Vorführwagen geben Hinweis auf baldige Leistungssteigerung bei 100D-Modellen

Tesla hat erst im Juli dieses Jahres die Leistungswerte der Nicht-Performance-Modelle mittels Softwareupdate teilweise signifikant gesteigert. Genauer sahen die Verbesserungen der Beschleunigungswerte (0-100 km/h) wie folgt aus:

  • Model S 75: Von 5,8 auf 4,6 Sekunden
  • Model S 75D: Von 5,4 auf 4,4 Sekunden
  • Model S 100D: Von 4,4 auf 4,3 Sekunden
  • Model X 75D: Von 6,2 auf 5,2 Sekunden
  • Model X 100D: Von 5,0 auf 4,9 Sekunden

Nun gibt es einen Hinweis darauf, dass bald zumindest die 100D-Modelle eine erneute Leistungssteigerung erfahren könnten. Wirft man einen Blick auf die aktuell verfügbaren Vorführwagen auf Tesla.com, so findet man bei den genannten Modellen Werte zu den Leistungsangaben, die nicht den Werten entsprechen, die aktuell im Online-Konfigurator stehen.

So beschleunigt das Model S 100D laut Online-Konfigurator eigentlich in 4,3 Sekunden von 0-100 km/h, bei allen Vorführwagen dieser Modellvariante steht jedoch ein Beschleunigungswert von 3,3 Sekunden. Und auch das Model X 100D soll laut Online-Konfigurator in 4,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen, tut es jedoch laut Angaben bei den Vorführwagen in 4,5 Sekunden.

Von offizieller Seite gab es diesbezüglich noch keine Ankündigung, weshalb man eine Leistungssteigerung noch nicht bestätigen kann. Die Angaben sind jedoch eindeutig und dürften nicht auf einem Schreibfehler rühren, da die Angaben bei allen Vorführwagen identisch sind und zudem sowohl das Model S 100D als auch das Model X 100D diesen Unterschied aufweisen.

  • Dennis Pianka

    Beim X könnte ich mir die 0,4 Sekunden Steigerung vorstellen so dass es gut zur Differenzierung zum 75D passt. Vor allem bei den Aufpreis.

    Aber bein S kann ich mir das nicht vorstellen. Eine ganze Sekunde ?
    Wer sollte dann noch einen P nehmen ?
    Könnte mir vorstellen dass das auch in Bereich 0,4 Sekunden landen wird sprich 3,9 Sekunden auf 100.

    Ich finde das wunderbar denn die starke Beschleunigung macht ein Riesen Spaß mit Tesla.

    • Christian Kitzke

      Vielleicht wird das P Modell auch noch verbessert.

      • Hubert

        Da ist kaum noch Potential. Die Beschleunigung des P bis auf 100 km/h wird nahezu ausschließlich von der Traktion der Räder begrenzt. Er beschleunigt so schnell wie er bremst. Potential gibt es erst bei höheren Geschwindigkeiten.

        • Fritz!

          Nö, da ist noch merklich Potential. Der E-Sportwagen der Uni Zürich lag 2016 bei 1,513 Sekunden, da geht also noch was…

          • Hans Peter

            Der Wagen der ETH/ UZH kommt jedoch auf ein PS/ Gewicht Verhältnis von ca. 1,2. Da muss Tesla zaubern um von den max. 0,35 des P100D in diese Gefilde zu kommen.
            Am besten kommt der Wagen dann auch gleich mit Slicks, wie das Schweizer Forschungsprojekt, an den Start 🙂
            Unabhängig davon: Eine unfassbare Leistung für ein Fahrzeug dieser Klasse! Chapeau

          • Fritz!

            Das der Rennwagen der ETH ein anderes Leistungsgewicht hat, ist mir schon klar. Ich wollte damit nur sagen, Tesla ist noch nicht an der physikalischen Grenze angekommen, da ist noch Luft (auch wenn die sehr teuer ist/wäre).

