Tesla stellt Radar-Experten von Automobilzulieferer Delphi Automotive ein

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Wie der Branchendienst Electrek berichtet, hat Tesla im vergangenen Monat den Leiter des Bereichs fortgeschrittene Radarsysteme von Delphi Automotive, einer der weltweit führenden Automobilzulieferer, für die Entwicklung der eigenen Radarsysteme eingestellt. Duc Vu hat die letzten zwei Jahre bei Delphi gearbeitet und dort Radarsysteme der neuesten Generation entwickelt.

Bevor Vu für Delphi arbeitete, hat er für das Naval Air Systems Command (NAVAIR) der US Navy entsprechende Radarsysteme entwickelt und an seinen Doktorgrad in Elektrotechnik gearbeitet, den er dann 2012 von der University of Florida erhielt. Das Thema seiner Abschlussarbeit war: Advanced Techniques for Synthetic Aperture Radar Image Reconstruction (PDF).

Elon Musk hat mehrmals verkündet, dass er Radarsysteme gegenüber LiDAR bevorzugt, da diese durch Regen, Nebel, Schnee und Staub sehen können. Er hofft mit den eigenen Systemen ähnliche Punktwolke-Karten erstellen zu können, die mit LiDAR möglich sind. Dies soll durch „zeitliche Glättung“ erfolgen. Vu könnte als Radar-Experte genau an dieser Umsetzung arbeiten.

Delphi Automotive hat im letzten Jahr mit dem eigenen Radarsystem eine autonome Fahrt von San Francisco nach New York durchgeführt, also von der West- zur Ostküste, und konnte dabei 99 Prozent der Strecke vollkommen autonom fahren. Dabei nutzte man einen modifizierten Audi Q5.

  • Nelkenduft / AHF

    Wenn ich überlege, dass deutsche Hersteller es über 10 Jahre lang nicht geschafft haben auch nur einen simplen USB-Stecker an ihre Autoradios zu bauen und das später dann über dreistellig teures Zubehör ermöglicht wurde, dann können die sich bei dem Takt den Tesla vorgibt wirklich warm anziehen.
    Die meisten Hersteller haben doch in den letzten 10 Jahren vorwiegend nur an einer Software gearbeitet, nämlich an der, die den Prüfstand und damit alle Kunden bescheisst.

    • Jens B. H.

      Wahre Worte!

    • MRd74

      Genau, und diese Mentalität abzustreifen wird schwer. Wir Europäer sind ein verkorkster, Träger, verwöhnter Haufen. Für nichts ausser Konsum zu begeistern. Tschuldigung muss ein bisschen schweizer Abstimmungsfrust loswerden. Tesla gönne ich von Herzen jeden, nicht über das Portemonnaie gesteuerten, Mitarbeiter begeisterungsfähig und Risikofreudig.
      Frust immer noch da!

      • theBIGeasy

        Stimmt schon, den Amis ist Konsum total fremd. Und Wir Europäer sind ja alle gleich.

        • MRd74

          Die Schublade wurde geöffnet….
          Es geht doch nicht ums wo sondern um das wie! Tesla ist nun Mal in den USA.

      • ThomasJ

        Hallo MRd74. Von Schweizer zu Schweizer: Wenn Grüne eine Initiative
        initieren (frühzeitiger Atomausstieg), wird sie grundsätzlich nicht angenommen weil
        sie grün ist. Das ist in der SVP geschwängerten Eidgenossenschaft schon fast
        Gesetz. ABER, diese Themen landen früher oder später auch in der politischen
        Mitte (grundsätzlicher Atomausstieg, in den 70er Jahren das Grünethema, heute
        das Mittethema).

        Telsas Philosophie macht es für die weniger ökologisch interessierten Mitmenschen nun auch interessant, weil da ein Auto (M3) kommt das bezahlbar, niedriger Unterhalt, grosse Reichweite UND geil aussieht. Für die Ökos (die eigentlich auch ein geiles Auto möchten, das aber nicht offen zugeben können weil Öko = “muss hässlich sein Image“) gibt es alles auch, für das geile Aussehen kann man sich ja bei den Genossen entschuldigen.. ;-).

        Es kommt schon gut, wir arbeiten dran .. 😉

    • Skynet

      Bei einem gewissen Verständnis für Deinen Ärger sollte man doch mal realistisch bleiben. Tesla vermarket sich im Internet wie vielleicht kein anderer Hersteller aber tatsächlich sind doch ständige Personalwechsel an der Tagesordung, nur schreiben andere darüber nichts. Wenn ich mal einen aktuellen Oberklassewagen mit einem vor 10 Jahre vergleiche hat sich da ganz erheblich gerade bei den ganzen Helferlein getan.

      Auch in einem Tesla steckt viel deutschen und europäisches KnowHow. Tesla kann man bisher die Weiterentwicklung der Akkus und der DU zu Gute halten, der Rest stammt aus dem Baukasten der Zulieferer. Ohne die Deutschen gäbe es vielleicht bis Heute keine Autos und auch keine MP3-Dateien die zumindest ich schon lange nicht mehr per USB übertrage.

