Neue App erlaubt das „Check-In“ bei Supercharger-Stationen

Eine neue App wurde kürzlich im Apple Appstore veröffentlicht, welche sich an alle Tesla-Fahrer richtet. Die App mit dem Namen „Superchargers For Tesla“ ermöglicht das Einchecken, sobald man gerade eine solche Schnellladestation nutzt. Das bedeutet, dass andere App-Nutzer dann sehen, wenn entsprechende Stationen besetzt sind und sich nach Alternativen umsehen können.

Obwohl Tesla Motors diese Funktion selbst anbieten könnte, schließlich gibt es eine solche Echtzeit-Übersicht im Design Studio in Hawthorne, stellt der kalifornische Autobauer dies auf der eigenen App nicht zur Verfügung. Die Informationen zu den Superchargern werden bei der unoffiziellen App von der ebenfalls von einem Drittanbieter betriebenen Seite Supercharge.info geladen.

Von großem Interesse sind solche Funktionen vor allem für Tesla-Fahrer, die sich an stark frequentierten Standorten befinden. Gerade an Feiertagen können Stationen wie beispielsweise die Tejon Ranch in Kalifornien Wartezeiten von bis zu eineinhalb Stunden vorweisen. Zur Weihnachtszeit 2015 warteten dort bis zu 15 Fahrzeuge auf eine freie Ladestation (siehe Beitragsbild).

  • Tesla Owner

    Uff, wenn wir diese Zustände in Europa antreffen würden, dann wäre diese Wartezeit definitive zu viel für mich. Insbesondere wenn man sich in die Sommerferien begibt bei dem mehrere Ladestopps notwendig sind :S

    • Michi

      Puh ich hoffe das ist in DE nicht so schlimm wird wenn jetzt wieder im Januar/Februar alle zum Skifahren am WE fahren wollen. Letztes Jahr wars am Irschenberg schon arg eng, da war schon eine Schlange (hab zwar kein Model S, aber mein Chef der mich freundlicherweise mitgenommen hat ;). Haben uns grade so bis nach München gerettet …
      TESLA: Bitte baut mehr Supercharger 🙂

  • KingArtus

    Also, um es mal zu sagen, ich glaube nicht das die Alle Pendeln, sondern die wohnen in der Nähe und wollen das Ding voll machen.

    Die Supercharger Option sollte man etwas limitieren, Z.B. die Charger die in der Nähe des Wohnorts sind, sollten nur begrenzt oft genutzt werden können..

    KA, auf jeden Fall ist es wirklich nicht hilfreich das alle denken immer alles Voll machen zu können

    • Amos Cohn

      Diesem Kommentar entnehme ich, dass Sie noch nie an einem Feiertag in den USA waren. Das Zurücklegen von längeren Distanzen für z.B. einen Familienbesuch ist dort völlig normal. Und in Ermangelung eines vernünftigen Öffentlichen Verkehrs fahren alle mit dem eigenen Auto. Ich war im Oktober in Kalifornien mit einem Miet Model S, schon an einem normalen Wochentag kann die Frequentierung der Supercharger nicht mit Europa verglichen werden.

      • Starkstrompilot

        Sehr gute App. Sollte Tesla übernehmen. Auch für Europa.
        @Amos Cohn: Wo mieten Sie das Model S in Kalifornien?

  • TeeKay

    Das oben gezeigte Bild zeigt einen Supercharger von 2 auf der Route. Der 2. Supercharger war nicht erreichbar, da die Straße wegen Feuer gesperrt wurde. Es sammelte sich also alle Model S, die am Feiertagsrückreisetag die Nord-Süd-Strecke fuhren, auf einer Straße und damit diesem Supercharger. Ein dritter 40 Meilen entfernt ist bereits im Bau.

    Von diesem einen, naturkatastrophenbedingten Stau an einem Hauptreisetag auf ein generelles Problem zu schließen, ist unredlich, zumal bei Verfügbarkeit des im Bau befindlichen 3. SuC das Problem auch nicht existiert hätte.

