Bundesanstalt für Straßenwesen stuft Autopiloten als „erhebliche Verkehrsgefährdung“ ein

Der Spiegel hat vor wenigen Tagen einen Artikel veröffentlicht (Paywall), der sich auf ein internes Gutachten der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) beruft, welches im Auftrag des Verkehrsministeriums erstellt wurde. In diesem Gutachten unterstellt die BASt dem Autopiloten von Tesla nach zahlreichen Tests eine „erhebliche Verkehrsgefährdung“.

Wie es heißt, gab es zahlreiche Kritikpunkte am Assistenzsystem von Tesla. Bereits die Bezeichnung als „Autopilot“ sei laut BASt irreführend (hierbei steht man nicht allein). Außerdem bekommt man als Fahrer nicht angezeigt, wenn das System auf unlösbare Fahrsituationen stößt. Der Autopilot fahre „einfach (unsicher) weiter“, zitiert der Spiegel die Gutachter.

Bei einem Test wurde beispielsweise die gelbe Hilfslinie bei einer Autobahnbaustelle ignoriert und das Fahrzeug fuhr einfach weiter. Zudem können die Sensoren im Tesla bei einem Überholmanöver nicht weit genug zurückblicken und der Notbremsassistent weise eine „unzureichende Performance“ vor. Tesla widersprach diesen Ergebnissen des Gutachtens jedoch.

Zum einen betont der kalifornische Autobauer immer wieder, dass der Autopilot nur ein Assistenzsystem sei und damit fortlaufend der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug behält. Zum anderen würde das Notbremssystem „dem Stand der Technik“ entsprechen und sei damit nicht schlechter als das von anderen Herstellern.

Verkehrsminister Alexander Dobrindt sieht aktuell nicht vor, Tesla-Fahrzeugen die Fahrerlaubnis zu entziehen. Aktuell läge keine „abschließende Bewertung“ zum Autopiloten vor. Es sollen jedoch mehrere Untersuchungen laufen und außerdem Gespräche mit den Behörden in den Niederlanden stattfinden, die die Typgenehmigung des Tesla für die gesamte EU ausgestellt haben.

Laut aktueller deutscher Rechtslage müsse der Fahrzeugführer jedoch jederzeit in der Lage sein, solche Assistenzsysteme zu „übersteuern“. Alle zurzeit auf dem Markt befindlichen System ermöglichen kein vollständig autonomes Fahren. In einem Vergleichstest Mitte dieses Jahres konnte Teslas Autopilot jedoch das beste Ergebnis erzielen. Mit dem neuesten Firmwareupdate auf Version 8.0 hat Tesla den Radar-Sensor weiter in den Vordergrund gerückt.

  • Nelkenduft / AHF

    Tesla wird die Chance um den Autopiloten-Hype nutzen und nächsten Montag den AP 2.0 (den alle erwarten) vorstellen, mit Tesla-eigener Hardware (was niemand außer Mobileye so früh erwartet hätte). Daher auch der Ausverkauf der ganzen alten Modelle.

  • PV-Berlin

    Der Spiegel Artikel ist sprachlich sehr ungenau. Nach meinen Kenntnisstand ist eben kein Gutachten erstellt worden. Ein Fahrzeug hat auch keine Fahrerlaubnis. Bei einer erhebliche Gefährdung müsste ja wohl (in der Amtssprache der Prüfer) Teile oder das Gesamte Fahrzeug stillgelegt werden. Da es zu diesem Artikel keine belastbare Quelle gibt, sollte man ihn als Geschichte einstufen, die man für gute Freunde schon mal schreibt, um den Journalisten Rabatt, die Einladung zur Vorstellung auf Korsika & Co. und das eine oder andere Vorführfahrzeug mit Tankkarte zu retten.

    Seit wann stört man sich an Begriffen? Autopilot mag in der ersten schnellen Betrachtung vielleicht den einen oder anderen ‚Bildungsbürger‘ überfordern, aber dazu gibt es ja Handbücher, Einweisungen, Goolgle etc.

    Andere schreiben von super effizienten Motoren, die im realem Betrieb deutlich mehr als 70% der Energie wegwerfen, was u.a. überall sonst strikt verboten ist.

    Würde der Autopilot wirklich das können, was der Name vermittelt, dann müssten die Lufthansa Piloten wohl alle Dacia anstatt Porsche fahren.

