgenutzt wird. Auf der letzten Jahreshauptversammlung von Tesla Motors hat sich Elon Musk darüber beschwert, dass einige Model S-Besitzer das kostenlose Supercharger-Netzwerk nicht nur für lange Fahrten, sondern für den täglichen Gebrauch nutzen.

Die Supercharger sind von Tesla Motors eigentlich dafür gedacht, kostenlose Lademöglichkeiten für Reisen mit großer Entfernung anzubieten. Sie sollen keinesfalls dazu dienen, das Model S täglich oder mehrmals in der Woche dort aufzuladen. Eine Untersuchung des Unternehmens PlugInsights mit 340 Model S-Besitzern aus den Vereinigten Staaten deutet jedoch genau darauf hin.

Demnach haben in diesem Monat ganze 26 Prozent der Befragten mindestens einmal einen Supercharger als kostenlose Alternative zu der Aufladung im eigenen Haus verwendet. Dieses Verhaltensmuster hat auch Tesla Motors erkannt und möchte die eigenen Kunden gerne umlenken, da man sonst finanzielle Schwierigkeiten und Probleme mit der Auslastung bekommen könnte.

Sollte Supercharger zukünftig weiter zweckentfremdet werden, so könnte das mit zunehmendem Absatz ein großes Problem für den kalifornischen Autobauer werden. Wenn die Kunden regelmäßig ihre Fahrzeuge dort aufladen, dann werden Reisende, die einen Supercharger tatsächlich auf ihrer Reiseroute nutzen möchten, Probleme haben einen entsprechenden Ladeplatz zu bekommen.

Neben dem Appell von Musk, dass diese Angewohnheit „uncool“ ist und möglichst unterlassen werden sollte, kann Tesla Motors nicht viel dagegen tun. Green Car Reports berichtet jedoch, dass Tesla Motors die FAQs der eigenen Webseite soweit angepasst hat, dass herauszulesen ist, dass die Supercharger ausschließlich für Aufladungen bei Langstrecken-Fahrten gedacht sind.

Weiter wird berichtet, dass im sehr ausgelasteten Supercharger-Standort in San Juan Capistrano, Kalifornien, eine Art „Concierge“ vorzufinden ist, der für entsprechende Ordnung sorgt. Zu bestimmten Tageszeiten soll der Standort so überfüllt sein, dass die Model S-Besitzer in Reihen warten müssen. Wie dieses Problem zukünftig angegangen werden soll, wird sich zeigen.

Nachtrag: Einige Leser haben darauf hingewiesen, dass man theoretisch auch täglich die Supercharger nutzen könnte, wenn man denn im Alltag längere Strecken zu bewältigen hat. Das ist definitiv richtig und es war auch nicht die Intention dieses Artikels, etwas anderes damit zu suggerieren. Wir danken für den Hinweis und die rege Diskussion auch auf sozialen Netzwerken.

  • Dr.M.

    Das mag ja „uncool“ sein, aber dürfte bei der Kalkulation vor dem Kauf eines Tesla vor allem in den Ländern, in denen es keine staatlichen Zuschüsse gibt, für viele eine Rolle spielen, denn es kommt in Anbetracht des (noch) hohen Anschaffungspreises von e-Autos bei rein wirtschaftlicher Betrachtung entscheidend darauf an,dass die Betriebskosten gegenüber einem Verbrenner sinken – und das geht mit gekauftem Strom zwar gut, aber eben noch besser mit kostenlosem Strom.Und da gerade in Deutschland kaum eine ernstzunehmende Ladeinfrastruktur besteht, ist neben der Reichweite eines der wesentlichen Argumente für einen Tesla: Gut positionierte Supercharger – und die auch noch kostenlos.
    Und wer Laternenparker ist oder seinen Vermieter (oder auch die Eigentümergemeinschaft) nicht überzeugen kann, eine Ladeeinrichtung in der Tiefgarage zu installieren (man glaubt ja nicht, was es da fürVorurteile gibt…), dem wird wohl kaum etwas anderes übrigbleiben, als bei Tesla zu „tanken“.
    Ja, mag sein, dass es spätestens mit dem Model 3 Kapazitätsprobleme an den Superchargern geben wird, andererseits ist das kostenlose Superchargernetz sicher nicht nur für mich eines der Argumente für Tesla – ich befürchte, da wird Tesla was die Kosten angeht, in den sauren Apfel beissen müssen und sich freuen, dass die Supercharger genutzt werden, denn das bedeutet wieder einen verkauften Tesla.

