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Exklusive Leseprobe: Tesla-Chef Musk zeigte laut Geldgeber frühe Großenwahn-Anzeichen

13. Februar 2026 | 25 Kommentare

Screenshot

Bild: Tesla (CEO Musk bei Hauptversammlung 2025)

Elon Musk will immer höher hinaus. Mit Tesla und SpaceX wurde er zum mit Abstand reichsten Menschen der Welt, und mit dem anstehenden Börsengang des Weltraum-Unternehmens, das inzwischen seine KI-Gründung xAI geschluckt hat, könnte sein Vermögen den nächsten großen Sprung nach oben machen. All das tut Musk nach eigenen Angaben nicht für sich, sondern um die Zukunft der menschlichen Zivilisation zu sichern. Ungemein ehrgeizig war er jedenfalls schon immer, wie ein Rückblick in die Zeit zeigt, als er noch an seinen ersten Millionen arbeitete. Der folgende Text ist ein Auszug aus „Hybris Maximus“, der neuesten Biografie über Elon Musk. Wir veröffentlichen ihn mit freundlicher Genehmigung des FinanzBuch Verlags.

„Ich habe größere Visionen“

Mitte der 1990er-Jahre war Elon Musk ein junger Start-up-Gründer, der mit einem Studentenvisum illegal in den USA arbeitete, um mit seinem Unternehmen Zip2 ein telefonbuchähnliches Online-Verzeichnis zu realisieren.(1) Eines Tages kam Derek Proudian, Partner bei einem der wichtigsten Investoren des Start-ups, in das Zip2-Büro in der Cambridge Avenue in Palo Alto. Er wollte mit dem frühreifen Gründer des Unternehmens, der die Geldgeber mit seinem hemmungslosen Erfolgsdrang bereits beeindruckt hatte, zum Mittagessen gehen, wie mir Proudian fast 30 Jahre später erzählte.

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Auf dem Fußweg zum Restaurant ging es Proudian vor allem um Aufgaben, die für das Unternehmen anstanden: Es musste Entwickler für seine Skalierung gewinnen, einen CEO suchen und Geld in einer Branche verdienen, die nach seiner Schätzung für 10 Milliarden Dollar Umsatz gut sein konnte.

Musk aber dachte noch größer. »Es wird global sein«, sagte er nach Proudians Erinnerung. Zip2 werde »das größte Unternehmen aller Zeiten« werden.

»Gut, vielleicht wird es das größte Unternehmen aller Zeiten«, sagte Proudian. »Jetzt konzentrieren wir uns aber erstmal auf die Gelben Seiten. Wir kommen bei den kleinen Unternehmen nicht besonders gut in Schwung.«

Musks Kopf war woanders. »Ich habe größere Visionen«, sagte er.

Proudian wollte etwas einwerfen, um das Gespräch in eine andere Richtung zu lenken.

»Nein, Sie verstehen nicht«, unterbrach ihn Musk. »Ich bin die Reinkarnation des Geists von Alexander dem Großen.«
Wie bitte?

Proudian musste ihn zurück auf den Boden holen: »Was ist, wenn Sie nach den Sternen greifen und sie nicht erwischen?«

»Ich habe den Samurai-Spirit«, verkündete Musk. »Ich würde eher Seppuku begehen als scheitern.«

Tesla-Chef wechselt auf Trump-Seite

An jenem Tag sah Musk das Hindernis im begrenzten Denken und im Realismus seines Gesprächspartners. Heute scheint er zu glauben, dass zwischen ihm und seinem ultimativen Ziel die Inkompetenz der US-Regierung steht – ihr Verzicht auf Meritokratie zugunsten von Mittelmäßigkeit.

