Autopilot-Zulieferer Mobileye wird Zusammenarbeit mit Tesla nicht verlängern

Mobileye gab im gestrigen Conference Call bekannt, dass man die Zusammenarbeit mit Tesla nicht verlängern werde. Das israelische Unternehmen stellt Assistenzsysteme für Fahrzeuge her, unter anderem auch für Tesla, die teilautonome Funktionen erfüllen. Zwar hat Tesla den Autopiloten selbst entwickelt, doch wurde beispielsweise der EyeQ3-Chip, der die Informationen aus den Sensoren verarbeitet, von Mobileye bezogen.

Für die aktuelle Generation des Autopiloten werden Mobileye weiterhin als Zulieferer dienen, zukünftig wird Tesla die Soft- und Hardware jedoch selbstständig entwickeln und produzieren, das deutet zumindest eine kürzliche Veröffentlichte Stellungnahme von Elon Musk hin. Der CEO äußerte sich gegenüber Bloomberg wie folgt:

Die Fähigkeit von Mobileye, diese Technologie weiterzuentwickeln, wird leider negativ davon beeinflusst, dass man hunderte Modelle von altbewährten Autoherstellern unterstützen muss.

Musk erklärt weiter, dass man von diesem Umstand jedoch ausgegangen sei und es deshalb keine unerwarteten oder negativen Folgen für den kalifornischen Autobauer haben wird. Womöglich wird man in Zukunft ein vollkommen selbstentwickeltes System verwenden, mit eigener Soft- und Hardware. Tesla stellte zuletzt mehrere AMD-Führungskräfte ein, darunter den ehemaligen CPU-Chefentwickler Jim Keller.

  • KingArtus

    na wollen wir hoffen, das es auf das Model 3 keine Auswirkung hat.
    es Fällt mir schwer zu glauben, das Tesla aus dem Nichts ein eigenständiges System stampfen kann.
    Andererseits kam die Software schon vorher von Tesla selbst, also ist es nur die Hardware, die kann man sich bei Bosch sicher auch besorgen bis man ein eigenes System hat.

    Wäre nur schön, wenn die sich dazu mal äußern würden.

    klares Plus von Tesla ist der Autopilot.. Das darf nicht vernachlässigt werden

  • Killian

    oder es wird eine intensivere Zusammenarbeit mit Bosch geben. Es gab mal ein Video von einem von Bosch umgebauten Model S. Die Hard und Software scheint ebenfalls sehr gut zu sein. Zumal das Radar ja schon von Bosch kommt. Denke nicht das das ein Problem werden wird.

    • TK

      Habe ich auch drüber nachgedacht, jedoch wird Bosch womöglich auch nicht exklusiv für Tesla produzieren und im Endeffekt wäre es das gleiche Dilemma wie mit Mobileye.

    • KingArtus

      Tesla wird die Erstellung der Software nicht aus der Hand geben, da sie mit Ihren Daten die Software ja auch stetig verbessern.

      Es geht um Hardware und dort ist Mobileye, soweit ist weiß Marktführend.
      die Chips von Denen sind wohl sehr gut. aber keiner ist unersätzlich.
      kann ja auch sein, das sie schon seit Jahren an alternativen Basteln von den man nichts mitbekommt und die Kündigung von Ihrerseits ausgesprochen wurde.

      Vielleicht hat BMW auch druck aus geübt, das Sie nur mitspielen wen Tesla dafür gehen muss. wir werden die Tatsächlichen Hintergründe wahrscheinlich nie erfahren.

      So oder So, muss Elon nun eine Alternative präsentieren, eine Gute.
      Denn eine Model 3 Ohne Autopilot wäre für mich ein Ausschlusskriterium.

      • NeX

        Ausschlusskriterium? Welche Alternative gibt es haben Sie gefunden für vergleichbares Geld? Oder haben Sie sonst ein Model S im Visier?

  • Dr.M.

    Jetzt wissen wir auch, warum Elon Musk neulich auf Twitter ein Gespräch mit Bosch „promising“ genannt hat. Da wusste er wohl schon, was kommt.
    Oder erinnere ich mich da falsch?

  • Phil

    Ich hasse die Deutschen Hersteller. Erst nicht aus der Potte kommen und dann, wenn es fast zu spät ist, sich alle Ansprüche unter den Nagel reißen, um dem Vorreiter die Luft abzuschnüren. Gut das Elon Musk das geahnt hat.

    • jean

      Ich glaube Sie haben das Falsch verstanden, Mobileye ist ein israelische Unternehmen.
      Das Deutsche Unternehmen (Bosch), was Sie kritisieren ist eine wahrscheinliche Variante zu dem Unternehmen Mobileye.

      Oder Tesla nimmt es selbst in die Hand:)

      Meiner Meinung nach wäre sowohl die Lösung mit der Firma Bosch als auch die Lösung des Problems von Tesla selbst eine gute Idee, da die Firma mehr Chancen hat sich weiter zu entwickeln und das Produkt verbessern kann.

    • jean

      Oder habe ich das Falsch Verstanden das Sie sich auf die Passage bezogen haben wo erwähnt wird das Mobileye sich mehr auf die anderen Hersteller (z.B. BMW) konzentriert?

      • Phil

        Ja so habe ich es gemeint. Ich hätte an Stelle von Hersteller wohl besser Autobauer geschrieben.

