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Aktuell: Anzahlung für mittleren Tesla Roadster jetzt so hoch wie Preis für altes Top-Modell

16. Oktober 2026 | Kommentieren

Screenshot

Bild: Tesla

Mit einer spektakulären Show am Donnerstagabend in Texas hat Tesla den Roadster in erneut aktualisierter Form präsentiert und die von SpaceX beigesteuerte Raketen-Technik darin erklärt. Die Produktion soll laut CEO Elon Musk 2028 beginnen, doch Angaben zum elektrischen Antrieb oder zum Preis des neuen Tesla Roadster gab es bei der heiß erwarteten Veranstaltung nicht. Den zeitgleich aktualisierten Seiten im Internet kann man aber entnehmen, dass auch ein Roadster ohne SpaceX-Extras geplant ist und dass die zwei Versionen damit sehr teuer werden.

Tesla Roadster mit langer Geschichte

Bei der ursprünglichen Vorstellung des neuen Roadster im November 2017 hatte Tesla eine ganze Reihe von Daten einschließlich Preisen genannt: Mit 1,9 Sekunden sollte der Nachfolger des gleichnamigen ersten Elektroautos der Marke schneller auf 60 Meilen pro Stunde beschleunigen als jedes andere Serienauto (was inzwischen vom Rimac Nevera übertroffen wurde). Als Reichweite gab Tesla 620 Meilen an, als Akku-Größe 200 Kilowattstunden. Kosten sollte der Elektro-Renner regulär 200.000 Dollar oder 250.000 Dollar für die Founders Edition.

Einige Monate nach der überraschenden Präsentation vor neun Jahren sagte CEO Musk, dass der gezeigte Roadster nur die Basis-Version gewesen sei, und kündigte ein optionales SpaceX-Paket an. Zehn kleine Raketen-Triebwerke rundum würden Beschleunigung, Bremsen und Kurven-Fahren noch dramatisch verbessern, präzisierte er. Vielleicht würden sie sogar einen fliegenden Tesla ermöglichen. Mit der Aussicht darauf in immer neuen Formulierungen und Andeutungen hielt Musk seitdem das Interesse am Roadster trotz der jahrelangen Verspätungen aufrecht.

Schon Basis-Roadster fährt kopfüber

Dass Tesla zuvor eigentlich nur ein sehr schnelles Elektroauto mit ungewöhnlich großem Akku angekündigt hatte, geriet fast in Vergessenheit. Dass die Raketen-Version mittlerweile im Fokus steht, wurde bei der Show an einem SpaceX-Standort am Donnerstag überdeutlich. Mit ihr zeigte Tesla kurze Flüge samt Drehung in der Luft. Einer der vorgeführten Tricks dürfte aber auch mit der neuen Basis-Version nachzumachen sein: Ein Roadster fuhr einen halben Looping hoch und blieb oben wie angeklebt stehen.

Das wird möglich durch ein System, bei dem große Ventilatoren Luft unter dem Fahrzeug ansaugen. Nach Tesla-Angaben bei der Veranstaltung erzeugt es eine Abtriebskraft von bis zu 2g, die ausreiche, um den Roadster kopfüber fahren zu lassen. Und wie man den aktualisierten Web-Seiten entnehmen kann, ist es bereits für die neue Basis-Version des neuen Roadster vorgesehen. Die hat jetzt nur noch zwei Sitzplätze und wird als „Performance“ bezeichnet. Das multimodale Saugsystem maximiere den Abtrieb für höchste Leistung auf und jenseits von Rennstrecken, heißt es dazu.

SpaceX-Option dürfte teuer werden

Gleichzeitig dürfte der Performance-Roadster die einzige Version bleiben, die man auf öffentlichen Straßen fahren darf – wobei schon das Saugsystem erheblichen Lärm macht, wie man bei der Show hören konnte. Mit den SpaceX-Triebwerken wird das Elektroauto noch viel lauter. Laut der Website gibt es sie für die Roadster-Versionen „Thrust“ und „Rocket“. Die erste hat vier Düsen nur am Heck, was für 60 Meilen pro Stunde in unter einer Sekunde reichen soll. Der Rocket-Roadster hat zehn rundherum und nur noch einen Sitzplatz. „Also ja, er kann fliegen“, schreibt Tesla dazu.

Configurations

– Performance: road ready, seats 2

Active aerodynamics & multi-mode suction system for next-level performance on & off the track

– Thrust: race ready, seats 2

Multi-mode suction system paired w/ rear-mounted cold-gas thrusters that enable 0–60 in <1 second

–… pic.twitter.com/A3OQ3JqP0B

— Tesla (@Tesla) October 16, 2026

Wie Musk bei der Veranstaltung ankündigte, soll der neueste Roadster 2028 in die Produktion gehen – ursprünglich sollte es schon 2020 so weit sein. Zu Preisen sagte er nichts. Auf der Bestellen-Seite sind aber jetzt aber alle drei Versionen einzeln aufgeführt, was Anhaltspunkte gibt. Für den Basis-Roadster will Tesla weiterhin 50.000 Dollar Anzahlung. Damit bleibt die Chance, dass er für die 2017 genannten 200.000 Dollar zu haben sein wird. Mit 620 Meilen pro Akku-Füllung ist aber nicht mehr zu rechnen: In einem X-Beitrag nannte Tesla mehr als 300 Meilen Reichweite, offenbar für alle Roadster-Versionen.

Raketen-Roadster nur mit Einladung

Die mittlere mit den vier SpaceX-Triebwerken am Heck gibt es nach den Web-Angaben nur in einer limitierten Auflage, deren Höhe nicht genannt wird. Die Anzahlung für diesen Thrust-Roadster beträgt aber bereits 250.000 Dollar, was dem vollen Preis für die Founders Series von der Vorstellung 2017 entspricht; insgesamt dürfte er somit viel mehr kosten. Den Tesla Roadster Rocket als das flugfähige Top-Modell aber kann man sich auch mit noch so viel Geld nicht sichern – dazu ist eine Einladung von Tesla erforderlich, steht auf der Seite.

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Tags: Preis, Roadster, SpaceX, Tesla

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