  • eCar-Fan und TESLA-Fahrer

    Der TESLA -Autopilot, wie die Addition aller bestehenden Assistenzsysteme des Herstellers genannt wird- muss von JEDEM Besitzer seinen Fahrzeugs freigeschaltet werden. Hierzu muss er explizit bestätigen, dass er die Anweisungen hierzu gelesen hat. Und genau da steht beschrieben, dass die Hände des Fahrers permanent am Lenkrad gehalten werden müssen und der Fahrer stets (sprich ausnahmslos!) die Verantwortung über sein Fahrzeug hat.

    Bei ausnahmslos ALLEN Unfällen, die mir im Zusammenhang mit TESLA-Fahrzeugen in den vergangenen Monaten durch Berichte bekannt wurden, war entweder der Fahrer nicht aufmerksam auf den Verkehr sowie sein Fahrzeug oder/und die Geschwindigkeit zu hoch, das Beschleunigungspedal mit dem Bremspedal durch Fahrer/in verwechselt, etc.

    Wer die Bedienungsanleitung zu seinem teil-autonomen (= völlig neuartigen!) Elektroauto nicht liest, weil er/sie ja schließlich ein iPhone auch ohne so eine Anleitung bedienen kann und sich anschließend mit 150 Km/h auf die Autobahn begibt und alles sich selbst überlässt, ist selbst schuld – sorry!

    Wie sagte Prof. Ferdinand Dudenhöffer, Gründer und Direktor des CAR – Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen kürzlich:
    Man müsse sich auch darüber im Klaren sein, dass „jede Software, die nicht trivial ist“, Fehler habe und „verwundbar“ sei. „Also können wir nur machen, was die Banken machen – permanent solche Fehler aufspüren und mit Updates beseitigen. Doch auch, wenn es keinen absoluten Schutz gibt, fahren wir mit dem automatisierten Auto besser“.

    Für meine Begriffe basieren diese Unfälle nicht AUF Fehlern des TESLA Autopiloten, sondern entstanden TROTZDEM das System an Bord -und möglicherweise aktiv- war. Obwohl letzteres im Nachhinein nachgewiesenermaßen oft gar nicht der Fall war. Aber das lässt sich dann nicht mehr als Schlagzeile ausschlachten!

    • Frings11 .

      Sehr gut geschrieben, Danke 🙂

    • Erna

      Formalien und die Realität sind bekanntlich zweierlei Sachen. Ich habe mir in meinem Leben noch nie die Mühe gemacht ein ganzes Benutzerhandbuch eines Autos durchzulesen und denke den Meisten geht es ähnlich. Viel interessanter wird es noch, da ich regelmäßig verschiedendste Mietwagen aller Klassen fahre. Wenn ich da immer das Handbuch durchlesen müsste, wäre der halbe Tag vorbei. Auch wenn man mir immer das Gegenteil unterstellt, bin ich auch Tesla schon gefahren. Dazu musste ich für den Autopiloten weder unterschreiben noch hat mir der Vermieter große Erklärungen oder gar Belehrungen gegeben.

      Zum „Autopiloten“ selber waren doch die Aussagen von Mobileye sehr eindeutig. Tesla ist nicht besser sondern geht schlicht und einfach ein größeres Risiko für sich und seine Kunden ein. Wenn man alle Warnhinweise beachten würde, bringt der „Autopilot“ garnichts, da man genau so konzentriert wie vorher fahren muss. Letztlich alles eine große Illusion wie auch Herr Becker findet:

      http://www.n-tv.de/wirtschaft/Die-grossen-Irrtuemer-der-Autoindustrie-article18658501.html

      • Landmark

        Hallo Erna, haben Sie denn immer was zu sagen? Ich frage mich wieviel Geld Sie bekommen um hier zu posten!! Es ist unglaublich, Sie scheinen hier Der zu sein der alles weiß und alles kann und auch alles schon gemacht und gefahren hat.

        • Erna

          1. Genau 0 Cent.

          2. Was soll der Ton? Ich berichte aus meiner Lebenserfahrung und zitiere Mobileye und Herrn Becker. Was stört Sie daran und wo sind bitte ihre Argumente und Fakten?