    Die App löst auch kein Problem, das nicht Tesla selbst schon gelöst hätte. Das Navigationssystem berücksichtigt bereits die Auslastung der Supercharger. Nützt nur nichts, wenn von 2 Alternativen eine an einer gesperrten Straße liegt.

    Im Übrigen liegt der gezeigte SuC mitten in einem einkommensschwachen, dünn besiedelten Gebiet. Da wohnt niemand, der dort laden will.

    • TK

      Hallo TeeKay, dass es eine Naturkatastrophe gab und damit ein anderer SuC nicht erreichbar war, scheint zu stimmen (habe von dem Feuer gelesen, wenn auch nicht in Verbindung mit der Nicht-Erreichbarkeit des SuC). Dass es dennoch SuC gibt, die auch ohne ein solches Ereignis ziemlich voll werden können, sollte auch Ihnen bekannt sein. An einigen Knotenpunkten (z.B. am Standort in San Juan Capistrano, Kalifornien) hat Tesla sogar zeitweise eine Art „Concierge“ eingestellt, der die Fahrer einweist. Wir sollten jetzt nicht so tun, als existieren diese Probleme nicht. Dass es bei den meisten anderen Stationen womöglich ganz anders aussieht, sollte klar sein.

  • TeeKay

    Fakt ist, dass dieses Problem bei so wenigen Superchargern auftritt, dass außer San Juan, Tejon Ranch und Wien kein vierter bekannt ist, der diese Probleme hat. Und bei den ersten zwei ist es ein Problem zu bestimmten Zeiten, bei letzterem ein Problem der quälend langen Genehmigungsprozesse in Österreich für den Supercharger-Bau.

    Die schnellen Zubauten in Norwegen und auch der Entlastungsbau für Tejon Ranch zeigen, dass Tesla die Probleme starker Auslastung sehr zeitnah angeht. In Norwegen wurden an mehreren Standorten 2-4 Stalls hinzugebaut. Die letzte Installation bekam von Anfang an 12 Stalls. Zudem wurden zur Entlastung an Parallelstraßen weitere Supercharger gebaut. So zu tun, als wäre das ein übliches Problem, das Langstreckenfahrten regelmäßig um Stunden verzögert und eine App zur Umgehung erfordert, ist unredlich. Zumal Tesla die Auslastung wie gesagt bereits bei der Routenführung berücksichtigt.

    • TeeKay

      In Deutschland sieht die Realität übrigens meistens so aus, dass man ganz allein lädt. Auch an Hauptreisetagen.

    • TK

      Ich habe an keiner Stelle erwähnt, dass dies ein übliches Problem ist. Ich schrieb lediglich, dass es an Feiertagen dazu kommen „kann“. Dass jemand eine solche App entwickelt, obwohl keinerlei Bedarf besteht, kann ich mir ebenso wenig vorstellen. In den meisten englischsprachigen Foren bewertet man diese App positiv (https://my.teslamotors.com/zh_MO/forum/forums/new-superchargers-tesla-ios-app-now-available-free). Dass Tesla Motors die Auslastung bei der Routenführung berücksichtigt, ist zwar gut, aber dafür muss man sich auch im Fahrzeug befinden. Wenn man auf der Arbeit ist und kurz vor Feierabend checken möchte, ob der nächstgelegene Supercharger frei ist oder man das Laden lieber auf Zuhause verschieben sollte, ist so eine App sicher nützlich. Generell kann man vor einem Trip schon sehen, wie stark frequentiert einige Standorte sind, sodass man schon im Voraus eine andere Route planen kann. Dafür muss man sich ebenfalls nicht ins Auto setzen. Ob eine solche App für jedermann notwendig ist, darüber lässt sich jedoch streiten. Auch wissen wir nicht, wie sich das Ganze in Zukunft (Stichwort: Model 3) entwickelt. Ganz unberechtigt finde ich die Existenz dieser App also nicht.