Langjähriger Audi-Direktor wird neuer Produktionschef von Tesla

Tesla hat vor fast zwei Wochen insgesamt zwei Führungskräfte aus der Produktion und Fertigung verabschiedet, da man anscheinend mit der geleisteten Arbeit nicht zufrieden war. Zwar dementierte Tesla dieses Gerücht, doch hatten die Produktionsprobleme mit dem Model X ein so hohes Maß angenommen, dass CEO Elon Musk seinen Schreibtisch am Ende der Fertigungsstraße aufstellte und teilweise sogar dort in einem Schlafsack schlief.

Im Conference Call, nach der Veröffentlichung des letzten Quartalsberichts, erklärte Musk, dass man schon bald eine Ankündigung über die neuen Führungskräfte für die Produktion machen wird. Damit wollte der CEO andeuten, dass man bekannte Persönlichkeiten in diesem Gebiet anheuern konnte. Nun hat Tesla eben jene Ankündigung gemacht und erklärte Peter Hochholdinger als neuen Produktionschef von Tesla.

Hochholdinger verlässt Audi nach 22 Jahren und soll bei Tesla die Produktion signifikant steigern, sodass man bereits 2018 insgesamt 500.000 Fahrzeuge pro Jahr produzieren kann. Das wird aufgrund der großen Nachfrage zum Model 3 nötig sein. Zudem soll der ehemalige Audi-Direktor auch die Produktion des Model S und des Model X verbessern.

Bei Audi war Hochholdinger für die Produktion des A4, A5 und Q5 verantwortlich (inklusive 14 Varianten dieser Fahrzeuge), also für insgesamt circa 400.000 Fahrzeuge pro Jahr. Er hat zudem die Ingolstädter beraten, als diese die neue Produktion in Mexiko aufbauen wollten.

  • Jakob

    Good job Tesla 🙂
    Wünsche Peter Hochholdinger viel Erfolg bei der neuen Aufgabe.

  • Heinz Wagner

    Hoffentlich ist der Grund des Wechsels, die Feststellung, dass Audi in eine Sackgasse manövriert und nicht der Auftrag von Audi, Tesla zu schädigen.

    • weilslogischist

      Naja Audi ist nicht in der Sackgasse. Der Q6 wird richtig gut!
      Aber ich denke dass Audi nun einen wenn nicht 2 Zähne zulegen wird.
      Schließlich wissen die wer P. Hochholdinger ist.
      Zufälligerweise passen die Audi Modelle für die er zuständig war genau auf die aktuelle Modellinie von Tesla
      Ein Schelm wer denkt diese Entscheidung von Tesla sei Zufall.
      Außerdem hat er auch maßgeblich dazu beigetragen dass in Mexiko ein Audiwerk steht das gerade die Tage die Produktion aufnimmt.
      Auch hier das Gleiche, die Entscheidung war kein Zufall.
      Spannend wird es.

  • Sukram

    >Tesla hat vor fast zwei Wochen insgesamt zwei Führungskräfte aus der Produktion und Fertigung verabschiedet, da man anscheinend mit der geleisteten Arbeit nicht zufrieden war. Zwar dementierte Tesla dieses Gerücht,…

    Warum wird’s dann hier wiedergekäut- und auch noch zuerst als Tatsache ausgegeben?
    Schlechter Stil- um es seehr beschönigend auszudrücken.

    http://www.it-times.de/news/vor-model-3-einfuhrung-tesla-motors-verliert-produktionschefs-117330/
    >…Wie Tesla bestätigt, haben Greg Reichow (Vice President of Production) und Josh Ensign (Vice President of Manufactoring) ihren Rücktritt eingereicht…

    Wahrscheinlich hatten sie es satt, dass da (zumindest angeblich) neuerdings jemand um’s Band herumlungert, der von Produktionsplanung nun wirklich keinen Schimmer hat 😉

    Übrigens- wenn Audi den Mann nicht gehen hätte lassen wollen, gäbe es da gewisse Klauseln in den Verträgen, die eine Tätigkeit bei einem Mitbewerber zuverlässig seeehr lange verhindern könnten.

    • Karl

      >Übrigens- wenn Audi den Mann nicht gehen hätte lassen wollen, gäbe es da gewisse Klauseln in den Verträgen, die eine Tätigkeit bei einem Mitbewerber zuverlässig seeehr lange verhindern könnten.