  • Stefan R.

    Ich finde hingegen diese Aussage „uncool“ oder besser schizophren. Denn genau diese Nutzungsmöglichkeit war die Begründung die SuCs in Innenstädte wie London zu bauen. Für Leute ohne fixe Park-&Lademöglichkeit. Und auch für Leute mit Wohnung (zwar Parkplatz aber ohne Möglichkeit Ladeinfrastruktur zu installieren) außerhalb von Innenstädten ist die Sache nicht anders. Zu aller erst sind Angebote wie „unbegrenzt in Umfang und Dauer kostenlos“ eindeutig. Die Nutzung dann öffentlich auch nur zu bewerten ist schlicht unangebracht. Dann sollens keine großmundigen Ankündigungen und Zusagen machen. Und überhaupt: Da kommen sie jetzt drauf? Das war vom ersten Tag an klar sofern man sie nicht ganz bewusst in die ärgste Einöde pflanzt was aber mit dem Komfortwunsch bei Reisen auch kollidiert. Auch für mich war klar, dass ich mir einen Tesla nur und erst dann kaufe wenn ein SuC auf einer meiner täglichen oder wöchentlichen Fahrtrouten entsteht wo ich dann zu zumindest 75% meinen Ladebedarf decken kann. Erstens weil ich am Hauptstandort keine eigene Ladeinfrastruktur installieren kann (am Nebenstandort schon), zweitens weil ich die SuCs nicht für andere querfinanzieren will (schließlich kostet(e) die SuC-Fähigkeit einiges) obwohl ich sie fix brauche zur Absicherung und Langstrecke, drittens weil ich nicht wüsste warum ich meinen teuren Privatstrom verwenden sollte wenn der im Kaufpreis inkludierte und günstige Industriestrom der durch die Reduzierung der Unterhaltskosten erst ein Kaufargument für dieses Fahrzeug darstellte eben auch zur Verfügung steht.

  • Blackmen

    Ist es a) ein Orga- oder b) ein Finanzproblem???

    Ersteres ist ja wohl offensichtlich, alleine deswegen, weil die Anzahl der Fahrzeuge zunehmen wird… Tesla wird doch wohl bei den SC die Anzahl der verkauften Fahrzeuge berücksichtigen können/müssen.

    Dass der Kunde bei unzureichender Ausstattung von (sonstigen) Lademöglichkeiten zum SC greift, hätte man sich aber auch denken können.

    Also, Zeichen setzen, in dem man die SC massiv ausbaut. Damit kann man auch die Marktteilnehmer beeindrucken, besonders, wenn es dort brummt…

  • Starkstrompilot

    Dass es Fahrer geben wird, denen die SC auf ihren täglichen Strecken liegen werden, war ja klar. Dass es auch welche geben wird, die in der Nähe einer Station wohnen, war doch auch klar.
    Aber wer fährt denn 100km und mehr, nur um gratis aufzuladen. Das kostet doch auch Zeit. Das macht doch fast keiner.
    Das sind doch maximal 1-2% der Fahrer, die ihre ständigen Fahrten am SC laden. Und damit muss man doch rechnen.

  • CHristian

    Das Thema war vorprogrammiert! Ich bin schon froh, dass Tesla sich seinem Problem bewusst ist. Ich bin auch der Meinung:
    – Wer SuC nutzen will soll künftig beim Kauf etwas zahlen, wie beim Model S zu Beginn…
    – Es sieht aktuell schön aus, die flächendeckende SuC Karte mit 2 – 6 Ladesäulen für ganz Westeuropa…. Bei einer Ladegeschwindigkeit von 20min pro Fahrzeug könnte man die mit einer einzigen Zapfsäule vergleichen… Das reicht definitiv nicht! Nicht mal für die kommenden MS und MX Modelle bis 2017 (meine Einschätzung für die Schweiz)
    -Sehe oft an Wochenden, wie Leute Ausflüge vorbei an SuC’s planen, um das Auto für kommende Woche zu laden und Geld zu sparen… war zu erwarten, mit dem hat Tesla mit ihrem Einsparrechner geworben, nun wirds auch so genutzt….

