Utah: Oberste Gerichtshof bestätigt Verkaufsverbot für Tesla

Tesla ist bereits seit Anfang 2015 mit einem Standort im US-Bundesstaat Utah vertreten. Obwohl man über eine Tochtergesellschaft Millionen in den Bau dieses Stores gesteckt hat, der quasi als vollwertiges Autohaus dienen sollte, ist daraus lediglich eine Galerie mit Service Center geworden. Grund dafür: Tesla wird die Lizenz zum Verkauf von Fahrzeugen verweigert.

Nun bestätigte auch der oberste Gerichtshof von Utah das Gesetz, wonach es Tesla verboten ist, die eigenen Fahrzeuge über den Direktvertrieb zu verkaufen. Tesla müsste demnach eigene Vertragshändler vor Ort haben, um Fahrzeuge in Utah vertreiben zu können. Das passt jedoch überhaupt nicht in das Konzept des Elektroautobauers, der zudem keinerlei Rabatte gewährt.

In der Galerie mit Service Center in Utah dürfen die Angestellten somit weiterhin keine Fahrzeuge verkaufen, Testfahrten anbieten oder gar über Kaufpreise der Fahrzeuge sprechen. Der Standort darf lediglich als Informationsquelle dienen, während Testfahrten und Bestellungen entweder online oder in einem benachbarten US-Bundesstaat getätigt werden müssen.

  • Nolagadh

    Wenn Trump mehr Arbeitsplätze will dann sollte er mal an der antiquierten Gesetzgebung der einzelnen Staaten schrauben.
    Nur weil es vor 80 Jahren eine gute Idee war die Händler von den Herstellern zu trennen heisst das nicht dass es jetzt noch zeitgemäß ist.

  • Christian Kitzke

    Abbauen und in einem anderen Bundesstaat wieder aufbauen. Wer nicht will, der hat schon.

    mfg
    ck222

  • KingArtus

    mal ne kleine Frage…

    Könnte tesla nicht ein Subunternehmen gründen, 100%tige Tochter, die eben die Funktion übernimmt?

    • Teslamag.de (TK)

      Tesla hat bereits ein Subunternehmen in Utah zu diesem Zweck gegründet. Das Gericht erlaubt es trotzdem nicht, da Autohersteller nicht am Verkaufsprozess beteiligt sein sollen, auch nicht durch Tochterunternehmen. Es muss somit zwingend über einen Drittanbieter laufen.

      • KingArtus

        Ich denke auch, das es nur ein vorgeschobenes Argument ist.

        Aber lobby sei Dank, werden heutzutage Entscheidungen nicht nach Vernunft entschieden.

      • Kyle Seven

        Ergebnis wird sein: Service Center und Galerie und daneben stellen Sie noch drei freue Techner zum Online Ordern beim Händler im nächsten Staat

    • Karl

      Genau das hat man IMHO ja auch probiert und dies wurde vom Gericht nicht als ausreichend bewertet. Ein Vergleich mit Amazon passt zu der Vermutung, das diese ablehnende Begründung nur vorgeschoben war.

    • Kyle Seven

      Einzige Variante wäre meines Erschtens dass Tesla eine Tochter gründet zB mit einem Finanzinvestor a la KKR und nur 49,9% hält, bin aber nicht sicher, ob der Gewetzgeber in Utah überhaupt eine Beteiligung erlaubt.

      Deshalb glaube ich eher, dass sie nur Service Store und Showrooms vorhalten und eben freie Terminals zum Selber konfigurieren und beim Hradwuarter bestellen

  • Fatehjot Florian Singh Zach

    Letzte Kräfte eines sterbenden Riesen der da um sich schlägt…Tesla ist soviel Zukunft in der Gegenwart, das halten nicht alle aus..so oder so..der größte E-Boom kommt erst

  • Don Barbone

    Und wo genau liegt das Problem für Tesla wenn Drittanbieter ihre Autos verkaufen?
    So hätten sie doch dchon Verkäufe wenn die Autos im Laden stehen egal ob der Drittanbieter die Autos dann verkauft oder zählt das dann nicht als Verkauf?

    • Kyle Seven

      Hoheit über den Endpreis inhouse Marge im Vertrieb Schulung und Qualifikation der Nitarbeitet Repräsentanz des Konzerns

      • Don Barbone

        Es gibt bei Tesla doch sowieso nur Festpreise oder nicht,egal ob ich online oder in Bremen oder München im store kaufe?!

        • Kyle Seven

          Weil die Stores Tesla gehören, bei Dritthöndler haben diese die Hoheit über den Endpreis und könnten von ihrer Marge Rabatt geben

          • Don Barbone

            Aber der Dritthäbdler bekommt die Autos doch nur zum gleichen Preis wie ein Normalbürger..dann kann es Tesla doch egal sein wenn der Händler ihn günstiger anschließend verkauft?

          • Andreas Ullrich

            Ist jetzt aber nicht Ihr Ernst – oder?

          • Kyle Seven

            Nee der Dritthändler bekommt den Preis abzüglich der Händlermarge, diese Marge ist was Tesla ja mit eigenen Läden auch selbst abgreift.

            Wenn Sie dann verdonnert werden, einen dritten als Händler zu beauftragen, müssen sie diese Marge abtreten, einerseits wird es eine Frage der Höhe sein und andererseits verliert Tesla dann in Utah die Endpreishoheit.

        • Kyle Seven

          Hier ging es ja genau darum dass Utah nicht erlaubt dass Tesla eigene Stores hat

        • Andreas Ullrich

          Ein Händler muss ja auch leben, sprich eine Marge haben. Bei Direktverkauf bleibt die ganze Marge bei TESLA – capiche? 😉