Preiserhöhung: Wechselkursschwankungen auch in Europa ausgeglichen

Tesla Motors hat nicht nur im kanadischen Online-Konfigurator die Preise angepasst, auch Europa muss sich seit wenigen Tagen mit einem Preisanstieg für das Model S und den zusätzlichen Optionen anfreunden. Der starke Anstieg des US-Dollars hat auch den Euro und den Schweizer Franken getroffen. Der Preisanstieg beläuft sich in Deutschland ebenfalls auf circa zwei Prozent.

Glaubt man einigen Usern aus dem TFF-Forum, so gibt es auch einzelne Preisunterschiede von mehr als zwei Prozent. So schreibt der Nutzer velociped77, dass seine Konfiguration aktuell sogar um 3,02 Prozent teurer wäre. Hingegen hat das Model S 70D mit Hinterradantrieb in Deutschland einen Preisanstieg von 2,01 Prozent erfahren und kostet jetzt 78.000 statt bisher 76.400 Euro.

Einige Optionen scheinen jedoch einen unerklärlich hohen Preisaufschlag bekommen zu haben. So kosten die 19″ Winterreifen laut einiger Nutzer (konnten wir leider nicht reproduzieren) nunmehr 3.100 Euro statt bisher 2.400 Euro. Das entspricht einem Preisanstieg von beinahe 30 Prozent. Ein solcher Anstieg kann nicht ausschließlich dem starken Dollarkurs zugerechnet werden.

Da Tesla Motors im Laufe dieses Jahres die Preise stehts dem Wechselkurs angepasst hat, spricht beispielsweise der Nutzer Healey von einem Wertanstieg seines Model S um über 20.000 Euro, im Vergleich zum Vorjahr. Der heutige Gebrauchtwagenpreis seines Fahrzeugs könnte damit sogar höher liegen, als der Neupreis des Fahrzeugs bei der Bestellung Anfang November 2014.

Erst kürzlich haben wir darüber berichtet, dass Tesla Motors E-Mails an die eigenen Kunden verschickt und sie darüber informiert, dass der Wert ihres gebrauchten Fahrzeugs gestiegen ist, da die Nachfrage nach gebrauchter Model S hoch sei. Diese Kunden können sich den Wert bei ihrem Tesla Store berechnen lassen und das Fahrzeug gegebenenfalls gegen ein neues eintauschen.

  • Blackmen

    …unsere Inflationsrate wird 999 Jahre bei exakt Null liegen….!!!! 😉

    …alles unter Kontrolle.

  • Dejan Stankovic

    Als ich meinen ersten Model S bekommen habe war bei der Auslieferung eine Differenz von 8.600€ zu meinen Gunsten – Tesla hat mir diesen Betrag zurück-überwiesen! Also, es geht auch anders aber da kann Tesla nichts dazu.

  • Mika

    Werden die Preise auch nach unten dem eventuell schwächenden Dollar folgen?
    LG

    • TK

      Hallo Mika, über Ihnen hat jemand fast zeitgleich kommentiert. Scheinbar geht das Ganze auch andersherum 🙂

  • Tesla-Fan

    Die Erfahrung mit der Tesla-Webseite lehrt, das man ca. 3-4 Tage warten sollte, bevor man nach eine Änderung wegen irgendeinem Preis rummotzt. 😉
    Warum die Webseite so dilettantisch gepflegt wird erschließt sich mir bei dem Anspruch, den Tesla an sich selbst stellt, allerdings nicht.

    Inzwischen kosten die Winterräder wieder 2400€ 🙂

  • Dr.M.

    Ja, stimmt, Tesla passt sich da ziemlich genau den jeweiligen Wechselkursen an, so auch im Januar 2015, als die Schweizer Notenbank den Mindestkurs von 1,20 zum Euro aufgab und der Franken über Nacht gegenüber fast allen Währungen 20% an Wert gewann. Damals wurden die Preise dann zumindest in der Schweiz gesenkt.
    Was die 19 Zoll Winterreifen angeht, da gibt es zwei Reifenarten, beide sind (noch…) teurer geworden, aber nicht um den oben genannten Betrag.
    Auch wenn Tesla nichts dafür kann und man nicht erwarten kann, dass Tesla diese Wechselkursrisiken selbst abdeckt: Einfacher wird es für Tesla in Europa dadurch nicht, denn die Preissteigerungen werden natürlich auch das Model X und auch das Model 3 betreffen. Beim X mögen Käufer in diesem Preissegment das noch verschmerzen können, bei dem Modell für den Massenmarkt wird die Luft aber schon wesentlich dünner. Und die Konkurrenz im Bereich um die 35.000 – 40.000 Euro Preisklasse schläft nicht, Nissan mit dem neuen Leaf, GM mit dem Bolt, etc. haben auch Fahrzeuge mit um die 200 Meilen angekündigt.
    Fragt sich also, wie Tesla das Problem lösen will, denn bei der Geldpolitik der EZB wird sich an den Wechselkursen absehbar nichts ändern, im Gegenteil, die FED denkt ja angeblich eher über Zinserhöhungen indem USA nach, was den Wert des Dollar weiter erhöhen dürfte.
    Ein Werk in China ist zur Umgehung der dortigen Importzölle und zur Erlangung von Subventionen für Elektroautos schon im Gespräch. Sieht so aus, als ob Tesla auch in Europa ein Werk aufbauen müsste – GM hat über Opel schon eines, und wenn die Meldung auf Greencarreports von vor einigen Tagen stimmt, dann soll der Bolt schon 2016 auf den Markt kommen, zumindest in den USA.
    Es bleibt also spannend….

