40 Prozent der Kunden bestellen „Volles Potenzial für autonomes Fahren“, obwohl bisher nicht verfügbar

Wie das Online-Magazin Electrek von mit der Angelegenheit vertrauten Personen erfahren haben will, haben von den mehr als 90.000 Kunden mit der Autopilot-Hardware 2.0 etwa 77 Prozent (über 69.000 Kunden) die verbesserten Autopilot-Funktionalitäten gekauft, während etwa 40 Prozent (über 35.000 Kunden) sogar das volle Potenzial für autonomes Fahren kauften.

Für die über 35.000 Kunden bedeutet das, dass man einen Aufpreis von aktuell 3.600 Euro bezahlt hat, für Funktionen, die bisher nicht verfügbar sind. Auch ist unklar, wann die Software den Stand erreicht, in der sie vollständig autonomes Fahren ermöglicht. Die verbaute Hardware soll dafür jedoch ausreichen, falls nicht, würde Tesla diese kostenlos mit neuer Hardware austauschen.

Tesla selbst weiß nicht, wann diese Funktionalitäten verfügbar sein werden. In der Beschreibung heißt es: „Wir können noch nicht präzise voraussagen, wann die einzelnen Elemente der oben beschriebenen Funktionalität verfügbar sein werden, da sie jeweils die rechtliche Zulassung durch die zuständigen Behörden benötigen.“

Bisher haben sich etwa 23 Prozent der Kunden gegen verbesserte Autopilot-Funktionen entschieden. Dennoch ist auch in diesen Fahrzeugen die entsprechende Hardware verbaut, die auch Fahrzeuge mit verbesserten Autopilot-Funktionalitäten haben. Zudem tragen diese Fahrzeuge ebenfalls dazu bei, die Software von Tesla durch das Senden von Fahrdaten zu verbessern.

Wenn ein Kunde ohne entsprechende Funktionalität sich entscheidet, künftig diese nutzen zu wollen, dann muss er für das nachträgliche Freischalten der verbesserten Autopilot-Funktionalität 6.200 Euro statt 6.000 Euro bezahlen, die normalerweise beim Fahrzeugkauf fällig wären. Das volle Potenzial für autonomes Fahren kostet hingegen 4.200 Euro statt 3.600 Euro, wenn man es nachträglich freischalten lässt – wobei die verbesserte Autopilot-Funktionalität Voraussetzung ist.

Tesla hat mit einer aufpreispflichtigen Option weit über 100 Millionen US-Dollar gemacht, obwohl man noch nicht voraussagen kann, wann diese überhaupt verfügbar sein wird. Wenn man sie jedoch in den nächsten Jahren verfügbar macht, werden sich sicherlich zahlreiche Kunden diese nachträglich freischalten lassen, was erneut Einnahmen aus bereits verkauften Fahrzeugen bringt.