Tesla will gegen den Missbrauch von Superchargern vorgehen, sagt Musk

Teslas Supercharger werden nicht nur von Fahrern missbraucht, die ein Fahrzeug eines anderen Herstellers fahren und gar nicht dort laden können, sondern auch von Tesla-Fahrern selbst. Diese laden ihre Fahrzeuge dort auf, lassen sie aber oftmals auch nach abgeschlossenem Ladevorgang für mehrere Stunden oder gar über Nacht dort stehen, bevor sie wegfahren.

Zwar hat Tesla bereits zu Beginn des Jahres eine Art SMS-Dienst eingeführt, mit dem die Fahrer per Kurznachricht darüber informiert werden, dass sie ihre voreingestellten Ladebedingungen erfüllt haben. Doch reicht offenbar auch ein solcher Hinweis nicht aus, um den Missbrauch der Ladestationen vorzubeugen – ein Kunde aus San Francisco äußerte seinen Frust darüber:

Elon Musk antwortete nur wenige Minuten später auf die Nachricht und gab dem Kunden recht. Supercharger seien nicht als Parkplätze vorgesehen, sondern lediglich zum Aufladen der Fahrzeuge, schrieb er. Musk erklärte, dass Tesla sich um dieses Problem kümmern wird. Wie genau, ließ der CEO jedoch offen. Nun kann spekuliert werden, welche Maßnahmen Tesla treffen wird.

  • McGybrush

    Leute die Ihren Tesla wenn er voll ist nach 2h nicht weg fahren müsste man wieder um 50% entladen bzw für die nächste Ladung (an einem Supercharger) die Ladung auf max 50% Kapazität drosseln.

    Ähnlich dem Verbot beim freihändigen benutzen des Autopiloten.

    • HP Piper

      Genau so wird es passieren! Oder das Fahzeug für 24 Stundden für Supercharger sperren.

      • Will_Elektroauto

        reicht nicht. Besser: wer mehr als 1 Stunde den SC blockiert verliert das kostenlos privilleg für immer. Für den gibts auch nur noch die 400 credits des zukünftigen bezahl-programms.. wer bereits im Bezahlprogramm ist.. na ja, wer sagt denn daß nur kWh Credits kosten, auch minuten können credits kosten, und dies nicht unbedingt linear :-). Dann hört das ganz schnell auf.

        • McGybrush

          Das doch mal ein Ansatz. Ich würde aber 3 Verwarnungen noch Akzeptieren da es wirklich mal Notfälle geben kann. Denn derjenige der es wissentlich immer wieder macht der wird sich schon drum bemühen nicht mal 1 Verwarnung zu bekommen. Der wird sich sogar den Wecker für 90min später stellen selbst wenn er Nachts erst nach 10h Autofahrt angekommen war.

          • Will_Elektroauto

            Meinetwegen auch das. Passieren kann immer mal was. Allerdings: das überhaupt diskutieren zu müssen geht IMO gar nicht. Für besonders renitente, für die Geld keine Rolle spielt, kann das gerne mit der „Zwangswartezeit“ (siehe mein post weiter oben) kombiniert werden.
            Bevor es jetzt einen Aufschrei gibt: Leute die sich an die Bedingungen halten, denen passiert ja nichts. Problem gelöst…

          • Don Barbone

            Eine Sperrung halte ich auch für sinnvoll…das müsste allerdings schon mehr als 1-2 Tage sein..eher 1-3 Monate wenn zB jmd 6std auf einem Ladeparkplatz steht.

            Ist zwar hart..aber wenn ich mal paar Wochen ohne auskommen muss, werd ich es mir das nächste Mal 3Mal überlegen dort zu parken.

  • Elis Fröbom

    Es sollte einfach automatisch nach der Ladung Kosten wie bei einem normalen Parkplatz enstehen! 😉

    • HP Piper

      Das nutzt nichts. Tesla-Piloten juckt das nicht, die leben nicht in Armut.

      • McGybrush

        Das sollte generell bei allen Elektro Ladesäulen so sein. Wer nicht Aktiv ladet und länger als 15min zu Öffnungszeiten da steht muss Parkgebühren zahlen bzw. befindet sich Rechtlich im Parkverbot. Da abschleppen dann nicht geht währe ein Parkkralle angebracht. Man blockiert nicht nur einen „Parkplatz“ der keiner ist sondern verhindert ein Geschäft was zwischen Ladesäulenbetreiber und potentiellen Kunden.