          • Pamela

            Erna: „Auch unser Haus hat schon einige sehr gute Informatiker an Tesla verloren.“

            Sollte „unser Haus“ in Konkurrenz zu Tesla stehen oder Lieferant der Konkurrenz von Tesla sein oder ein starkes Interesse daran haben, die E-Mobilität aufzuhalten, dann würde das mit den 0 Cent so nicht stimmen.

            Die Fragen nach der Bezahlung, die hier immer wieder gestellt werden, resultieren aus dem Unverständinis darüber: Wieso ist es einer Privatperson

            – die keinen Tesla hat und auch keinen fahren will –
            so ungeheuer wichtig, Tesla bei jedem Beitrag schlecht aussehen zu lassen.
            Das müssen Sie verstehen.

      • PV-Berlin

        Wo kann man einen Tesla als Mietwagen bekommen?

        • Erna

          Nun in Deutschland kam ich noch nicht in die Verlegenheit zu suchen. Aber in der Schweiz kann man z. B. bei Europcar und in den USA bei Sixt mieten, wobei es sicher noch diverse andere Anbieter gibt.

          • PV-Berlin

            In Zürich bekomme ich bei Europcar keinen Tesla, egal ob für 2 Tage oder 30 Tage. In NY wird das von Sixt auch nicht angeboten. Schön wäre es ja gewesnem, wenn Sixt & Co. eine ganz neue Klasse eingeführt hätten:

            e-Mobile

          • Erna

            Nun ich habe zwar damals in Basel gemietet aber in Zürich sollte es eigentlich auch funktionieren 😉


            Basel – Nauenstrasse, Bern – Laupenstrasse, Dübendorf, Genf – Rue de
            Lausanne, Kloten – Steinackerstrasse, Lausanne – Avenue Ruchonnet,
            Zürich – Josefstrasse, Zürich – Flughafen

            https://www.europcar.ch/mieten-Sie-einen-Tesla-Model-S-bei-Europcar

          • Pamela

            Sie bekommen die „Mietwagen aller Klassen der Konkurrenz“ bestimmt von Ihrem Arbeitgeber gestellt, sonst wüssten Sie ja noch, wo Sie den Tesla gemietet haben ?

            Da Sie aber nun nicht mit Ihren ganz persönlichen Erfahrungen und Eindrücken zu dieser Fahrt das Forum bereichern, hege ich arge Zweifel an Ihren selbstgemachten Erfahrungen.

      • W. Müller

        Ich bin erstaunt, liebste Frau Erna, wie verantwortungslos Sie sich im Tesla verhalten. Ausgerechnet Sie, die uns hier immer etwas von Verantwortung schreibt, hält es nicht einmal für nötig sich durch einen kurzen Blick ins Kapitel zum Autopiloten zu informieren vor Fahrtantriit. Man muss nicht ein ganzes Handbuch lesen beim Tesla, um etwas über den Autopiloten zu erfahren. Da reicht der Blick ins Inhaltsverzeichnis und das passende Kapitel für jeden verantwortungsbewussten Fahrer. DA hätte ich Sie nun wirklich verantwortungsvoller eingeschätzt. So kann man sich irren.

      • E.OFF

        wenn man den Artikel von n-tv liest kann man eigentlich nur sagen das Herr Becker die Zukunft nicht versteht ! Und vieles andere auch nicht…
        Wo muss Zukunft aufhören oder wo hätten wir in der Vergangenheit den Fortschritt anhalten müssen um Arbeitsplätze zu sichern ???
        In einer Globalen Welt entscheiden die Ideen das Budget die schnelle Umsetzung und der Kunde über den Erfolg… Und niemand wird eine Idee global aufhalten können nur weil dabei irgendwo Arbeitsplätze draufgehen… Wenn es der eine nicht macht macht es eben der andere und gewinnt dabei… und eines versteht Herr Berker und Sie Erna einfach nicht, wir sind erst am Anfang von z.B. Industrie 4.0 ,Ki, Elektromobilität oder dem Autonomen fahren. Und auch der ein oder andere Rückschlag wird das nicht aufhalten können!
        Die Nervosität in der Deutschen Automobil Industrie scheint ziemlich groß zu sein denn niemand kauft sich einen Tesla nur wegen dem Autopiloten! Schon allein die Tatsache das man ihn nicht Kaufen muss und ihn später aktivieren kann zeigt ja schon den riesigen Rückstand der Deutschen Premium Hersteller, vom Elektrischen fahren mal ganz abgesehen !!!