      • Mehmed

        Ich schätze Mal von 2.4 Sekunden auf 2.2 oder bis zu 2.0

  • volsor

    3,3 Sekunden!? Echt jetzt…! Wer braucht das .? Ein paar Kilometer mehr Reichweite , sagen wir pro Zehntel Sekunde 10 km. 😉

    • Fritz!

      Mehr mögliche Beschleunigung kostet nichts, sprich, wenn der Motor nebst Steuerelektronik den Wagen in nur 5 Sekunden auf 100 km/h bringen könnte, würde er keinen Meter weiter fahren können.

      Ist halt komplett anders als beim Verbrenner, wo mehr Leistung zwingend in mehr Verbrauch mündet. Außerdem wenn Leistung, dann Beschleunigung, daß kann und darf man mehrmals am Tag machen, Höchstgeschwindigkeit ist totlangweilig und geht fast nie (keine Straße so lange frei…).

      • Dirk Pakosch

        Das hätte ich jetzt genauer erklärt bitte. Ich beschleunige 10 X in 5 sec. auf 100km/h und 10 mal in 9 sec von auf 100 km/h mit dem Tesla, und in beiden Fällen wird die gleiche Energie verbraucht, oder wie soll ich das verstehen. Kann Tesla zaubern?

        • W. Müller

          Dann lies mal den Text von Fritz! genau.
          Da ist die Rede von möglicher Beschleunigung und nicht von tatsächlich genutzter Beschleunigung.
          Die mögliche Beschleunigungsverbesserung braucht bei einem E-Auto wie dem Tesla KEINE zusätzliche Energie im Alltag weil diese in der Regel durch eine geänderte Ansteuerung des Zusammenspiels von Akku und Motoren erreicht wird.
          Beim Verbrenner braucht man alleine schon für die Bereitstellung möglicher Beschleunigung beim Verbrenner Änderungen an Motor und Getriebe, die auch ohne Abrufen dieser Beschleunigung sonst mehr Energie verbraucht.

          Ein Verbrenner hat halt einen Wirkungsgrad von nur ca. 18%.

          • Dirk Pakosch

            Ein Chiptuning beim Verbrenner ändert nichts am Motor oder Getriebe, und stellt trotzdem eine mögliche Beschleunigungsverbesserung dar auch wenn diese nicht abgerufen wird.

          • W. Müller

            Das stimmt so nicht. Ein Chiptuning verändert eine Reihe Kennfelder am Fahrzeug was in der Regel zu Mehrverbrauch auch im Normalbetrieb führt. Das Märchen mehr Leisung weniger Verbrauch sollten wir mal außen vor lassen.
            Die Ausnahme bildet das sogenannte ECO Tuning, dass einen geringeren Verbrauch zum Ziel hat.

          • Dirk Pakosch

            Ok, darüber kann man geteilter Meinung sein.

          • Chris Hagen

            Hallo, ich habe mich früher mit dem Thema Chip Tuning eingehend befasst, noch bevor ich festgestellt habe, dass skoda mir mein Eco Auto (Greenline) als Dreckschleuder untergejubelt wurde, aber dies nur am Rande…
            Bei den billigen Chip Tuning Versionen, da spreche ich von unter 1000€ werden in der Regel Standard Werte für die Motoren verändert, meist nur 1 bis 2.
            Zumeist wird nur die Einspritzdauer erhöht, was zu mehr Verbrauch und den unschönen Diesel Qualm Wolken führt und wie gewünscht zu mehr Leistung. Warum verbraucht man dann weniger? Weil die Verbrauchsanzeige fälschlicherweise nach der alten Programmier Dauer der Einspritzung den Verbrauch berechnet. Da man in der Regel nicht so lange beschleunigt.. Ja genau man braucht weniger. Leider trügerisch aber viel beworben.
            Folgen dieses Tuning erhöhte Wärme, mehr Abgase Katalysator kann zerstört werden usw. Luft Treibstoff Gemisch ist nicht mehr optimal usw… Führt zu mehr Verbrauch, mehr Abgasen und Folgekosten.
            Warum kostet ein echtes Tuning wohl mehrere tausend Euro?