    • Michi

      Der Bolt von GM ist vom Design her eine Frechheit, da ist ja der i3 noch schöner …
      Aber ja, für Tesla wird es nicht einfacher, was man hört wird BMW beim i3 die Reichweite fast verdoppeln (auf ca. 180-200 mi) und der Leaf bekommt auch ein Upgrade demnächst.
      Und nicht zu vergessen der ZOE, vernüftiges Auto zu vernüftigem Preis (ab 16k€ ohne Batteriemiete oder sowas) und hat halt auch ne Reichweite von 240 km hab ich grad gesehen.
      Natürlich wird Tesla mit Design punkten (hoffentlich machen die keinen Fehler à la Model X proportionen in der Seitenlinie) und bessere Performance. Aber Tesla bekommt auch langsam in die Problemregion, die alle Massenhersteller haben: Produktionsmanagement (können Zahlen nicht einhalten durch Produktionsausfall), Supply Chain (Sitze Model X), Zulassungen von Komponenten (Autopilot in Hong Kong), Vertriebsnetz (lange Wartezeiten bei Reperaturterminen) … Da muss noch ordentlich Geld in die Hand genommen und Infrastruktur geschaffen werden. Was die großen hier in Europa schon haben.

      • notting

        – Der Zoe hat „In Verbindung mit 17″-Standardbereifung: 225 km“ NEFZ-Reichweite.
        – Dir ist hoffentlich klar, dass 180 Meilen (wohl EPA-Reichweite?) deutlich mehr als 240km sind _und_ die EPA-Reichweite deutlich näher an der Realität ist? (Zoe: „bei kalten Außentemperaturen ca. 115[km][Anmerkung 11]“)
        – Der Leaf hat kürzlich erst ein Upgrade auf 30kWh-Akku bekommen. Bis die im Laden deutlich mehr als das haben, wird’s doch sicher auch 2017 wie beim Model 3 bzw. der Zoe wird da sicher auch entspr. nachziehen?

        notting

    • „ELMO“

      So weit, so richtig, Dr. M, aber Wechselkurse hin oder her, weder fuer den Bolt noch fuer den Leaf oder sonst irgend ein Modell eines Wettbewerbers ist ein Netz wie das der Supercharger in Sicht. Die Konkurrenz schlaeft nicht?

      Und trotz des gewaltigen Vorsprunges, macht Tesla kein Nickerchen – wie man in den letzten Wochen auch in DE wieder beobachten konnte, siehe „supercharge.info“…

  • electric

    Das SC Netz ist schon toll, man muss aber sagen Zoe/ Leaf 2017 mit 400 km NEFZ haben keine Reichweitenprobleme mehr. Schon heute fahren welche quer durch Europa, das normale Ladenetz ist in England, Niederlande, Dänemark, Österreich, Schweiz sehr gut, Frankreich Deutschland bekommen auch ein paar Schnelllader bis 2017. Ich sehe das nicht als Konkurrenz zu M3 sondern E-Autos sind immer Konkurrenz zu den Abermillionen Verbrennern…

  • Dr.M.

    O.K.,ich vergessen das Supercharger Netzwerk zu erwähnen, richtig, ist genial und das hat nur Tesla. Da hat Tesla was up and running, wo andere ankündigen und ansonsten auf den Steuerzahler warten.Aber trotzdem, auch das will bezahlt werden und wer weiß, ob das bei der Basisversion des 3 kostenlos sein wird – bisher hieß es immer nur, dass 3 Zugang zu den Superchargern haben wird, aber free for life?
    Keine Missverständnisse, ich wünsche Tesla wirklich mehr als nur viel Erfolg – im März werde ich mir das Model 3 ganz sicher reservieren…

    • Michi

      Werde mir das Model 3 auch reservieren (falls Design stimmt). Aber mit dem free SC-Netzwerk muss ich Sie wohl enttäuschen. Ein bekannter bei Tesla (SC Netzwerk DACH) hat mir erzählt, dass das Model 3 Zugang haben wird (gegen Aufpreis) aber es wird nicht kostenlos sein (was das SC Netzwerk auch komplett überlasten würde). Es wird Strompakete zu erwerben geben.
      Tesla möchte aber mehr 22 kW Charger für private Häuser anbieten, dass das Model 3 immer noch in 2-3h geladen ist.

  • Rastopherus

    Ich glaube eher nicht, dass die Aufladungen an den SCs für das Model 3 komplett kostenlos sein werden. Da es beim Model S schon nicht genehm war, dass so viele die SCs frei nutzen, wird man wohl andere Möglichkeiten suchen. Vielleicht gibt es verschiedene Tarife, bei denen jeweils eine bestimmte Anzahl an Ladungen (pro Jahr) kostenlos ist, danach muss für jede weitere Ladung gezahlt werden. Je mehr freie Ladungen, umso teurer. Logisch. Eventuell gibt es auch eine Super-Flatrate, die dann auch entsprechend kostet. Bei Handy-Tarifen hat man sich an solche Prinzipien gewöhnt, warum demnächst nicht auch beim Auto? Man muss sich dafür auch nicht extra registrieren lassen, da beim Laden das Fahrzeug doch sowieso identifiziert wird. Wenn man das von Anfang an fair kommuniziert, sollte es keine Verstimmung bei den (künftigen) Kunden von Tesla geben.

  • Turbo Diesel

    Tesla wird immer teurer bei uns, ich glaube, die wollen gar keine Autos verkaufen. Elektroautos sollten doch billiger werden, Tesla 60 KW ist 7.000 Euro teurer als 2012/13 als es auch schon ein 60 KW-Modell gab…..