Der Präsidentschaftswahlkampf 2024 war ein Musk-Wagnis von galaktischen Ausmaßen, vielleicht das einzige, das ihm mehr Verantwortung hätte einbringen können als sein geschäftliches Imperium. Bis zur Wahl war er zu der Überzeugung gelangt, dass es dieser neue Feind war, der seiner Ambition im Weg stand, Menschen zum Mars zu bringen. Dieser Wunsch war die Motivation für seine Wette auf das riesige Vergütungspaket bei Tesla und offensichtlich auch für die Twitter-Übernahme gewesen, mit der er das »Woke-Virus« besiegen wollte, und stellte zugleich den Leitstern für SpaceX dar.(2)

„Wenn wir das langsame Erwürgen durch Überregulierung nicht stoppen, werden wir nie zu einer multiplanetaren Zivilisation“, schrieb Musk im Oktober 2024.(3) „Wenn nichts gegen den Würgegriff der Überregulierung unternommen wird, wird die Menschheit nie den Mars erreichen“, fügte er hinzu.(4)

Als sich der Staub der US-Wahl gelegt hatte, stand Musk auf der Seite der siegreichen Partei und wurde zum »First Buddy« des neu gewählten Präsidenten.(5)

Als ich dieses Nachwort im Dezember 2024 schrieb, schien Musk sich die Macht gesichert zu haben, die er brauchte, um die Bürokraten und drückenden Regulierungsvorschriften herauszufordern, die ihm im Weg stehen. Die Trump-Administration hatte ihn und Vivek Ramaswamy zu Co-Chefs der neuen Kommission Department of Government Efficiency (DOGE) berufen und schien Musk damit die Gelegenheit zu geben, die Regierung umzubauen und gleichzeitig vielleicht seine Ambitionen für autonome Autos in ruhiges Fahrwasser zu bringen. Zwar stand noch nicht fest, welche konkreten Befugnisse Musks Quasi-Behörde haben sollte. Doch nachdem er mit dem Wahlkampffonds America PAC 275 Millionen Dollar ausgegeben hatte, um Trump und anderen Republikanern zum Sieg zu verhelfen, war sein Einfluss auf den neuen Präsidenten offensichtlich.(6)

Einige Tage vor der offiziellen Bekanntgabe seiner neuen Aufgabe hatte Musk die Forderung erhoben, Behörden „unschädlich zu machen“, die ihn und seine Unternehmen untersuchten, darunter die SEC und die FTC.(7) Jetzt hatte er dafür den Segen des mächtigsten Menschen der Welt, der als seine Vision skizzierte, „exzessive Regulierung zu streichen, verschwenderische Ausgaben zu kürzen und Bundesbehörden zu restrukturieren“, und glaubt, ein Mandat für ihre Umsetzung zu haben.(8)

Um Musk kommt man nicht herum

Musks Eintritt in die Politik – und in die Regierungsarbeit – war vorhersagbar. Schon immer nutzte er seinen Reichtum und seinen Einfluss, um überdimensionale Wetten einzugehen, die bedeuteten, dass er wechselweise die volle Kontrolle zu haben oder am Rand der totalen Vernichtung zu stehen schien. Eines aber hat sich nie verändert: Man kommt um ihn nicht herum.

Nachdem er jetzt einen neuen Höhepunkt seiner Macht erreicht hat, ist der Einsatz jedoch viel höher geworden. Musk muss sich nicht mehr damit begnügen, unbekümmert die Gewinne seiner Unternehmen oder den Lebensunterhalt seiner Beschäftigten aufs Spiel zu setzen. Heute kann er sein existenzielles Denken auf die Gesellschaft als Ganzes anwenden und Einfluss auf grundlegende Regeln und Vorschriften nehmen, die sie zusammenhalten – wie zum Beispiel Normen zum Umgang mit Interessenskonflikten. Diese Konventionen und die Ordnung, die sie erreichen sollen, zu schützen, ist sicher nicht das Anliegen von Musk, wie sich diesem Buch entnehmen lässt – vor allem nicht, wenn das Festhalten daran eine Fortsetzung des langsamen Marschs in die Zerstörung der Menschheit bedeutet, der nach seiner Meinung bereits begonnen hat.

