Australien erhält zweites großes Batteriespeicherprojekt mit Tesla Powerpacks

Erst Ende November haben wir darüber berichtet, dass Tesla das bisher größte Batteriespeicherprojekt der Welt in Australien erfolgreich installiert hat. Nun vermeldet die Zeitung The Sydney Morning Herald in ihrer Onlineausgabe, dass Tesla für einen zweiten Auftrag in Australien auserwählt wurde. Dieses Mal soll das Projekt im benachbarten Bundesstaat Victoria entstehen und eine Speicherkapazität von 20 MWh vorweisen.

Wie beim ersten Projekt im Süden Australiens, welches jedoch mit 129 MWh mehr als die sechsfache Speicherkapazität vorweist, wird Tesla auch in Victoria mit dem französischen Energieunternehmen Neoen zusammenarbeiten, welches eine 204 MW Windfarm vor Ort installieren wird. Zudem wird ein 40 Hektar großes Gewächshaus des Unternehmens Nectar Farms damit versorgt, welches ohne das Batteriespeicherprojekt nicht möglich wäre.

Tesla machte mit dem ersten realisierten Batteriespeicherprojekt in Australien Schlagzeilen. Nicht nur, weil es das größte Projekt dieser Art der Welt ist, sondern weil CEO Elon Musk garantierte, die Batteriespeicher innerhalb von 100 Tagen zu installieren, ansonsten würde der Auftraggeber das Projekt gratis erhalten. Eine Wette, die Tesla 50 Millionen US-Dollar oder mehr hätte kosten können.

  • PV-Berlin

    In Australien kann Tesla in einem echten System das extreme verzweigt ist und zudem eine gigantisches Territorium umfasst, recht gute aussagefähige Werte bekommen, die den Einsatz von einer Reihe von Akku Systemen mit EE und Fossilien Kombiniert.

    Der Datenschatz den Tesla dort abgreifen wird (oder könnte) ist mehr wert, als der Kaufpreis der Stationen. Neoen + Tesla können nun Angebote unterbreiten, die andere überhaupt nicht darstellen können (belastbare Angebote zum Strom-Management)

    • Pamela

      Da sagst Du was: Datenschatz = Futter für die KI
      Finde auch, eine Sache, die noch gut unterschätzt wird. Eben auch bei den gesammelten Daten der Fahrzeuge, wenn sich die Zahl der Tesla-Nutzer in ein paar Jahren verzehnfacht hat. Und was wird einer KI besser schmecken, bzw. was ist wertvoller ? Sozial-gesellschaftliche (die z.Bsp. Facebook sammelt) oder technologische Daten ?

  • MrRenardo

    Naja, so toll so ein Auftrag ist, aber nachdem es ja für die Produktion des M3 in der Gigayfactory Probleme in der Akkufertigung gibt, wird so ein Auftrag die M3-Produktion noch weiter verzögern, oder?
    Und ich warte schon sehnlichst drauf…

    • Dieslstinker

      ich denke Tesla wird auch diesmal Akkus von LG Samsung etc. zukaufen und zwar selbst verschalten und keine der Gigafaktory verwenden.
      daher wird sich das auch nicht auf das M3 auswirken, dort sind die Verzögerungen ja die langsamer anlaufenden Produktionsstraßen und die verzögerte 2170 Produktion.

    • Luganorenz

      Wenn es denn tatsächlich Batterien aus der GF sind, was ich wie Dieselstinker bezweifle, darf sich Tesla so einen Auftrag keinesfalls durch die Lappen gehen lassen und schlimmstenfalls M3-Kunden warten lassen.
      Die Claims im Bereich Netzspeicher abzustecken, dürfte mittelfristig ein viel größeres Geschäft sein, als Autos zu verkaufen.
      Als einzelner Privatkunde hat man da leider das Nachsehen. Aber wie gesagt, das ist wohl komplett parallel zum Autogeschäft.

    • PV-Berlin

      Bitte lesen:

      Tesla hat weniger Probleme bei der Zell Fertigung in der F1, als bei der Modulfertigung für den Akku des Modell 3.

      Selbstverständlich ist es trotzdem möglich, das Tesla andere Zellen verwendet, die nicht aus der F1 kommen. Vielleicht schon deshalb, weil es im Moment wohl reicht, einen Prozess ins Laufen zu bringen (schnell auf 100% Nennleistung) .

      Dazu ist es hilfreich, auf möglichst alle Fertigungsstraßen zurückriefen zu können, mit nur einer Konfiguration.

      *so hätte ich das entschieden, damit die Kids überhaupt eine Chance haben, ihre Ziele zu erreichen.

      *Tesla hat ja keinerlei Absatzproblem! Ganz im Gegensatz zu fast allen anderen Akku Produzenten. Deshalb können sie ja auch überhaupt am Markt zukaufen!

      Dass die F1 ihren Ausstoß je Monat um ca. 5% steigern kann, wäre nicht sonderlich überraschend! *fg

  • eCar-Fan und TESLA-Fahrer

    In jedem Fall eine perfekte Referenz für TESLA in die ganze Welt: nur wer mit der pünktlichen Lieferung und korrekten Leistung bei der Auftragsabwicklung zufrieden war, vergibt einen weiteren Auftrag an den selben Auftragnehmer!