Elon Musk will hoch hinaus – neuerdings auch mit Tesla, denn zusammen mit der Weltraum-Firma SpaceX soll der Elektroauto-Hersteller nach Angaben des doppelten CEO reichlich KI-Rechenleistung auf Satelliten im Weltraum installieren. Nachdem zunächst von Raketen-Starts dafür ab 2028 die Rede war, bekräftigte Musk jetzt, dass das Starmind-Projekt sogar schon im vierten Quartal 2027 konkret werden soll. Langfristig wollen Tesla und SpaceX die KI-Chips dafür selbst produzieren, erst einmal aber kommt Technik von Nvidia zum Einsatz.
SpaceX und Tesla wollen ins All
Schon bei der Quartalskonferenz von SpaceX Anfang August (der ersten seit dem Rekord-Börsengang) hatte Musk zum einen wissen lassen, dass die ersten Starts von Starmind-Satelliten auf 2027 vorgezogen seien. Zum anderen informierte er laut einem Bericht von Engadget, dass die KI-Chips dafür zunächst von Nvidia kommen sollen. Auf längere Sicht soll dazu nach früheren Angaben die gemeinsame Terafab von Tesla und SpaceX dienen, die sich aber noch in einem sehr frühen Stadium befindet.
An diesem Montag dann teilte Nvidia mit, dass SpaceX CPUs des Typs Vera nutzen wolle, die speziell für KI-Agenten entwickelt worden seien. Das gelte sowohl für Installation auf der Erde als auch für KI-Rechenleistung in einer Erdumlaufbahn: Die erste Generation des Starmind-Satelliten von SpaceX (Tesla wird in der Meldung nicht genannt) werde auf einer optimierten Version des Systems Nvidia Vera Rubin NVL72 basieren. Beide Unternehmen würden daran arbeiten, diese Grundlage auf die Anforderungen von Computing im All anzupassen.
Musk: KI-Satelliten ab Ende 2027
Nach Angaben von Tesla- und SpaceX-Chef Musk scheint diese Zusammenarbeit bereits weit gekommen zu sein. Denn auf X schrieb er zu der Nvidia-Mitteilung im Perfekt, SpaceX und Nvidia hätten als Partner ein für den Weltraum optimiertes NVL72-System entwickelt. Es sei für Starts in die Umlaufbahn ab Q4 2027 vorgesehen. Eine signifikante Skalierung von Starmind soll dann im Jahr 2028 stattfinden.
SpaceX, in partnership with Nvidia, has designed a space-optimized Vera Rubin NVL72 system for launch to orbit in Q4 next year, with significant scale in 2028 https://t.co/qdDq8YBkzl
— Elon Musk (@elonmusk) August 24, 2026
Im Terafab-Bereich ihrer Webseite listet Musks Weltraum-Firma auf, welche Kompetenzen sie selbst beisteuert und welche Erfahrungen von Tesla nützlich für das Projekt sein sollen. Für nach Schätzungen mindestens dreistellige Milliarden-Investitionen in Texas soll die Fabrik pro Jahr KI-Chips mit 1 Terawatt Rechenleistung produzieren, viel mehr als heute alle anderen Hersteller einschließlich Nvidia zusammen. Um sie zu versorgen, wird reichlich Strom gebraucht. Dafür will Tesla laut Musk 100 Gigawatt eigene Photovoltaik-Produktion aufbauen.
Tesla kommt auf SpaceX-Seite kurz
Auch das Starmind-Projekt hat einen eigenen Bereich bei SpaceX. Doch während bei der Terafab ein gemeinsamer Chip namens D3 erwähnt wird, der für KI im All gedacht sei, kommt Tesla auf dieser Seite nur kurz in Zusammenhang mit der geplanten Chip-Fabrik vor. Zu den Solar-Modulen, die Strom für die Satelliten-Rechenzentren liefern sollen, heißt es explizit, dabei handele es sich um Technologie, die von SpaceX am Standort Batrop in Texas hergestellt werde.