      • Pamela

        Nun, das verstehe ich aber jetzt nicht: Wenn Sie denn schon Tesla mit Autopilot gefahren sind, können Sie doch mit Ihren ganz persönlichen Erfahrungen und Eindrücken dazu das Forum bereichern.
        Anstelle dessen posten Sie immer gegoogelte Negativstatements anderer oder allgemeine Behauptungen.

  • Stefan Häberli

    Hier ein interessanter Artikel bezüglich dem Stand der Assistentsystem am Beispiel der E-Klasse von Mercedes. Meines Erachtens wird hier der Stand der aktuellen Technik sehr gut auf den Punkt gebracht. Ein Tesla kann aktuell nicht mehr aber auch nicht weniger. Erstaunlich ist aber der Wirbel um Teslas „Autopilot“ respektive die Ruhe um Mercedes mit den identischen Stärken und Schwächen. Dabei geht es meines Erachtens schon lange nicht mehr um den Begriff „Autopilot“ als solches. Es geht viel mehr um Tesla per se

    http://www.coopzeitung.ch/Loslassen_+Mercedes+E_Klasse

    • Pamela

      „Will man den kompletten Autopiloten an Bord haben, muss man für die
      ohnehin nicht ganz günstige E-Klasse einige Optionen mitbestellen. Doch
      nur schon ein paar Hundert dieser Autos machen unsere Strassen ein Stück
      sicherer.“

      Danke für den Artikel ! Ich bin sprachlos! Also nur kurz ..

      Da nölen Erna und Gang hier wochenlang rum, wie unverantwortlich sich Tesla in Bezug auf den Autopiloten verhält, die Presse reagiert jedesmal mit spastischen Anfällen, wenn sich nur ein Verdacht auf Versagen bei Tesla abzeichnet, aber bei Mercedes ist alle bestens. Selbst wenn der Verfasser dieses Artikels hier den Begriff selber gewählt hätte, ohne die Zustimmung des Autobauers ist dies bestimmt nicht so geschehen. Es ist wirklich nicht zu fassen !

      • Stefan Häberli

        Um das noch deutlicher zu formulieren muss ich noch auf diesen Test, gefunden im TFF hinweisen:

        http://www.autofil.no/936897/hands-off

        Man schaue sich nur einmal die Unterschiede im Bildmaterial zwischen Tesla und Mercedes an. Die Frage welches Modell eher als Gefährdung für den Straßenverkehr eingestuft werden musss ist zumindest in diesem Vergleich eindeutig zu beantworten.

        Bin mal gespannt was Erna und GSP dazu wieder einfallen wird.

        • Erna

          Mercedes war 2010 schon weiter als Tesla heute, egal ob Autopilot, Sicherheit, Fahrverhalten oder Qualität. Bekanntlich steht ja Jeremy Clarkson zum Tesla etwas anders 😉

          https://www.youtube.com/watch?v=q_Op3HvakKc

          • Stefan Häberli

            Aha und wo bitte bleiben die sachlichen Argumente auf den obigen Zeitungsbericht oder bleibt es, einmal mehr bei dem plumpen Versuch, wieder nur zu provozieren und somit von der eigentlichen Thematik der extremen Schwäche des sogenannten „Self driver Car“ in diesem Test abzulenken. Ich für mich wäre lieber im Tesla als im Mercedes unterwegs. In zweitgenannten müsste ich nämlich nach der zweiten Kurve mit dem Tod rechnen.

          • MagErnanicht

            Ganz toll wie der Mercedes in das stehende Auto rast…..

          • J.E.B.

            Hallo „Erna“
            Was sagen Sie zu dem schrecklichen Unfall mit einem Fahrzeug, das einen Stern trug, in Norddeutschland? War der „Pseudo-AP“ eingeschaltet, respektive der sogenannte „Bremsassistent“, oder ist der Fahrer „sehenden Auges“ ungebremst unter den LKW gefahren (In beiden Fällen: für Umstehende wie Angehörige grausam!)?
            Und, glauben Sie, dass man aus „Erna“ auch einen Nachnamen machen kann, wenn man einen Buchstaben in die Suppe wirft? Als Anregung muss man nur die zwei Worte Tesla bashing bei yahoo eingeben, unter den ersten Treffern findet sich ein Hinweis, könnte sich mancher einbilden.

