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Aktuell: Tesla erhöht mit Freigabe von FSD-Daten vor EU-Abstimmung Druck auf Behörden

tesla fsd supervised tests deutschland karte

Bild: Tesla (Tests von überwachtem FSD in Deutschland)

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Fünf kleinere Mitgliedsstaaten der Europäischen Union haben sich bereits entschieden, eine Ausnahme-Genehmigung für die Nutzung der Tesla-Assistenz FSD Supervised auf ihren Straßen zu erteilen, die übrigen zeigen sich eher zögerlich. Am 6. Oktober werden sie sich wohl festlegen müssen, denn dann findet laut einer aktuellen Mitteilung von Tesla die Abstimmung über eine EU-weite Zulassung des Systems statt. Zusätzlich machte das Unternehmen Analysen zu überwachtem FSD öffentlich, die nach seinen Angaben zuvor allen EU-Mitgliedern vorgelegt wurden.

Tesla-Daten zu FSD-Sicherheit

Schon seit Jahren veröffentlicht Tesla quartalsweise Daten zur Unfall-Häufigkeit bei Fahrten mit und ohne Unterstützung durch sein Autopilot-System. Daraus wurde inzwischen eine Seite mit Statistiken speziell zu FSD (Supervised). Wo dieses Assistenz-System bereits genutzt werden darf, übernimmt es das Fahren von Start bis Ziel. Laut Tesla kommt es dabei siebenmal seltener zu Kollisionen als bei rein manueller Steuerung.

Während in den USA mit solchen Daten nur Kunden überzeugt werden müssen, braucht Tesla in der EU eine spezielle Zulassung, weil überwachtes FSD von den allgemeinen Regeln für Assistenz-Systeme abweicht. Wie die Veröffentlichung von Montag zeigt, wurden für die Beantragung der Ausnahme viele Daten aus den USA herangezogen und relativ wenige lokale. Laut einer X-Nachricht dazu bildeten sie ein „Schlüssel-Element“ der Belege, die der niederländischen Behörde RDW vorgelegt wurden, bevor sie im April als erste in der EU überwachtes Tesla-FSD erlaubte.

FSD-Dokument mit vielen US-Daten

Wenig später gingen die gleichen Daten nach den Tesla-Angaben von Montag an alle anderen EU-Mitglieder. Dänemark, Belgien, Estland und Litauen haben sich der Entscheidung der Niederlande seitdem angeschlossen. Für Deutschland dagegen machte ein Staatssekretär auf Nachfrage klar, dass es dort keine vorzeitige FSD-Genehmigung geben wird. Ein Vertreter Frankreichs äußerte sich ähnlich.

Mit einer Abstimmung über die Zulassung von FSD Supervised auf EU-Ebene im Oktober wurde teils schon gerechnet, jetzt scheint Tesla sie bestätigt zu haben – und mit der Veröffentlichung der Daten zu versuchen, weiteren Druck auf die zuständigen Behörden aufzubauen. Das als „FSD (Supervised) Dashboard“ bezeichnete Dokument enthält eine Vielzahl von Daten und Analysen zu Unfällen mit dieser Unterstützung und ohne sie. Die meisten Vergleiche beziehen sich auf US-Daten bis einschließlich 2025.

Neue Tesla-Infos zu Einsatz in EU

Zu Europa heißt es in dem Dashboard (also mit Stand vor April 2026), dort habe überwachtes FSD rund 1,6 Millionen Kilometer mit null selbst verschuldeten Kollisionen zurückgelegt. Damit habe das System seine Fähigkeit demonstriert, „bei europäischen Bedingungen unter strengen Sicherheitsstandards sicher zu operieren“. Im eigenen Test-Programm seien gezielt die größten und bevölkerungsreichsten Länder der EU mit erheblichen Anteilen berücksichtigt worden (s. oben die Karte für Deutschland über rund 312.000 km).

Der X-Beitrag mit dem Hinweis auf das Tesla-Dokument enthält zudem neuere Informationen aus Europa: In den 5 EU-Ländern mit Zulassung werde FSD Supervised derzeit täglich von 70.000 Kunden über mehr als 1 Million Kilometer genutzt, heißt es darin. Die Unfall-Wahrscheinlichkeit bei Nutzung des Systems sei 4,1-mal niedriger als bei manuellem Fahren, habe sich über insgesamt 100 Millionen Kilometer auf Straßen in der EU gezeigt. Wo es erlaubt sei, rette FSD schon heute Leben, werde im Großteil Europas aber noch von Bürokratie blockiert.

Kritik an Tesla-Vergleichen in USA

Ähnliche Vergleiche für die USA wurden von manchen Experten als irreführend bezeichnet, weil die Definitionen für Unfälle nicht identisch sind; zudem basieren sie auf von außen nicht überprüfbaren Angaben zum Geschehen in der Tesla-Flotte. Anfang Oktober dürfte sich zeigen, ob eine qualifizierte Mehrheit der EU-Vertreter die Argumente überzeugend findet. Von manchen Behörden soll Tesla laut einem Reuters-Bericht zuvor verlangt haben, bestimmte Dokumente zur FSD-Beantragung keinesfalls zu veröffentlichen.

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