      Ich weiß nicht was Du fährst oder gefahren bist. Ich bin einen Tesla S bisher nur ein Wochenende gefahren und finde – fernab der Beschleunigung und Bremsen – dort noch sehr viel Abstand und Potiential nach oben zu aktuellen preislich vergleichbaren Fahrzeugen. Natürlich ist der Preis dem Akku geschuldet, trotzdem hätte ich mir eigentlich mehr versprochen.

      Letztlich findet ein Wettbewerb statt, der für meine Begriffe in China für alle ausländischen Hersteller schon längst verloren ist und den Tesla vermutlich auch in Europa verlieren wird sofern Sie nicht bereits 2017 das Modell 3 zu einem vernünftigen Preis liefern. Die Konkurrenz wird immer größer und nur die Möglichkeit des autonomen Fahrens gegen einen hohen Aufpreis wird für die meisten kein Kaufargument sein.

      • Fritz!

        „Tesla kann man bisher die Weiterentwicklung der Akkus und der DU zu Gute
        halten, der Rest stammt aus dem Baukasten der Zulieferer.“

        Das ist genau nicht richtig. Natürlich hat auch Tesla Zulieferer, aber die Fertigungstiefe liegt bei Tesla bei sensationellen 70%, Audi hat, glaube ich 24% beim A4. Das mag dann auch dem Umstand geschuldet sein, daß Tesla halt im Vergleich zum Mitbewerber Mercedes oder BMW noch ein wenig lernen muß, was wirklich Oberklasse ist. Sie tun es, viele Teile werden im Laufe der Zeit immer besser. Sind halt noch ein wenig jung, haben aber nicht den Fehler gemacht, sich von den Zulieferern komplett abhängig zu machen. Das mag man nun gut (unabhängig, frische Ideen, OTA, …) oder schlecht (noch nicht die Qualität/Spaltmaße/…) finden.

      • Andreas Ullrich

        Ich werde es ab morgen „erfahren“ (*freu*) wie weit ein MS auch als Premiumfahrzeug gelten darf – über was oder wer definiert das eigentlich?

        Bei einem BMW X1 od. ähnlichem aus Ingolstadt oder Sindelfingen erschiliesst sich mir der Begriff „Premium“ auch nicht wirklich… (Bin selber über Jahre 6 BMW’s gefahren, vom 320i bis M3. Fazit: 2 kapitale Motorschäden und Premium-Gold-Card Member bei BMW Mobility wegen allerlei Premiumdefekten 😉

        Nach 8 Jahren Lexus Hybrid liegt die Latte zum Thema Qualität und vor allem Zuverlässigkeit sehr hoch. Nur, ich will den nächsten Schritt mit einem Pionier gehen und da bin ich auch bereit ein paar Abstriche zu machen. Bei allem versteckten Neid, sollte man bedenken, dass das MS das erste Serienauto von Tesla ist (nach dem Versuchsträger Roadster).

      • Nelkenduft / AHF

        Aber jetzt mal Hand aufs Herz, von welcher Konkurrenz, die immer größer wird, schreibst du da? Ich sehe bei keinem einzigen deutschen Premium-Hersteller auch nur die Ankündigung eines Konkurrenzproduktes für das M3. Die traurigen und hilflos wirkenden Ankündigungen von Audi und Mercedes nehme ich gar nicht ernst, die nächste Generation elektrischer VWs ist noch verdammt weit weg und BMW mag im stillen Kämmerlein den Model-3-Killer vorbereiten, aber kommuniziert haben sie das bisher nicht.

        • ice401sbb

          Opel kann sicher in einem gewissen Mass zum Model3-Killer werden. Der neue Opel Ampera spricht dieselbe Klientel an, könnte sogar im Nutzraumkonzept besser sein! Opel hat in den vergangenen Jahren eine enorme Entwicklung gemacht, auch bei den Verbrennern – Jahrelang als Papamobil und „Fahrer mit Hut und Wackeldackel“ verschrien – haben sie jetzt modernste Verbrenner mit neuster Technik, verpackt in tollem Design, auf dem Markt. VW/Audi bietet seit Jahren dieselben Kisten mit einem antiquierten Interieur an, die paar E-Mobile von ihnen in selbem Stil. Opel könnte die Wende schaffen – vor allen anderen deutschen Herstellern!

          • Jens B. H.

            Opel? echt jetzt?