        • MagErnanicht

          konnte mir ein Grinsen (nein, laut schallendes Lachen) nicht verkneifen.
          Dieser Artikel, besonders diese Bilder, führen alle Behauptungen der Profinörgler (jeder weiß wer gemeint ist) ad absurdum.

          Hab jetzt noch Bauchschmerzen vor Lachen

  • Mc Womble

    Dem ersten Absatz von PV-Berlin möchte ich mich ausdrücklich anschließen.

    Für die allgemeine Betriebserlaubnis eines Fahrzeugs bzw. für die Entziehung dieser Erlaubnis ist immer noch das Kraftfahrtbundesamt (KBA) zuständig. Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) forscht (oder läßt forschen).
    Fahrzeugspezifische Untersuchungen und/oder Gutachten liegen also im Verantwortungsbereich des KBA und nicht des BASt.

    Eine generelle Untersuchung und Betrachtung von Fahrerassistenzsystemen ist dagegen möglich und wurde vom BASt auch durchgeführt. Zu finden unter „www.bast.de -> Publikationen -> Publikationen zum Download“ mit dem Titel „Haftung bei kooperativen Verkehrs- und Fahrerassistenzsystemen“.

    In diesem Bericht geht es aber nicht um Technik sondern um rechtliche Betrachtungen. Der Name TESLA oder irgend ein anderer Fahrzeughersteller wird nicht genannt. In den Zeitungsberichten wird von einem „geheimen“ Bericht des BASt berichtet. Die genannten Zitate widersprechen aber den juristischen Betrachtungen des von mir genannten, öffentlichen Berichts des BASt. (Beispiele weitder unten)

    Für mich ist diese Nachricht ein Indiz dafür, dass die großen, deutschen Fahrzeughersteller inzwischen ernsthafte Angst vor TESLA haben. Ich sehe Paralleln zu Foron, die als erste FCKW freie Kühlschränke hergestellt haben. Lange Zeit gab es Gerüchte und Nachrichten über explodierende und/oder brennende Kühlschränke bis Siemens, AEG, Bosch, usw. die gleiche Technik marktreif hatten.

    Hier noch ein paar Beispiele aus dem Bericht des BASt:

    „… Es ist vielmehr Aufgabe des zuständigen KBA nachzuweisen, dass das Fahrzeug nicht sicher ist. …“

    „… Technische Fehler oder Systemausfälle können trotz der weitentwickelten Technik niemals vollends ausgeschlossen werden. Auch wenn die Fehleranfälligkeit immer geringer wird, kommen Software-Fehler oder Übertragungsfehler
    u. ä. weiterhin vor. Aus diesem Grund ist der Fahrer verpflichtet, das Verkehrsgeschehen stets auch selbst mit der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt zu beobachten. Er darf sich nicht darauf verlassen, dass das System ihn zuverlässig warnen/informieren wird. Den Fahrer trifft also immer dann ein Verschulden, wenn er sich zu sehr auf die Informationen des Systems verlässt und seine übliche Sorgfalt vermissen lässt. …“

    „… Den Fahrer trifft die Pflicht, sich anhand der Bedienungsanleitung zu seinem System über dessen Grenzen zu informieren, damit er sich jederzeit bewusst ist, was das System leisten kann und wo seine Grenzen liegen. …“

    „… Auch wenn sich der Fahrer nicht mit seinem System vertraut gemacht hat, oder aber diesem blind vertraut, ist ein schuldhaftes Verhalten des Fahrers zu bejahen, wenn es zu einem Unfall kommt, da ihm jedenfalls ein fahrlässiges Handeln anzulasten ist. …“

    „… Die berechtigten Sicherheitserwartungen können durch die Darbietung des Produkts beeinflusst werden. Das betrifft also Werbung, technische Beschreibungen etc. Der Hersteller darf hier keine Erwartungen wecken, die zu übermäßigem Systemvertrauen führen. Ob der Hersteller bei Warn- und Informationssystemen die positive Pflicht hat, einem solchen übermäßigen Systemvertrauen entgegen zu wirken, scheint eher zweifelhaft und wird von den Umständen des Einzelfalls abhängen. Grundsätzlich wird man aber eher unterstellen dürfen, dass den Verbrauchern bei Warn- und Informationssystemen bekannt ist, dass diese nicht von eigenem sorgfältigem Fahrverhalten entbinden. …“

    • PV-Berlin

      Da ist ein User hier innerhalb von ‚5 min‘ weiter, als ein Journalist mit dem Qualitätsanspruch aus dem Hause Spiegel zu kommen, der sehr wahrscheinlich nix anders macht und eine Redaktion Rücken hat , eine riesige hauseigene Datenbank und auch sehr kostenintensive Quellen anzapfen kann + einer Rechtsabteilung, die gerne hilft.

