Model X-Produktion läuft aktuell „ziemlich reibungslos“, erklärt Tesla-Management

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Dan Galves, Analyst bei Credit Suisse, äußerte sich in einer neuen Mitteilung gegenüber den eigenen Klienten zu den erwarteten Quartalszahlen von Tesla Motors und die Zukunft des Unternehmens im allgemeinen. Während einige Wall Street-Analysten eher eine negative Erwartungshaltung haben, erschien Galves weniger besorgt zu sein. Er verstehe zwar, dass einige makroökonomische Faktoren die Tesla-Aktie unter Druck setzen und dass es einige Bedenken hinsichtlich der Model X-Produktion gibt, jedoch glaubt er, dass diese Bedenken „übertrieben“ sind.

Wir glauben, dass es einige geringfügige, aber inakzeptable Qualitätsprobleme in früheren Produktionen gab … das Unternehmen hat die Fertigung verlangsamt, um die Produktion zu optimieren (Probleme bei der Passform, der Lackierung oder Verkleidung scheinen vollständig behoben zu sein) und in einigen Fällen, um auf neu entworfene Teile zu warten. Laut dem Management verläuft der Produktionsprozess aktuell ziemlich reibungslos, sodass es keine kritischen, ungelösten Konstruktionsprobleme gibt. Wenn die neu entworfenen Teile verfügbar sind, sollte die Produktion schnell voranschreiten. Derweil läuft die Produktion des Model S weiterhin auf einem sehr hohen Level.

Galves erklärt in seiner Mitteilung nicht, welche Teile des Model X neu entworfen werden und die Produktion aktuell verlangsamen. Wie wir jedoch kürzlich berichtet haben, hat Tesla Motors einige Probleme mit den Falcon Wing-Türen gehabt, welche von einem Zulieferer aus der Schweiz produziert werden sollten. Der kalifornische Autobauer hat anschließend von einem hydraulischen auf ein elektromechanisches System gewechselt.

Genauere Informationen könnte der Quartalsbericht hervorbringen, welcher am 10. Februar veröffentlicht werden soll. Spätestens im Earnings Call, welcher nach Veröffentlichung des Quartalsberichts stattfindet, dürften Fragen zur Model X-Produktion zu erwarten sein.

  • Eric

    Es wäre nett, wenn man endlich klar stellt, dass es ein deutscher Zulieferer war, der die Falcon Wings verbockt hat. In der Schweiz befindet sich nur der Sitz der Holding. Die Firma Hoerbiger wurde in Österreich gegründet.
    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/tesla-model-x-das-fluegeltueren-debakel-deutscher-zulieferer-verklagt-a-1072964.html

    Und danke für den ersten Artikel mit dem Hinweis auf den fallenden Aktienkurs. Die Titel sind ja fast nur noch die hälfte Wert. Der Tiefe Ölpreis wird Tesla noch sicher zu schaffen machen. Eigentlich wäre China ein sehr guter Absatzmarkt für das Model X. Die Luftverschmutzung könnte den Absatz für dieses Modell gleich doppelt fördern: sehr guter Luftfilter für die Insassen und keine lokale Luftverschmutzung vor Ort durch das Fahrzeug.

    • TK

      Wurde schon mehrfach im entsprechenden Thread diskutiert. Im Endeffekt schreibt jedes Medium, dass es ein deutscher Zulieferer war. Die Klageschrift richtet sich jedoch an das amerikanische Tochterunternehmen und die schweizer Holding. Da die Holding als Mutterkonzern agiert, finde ich es plausibler, diese zu erwähnen.

  • heinzi

    Möchte noch OT in den Ring werfen, dass kürzlich einige Städte in Deutschland (u.a. ausgerechnet Stuttgart!) Probleme mit einer zu hohen Feinstaub-Belastung hatten. Auch dies dürfte das Umdenken unterstützen, E-Autos könnten zunehmend positiver wahrgenommen werden.

    • Woher die Problemteile stammen ist ja unwichtig. Ob Schweiz, Deutschland oder sonst wo. Die sollen mal vorwärts machen. Ich bin potentieller X-Käufer und wundere mich über die die Verkaufsstrategie bei Tesla. Nicht mal die genauen Daten des X sind öffentlich. Oder eine Konfiguration online möglich. Aber Bestellungen werden schon erwartet! Gibt zu denken und ist schon etwas aussergewöhnlich.