    • anon

      „Es sieht aktuell schön aus, die flächendeckende SuC Karte mit 2 – 6 Ladesäulen für ganz Westeuropa….“

      Keine Ahnung, ob das nur missverständlich ausgedrückt ist, aber in Europa gibt es derzeit 887 Ladesäulen, nicht nur 2-6. Und pro Standort sind es im Schnitt 5,5 Säulen. Klar, für die Zukunft reicht das noch nicht. Für den aktuellen Bedarf aber wohl schon fast immer.

      Stimme aber zu: Wer SuCs als „kostenfrei“ verkauft, muss sich nicht wundern, dass sie dann auch oft und gern genutzt werden. Jetzt irgendwie Kleingedrucktes unterjubeln zu wollen ist „uncool“, dann fragt man sich beim Laden nur, ob das jetzt vielleicht schon zu viel SuC-Nutzung ist und sich Tesla bald beschwert. Dann wäre man besser von Anfang an ehrlich gewesen und hätte gesagt: Wer mehr als x Stunden pro Monat/Jahr/Whatever am SuC steht muss eben mehr zahlen. Wäre den „Normalnutzern“ gegenüber auch fairer.

    • Tesla-Fan

      Diese Art „Kosten-Bewußtsein“ dürfte bei kommenden Model 3 („Massen“-Markt) noch ausgeprägter sein.
      „Ausnützer“ wird es immer geben, die Frage ist doch, wie Tesla insgesamt kalkuliert hat und ob es in Summe noch aufgeht.

      Vielleicht wird man beim Model 3 für die Supercharger auch neben der „Flatrate“ ein „pay-per-use“ Modell einführen.
      Das wäre sicher auch eine Überlegung für die Selten-Langstreckenfahrer. Das System würde dadurch nicht komplizierter. Die Ladedaten jedes Fahrzeuges am Supercharger liegen Tesla ja eh vor, einer zusätzlichen Identifizierung bedarf es nicht – und am Monatsende wird der Betrag eingezogen.
      Und für die „Poweruser“ könnte man die „Flat“ deckeln.
      Haben die Telefongesellschaften auch gemacht.
      Gibt für den Moment schlechte Presse, aber das legt sich wieder, und 98…99% der Nutzer trifft es eh nicht.

    • Tesla-Fan

      „… Bei einer Ladegeschwindigkeit von 20min pro Fahrzeug könnte man die mit einer einzigen Zapfsäule vergleichen… Das reicht definitiv nicht! …“

      Ich denke, du sitzt da einer Fehleinschätzung auf.
      Mit einem Verbrenner MUSS jeder Tankvorgang an einer Tankstelle erfolgen.

      Bei einem Elektrofahrzeug werden mit zunehmend leistungsfähigeren Batterien immer mehr „Tankvorgänge“ von unterwegs auf daheim in der Garage/auf dem Abstellplatz/beim Arbeitgeber usw. stattfinden.
      Die öffentliche Ladeinfrastruktur braucht man dann wirklich nur noch an Fernstraßen für Langstrecken, wo man nach 300 km Fahrt mal 20 min „nachfassen“ muss. Das ist aber kein Problem. Zukünftig wir das Navi einen an eine freie Ladesäule leiten und diese aus der Ferne vor-reservieren.
      Pausen sollte man auch mit Verbrennerautos auf Langstrecken machen, auch wenn die Werbung gerne suggeriert „1000km am Stück“- gönnt dem kleinen Jungen im Seat doch sein Eis ein paar Stunden früher… 😉

  • Alexander Kosowski

    Wenn man einen Tesla kaufen will, wird ein Preis angegeben. Dieser ist der Kaufpreis des Autos minus die Benzinkosten/Steuervorteile etc. kalkuliert bei 30% Supercharger-Nutzung. Ich hätte sicherlich weniger Supercharger-Nutzung als 30%, da ich nur einmal im Jahr mit dem Auto in den Urlaub fahre.
    Ich denke sie werden irgendwann eine Funktion einführen, dass das Auto nach Hause telefoniert und meldet, ob man wirklich auf einer Langstreckenreise ist. Je nachdem wird man laden könne oder nicht.
    Erinnert mich irgendwie an die Telefongesellschaften und ihre „Flatrates“…..

