Tesla hat im vierten Quartal des Jahres 2025 mehr Gewinn pro Aktie und Umsatz gemacht als erwartet, Das geht aus dem am Mittwochabend veröffentlichten Quartalsbericht hervor. Demnach lag der bereinigte Gewinn pro Tesla-Aktie in Q4 2025 bei 0,50 Dollar, der Umsatz bei 24,9 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Durchschnitt 0,44 Dollar Gewinn pro Aktie und 24,5 Milliarden Dollar Umsatz erwartet. Außerdem teilte Tesla mit, in diesem Jahr sechs neue Produktionslinien unter anderem für Roboter in Betrieb nehmen zu wollen – und 2 Milliarden Dollar in die KI-Firma xAI seines CEO zu investieren.
Infos zu neuen Tesla-Produkten
Im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr sind Gewinn und Umsatz in Q4 2025 trotz der übertroffenen Erwartungen gesunken. Für Ende 2024 hatte Tesla 0,73 Dollar bereinigten Gewinn pro Aktie und 25,7 Milliarden Dollar Umsatz gemeldet. Damit ergibt sich ein Rückgang um 31,5 Prozent bzw. rund 3 Prozent. Der bereinigte Gewinn pro Aktie lag exakt auf dem Niveau des Vorquartals, der Umsatz verringerte sich gegenüber dem Tesla-Rekord von 28,1 Milliarden Dollar in Q3 2025 merklich.
Abgesehen von den reinen Finanzdaten enthält der Bericht Informationen zu Produktion und Produkten. So wird bekräftigt, dass im ersten Halbjahr 2026 die Produktion des autonomen Zweisitzers Cybercab und des Sattelschleppers Tesla Semi beginnen soll. Auch die Produktion des extremen Sportwagens Roadster wird laut dem Q4-Bericht vorbereitet, er soll sich jedoch noch in „Design-Entwicklung“ befinden. Zum Roboter Optimus wiederholt Tesla ebenfalls, dass der Beginn der Produktion vor Jahresende geplant sei.
1,1 Mio. FSD-Abos und -Käufe
Cybercab, Semi und Optimus dürften drei der sechs neuen Produktionslinien benötigen, deren Hochlauf laut der Zusammenfassung in dem Bericht für dieses Jahr geplant ist. Darüber hinaus soll in Houston die Produktion von stationären Megapack-Großakkus der dritten Generation und daraus bestehenden Megablock-Einheiten starten. In Texas will Tesla in diesem Jahr mit der Produktion von Kathoden-Material beginnen und in Nevada mit der Produktion von eigenen LFP-Batterien.
Erstmals veröffentlichte Tesla zudem Angaben zur Zahl der Kunden mit einem Abonnement des Assistenz-Systems FSD Supervised (in Fußnoten wird darauf hingewiesen, dass es kein autonomes Fahren ermöglicht). Demnach gab es Ende 2025 rund 1,1 Millionen aktive FSD-Abos, bei einer Steigerung um 100.000 in jedem Quartal seit Beginn des Jahres. Gezählt werden laut einer weiteren Fußnote auch Elektroautos, deren Besitzer FSD Supervised gekauft statt abonniert haben, was laut Tesla-CEO Elon Musk ab Februar nicht mehr möglich sein wird.
Tesla-Geld für Musk-Firma xAI
Dank eines Cash-Zuflusses von 1,4 Milliarden Dollar in Q4 2025 erhöhte sich der Tesla-Bestand an liquiden Mitteln laut dem Bericht von Mittwoch auf den neuen Höchstwert von gut 44 Milliarden Dollar. Zwei Milliarden Dollar davon dürften bald wieder abfließen, denn überraschend informierte Tesla, eine Investition in dieser Höhe in die von Musk gegründete KI-Spezialfirma xAI vereinbart zu haben, die in Q1 2026 abgeschlossen werden soll. Ein entsprechender Vorschlag hatte bei der Tesla-Hauptversammlung im November 2025 laut Bloomberg keine ausreichende Mehrheit erhalten.
Für 23.30 Uhr deutscher Zeit am Mittwoch war eine öffentlich übertragene Telefon-Konferenz angesetzt, in der Fragen von privaten Tesla-Anlegern und Analysten beantwortet werden dürften.
