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Tesla-Woche 37/26: Supercharger billiger, Euro-Semi ab 2027, FSD passt auf, Cybercab-Kosten

tesla semi europa trailer

Bild: Tesla (Semi-Version für Europa)

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Im Vorfeld der Messe IAA Transportation hat Tesla verraten, dass der Semi ab 2027 in Europa ausgeliefert werden soll und technische Daten für den E-Sattelschlepper bestätigt. Kurz vorher wurden die Preise für Supercharging in Deutschland gesenkt, an einem Standort auf nachts 20 Cent pro Kilowattstunde. Das überwachte Assistenz-System FSD soll unterdessen selbst zum Aufpasser werden, und Tesla-CEO Elon Musk betonte, dass der rein autonome Zweisitzer Cybercab konsequent auf Effizienz getrimmt ist.

Tesla Semi an 2027 in Europa

Mitte August kam zunächst die Information, dass Tesla seinen Semi für Europa bei der IAA Transportation präsentieren will, die am Dienstag in Hannover beginnt. Bei der Messe in Hannover war er schon vor zwei Jahren zu sehen gewesen, zusammen mit einer Keynote des Programm-Leiters, der ohne Zeitangabe einen Tesla Semi für Europa in Aussicht stellte. Inzwischen hat die Serien-Produktion in Nevada begonnen, und die US-Auslieferungen dürften mit einer Semi-Veranstaltung am 24. September starten.

Statt auf den Beginn der Messe zu warten, verkündete Tesla auf X dann schon am Freitag, dass der Semi ab 2027 auch zu Kunden in Europa komme. Die Daten dazu entsprechen dem, was seit kurzem auf einigen Länder-Seiten zu sehen war: Allem Anschein nach bringt Tesla zunächst nur eine Standard-Version des Semi nach Europa, während er in den USA auch als „Long Range“ angeboten wird. Die EU-Reichweite mit der kleineren Batterie beträgt geschätzte 550 Kilometer, das Gewicht 9,1 Tonnen, was bei 40 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht eine hohe Zuladung ermöglicht.

Tesla senkt deutsche Supercharger-Preise

In einer Semi-Mitteilung erwähnte Tesla auch, dass für den Sattelschlepper ein Netz von „ultra-schnellen Ladestationen“ geplant ist, die Nachladen von 60 Prozent der Akku-Kapazität innerhalb von 30 Minuten ermöglichen sollen, mit so genannten Megachargern. Ähnlich unterstützt das Unternehmen mit seinen Superchargern die Verbreitung von elektrischen Pkw. Dieses Netz wurde zuerst in Europa und dann in den USA inzwischen auch für fremde Elektroautos geöffnet. Und das Laden an seinen deutschen Stationen hat Tesla jetzt zum Teil deutlich billiger gemacht.

Wie viel eine Kilowattstunde Strom am Supercharger kostet, lässt sich nicht allgemein angeben, denn bei Tesla variieren die Preise nicht nur abhängig von Land und Region, sondern auch innerhalb von Städten, und an manchen Stationen gibt es nicht nur Haupt- und Nebenzeiten, sondern noch feinere Unterteilungen. Tendenziell gilt Supercharger-Strom aber als günstig im Vergleich zu anderen Anbietern, was seit der Senkung am Freitag umso mehr der Fall sein dürfte.

Eine Übersicht über Supercharger-Preise in Europa ermöglicht die Website suc-tracker, die ein deutscher Tesla-Fahrer ins Leben gerufen hat; am Samstag war der neue Stand dort bereits berücksichtigt. Demnach dürfte Strom von Tesla nirgendwo in Deutschland so wenig kosten wie in Magdeburg-Rothensee zwischen 23 Uhr und 9 Uhr: 20 Cent pro Kilowattstunde. Zur billigsten Zeit für weniger als 30 Cent gibt es die Kilowattstunde an überschlägig fast 100 weiteren deutschen Supercharger-Standorten, tagsüber liegt der Preis jetzt bei den meisten unter 40 Cent.

FSD Supervised wird selbst Aufpasser

Die Tesla-Stationen können auch mit fremden Elektroautos genutzt werden; mit einem Abo für 11,99 Euro pro Monat sind die Preise die gleichen wie für die Hausmarke, ohne etwa 25 Prozent höher. Exklusiv bei Tesla dagegen gibt es das Assistenz-System FSD Supervised, das als eine Vorstufe von autonomem Fahren selbstständig von Start bis Ziel navigiert, dabei aber von der Person am Steuer überwacht werden muss. In der ganzen EU ist es noch nicht zugelassen, doch nach Tesla-Angaben könnte sich das bei einer Abstimmung Ende Oktober ändern. Und in den USA soll die neueste FSD-Version eine Art Rollentausch bei der Überwachung bringen.

Darüber informierte Tesla Anfang September auf X, bevor jetzt erste US-Kunden FSD 14.3.9 mit der Funktion „automatic collision evasion“ erhielten. Nach den Angaben dazu greift die Software ein, wenn sie eigentlich deaktiviert ist, eine Frontal-Kollision unmittelbar bevorsteht und die bloße Notbrems-Funktion zur Verhinderung nicht ausreichen würde. Statt sich vom Fahrer überwachen zu lassen, übernimmt FSD also die Rolle des Hintergrund-Aufpassers über den Menschen. Verfügbar ist das neue Sicherheitsfeature vorerst nur für Kunden mit bezahlter FSD-Option.

Tesla Cybercab mit Rekord-Effizienz

Beim Cybercab stellt sich die Frage, wer die Kontrolle hat oder eingreift, erst gar nicht, denn es ist auf rein autonomen Betrieb als Robotaxi ausgelegt. Sowohl die Computer-Hardware als auch die Software für sein FSD sind moderner als bei Kunden-Fahrzeugen, wie vor kurzem bei einem von Tesla groß zelebrierten Auftakt-Event in Austin deutlich wurde. Einer der Gäste fasste die Cybercab-Daten jetzt auf X zusammen und lobte Effizienz-Rekorde. Darauf reagierte CEO Musk mit dem Hinweis auf eine Tatsache, die weithin übersehen werde.

Nur sehr wenige würden verstehen, wie sehr das Cybercab auf niedrigste (Gesamt-)Kosten pro Meile optimiert sei, schrieb der Tesla-Chef. Das ließ er vorerst für sich stehen, aber kurz zuvor hatte der Robotaxi-Account auf X einen Teil davon gezeigt: die als „unboxed“ bezeichnete Produktion, die eine Revolution sein soll. Das Cybercab wird nicht mehr nach und nach am Fließband gebaut, sondern blockweise und erst ganz am Schluss zusammengesetzt. Außerdem verzichtet Tesla auf praktisch alles einschließlich Heckfenster und Rückspiegeln (und natürlich Lenkrad und Pedale).

Zusammen mit den kompakten Maßen und der aerodynamischen Form soll das zweisitzige Cybercab das effizienteste Elektroauto sein, das je in Serie produziert wurde. Das verspricht neben der laut Tesla billigeren und schnelleren Produktion niedrigere Energie-Kosten. Bei der ersten Cybercab-Erwähnung im Oktober 2024 hatte Musk von rund 20 Cent Betriebskosten pro Meile und von Kunden-Kosten von 30-40 Cent einschließlich „Steuern und allem anderen“ gesprochen. Als Kosten (also nicht unbedingt Preis) für gekaufte Cybercabs nannte er damals unter 30.000 Dollar.

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