  • Alex

    Ganz ehrlich,finde ich es unverständlich was hier einige von sich geben!
    Ich sehe die SuC als reine Langstrecken lader an,selbst wenn ich ein Tesla hätte,würde ich ihn zuhause laden,was soll denn dieser geiz mit den Strom kosten? Ich finde das unverschämt!
    Wenn tesla es so einrichtet das man die SuC wirklich nur für lange strecken nutzen kann,bzw im weiteren umkreis von zuhause die SuC nutzen kann,und nicht jeden 2 tag an einem in der nähe läd,dann finde ich das absolut richtig!

    Wer sich ein auto für durschschnittlich 100k euro kauft,der macht sich lächerlich damit Strom aus dem geiz Aspekt kostenlos zu beziehen! das ist „uncool“

    • sebo

      Hi Alex, hast du mal daran gedacht das nicht jeder der einen Tesla fährt auch gleich ein Einfamilienhaus mit lade Möglichkeit besitzt. Ich z.B. wohne im Stadtrand einer Großstadt in einer Wohnsiedlung, um mein Tesla zu laden müsste ich aus meiner Wohnung gut 600 meter Kabel verlegen, wo ich doch nur 15 Minuten von einem SC entfernt wohne

  • Phil

    Ich stimme nicht ganz dem Kommentar von von Axel zu.

    Klar für die meisten Tesla Model S und bald auch Tesla Model X Besitzer sind die Ersparnisse durch das Laden am SC peanuts.
    Jedoch spätestens bei den Model 3 Besitztern würde sich das endern.
    Aus finanzieller Sicht währen die SC ein top Argument sich für den Kauf eines Model 3 zu entscheiden, wenn diese auch für tägliche Nutzung ausgelegt sind.
    Durch diese Werbung würde sich auch das Spektrum an potentiellen Käufern Weltweit deutlich vergrößern und das sollte doch wohl auch im Interesse von Tesla liegen.

    • Marc

      Nicht ganz Peanuts..
      Ok, selbst ein MS-P70 mit 20k Anzahlung auf 8 Jahre finanziert, stellt einen Normalverdiener zwar nicht vor eine unlösbare Aufgabe, aber viel Luft nach oben ist nicht mehr. 🙂

      ABER: Die Fahrleistung ist entscheidend: In einem Flächenland wie Schleswig-Holstein z.B. sind Arbeitswege von 50 kilometern und mehr durchaus üblich, und ein wenig privat fährt man ja denn auch noch, so kommen dann schnell mal 30.000 oder mehr Kilometer p.a. zusammen. Zwar ist ein Auto mit Verbrennungsmotor sicher günstiger in der Anschaffung, und somit die monatliche Rate auch, wenn aber die 250 Euro, die ich monatlich an irgendwelchen Tankstellen lasse, Dank SC komplett entfallen würden, und dank 8 Jahren Vollgarantie ohne Kilometerbegrenzung es auch Werkstattkostenseitig beim MS keine unliebsamen Überraschungen gibt, könnte das in Summe schon fast break-even sein. Wäre der SC für Schleswig-Holstein nicht an der Raststätte Wikingerland, sodern in Dätgen positioniert worden, hätte ich das ernsthaft in Erwägung gezogen, mal genauer nachzurechnen. Wenn der SC jedoch für Pendler tabu ist, und ich mit Teuerstrom aus der eigenen Steckdose laden muss, wirft das die Kalkulation über den Haufen..
      Und ja: Starkstrompilot hat sicher Recht: ich würde auch nicht erstmal ne Stunde zum nächsten SC fahren, weil Zurück muß ich auch noch, und auch das kostet neben der Zeit auch Reichweite. Wenn der SC aber auf dem Weg ist? Why not?
      Sorry, aber wer Werbung macht, daß das Laden kostenlos ist, muß sich nicht wundern, daß das auch so genutzt wird. Davon abgesehen: In der Anfangszeit mußte man für den 60er MS Supercharger als Option für, ich meine, 2,5k dazukaufen. Wenn man jetzt für Strom nicht die Privatkundenwucherpreise zu Grunde legt, sondern Industriestrom, der wesentlich billiger ist, dann kann man schon eine 6-stellige Kilometerleistung fahren, bis das „aufgebraucht“ ist.. Daher denke ich, es geht weniger um den Strom, sondern schlichtweg um die Masse der fehlenden Ladestationen..