        Traurig ist aber das es mittlerweile die Elektroautobesitzer selbst sind. Wenn die schon zu „ars..chern“ mutieren, dann braucht man von Verbrenner Fahrer auch keine Einsicht erwarten. Denn die können sich ja noch weniger in die Lage rein versetzen.
        Die sägen doch an Ihrem eigenen Ast auf dem sie sitzen. Wenn alle eFahrer so handeln könnten sie selbst ja auch keine frei Ladesäule mehr ansteuern. Wie ignorant muss man denn sein.

      • Elis Fröbom

        Tesla würde es aber zusätzliche Einnahmen bringen, vor allem wenn die Kosten pro Parkzeit exponentiell steigen würden. Eine Kombination mit SuC-Sperre wäre ja auch denkbar.

  • nexus

    Hmm, naja das mit den Kosten juckt ja nun wirklich keinen Tesla Fahrer, der sich ein MS leisten kann.
    Schmerzvoller, äh… ich meine wirkungsvoller wäre da meiner Ansicht nach, wenn man die Leistung (sprich km/h) des Tesla, als Strafe für eine bestimmte Zeit lang limitieren würde, in einem bestimmten Verhältnis der unerlaubten Ladesäulen-Sperrung. 😉

    z.B. wenn du 1 Std. überziehst ohne zu laden, kannst du danach 2 oder 3 Stunden nur noch mit maximal 50km/h fahren!

    Und damit es keine Schlaumeier gibt, die diese Limitierung umgehen können, kann diese Limitierung AUSSCHLIESSLICH (und ohne Bezahl-Option) durch aktives Fahren (dh. abrollen von km und GPS Bewegung) abgebaut werden, und nicht durch abstellen des Autos und warten bis die Sperrung sich aufgehoben hat, während man Musik auf dem Parkplatz hört.

    Ich glaube erst dann wird es so richtig unattraktiv, die Supercharger zu blockieren!

    Was meint ihr dazu?

    • Will_Elektroauto

      Na ja, könnten dann zum Verkehrshindernis werden. Ich würde das eher so machen, daß man das auto zwar vom SC entfernen kann, (und so für weitere Ladewillige freigibt) spätestens nach 50 metern bleibt das Auto aber stehen, und der Fahrer muß die blockierte Zeit 1:1 absitzen. Der AP verhindert, daß vom Parkplatz heruntergefahren werden kann, und das Auto auf dem Highway als Unfallgefahr stehenbleibt. Ja, richitig absitzen. Im Auto sitzend. Sobald das Auto verlassen wird, bleibt die uhr stehen, und beginnt von Neuem (natürlich wieder bei 0:00) wenn wieder jemand auf dem Fahrersitz sitzt. Die Möglichket sich durch Geld freizukaufen existiert nicht…

  • Luganorenz

    Wenn schon denn schon: wer sein Auto nicht wegfahren will, dessen Wagen wird ferngesteuert entriegelt und kann von jedem beliebigen Tesla-Fahrer umgeparkt werden. Ich glaube, dass würde dem Problem aber ganz schnell ein Ende setzen… aber rechtlich nicht machbar.

  • Fritz!

    Eigentlich wäre es das einfachste, das Auto würde selbst (Autopilot ist ja drinne und TEsla kennt die Umgebung eines jeden Superchargers recht genau) wegfahren. Müßte nur noch einer das Kabel rausziehen oder es gibt einen kleinen Mechanismus, daß das Kabel dann „abfällt“ vom Auto.

    Die Frage wäre, was einen (im Moment noch reichen) Tesla-Fahrer ärgern/stören würde. Parkgebühren wären es nicht. Schnelles Abschleppen wäre schon mal was, Sperrung der Supercharger-Nutzung für die 10 fache Zeit des „Parkens“ wäre auch was.