      Das haben schon viele Gerichte wohl einkassiert, da es einem Berufsverbot gleichkommt.

    • willi

      @Sukram: Deinen Kommentar kann ich unter anderem von der zeitlichen Reihenfolge nicht so ganz verstehen:
      1.) haben beiden Vice Presidenten vor dem „Herumlungern“ schon den Rücktritt erklärt.
      2.) Selbst wenn so eine Klausel gegen Tätigkeit beim Mitbewerber gültig sein sollte, was sie in Deutschland definitiv nicht ist, so wird die im Vertrag nicht plötzlich unwirksam nur weil Audi den jetzt gehen lassen wollte. Oder haben die mal eben einen weiteren Vertrag aufgesetzt, der das ändert? Wohl kaum.

    • raleG

      @ Sukram. Wie läuft denn die Produktion vom Model X? Verspätet, Hochlaufkurve zu flach – die negativen Zahlen von Q1 sind eindeutig und hierauf zurückzuführen.
      Wenn der Chef dann persönlich auftaucht und das Qualitätsmanagement übernehmen muss, ist es zu spät, dann hat man versagt. Bei Tesla muss man dann gehen.

      Ich freue mich, Hochholdinger scheint der richtige Mann sein. Gerade die bekannten hohen Qualitätsansprüche von AUDI werden Tesla weiterbringen.

      Und bei den deutschen Autobauern macht es schon lange keinen Spaß mehr zu arbeiten: Rendite, Kostendruck, noch mehr Rendite beherrschen das Handeln. Da ist es schwer gute Leute zu halten.

      • Grünspanpolierer

        Die model X Produktion hakt deshalb, weil es Konstruktionsfehler gibt. Da hilft auch kein narzistisch veranlagter Chef, der aufs Tempo drückt um seine Selbstbereicherungsmeilensteine zu erreichen.

        Klar wird Hochholdinger bei Tesla deutlichst besser verdienen, da die Aktienoptionen dort inflationär ausgegeben werden.
        (Musk E.: bisher ca. $590 Mio., nächstes Jahr ca. $1,6 Milliarden wenn alles glatt geht)

        Schöne neue Welt! Die dt. Autobauer sind wirklich langweilig, sowas Überflüssiges wie Rendite aber auch…

    • Tilman Winkler

      Aber bestenfalls um den Preis, wesentliche Teile des Gehalts ohne Gegenleistung neben dem Unterlassen von Wettbewerb zahlen zu müssen.

  • Codo der Dritte

    @Grünspanpolierer

    „Die model X Produktion hakt deshalb, weil es Konstruktionsfehler gibt. Da hilft auch kein narzistisch veranlagter Chef, der aufs Tempo drückt um seine Selbstbereicherungsmeilensteine zu erreichen“

    Sollte heissen: Die model X Produktion hakte deshalb, weil es Konstruktionsfehler gegeben hat, weil ein Zulieferer seine versprechen nicht einhalten konnte. Da hat dann der narzistisch veranlagter Chef, aufs Tempo gedrückt um die Konstruktion selbst in die Hand zu nehmen und das Problem zu loesen 🙂

    LG
    W

    • Harald Wenzel

      @Codo der Dritte:
      „Sollte heissen: Die model X Produktion hakte deshalb, weil es Konstruktionsfehler gegeben hat, weil ein Zulieferer seine versprechen nicht einhalten konnte. Da hat dann der narzistisch veranlagter Chef, aufs Tempo gedrückt um die Konstruktion selbst in die Hand zu nehmen und das Problem zu loesen“

      Sollte heissen:
      Nach technischen Fehlern von Teslamitarbeitern (Auswahl des falschen Lieferanten ist auch ein Fehler) verkünden die Jünger Elons dass „Bruce Allmächtigs“ größerer Bruder per Hand auflegen alle Fehler bereinigt hat.
      Wahnsinn, wenn man sieht was der Elon laut seinen Jüngern alles kann, Einstein ist eine Made dagegen intelligenztechnisch gesehen. Und schade dass er anscheinend gerade keine Zeit für sine andere Firma SpaceX hat, ich wäre schon gerne zu den Sternen geflogen…..
      Leute, verabschiedet euch doch von Eurem Glauben dass alles gut wird nur weil Elon mal ein Auge darauf wirft……

      • Codo der Dritte

        Hmm, scheint so, dass vieles richtig gemacht wurde bei Tesla wenn eine Koryphäe bei Audi sich fuer Tesla entscheidet.