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Aktuell: Tesla-Chef Musk dementiert Bericht über mögliche Abspaltung von China-Geschäft

31. Juli 2026 | Kommentieren

tesla model-y juniper produktion start china

Bild: Tesla (Produktion von Model Y in China)

Die starke Präsenz in China mit seiner gut entwickelten Elektroauto-Lieferkette ist für Tesla auf der einen Seite ein Vorteil – die Fabrik in dem Land liefert etwa jedes zweite weltweit verkaufte Elektroauto der Marke. Allerdings bedeutet sie auch Anfälligkeit für geopolitische Spannungen. Zusätzlich könnte die China-Präsenz einer Fusion mit SpaceX im Weg stehen, die CEO Elon Musk nach Überzeugung vieler Beobachter anstrebt. Vor diesem Hintergrund hieß es jetzt, Tesla bereite eine Separierung seines China-Geschäfts vor. Musk dementierte postwendend.

Tesla China als neue Einheit?

Schon wegen der geopolitischen Risiken habe der CEO Führungskräfte angewiesen, die Aktivitäten von Tesla in China streng von denen in den USA getrennt zu halten, berichtete am Freitag das Wall Street Journal (WSJ) unter Berufung auf informierte Personen. Damit habe Musk sicherstellen wollen, dass zumindest das US-Geschäft erhalten bleiben kann, falls die Spannungen zwischen den beiden Ländern eskalieren. Als einzigem westlichem Auto-Hersteller wurde Tesla erlaubt, seine chinesische Fabrik ohne lokalen Partner zu betreiben.

Jetzt aber ist Musk laut dem Bericht einen Schritt weiter gegangen. Tesla-Führungskräfte hätten den Auftrag erhalten, eine komplette Trennung von dem China-Geschäft vorzubereiten. Denn nach dem Börsengang der von ihm gegründeten Weltraum-Firma SpaceX wird intensiv über eine baldige Fusion der beiden Unternehmen spekuliert, die auch Musk selbst zumindest nicht ausschließt. SpaceX aber ist ein wichtiger Auftragnehmer der US-Regierung. Laut dem Bericht würde eine Fusion mit Tesla deshalb auf hohe regulatorische Hürden stoßen.

Fusion Tesla-SpaceX als Auslöser

Als Optionen, um sie aus dem Weg zu räumen, haben die Berater laut WSJ unterschiedliche Optionen geprüft. In Frage komme ein Spin-Off des China-Geschäfts von Tesla (also die Auslagerung in ein eigenes Unternehmen), sein Verkauf oder auch seine Schließung. Wie lange ein solcher Prozess dauern könne, sei offen, und es sei auch möglich, dass sich die Pläne noch ändern, heißt es in dem Bericht weiter.

Die Angaben darin klingen plausibel – von geopolitischen und regulatorischen Hemmnissen dürfte sich Musk nicht davon abhalten lassen, Tesla und SpaceX zu einem noch mächtigeren Unternehmen zu vereinen. Zudem hätte er praktisch die volle Kontrolle über das Gebilde, denn bei SpaceX sicherte er sich trotz Börsengang dauerhaft eine klare Mehrheit der Stimmen. Bei Tesla hält Musk etwa 20 Prozent der Aktien und damit Stimmrechte und kann mit Bonus-Meilensteinen weitere verdienen. Insgesamt dürfte das für eine Kontroll-Mehrheit nach einer Fusion reichen.

Musk dementiert, Anhänger zweifeln

Schon kurz nach der Veröffentlichung des Bericht erklärte Musk auf X, dabei handele es sich um „fake news“. Etwa eine Stunde später wurde er etwas ausführlicher: Niemals sei dies auch nur diskutiert worden, schrieb der Tesla- und SpaceX-Chef. Trotzdem befanden auch manche ihm nahestehenden Beobachter, dass mit dem China-Geschäft etwas passieren müsse, wenn Musk tatsächlich eine Fusion angehen wolle.

This has never even come up in a discussion ever.

Absurdly fake news.

People should assume news is fake until proven otherwise.

— Elon Musk (@elonmusk) July 31, 2026

Zudem hat er in der Vergangenheit manchmal Berichte dementiert, die sich im Nachhinein als korrekt erwiesen. So meldete die Agentur Reuters im April 2024, Tesla habe die Arbeit an einem 25.000-Dollar-Elektroauto eingestellt, um sich stattdessen ganz auf autonome Robotaxis zu konzentrieren. Das bezeichnete Musk als erneut gelogen, aber tatsächlich kamen dann statt des lange angekündigten neuen Tesla zu einem niedrigeren Preis nur abgespeckte Versionen von Model 3 und Model Y auf den Markt.

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Tags: Aktie, China, SpaceX, Tesla

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