  • Phil

    Eine Perfekte Lösung wäre meiner Meinung nach ein Konto für gefahrenen Kilometern aus dem man dann den SC Strom bezahlt. Zum Beispiel eine Tankfüllung kostet 3000 gefahrene Kilometer. So kann der Farzeubesitzer nach 3000 Kilometer kostenlos Tanken.
    Dieses Grundmodell lässt sich dann in den unterschiedlichsten Varianten umsetzen .

  • Bruno

    wer davon ausgeht, dass mit dem kauf des fahrzeugs auch gleich die energiekosten für seine fahrten abgegolten sind, der tickt doch nicht richtig.

    • Marc

      Daß Strom nicht umsonst ist, und auch Elon den Strom nicht an Model S Fahrer verschenkt ist klar. Aber: Über was reden wir da?

      Ausgehend von 30.000 Kilometern im Jahr, und einem Energiebedarf von 25 KWh/100 km komme ich auf 7500 KWh pro Jahr, selbst mit Wucherpreis-strom aus der eigenen Steckdose zu Hause für 25 ct/KWh komme ich auf 1875€, die ich überhaupt nur verbrauchen kann bei 100% SC Nutzung.
      Industriestrom kostet, wenn überhaupt, maximal die Hälfte..

      So What? Kostet ein Model S halt nicht 71k sondern 81k.. und schon sind 10 Jahre Strom incl. Und genauso wird es IMHO sein. Vielleicht kalkuliert man ja bei Tesla noch ein wenig anders, aber beim kleinsten MS mußte man anfangs SC extra bezahlen, bei den größeren wars mit eingepreist. Wie gesagt: Käme sogar ungefähr grob hin: Empfohlen : 30% SC Nutzung, Aufpreis 2500 fürs 60er MS. Wie gesagt: Zu verschenken hat auch Elon nix.

      Diese Herangehensweise hat noch nen Vorteil mehr:

      Man fährt an eine Ladesäule und lädt einfach. Kein Abrechnungssystem, keine Leute, die das betreuen usw. Spart massig Kosten und und Fehlerquellen.
      Das halte ich für wesentlich vortschrittlicher, als die Kleinstaaterei, die es sonst momentan hier in D so gibt. Gefühlt braucht man da für jede Ladesäule eine eigene Kundenkarte, und Vertrag mit dem jewailligen Anbieter. Dabei sind die Stromkosten, um einmal vollzuladen, meist niedriger, als ein Parkticket. Auf die Idee, daß man in eine Ladesäule wie in jeden normalen Parkscheinautomaten einfach Bargeld einwirft, kommt wohl Niemand.. Wäre auch zu einfach. Da auch Parkscheinautomaten geleert werden müssen, erzähle mir auch keiner was davon, daß das bei Ladesäulen nicht gehen würde…

  • CG

    Einsparpotential für den Strom an den SC seitens TESLA gibt es doch in Zukunft:

    1. Solardach über die Plätze und auch noch einen anderen Teil des Parklatzes mit Solar überdachen und dann diesen Strom mit den Teslapowerwalls zwischenspeichern und über die SC wieder abgeben (gilt sicherlich nicht für die komplette Bedarfsmenge, jedoch redet man in der Zukunft von Stromgestehungsvollkosten solar von ca. 5 Cent/kWh….)