    Mal sehen, was Elon Musk da noch einfällt. Ich denke mal, es wird auf eine Supercharger-Sperre hinauslaufen, da es damit rechtlich keine großen Probleme gibt und die Kiste wird nicht angefaßt (Schäden u.ä.). Wenn es die „Snake-Lade-Rüssel“ gibt, dann sollte der Wagen von selbst Platz machen, in der späteren Zukunft ist die Sache also gelöst.

  • Kyle Seven

    Einfach nach einer Karenzzeit (zB voll geladen plus 15min) wieder entladen :)))

    • Fritz!

      Witzige Idee, aber dann steht er/sie ja noch länger…

      😉

    • PV-Berlin

      Wenn er dann wegfahren möchte, ihn mal nur 5 Gedenkminuten „schenken“! *fg
      Das heilt auf jeden Fall!

  • Skynet

    Man muss ja eine Lösung finden, die sich möglichst für alle Länder rechtssicher anwenden lässt. Der SuC kostet demnächst für neu zugelasene Fahrzeuge wenn das Freikontingent verbraucht ist. Dem entsprechend würde ich genau diese Preise als „Strafgebühr“ für entgangenes Laden anderer Fahrzeuge ansetzen. Wenn man z. B. für eine Stunde mit 50KW laden und 50Cent/KWh ansetzt wären dies 25 Euro die Stunde bei 120 KW schon 60 Euro und dann würde auch der „reiche“ Teslafahrer sich überlegen wie lange er den Platz belegt.

    Außerdem würde ich eine optische Signalisierung als „Bloßstellung“ nach einer Karenzzeit von vielleicht 15 min aktivieren. Indem sich z. B. die Warnblinkanlage anschaltet oder die SuC einen gelbe Rundumleuchte bekommen, die weithin sichtbar ist.

  • Stefan

    Interessant wieviele kreative Ideen hier gepostet werden, aber ist das überhaupt ein Problem bei uns in der DACH Region?
    Ich habe bisher in DE (in A und CH war ich noch nicht mit meinem Tesla) noch nie die Situation gehabt das ich nicht laden konnte. Zweimal habe ich einen Verpenner angetroffen aber es war noch Platz für mich da.
    Selbst in Dänemark habe ich immer laden können auch wenn es dort deutlich voller am SuC war.

    Anders ist meine Erfahrung mit öffentlichen Ladestationen – da habe ich ständig Probleme und würde am liebsten einen Sprengsatz mitnehmen um Platz machen zu können 😉
    Und hier sind es vor allem Carsharing eAutos – die stehen teilweise tagelang an der gleichen Stelle.

  • Walter Tolles

    hab spass am leben und lasst uns elon hochleben .
    wenn tesla nicht wäre würde sich ein scheiss dreck bei den verbrennungsgangstern verändert haben. jetzt werden sie getrieben von elon.
    Leben ist schöner mit tesla. be happy guys
    und übrigens. die autos werden bald selbstständig die Säulen verlassen und Platz machen. Elon hats gestern erzählt. aber sagts noch nicht den trolls denn dann fangen sie an zu weinen.
    Elon er lebe hoch hoch hoch. e-fahrer bleibt nett miteinander . verändert die welt durch euer nettes miteinander.

    • Hex

      Am warscheinlichsten wird sein das eine Parkgebühr erhoben wird die wesentlich teurer als bei Parkhäusern ist. Wenn man 4€ pro Stunde zahlt dann entfernt man entweder sein Auto oder Tesla kann mit den zusätzlichen Einnahmen besser seine Ausgaben decken. Ein Gewinn für jeden.

      • Fritz!

        Die Gebühren könnte Tesla auch exponentiell/quadratisch steigen lassen.

        1,– für 30 Minuten
        2,– für 60 Minuten
        4,– für 90 Minuten
        8,– für 120 Minuten
        16,– für 150 Minuten

        Über die Zeitspanne liese sich mit Sicherheit noch diskutieren, wäre aber in meinen Augen ein guter Ansatz. Und ab einer gewissen Zeit parken eine Sperre für den Supercharger für 1 Monat.

  • Skynet

    Nun jetzt ist es raus. 40 Cent/min schon 5 min nach Ladungsende. Das nenne ich mal sportlich und sollte tatsächlich eine Motivation sein, den SuC nicht ewig zu blockieren.

    https://electrek.co/2016/12/16/tesla-supercharger-idle-fees/