    • Harald Wenzel

      Mit der Sammlung von ein paar Informationen erhält man folgenden Überblick:
      Tesla wird als Kunde einen Marktanteil von 1% am Gesamtumsatz von Mobileye in 2016 haben. Der Großteil des Umsatzes beim Mobileye Shield wird mit TIER 1 Suppliern gemacht, die mit Ihren System alle Autobauer beliefern. Somit kann von unter dem Nagel reissen bzw vorenthalten wohl keine Rede sein.
      Die genaue Aussage von Mobileye ist auch, dass Sie die aktuellen Modellreihe von Ihnen (EyeQ3) weiter bei allen Kunden unterstützen, nur Ihre Neuentwicklung EyeQ4, die 2018 auf den Markt kommt wird nicht mehr für Tesla zur Verfügung stehen.
      Warum dass so ist kann nur spekuliert werden, es kann genauso sein dass Mobileye die Zusammenarbeit mit Tesla einfach nach den letzten Vorfällen zu heiß wird da Sie keinen Zugriff auf die Software haben, oder dass Tesla etwas selber entwickelt, oder, oder, oder.
      Für das Model 3 wird das sicher keine Auswirkung haben, den dort werden wahrscheinlich die gleichen Sensoren wie bisher eingebaut.

      • Phil

        Danke Herr Wetzels für Ihre Recherche,

        jetzt ebbt meine Wut etwas ab. Ich hätte mich wohl vorher etwas besser informieren sollen.

      • NeX

        Danke für die Infos Herr Wenzel. Lese die Seite hier nur wegen den qualifizierten Kommentaren, da es alle diese news schon Tage vorher auf englisch zu lesen gibt.

  • Grünspanpolierer

    Mobileye will einfach nicht mit noch mehr Toten Negativpresse erhalten!

    Tesla und Eigenentwicklung? Das Ergebnis kann man an den falcon wing Türen begutachten!

    Herr Musk hat noch nicht verstanden, dass ER von den Zulieferern abhängig ist und nicht umgekehrt!

    • Freeman

      Immer noch nicht mit deinem stinkenden verbrenner vor die Wand gefahren? Schade…

      Schonmal recherchiert was Tesla entwickelt hat und was nicht?
      Du mit deinen dauern negativen berichten, früher oder später wirst auch du raffen das Tesla genau den richtigen Weg geht!

      • TK

        Bitte solche Aussagen wie im ersten Absatz unterlassen.

    • Fritz!

      „Herr Musk hat noch nicht verstanden, dass ER von den Zulieferern abhängig ist und nicht umgekehrt!“

      Ähh, nein, ist er nicht (oder besser gesagt, viel weniger als alle anderen Auto-Hersteller).

      Schon mal was von Fertigungstiefe gehört? Dort ist Tesla einer der Hersteller, die eine solche nahe 70% erreichen, die bei Porsche (911er) liegt bei 20%. Die Abhängigkeit von Zulieferern ist also deutlich geringer als bei allen anderen Auto-Herstellern.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Fertigungstiefe

      • Grünspanpolierer

        Und wer von diesen beiden Herstellern verdient Geld?

        Von wirtschaftlichen Zusammenhängen verstehen Sie nichts? Ein Teil, das ich zukaufen kann ist immer besser und günstiger als eines welches ich erst selbst entwickeln, testen und in Kleinserie produzieren muss.

        Bestes Beispiel für die dilettantischen Entwicklungen bei Tesla sind die falcon wing doors und ihre Sensorik!!!
        Die Erfahrung der Zulieferer macht ein gutes Produkt aus!

        • mitleser

          „Und wer von diesen beiden Herstellern verdient Geld?“
          Das ist billig argumentiert,Grünspan. Überleg mal: Wann wurde Porsche gegründet, und wann Tesla? Stichwort Investitionen. Den Rest kannst du dir selber denken.

          • Grünspanpolierer

            Tesla hat einen gewaltigen negativen operativen cash flow, nur so zur Info!

          • Thomas

            Hi Grünspan,
            den Negativen cash flow hier hast du ja auch schon eine ganze Weile und dich gibt es ja auch noch und bist auch nur einer gegen alle hier, dass müsste doch deine angerußten Gehirnzellen doch ein Beispiel sein oder??
            Wir sind einfach zu viele die Tesla die Stange halten und es werden Täglich mehr, vor allem die nächste Generation kennt Tesla und Musk seine Denke sehr genau und das sind die Kunden von Morgen !

          • Nex

            Ja Grünspan, tesla hat negativen cashflow, und immer wenn deine haltlosen Behauptungen (z.B. es ist immer besser Teile zuzukaufen als selbst zu prodizieren => so ein Blödsinn) auf richtige Argumente treffen, führst dus auf den cashflow zurück. Das hat jedoch mit dem Topic nix zu tun, zumal wir ja gar keinen positiven cashflow bei den hohen Investitionen erwarten. Wenn du eine Autofirma gründest und von Anfang an Profit machst, sag bescheid.

          • Grünspanpolierer

            Man beachte das Wort ‚operativ‘!

            Investitionen in Chipentwicklung? Oder gar Drehautomaten für DIN Schrauben? 🙂
            Ist doch billiger als zukaufen!?

  • FMH

    Seit 2015 ist BOSCH auf jeden Fall sehr agil aufgestellt.
    Ich habe selbst auf dem ScrumDays 2015 dazu viele Beispiele gesehen.
    In der Key-Note hat Bosch Chef Dr. Denner sogar die Herausforderung mit der agilen Arbeit bei Tesla genannt warum sich sein Unternehmen in der Arbeitsweise umstellen muss (siehe Link unten).
    Die Gesamte Produktentwicklung wurde daraufhin auf Scrum umgestellt.

    Passt also wuderbar zur Arbeitsweise von Tesla – ich würde mich freuen!

    Siehe auch hier:
    weiter unten „Beispiel 2: Agile Kooperation mit dem Partner Tesla“
    http://www.bosch-presse.de/presseforum/details.htm?txtID=7273

  • mitleser

    Was geht bei George Hotz?:-) Hat er Musk inzwischen angepingt?!
    http://teslamag.de/news/elon-musk-hacker-george-hotz-6103