    2. Vielleicht läßt sich auf dem Parkplatz noch irgendwo ein Kleinwindrad platzieren, dass dann auch zeitweise Strom produzieren kann (laut ist es ja in Autobahnnähe sowieso und dann sollten die Rotorengeräusche auch vernachlässigbar sein).

    3. Vielleicht gibt es auch an der ein oder anderen Ladestation ein Kleinwasserkraftwerk, bei den man ebenfalls von Stromgestehungskosten im einstelligen Bereich spricht (wenn man den Strom direkt an den SC bringt und in der Powerwall zwischenspeichert, dann fallen auch die Netzentgelte etc. nicht an)

    4. Mit dem gespeicherten Strom in der Powerwall gibt es die Möglichkeit, über die Regelleistungsmärkte zur Netzstabilisierung beizutragen und auch dort ist ein Erlös möglich.

    5. So lange der TESLA angestöpselt ist (ca. 30 Minuten oder wenn mann etwas länger rastet, dann vielleicht auch einmal 60 Minuten oder länger), dann kann auch die Autobatterie für Zusatzerlöse über Regelleistungsmarktteilnahme verwendet werden).

    Bin mir sehr wohl bewußt, dass hier vieles noch Zukunftsmusik ist, aber ELON MUSK hat hier mit Solarcity und der Powerwall alle Fäden in der Hand.
    Auch Teilnahme der Batteriespeicher am Regelenergiemarkt ist noch technisch nicht vollends geklärt; im gestern vom BMWI veröffentlichten Weissbuch der Energiewende werden solche Möglichkeiten jedoch schon sehr konkret angedacht.

    Gruß
    CG

  • Great Cornholio

    Jetzt mal ehrlich. Wenn es ordentliches Destination Charging geben würde. Wäre diese Diskussion obsolet. Ich bin auf die SuC angewiesen, weil ich an meinem Arbeitsort nicht während dem parken oder arbeiten laden kann. Ein aktuelles Beispiel: Ich arbeite in Frankfurt am Main. Mein Arbeitgeber hat EINE Ladesäule, diese dürfen Mitarbeiter aus steuerlichen Gründen NICHT benutzen. An diesem Unternehmensstandort arbeiten ca 4000 Mitarbeiter. Angenommen 60% der Arbeitnehmern kommen mit einem Verkehrsmittel ungleich Auto. Wären es immernoch 1600 Mitarbieter die sich eine Ladesäule teilen müssten. Im Parkhaus gibt es weder Typ2 noch Schukodosen. Der Betreiber will nichts von Elektroautos hören. Das Parkhaus ist jeden Tag Randvoll. Das nächste Parkhaus hat 2 Ladepunkte, aber Parkgebühren von 25 EUR pro Tag. Die 25 Ladestationen der Mainova sind irrelevant für E-Auto Fahrer weil es keine reservierten Parkmöglichkeit VOR der Ladesäule gibt. Am Wohnort ist die nächste öffentliche Lademöglichkeit 9km entfernt. Wenn diese belegt ist, fährt man wieder nach Hause. DESHALB benutze und benötige ich die SuC. Ohne diese wäre das Model S auch in einer Stadt wie Frankfurt am Main nicht normal nutzbar.

  • Scholle

    Es geht hier wohl weniger um die Stromkosten für Tesla, sondern um die Unfairnes
    gegenüber dem , der auf Langstrecke unterwegs ist und warten muß, weil keine Säule frei ist.
    Mein Vorschlag wäre eine erzieherische Maßnahme:
    Wer also eine für seine alltäglichen Kleckerfahrten den SC blockiert, sodass ein Streckenfahrer
    warten muß, bekommt eine Rechnung: für sinen Strom, für den des Streckenfahrers + einen kleinen Zuschlag, um auf den nächsten Zehner aufzurunden.
    Der Erlös geht zu 100% an den Kinderschutzbund, Krebshilfe, Rettet die Wale, oder sonstwas.
    Da die SC an sich kostenlos sind, wird man das nicht einklagen können, aber wer nicht zahlt,
    ist böse

  • Pjotr

    Jetzt zahlt man schon 100k Euro, um nicht böse zu sein, und dann sowas.