          • ice401sbb

            Exakt! Bevor mein Sohn ebenfalls auf Tesla umgestiegen ist besass er einen Opel Ampera mit RangeExtender. Ich konnte damals damit, bevor ich meinen Tesla bestellte, meine ersten Erfahrungen mit der E-Mobilität machen. Ich fand es ein hervorragendes Konzept – mein Sohn erreichte einen Durchschnittsverbrauch von 1 Liter auf 3400 km – er fuhr konsequent nur elektrisch. Leider machte Opel den Fehler dass seine Händler damals die ganze Werkstatteinrichtung inkl. Ausbildung der Mitarbeiter selber finanzieren mussten. Aus diesem Grund hatten Opel-Händler kein Interesse den Ampera zu verkaufen. Ich hoffe sehr, dass Opel aus diesem Fehler gelernt hat und für den neuen Ampera e ein neues Verkaufskonzept erarbeitet. Wenn noch die Ladeinfrastruktur passt, sprich Typ2-Anschluss mit AC und DC-Lademöglichkeit mit CHAdeMO-Adapter dann wird’s ein Erfolg! Denn eines weiss ich mittlerweile aus Erfahrung, nicht die Akku-Grösse ist massgebend beim Kauf eines E-Mobil’s, die Lademöglichkeit ist viel wichtiger. Einzig in Deutschland ohne Tempolimit spielt der Akku eine Rolle, damit kann ich schneller mit höherem Verbrauch zwischen den SuC fahren.

          • Chris Hagen

            Ja Opel, ich bin echt am überlegen, fuhr jahrelang Opel, bekomme da Mitarbeiter Rabatt und das sind dann mal eben 10000 Euro weniger als mich mein m3 kosten wird, benötigt allerdings 1 Sekunde länger von 0 auf 100, mhmmm sind die Investition von 10000 Euro auf jeden Fall Wert, oder wie seht ihr das?
            Nein mal ehrlich, wenn das schnell Ladenetz in 2017 steht ist das schon eine Option für mich.
            Komisch in dem Artikel stand Opel noch neben den anderen deutschen Herstellern drin…
            Lang ist’s her.
            http://www.autozeitung.de/auto-news/neuer-einheits-stecker-zum-laden-von-elektroautos

          • Pamela

            Ich würde es Opel (den Opelianern) wünschen, hiermit gut einzusteigen.
            Der Ampera e ist für mich jetzt aus verschiedenen Gründen keine wirkliche Alternative zum Model 3, aber bei dem Mitarbeiterrabatt sieht die Welt schon anders aus.
            Das was mich aber wirklich stören würde, sind die 2,3 bzw. 4,6 kW fürs Laden zu Hause (d.h. 20 km für 1 Stunde laden ??). Aber jenachdem wieviel man braucht, kann das ja auch egal sein.

        • Skynet

          Der M3 soll ein Auto für den „Massenmarkt“ werden. Was Massenmarkt ist zeigen die Zulassungszahlen. Der M3 muss Leute ansprechen, die jetzt z. B. Golf, A3/A4, 3-er BMW etc. fahren. Trotz der Motorleistung müssen die Leute überzeugt werden, warum sie dafür dann mal ganz grob 10.000 Euro mehr bezahlen sollen. Gerade der Preis wird für Privatkäufer eine ganz entscheidende Rolle spielen. Die bereits vorhandene jetzige Konkurrenz kann man regelmäßig bei der Bafa nachlesen.

          http://www.bafa.de/SharedDocs/Downloads/DE/Energie/emob_zwischenbilanz.pdf?__blob=publicationFile&v=4

          Dazu kommt der neue Ampera, neue E-Golf, der IONIQ … Alle bereits vor dem M3 und wohl zum Großteil auch preiswerter. Am Beispiel VW-Skandal sieht man doch, wie die Deutschen ticken. Ob Skandal oder nicht, der Konzern verkauft noch immer mehr als jeder andere, nahezu als ob nichts passiert wäre. Realistisch gesehen wird ein Großteil bei ihrer bisherigen Marke bleiben und wenn zu einem E-Modell dann von dieser Marke wechseln.

          Erst Heute morgen im Autoradio habe ich einen Bericht gehört, dass über 1/3 der privaten Autofahrten max. 3km lang ist! Dafür braucht man eigentlich kein Auto und schon garnicht eins das auch noch 10.000 Euro mehr kostet. Andererseits hätten wir vermutlich schon viel mehr E-Autos, wenn der Unsinn mit der Akku-Miete nicht wäre. 49 Euro oder mehr monatlich zu bezahlen ist mehr als der Zweitwagen bei vielen an Sprit verbraucht. Insofern wäre für viele ein Plugin-Hybrid das sinnvollste. Doch beim Autokauf darf man wohl kaum mit Logik kommen, wie der SUV-Boom zeigt.

          Für mich/uns wäre der M3 als Zweit-/Drittwagen interessant. Letztlich werde ich aber auch da schauen, was ich für welchen Preis bekomme.

          PS:
          Interessanterweise sind in der Bafa-Liste bereits 25 Tesla S aufgeführt, dabei sollte ein entsprechend bestelltes Fahrzeug doch erst ab Februar geliefert werden. Hat jemand dafür eine Erklärung oder sind dies alles Vorführwagen?

    • Pamela
      • Fritz!

        Jupp, gut getroffen, der Artikel. Ein Freund von mir (frischer Ingenieur bei VW) sagt, die wirklich hohe Kompetenz hat VW nur noch im Bau von Karosserien, den Rest machen die Zulieferer. Vertigungstiefe von unter 30%, das wird sich noch rächen.

        Tesla liegt da bei 70%, es ist schlau, vieles im eigenen Haus aufzubauen (auch wenn es dabei einige Startschwrierigkeiten gibt/gegeben hat).