Bild: Tesla (Megapack-Installation in Australien)
Nach Angaben im jüngsten Quartalsbericht hat Tesla inzwischen 40 Gigawattstunden jährliche Kapazität für eigene 4680-Batteren in Betrieb und ist dabei, Anlagen für weitere 7 Gigawattstunden an LFP-Batterien hochzufahren. Die meisten Speicher für seine Elektroautos und stationären Akkus aber werden zugeliefert – und bald noch deutlich mehr: Wie die US-Regierung am Dienstag bestätigte, hat Tesla bei LG Energy LFP-Batterien im Wert von 4,3 Milliarden Dollar ab 2027 bestellt.
LFP-Batterien aus USA für Tesla
Diese Information kam als Teil einer langen Mitteilung zu Ergebnissen eines Energie-Gipfels von US-Vertreten mit 17 Ländern aus dem Raum Indopazifik. Darin ist vom Bau einer Produktionsanlage für LFP-Batterien im Volumen von 4,3 Milliarden Dollar als Erweiterung der Partnerschaft zwischen Tesla und LG Energy die Rede. Die Produktion in Lansing im Bundesstaat Michigan solle im Jahr 2027 beginnen.
Das könnte man so verstehen, als würde Tesla wie in der alten Batterie-Partnerschaft mit Panasonic die Fabrik in Lansing mitbauen und -betreiben. In diesem Fall scheint es jedoch um eine reine Lieferbeziehung zu gehen. Laut einem Bericht von Bloomberg bestätigte LG Energy nach der US-Veröffentlichung, für Tesla an dem Standort Batterien im Wert von 4,3 Milliarden Dollar zu produzieren. Dieses Volumen hatte das südkoreanische Unternehmen schon im vergangenen Juli genannt, aber nicht den Kunden verraten.
Genug für tausende Megapacks
Ebenfalls war zuvor nicht klar gewesen, ob die LFP-Batterien für Elektroautos oder für stationäre Speicher vorgesehen waren, doch auch diese Information lässt sich der US-Mitteilung entnehmen – sie sollen für den Tesla-Großspeicher Megapack 3 verwendet werden. Damit hat der LG-Standort in Lansing eine doppelte Transformation vor sich: Bis Mai 2025 war er laut Electrek ein Joint-Venture mit General Motors, das Batterien für Elektroautos des Konzerns bauen sollte.
Nach den Angaben von Juli 2025 sollte die Belieferung des damals ungenannten neuen Kunden im August 2027 beginnen und zunächst bis Juli 2030 anhalten Als finanzielles Volumen über diese drei Jahre wurden die jetzt wiederholten 4,3 Milliarden Dollar genannt. Geht man der Einfachheit halber von (wahrscheinlich zu hohen) 100 Dollar pro Kilowattstunde und 1,4 Milliarden Dollar pro Jahr aus, würde das jährlich rund 14 Gigawattstunden an LFP-Batterien für Tesla bedeuten, genug für gut 4000 Megapacks.
25% Zoll auf Batterien aus China
Während die Elektroauto-Verkäufe bei Tesla seit zwei Jahren sinken, gab es bei den Speicher-Installationen rapides Wachstum auf zuletzt knapp 47 Gigawattstunden. Den Großteil davon machte der Industrie-Speicher Megapack aus. Darin verwendet Tesla LFP-Batterien, die sich als kostengünstig und robust zunehmend auch bei Elektroautos bewähren. Bislang kommen sie fast immer aus China, was laut China Briefing aktuell Zölle von 25 Prozent beim Import in die USA bedeutet.