Musk und seine Gefolgsleute haben klar gemacht, dass sie für die Verfolgung ihres ultimativen Ziels bereit sind, Amerikanern kurzfristige „Härten“ wie einen Abschwung in der Wirtschaft und an der Börse zuzumuten.(9) DOGE werde ein »kollektives Opfer« erfordern, erklärte einer seiner engsten Verbündeten.(10)

Das lässt nur eine Frage offen – mit welchem Zweck? Wofür soll das kollektive Opfer erbracht werden, wenn nicht für das von Musk ausgegebene Ziel, Menschen auf den Mars zu bringen? Und was hat Musk für die allgemeine Öffentlichkeit getan, um sich die Loyalität von Millionen Menschen zu verdienen, die ihm folgen sollen? Man könnte argumentieren, dass seine geschäftlichen Erfolge einen solchen Vertrauensvorschuss rechtfertigen. Doch damit würde man einer Person, die keine Rechenschaftspflicht gegenüber der Öffentlichkeit hat, ein in jeder Hinsicht enormes Maß an Macht verleihen.

Und was wäre, wenn sein öffentlich genanntes Ziel – das ehrenvolle Vorhaben, die Reichweite des menschlichen Bewusstseins zu vergrößern – nur Tarnung für eine ganz andere Sorge wäre?

Unter Druck in die Politik

Im Vorfeld der Präsidentschaftswahl schien Musk Gefahr zu wittern. Er hatte das Gefühl, dass für ihn alles auf dem Spiel stand. Musk machte kein Geheimnis daraus, was er als den Einsatz betrachtete – sowohl für das Land als auch für ihn persönlich.

„Ich sehe diese Wahl als einen Wendepunkt an, wie eine Gabelung auf der Straße des Schicksals, die unglaublich wichtig ist. Du weißt, dass ich bis zu dieser Wahl nicht politisch aktiv war“, sagte er dem Podcaster Joe Rogan. „Und der Grund dafür, dass ich bei dieser Wahl doch aktiv bin, liegt darin, dass ich glaube, dass wir in diesem Land die Demokratie verlieren werden, wenn nicht Trump gewählt wird. Wir werden das Zwei-Parteien-System verlieren“, sagte Musk. Dazu führte er seine unbelegte Theorie an, die amtierenden Demokraten würden „enorme Zahlen“ von undokumentierten Einwanderern in umkämpfte Bundesstaaten importieren, als Teil einer raffinierten Verschwörung, um auf ewig die Mehrheit für die Wahl des Präsidenten zu behalten.

Doch wie bei all seinem politischen Aktivismus ließ Musk zugleich schelmisch durchblicken, dass es auch um ihn persönlich ging.

„Mann, wenn er verliert, bist du im Arsch“, sagte der Moderator Tucker Carlson in einem Interview im Oktober 2024 mit Blick auf eine mögliche Trump-Niederlage zu Musk.

„Wenn er verliert, bin ich im Arsch“, stimmte Musk zu. „Was glaubst du, wie lang ich ins Gefängnis muss? Ob ich meine Kinder noch sehen werde? Ich weiß es nicht.“(11)

Das sollte unbekümmert klingen, gab aber zugleich einen Hinweis darauf, was Musk für sich selbst befürchtete. Zu dieser Zeit wurden seine Unternehmen – und in manchen Fällen er persönlich – vom Justizministerium, von der SEC, von der FTC, von US-Verkehrsregulierern und von der Federal Communications Commission untersucht, um nur einige zu nennen. Gleichzeitig sorgten die unkonventionellen Methoden der Wähleransprache bei seinem America-Fonds für erste hochgezogene Augenbrauen.(12)

Doch wie er es häufig tat, projizierte Musk diese persönlichen Sorgen auf die gesamte Spezies. Das endlose Labyrinth regulatorischer Interventionen, so legte er nahe, hemme das Potenzial der ganzen Menschheit, indem es bei Vorhaben bremst und stört, die letztlich von existenzieller Bedeutung sind.

