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Aktuell: Erste Tesla-Robotaxis in Austin ohne FSD-Aufsicht an Bord – aber mit Begleit-Auto

23. Januar 2026 | 5 Kommentare

Screenshot

Bild: Tesla

Für 2026 hat sich Tesla viel vorgenommen – unter anderem die Abschaffung der Beifahrer in seinen als Robotaxis eingesetzten Model Y in der Stadt Austin, die eigentlich schon für Ende 2025 angekündigt war. Drei Wochen nach Beginn des neuen Jahres geht es damit jetzt aber tatsächlich los: Am Donnerstagabend deutscher Zeit meldete ein früherer Tesla-Mitarbeiter, in einem Robotaxi ohne menschlichen Aufpasser unterwegs zu sein. KI-Chef Ashok Elluswamy bestätigte, dass solche Fahrten jetzt öffentlich angeboten werden. Aktualisierung: Allerdings zeigte sich rasch, dass die Robotaxis offenbar weiterhin beaufsichtigt werden, jetzt aus einem nachfolgenden Fahrzeug (s. ganz unten).

Tesla-Robotaxi ohne Aufpasser

Den als Robotaxi bezeichneten Dienst in Austin hatte Tesla im Juni 2025 gestartet. Zunächst war er nur für Mitarbeiter und eingeladene Gäste nutzbar, später wurde er öffentlich freigegeben und das abgedeckte Gebiet mehrmals erweitert, aber die Zahl der eingesetzten Model Y stieg nicht so schnell wie von CEO Musk angekündigt. Im Oktober 2025 wollte er die Robotaxi-Flotte in Austin bis Jahresende auf 500 Fahrzeuge vervielfachen, doch bislang stehen laut einem Tracker dort erst 51 Model Y für Fahrgäste zur Verfügung.

Gesteuert werden sie von dem System Full Self-Driving (FSD), laut Musk in einer Version ähnlich derjenigen, die auch zahlende Tesla-Kunden in Nordamerika nutzen können. Eine weitere Gemeinsamkeit war, dass FSD in beiden Fällen überwacht werden muss, wobei das in Austin vom Beifahrer-Sitz aus geschah. Im Dezember 2025 aber wurden dort Model Y ganz ohne Menschen an Bord gesichtet, und der Tesla-Chef bestätigte, dass Tests ohne Insassen begonnen hätten.

Robotaxi rides without any safety monitors are now publicly available in Austin.

Starting with a few unsupervised vehicles mixed in with the broader robotaxi fleet with safety monitors, and the ratio will increase over time. https://t.co/ShMpZjefwB

— Ashok Elluswamy (@aelluswamy) January 22, 2026

Dann wurde es wieder ruhig um die Tesla-Robotaxis im engeren Sinn, weshalb die Nachricht am Donnerstagabend überraschend kam – die Aktie reagierte darauf mit einem Sprung um etwa 2 Prozent innerhalb weniger Minuten. Die wahrscheinlich erste Fahrt eines externen Kunden in einem Model Y ohne FSD-Aufsicht an Bord meldete das X-Mitglied @Tsla99T, nach eigenen Angaben ein früherer KI-Mitarbeiter bei Tesla. Sein Ex-Chef Elluswamy bestätigte dann, dass der Robotaxi-Dienst jetzt in dieser Form öffentlich angeboten wird.

Musk kündigt weite Verbreitung an

Dabei geht Tesla allerdings weiterhin schrittweise vor. Für den Anfang mische man nur ein paar unüberwachte Fahrzeuge in die ansonsten weiter beaufsichtigte Robotaxi-Flotte, erklärte Elluswamy. Erst im Lauf der Zeit werde man deren Anteil erhöhen. Auch CEO Musk reagierte auf den X-Beitrag zur ersten Fahrt eines externen Kunden in einem Model Y ohne FSD-Aufsicht mit der Bestätigung, dass dies jetzt begonnen habe. Bei der Gelegenheit warb er außerdem um neue KI-Mitarbeiter.

Ein ähnliches Angebot wie in Austin hat Tesla seit Juli 2025 auch in der kalifornischen Bay Area. Dort sitzt der FSD-Aufpasser allerdings auf dem Fahrersitz, und der Dienst wird, wohl aus regulatorischen Gründen, nicht als Robotaxi bezeichnet, sondern als „Ride-Hailing“ wie bei Uber. Trotzdem sagte CEO Musk laut MarketWatch am Donnerstag beim Weltwirtschaftsforum in Davos, Tesla habe Robotaxi-Dienste bereits „in einigen Städten“ eingeführt. Bis Ende des Jahres sollen sie in den USA „sehr, sehr weit verbreitet“ sein.

Update: FSD-Aufsicht aus 2. Tesla?

Ganz allein lässt Tesla seine Robotaxis offenbar doch noch nicht fahren. Eine weitere Fahrt durch Austin in einem ansonsten leeren Model Y zeigte kurz nach der ersten Veröffentlichung @JoeTegtmeyer, bekannt für seine regelmäßigen Videos über die dortige Tesla-Fabrik. In seinem Robotaxi-Beitrag ist zu sehen, dass seinem roten Tesla-Taxi ein weiteres Model Y folgt, wie Tegtmeyer selbst erwähnt. Bei manchen Beobachtern entstand so der Eindruck, dass die FSD-Aufsicht noch nicht abgeschafft, sondern nur vom Beifahrersitz in das nachfolgende Fahrzeug verlagert wurde.

Dazu würde passen, dass Musk in seiner Bestätigung explizit schrieb, Tesla habe mit Robotaxi-Fahrten ohne Sicherheitsbeobachter „im Auto“ begonnen. Sein KI-Chef Elluswamy dagegen hatte von Fahrten „ohne jegliche Sicherheitsbeobachter“ berichtet, und in einem Beitrag des Tesla-Accounts auf X war von „vollkommen unüberwachten Robotaxis“ in Austin die Rede. Eine Aufklärung zu diesem möglichen Widerspruch von offizieller Seite gab es zunächst nicht.

Passend dazu

  • Screenshot Größte Tesla-Momente 2025 (2/3): Robotaxi-Dienst in Austin startet, FSD-Aufsicht fällt weg
  • Screenshot Tesla-Woche 52/25: FSD-Dienst für Eifel, Musk mit neuer Mission, Tür-Verfahren, Q4-Vorschau

Tags: Autonomes Fahren, FSD, Robotaxi, Tesla

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