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Aktuell: Tesla bringt Sprachmodell Grok aus Musk-Firma xAI auf Elektroautos in Europa

tesla model-3 highland cockpit

Bild: Tesla (Symbolfoto)

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Auf die Software FSD für automatisiertes Fahren müssen Tesla-Kunden in Europa noch warten, weil es an der dafür erforderlichen Zulassung fehlt, aber immerhin können sie jetzt ein anderes Stück künstliche Intelligenz aus dem Umfeld von CEO Elon Musk nutzen: Neuere Elektroautos bekommen ein Update, um darauf das von xAI entwickelte Sprachmodell Grok zu aktivieren. Fahrzeug-Funktionen lassen sich damit noch nicht steuern, aber es macht zum Beispiel die Eingabe von komplexen Navigationswünschen möglich.

Grok nur für Teslas mit AMD

Das teilte der Tesla-Account für die Region EMEA am Montag auf X mit und wurde bald darauf von ersten Nutzern bestätigt, bei denen die dafür benötigte Version 2026.2.6 der Fahrzeug-Firmware bereits eingetroffen ist. Die Hinweise dazu enthalten Beispiele für die mittels der Grok-KI erweiterten Vorgaben zur Navigation. So könne man sich zum besten Thai-Restaurant in der Nähe oder zu Superchargern mit Cafe in Gehweite leiten oder eine „romantische Besichtigungstour“ planen lassen.

Nach Angaben in der X-Nachricht gilt das vorerst nur für neun Länder in Europa, weitere sollen folgen. Voraussetzung ist außerdem, dass der eigene Tesla mit dem Infotainment-Computer mit AMD-Prozessor ausgestattet ist, dessen Einführung Ende 2021 begann. Bestätigte Pläne für die Einführung auch in Elektroautos mit der vorherigen Intel-Hardware gibt es laut einer Antwort von Grok selbst auf X derzeit nicht.

KI-Firma jetzt Teil von SpaceX

Auch die Verwendung des KI-Modells für die Steuerung von Fahrzeug-Funktionen ist aktuell noch nicht möglich. Außer für erweiterte Navigation lässt sich Grok im Tesla damit vorerst nur nutzen wie auf normalen Computern oder Smartphones: Man kann Fragen stellen und bekommt Antworten auf der Grundlage von „Echtzeit-Informationen“, wie es auf X hieß. Dafür stehen unterschiedliche virtuelle Persönlichkeiten zur Verfügung, unter anderem ein Streithansel. Zum Navigieren über Grok muss man sich für „Assistent“ entscheiden.

https://twitter.com/Schlatti2/status/2023314826903343584

In den USA hatte Tesla Grok schon im vergangenen Sommer auf Elektroautos mit der AMD-Hardware geschickt, zunächst ohne die Navigationshilfe, die in Europa jetzt von Anfang an dabei ist. Entwickelt wurde das Modell in Musks KI-Firma xAI, die sein Sozialmedium X übernommen hat und ihrerseits vor kurzem von seinem Weltraum-Unternehmen SpaceX geschluckt wurde. Auch eine Übernahme durch Tesla hatte zuvor im Raum gestanden, und laut Berichten wäre eine Fusion des Elektroauto-Herstellers mit SpaceX möglich.

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