Tatsächlich ist »Überleben« nach der Philosophie von Ayn Rand, „der ultimative Wert des Organismus, das ‚endgültige Ziel oder der endgültige Zweck, für den alle weniger bedeutenden Ziele nur Mittel sind‘. Es bildet den Standard für alle seine anderen Werte: ‚Was dem Leben zuträglich ist, ist das Gute, was es bedroht, ist das Böse.’“(13)

Musk macht alten Geldgeber nervös

Als Musk sich vor rund 30 Jahren zu Alexander dem Großen erklärte, schien das ein einmaliger Ausrutscher von einem Gründer zu sein, wie es sie im Silicon Valley häufig gibt. Doch als die Wahl nahte, habe er gedacht: „Oh Scheiße“, erzählte mir Proudian, der als einer der ersten Akteure im Silicon Valley Musks Erfolgshunger, aber auch seine Sturheit erkannt hatte. Jetzt begann er, seine Erfahrungen mit Musk durch eine andere Brille zu betrachten. Merkwürdige Ausbrüche und spontane Äußerungen – die er auf Hochmut oder die Forschheit unangepasster junger Menschen zurückgeführt hatte – bekamen für ihn eine neue Bedeutung.

„Ich hatte gedacht, die Kräfte des Marktes würden Elon kontrollieren“, sagte Proudian. Er habe Musk nicht besonders ernst genommen, „als er ein 23 Jahre alter Entrepreneur und arm wie eine Kirchenmaus war“, fügte er später hinzu.

„Jetzt mache ich mir wirklich Sorgen, denn ich weiß, wie intelligent dieser Mann ist und wie viel Geld er hat, und ich weiß, wie rücksichtslos er ist, und all das spielt sich direkt vor meinen Augen ab.“

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(1) Maria Sacchetti, Faiz Siddiqui und Nick Miroff, „Elon Musk, enemy of ›open borders‹, launched his career working illegally“, Washington Post, 27. Oktober 2024. https://www.washingtonpost.com/business/2024/10/26/elon-musk-immigration-status
(2) @elonmusk, X, 7. November 2024. https://x.com/elonmusk/status/185457631069934832
(3) @elonmusk, X, 19. Oktober 2024. https://x.com/elonmusk/status/1847731937168826582
(4)@elonmusk, X, 19. Oktober 2024. https://x.com/elonmusk/status/1847775059823218967
(5) @elonmusk, X, 11. November 2024. https://x.com/elonmusk/status/1856073530137526564
(6) Julia Ingram, „Elon Musk spends $277 million to back Trump and Republican candidates“, CBS News, 6. Dezember 2024. https://www.cbsnews.com/news/elon-musk-277-million-trump-republican-candidates-donations
(7) @elonmusk, X, 10. November 2024. https://x.com/elonmusk/status/1855810991709475099
(8) @realDonaldTrump, X, 13. November 2024. https://x.com/realDonaldTrump/ status/1856658569124262092
(9) Rob Wile und Lora Kolodny, „Elon Musk asks voters to brace for economic ›hardship‹, deep spending cuts in potential Trump Cabinet role“, CNBC, 30. Oktober 2024. https://www. nbcnews.com/business/economy/economy-if-trump-wins-second-term-could-mean-hardship-for-americans-rcna177807
(10) @jason, X, 22. November 2024. https://x.com/Jason/status/1860016850240680355
(11) Elon Musk, TCN, 7. Oktober 2024. https://www.youtube.com/watch?v=k89aYdZOC_I
(12) Faiz Siddiqui und Rachel Lerman, „Musk has long history of squabbles, investigations with federal agencies“, Washington Post, 15. November 2024. https://www.washingtonpost.com/ business/2024/11/15/elon-musk-trump-government-efficiency-agencies-investigations
(13) „Ayn Rand“, Stanford Encyclopedia of Philosophy, 8. Juni 2010. https://plato.stanford.edu/entries/ayn-rand/#WhatEthiWhyDoWeNeedIt

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