    • Hubert

      Wenn ich ein Zeltfest veranstalte, wo ich Freibier anbiete, dies auf alle Plakate schreibe,
      dann muss ich damit rechnen dass 80% der Gäste nicht kommen um sich bei mir zu bedanken, sondern einfach um sich gratis voll zu klopfen 🙂
      und dass die sich dann nach dem Genuss nicht mal dafür schämen dass es sogar mehr als eins war, darf ich dann auch niemandem übel nehmen…
      also Tesla – stehe weiter zu deinen großen Worten!! – oder hör auf Stromkisten zu verkaufen

  • Ulukai

    Tatsache ist, das Herr Musk immer nur vom „kostenlosen Laden an Superchargern“, und auch noch „über das ganze Autoleben“ gesprochen hat. Zuletzt erst die Tage wieder bei der Vorstellung des Model 3; „Supercharging is and will be free forever“. Gerade in Ländern wie Deutschland, wo es quasi keine (wie auch immer aussehende) Förderung von E-Autos gibt, rechnet der Kunde sehr oft automatisch diese kostenlose Lademöglichkeit beim Kauf des Wagens als Ersparnis mit ein. Und automatisch steigt die Attraktivität des Fahrzeuges, je näher man an einer solchen SuC-Ladestation wohnt oder arbeitet. Im besten Fall, und das wurde ganz gezielt von Elon Musk so suggeriert, entfallen die „Spritkosten“ komplett.

    Also war von Anfang an klar, das es natürlich auch viele Menschen geben wird, die dieses Angebot dankend annehmen werden. Dann, JAHRE später, zu sagen „Ja also so haben wir uns das eigentlich gar nicht vorgestellt“, und eigentlich ist das SuC-Laden nur für „Long-Distance-Travel“ gedacht, ist mehr als nur schwach. Egal ob es der Kostenfaktor ist der Tesla jetzt stört, oder die mangelnde Anzahl an Ladesäulen, die manchen Reisenden jetzt zum warten verdammen, Tesla wäre gut beraten den Kurs beizubehalten, und die Probleme zu lösen. Und zwar ohne dem Kunden weitere Kosten aufs Auge zu drücken.

    Die Möglichkeit des (unlimitierten) kostenlosen Ladens (wenn auch nur an SuC) ist zumindest aktuell noch ein Alleinstellungsmerkmal, und das würde ich nicht über Board werfen. Gerade jetzt, wo der Mainstream-Tesla in Form des Model 3 vor der Tür steht. Denn gerade in dieser Zielgruppe dürfte die „Lukrativität“ des Model 3 für viele Kunden entscheidend davon beeinflusst werden, das man kostenlos tanken kann. Zumal die meisten Autofahrer, laut den von Elon selbst immer angeführten Statistiken (Durchschnitt bzgl. täglich gefahrener Strecke), kaum mehr als 1 x in der Woche auftanken müssten. Aber das System sollte eben auch, wie die Internet-Flatrate eines ISP, die paar Kunden verkraften, die überdurchschnittlich viel Last erzeugen. Und zwar finanziell und strukturell.

  • Tobias Claren

    Laden können dort nur Tesla-Fahrzeuge?
    Hier in Lechenich stehen praktisch 8 solcher Super-Charger (wirklich „Minuten“?) direkt neben dem Umspannwerk. Ich habe noch nie ein Fahrzeug dort stehen sehen.
    Wenn nun noch mehr nicht-Tesla E-Autos verkauft würden, soll man dann etwa für jeden Hersteller oder Verbund einen weiteren Parkplatz da hinsetzen? Direkt an dem Umspannwerk würde es wohl schon eng.
    Wenn die Tesla eigene Steckdosen und Stecker haben (?)…..
    Wenn nicht, scheinbar wird es ja elektronisch kontrolliert.

  • Wolfgang

    Das Problem läßt sich zumindest abfedern mit Solarenergie auf dem Dach. Wenn in Zukunft die Speicher preiswerter werden, die Tesla ja auch anbietet, dann lohnt es sich erst richtig.