Elon Musk: Autopilot fährt auf Schnellstraßen besser als der Mensch

Vor zwei Tagen hat Tesla-CEO Elon Musk eine Pressekonferenz zur neu veröffentlichten Firmware v7.1 abgehalten, welche sich um alle mit diesem Update eingebrachten Neuerungen drehte. Musk eröffnete die Konferenz mit einer kurzen Erläuterungen des neuen „Summon“-Features, welches aktuell noch in Kinderschuhen steckt, aber zukünftig eine große Bedeutung bekommen könnte.

Der Höhepunkt der Pressekonferenz ist im unten angehängten Video ab Minute 2:00 zu hören, wo Musk erklärt, dass die Neuerungen mit der Firmware v7.1 den Autopiloten in soweit verbessern, dass dieser sich auf Schnellstraßen nun besser verhält als die Menschen. Er tätigte die Aussage mit seiner typischen Vorsicht und betonte, dass man dafür noch auf genaue Statistiken warten müsse.

Ab der Minute 5:30 kann man hören, wie Musk eine „Version“ der automatisch andockenden Ladestation bestätigt, welche weniger „gruselig“ als der gezeigte Prototyp sein soll. Der CEO erklärte, dass ein solcher Mechanismus wohl erst bei einigen Superchargern installiert wird, bevor er in den freien Verkauf geht. Wann man damit rechnen kann, nannte Musk jedoch nicht.

Ab Minute 13:00 erklärt Musk, dass er von keinem vom Autopiloten verursachten Unfall wüsste. Er betonte, dass es Unfälle gab, wo die Fahrer dachten, dass der Autopilot diesen Unfall verursacht habe. In diesen besagten Fällen jedoch, war der Autopilot gar nicht aktiviert. Dass der Autopilot sich deutlich verbessert hat, zeigen aktuelle Videoaufnahmen aus Youtube mit der neuesten Firmware.

Pressekonferenz zur Firmware v7.1:

Model S hält Spur trotz nicht vorhandener/kaum sichtbarer Markierung:

 

  • Dr.M.

    Ob die erforderliche Hardware dann auch im Model 3 serienmäßig verbaut sein wird?
    Ich gehe mal davon aus, nur wird die Freischaltung mindestens beim Basismodell wesentlich mehr kosten als beim Model S.

    • Markus

      glaube ich eher nicht. Beim Model S ist die Marge sehr hoch und vermutlich werden nur wenige Model S ohne Autopilot verkauft, da ist es wahrsch. sinnvoller den Produktionsprozess einfach zu halten und überall die Hardware zu verbauen.

      Ich kann mir gut vorstellen, dass im Model 3 zum einen weniger Kunden den Autopilot ordern (die Kunden sind in diesem Segment preissensitiver) und da die Marge auch nicht so hoch sein wird, muss Tesla schauen wo Kosten gespart werden können.

      Es ist zwar davon auszugehen, dass die AP Hardware tendenziell billiger wird, jedoch schätze ich, dass Tesla auch entspr. mehr Hardware verbauen wird (Radar nach hinten, mehr Kameras usw)

      Deshalb ist meine Vermutung, dass die Hardware nur per Aufpreis mitgeliefert wird.

      • Dieselstinker

        Wenn die Hardware (die vermutlich spottbillig wird) im Model3 verbaut wird, hat das Vorteile für das ganze System Tesla (Kartenmaterial und schnelleres Lernen aller Teslas, inkl. dass sämtliche Baustellen, Staus etc. erfasst werden) da ja mit mehr Informationen der Autopilot immer besser wird.
        Wird man das selbst nutzen wollen, wird man Anfangs vielleicht noch etwas extra bezahlen müssen.
        Irgendwann ist es dann Standard wie heute die Klimaanlage.

        DS

  • KingArtus

    ich vermute, dass man das als Option kaufen kann, wenn das Model 3 Teoretisch Autonom fahren kann, dann sehe ich es mir auch an, wäre echt interessiert.

  • james

    Elon Musk hat ja vor ein paar Monaten bei dem shareholder Anruf gesagt das alle Autos die jetzt ohne einen Autopiloten gebaut werden in kurzer Zeit sehr schnell an wert verlieren werden.. dH obsolet und für viele Leute durchaus nicht mehr zeitgemäss sein werden… Sein genauen vergleich hab ich gerad nicht im Kopf, aber der war gut… Somit kann ich es mir nicht vorstellen, dass es ein Auto von Tesla ohne Autopiloten geben wird.

  • notting

    „Er betonte, dass es Unfälle gab, wo die Fahrer dachten, dass der Autopilot diesen Unfall verursacht habe. In diesen besagten Fällen jedoch, war der Autopilot gar nicht aktiviert.“
    Wenn der Autopilot nicht klar kommuniziert, dass er aus ist, wäre es im Zweifelsfall sicherer, wenn das Auto keinen hat bzw. das ist dann IMHO ein Fehler des Autopiloten. Beim Anfahren sollte man es ja noch merken, wenn man Gas geben muss, aber so auf der Landstr./AB fahrend kann ich auch hier und da das Lenkrad ohne Autopilot loslassen (ok, hab keinen Tempopilot, also Gaspedal muss ich noch drücken).

    notting

  • KingArtus

    Ich halte es auch für unwahrscheinlich, das Tesla ein auto ohne besagten Autopiloten baut.

    Vermutlich wollen sie Geld fur die Zusatzhardware haben, aber so mega viel kann es auch nicht sein. Die angepeilten Absatzzahlen versprechen eine Senkung der kosten, die Software wird die gleiche wie im model S und X sein, und es entstehen hier keine Zusatzkosten.
    Bleibt nur die Hardware, die aus Standardkomponennten besteht. Radar, Kamera ect.

    Vielleicht ist tatsächlich auch alles verbaut und man kann es später noch aktivieren.

    Fur mich ist klar, das wenn das model 3 einen Autopiloten bekommt, käme er fur mich in Frage

  • EAE

    In der c´t 2/16,die am 9.1.16 erschienen ist, steht ein sehr empfehlenswerter Artikel. Drei Journalisten haben vier Tage lang ein Model S P90D mit den Autopilotpaket getestet.
    Die Jungs sind anscheinend jetzt sehr schwer infiziert. Der Verfasser des Artikels spricht sogar von“Haben-Wollen-Faktor“.