      Das macht einen schon traurig, dass dies umkommentiert durchgeht und der Redakteur sich sicher noch ein Bienchen verdient hat.

      Wahrscheinlich wird der Artikel auch noch vom Grundgesetzt geschützt, was zwar schmerzhaft ist, aber okay, denn es könnten bei Spiegel,Focus, Welt & Co. auch mal Leute schreiben, die sich nicht als Huren verdingen.

  • Sonntagskuchen

    Das ist ja wiedermal spannend. Soweit ich das nach einer Laien-Internet Recherche überblicken kann, gibt es keine belegte Primärquelle der Information des „geheimen“ BASt-Berichtes. Wir müssen uns also auf den Artikel im Spiegel konzetrieren, dem offenbar die Informationen vorliegen.

    Das kann natürlich stimmen. Aber ich würde vorschlagen, wir warten mal ab, bis der Bericht der Öffentlichkeit zur Einsichtnahme vorliegt. Wer weiss, was da im Detail wirklich drin steht.

    Dann wird wieder neu und direkt an den Fakten diskutiert.

    Bis dahin: frohes Warten bis zum 17.10.

  • werner

    Ich für meine Person habe ein S70 eine Woche lang gemietet und habe jeden aber auch jeden Kilometer mit dem Wagen genossen (auch mit Autopilot) der halt immer beobachtet werden muss. Ich würde dieser Tesla Technik jeder anderen den Vorzug geben (weil die Jungs einfach besser sind als andere)

  • TeslaFahrer

    Warum stürzt sich die Presse so gierig auf diese Meldung? Der Tesla Autopilot ist
    besser als alles was in Audi, BMW und Mercedes eingebaut ist. Das haben Tests
    bewiesen. Ich glaube, das ist alles durch unsere deutschen Autohersteller
    initiiert um Tesla schlecht zu reden. Wenn man sich die Zulassungszahlen in USA
    in Q3 anschaut, dann versteht man auch warum. Tesla hatte einen Zuwachs von 59%
    und verkauft mehr als BMW und Mercedes zusammen. Details gibt es hier in diesem
    Artikel. http://www.tesla2rent.ch/2016/10/13/tesla-baut-seine-position-im-amerikanischen-luxus-segment-gegenueber-audi-mercedes-und-bmw-weiter-aus/

    • Pamela

      Toller Link, interessante Fakten ! Danke.
      Ich glaube auch, der amerikanische Markt wird für Tesla immer der entscheidende bleiben.
      Spannend wird es sein, zu sehen, wie die geplanten Mittelklasse-Modelle in den nächsten Jahren auf diesem Markt ankommen werden. Wichtig ist dabei die Ladeinfrastruktur und die Möglichkeit des Zuhauseladens. In den amerikanischen Foren ist aber eine große Euphorie zu beobachten.

  • Grünspanpolierer

    Inzwischen warnt Herr Dobrindt Teslafahrer schon persönlich:
    https://www.mobilegeeks.de/news/bundesverkehrsminister-warnung-tesla-autopilot/

    • Pamela

      Na dann kann ich doch allen Teslabesitzern nur raten, sich den Ministerbrief gut aufzuheben. Der kann in 20 Jahren richtig was wert sein. Auch dann als lustiges Geburtstagsgeschenk für einen Neuteslafahrer im Freundeskreis. Das wird der Lacher des Abends.

    • ThomasJ

      Als Bundesverkehrsminister (CSU, Bayern?) ist es ja eine deutsche, politische Plicht, von dem was nicht deutsch ist zu warnen. Schliesslich hat es ja einige deutsche Autobauer auf dem Markt, von denen will man wiedergewählt werden. Unteressant ist der letzte Abschnitt des Berichtes!