        • DISQUS

          Nein, aber die Naturgesetze wollen es nun mal so, dass der Energieaufwand gleich bleibt, egal wie schnell sie den Tesla beschleunigen.

    • Ernst Bodmer

      Passt? Bin gleicher Meinung. Hoffe da sind nächstens dir wesentlichen ökologisch oder weiteren sinnvolleren News fällig.

  • Carsten Teelicht

    Ist das wirklich so wichtig?
    Und schon mal an den Verschleiß der Reifen gedacht? Wer hat das Geld sich alle 3000 Km neue Reifen zu kaufen.

    • Ernst Bodmer

      ..und dem Verbrauch an DU, und der Kosten nach Garantieende?!

    • W. Müller

      Nö, wichtig nicht aber es macht echt Laune. Und jetzt die gute Nachricht für alle Miesepeter:
      Man kann und darf auch die betreffenden Autos fahren ganz OHNE die volle Beschleunigung abrufen zu müssen. Und das sogar hundert tausende von km. KEINER wird gezwungen seine Reifen oder Antriebe zu verschleißen. Echt jetzt man darf ganz normal mit dem Teil fahren. Ist wirklich erlaubt.
      Toll, nicht?

  • Fritz!

    Desweiteren ist durch die Regeleung in Lichtgeschwindigkeit (so schnell ist Elektronik nun mal) der mögliche Verschleiß an Reifen gravierend geringer als bei einem Verbrenner nach ein paar Beschleunigungsorgien. Natürlich höher als ohne Beschleunigungsorgien, aber durch die extrem schnelle Regelung halt lange nicht so schlimm.

    Aber diese hohe Beschleunigung gibs hat fast gratis beim E-Auto obendrauf und diesen Vorteil (auf den halt viele Leute stehen) hat Elon Musk ganz bewußt „in Kauf genommen“.

    • Bob dB.

      Eine Regelung in Lichtgeschwindigkeit? Wie schaut sowas aus?

      • Fritz!

        Naja, so wie alle Elektronik.

        Wobei es nicht ganz stimmt, da haben Sie recht. In Kupfer beträgt die Geschwindigkeit von Elektronen nur ca. 200.000 km/s statt der Lichtgeschwindigkeit mit ca. 300.000 km/s, also nur ca. 2/3 Lichtgeschwindigkeit, da haben Sie mich glatt beim Übertreiben erwischt…

        • Bob dB.

          Ich glaube nicht nur beim Übertreiben, sondern auch beim Durcheinanderwirbeln von Einheiten. 😉 Dem Regler ist es herzlich egal, dass da die Elektronen mit 200 Mm/s rumflitzen. Für den ist immer noch die Zykluszeit entscheident. Also die Zeit die er für all die wunderbaren Berechnungen benötigt und da geben leider die verbauten Prozessoren den Takt vor. Das wird aktuell alles noch in Hz oder s angegeben, ich denke das wird auch noch ein Weilchen so bleiben, es sei den Elon hat da schon wieder eine vissionäre Idee in der Hinterhand, von der ich noch nichts gelesen habe.

          • Fritz!

            Ja, es sollte damit aber auch nur veranschaulicht werden, daß die Regelzeit eines E-Antriebes im Gegensatz zu der eines Verbrenner-Antriebes schon so um Faktor 1.000 bis 100.000 schneller ist, je nach CPU, Taktfrequenz (eher im GHz als im Hz Bereich), Latenz und vielen weiteren Faktoren.

          • W. Müller

            Ich glaube jeder mit etwas Humor und einem lachenden Auge hat das auch so verstanden.
            Aber Korinthen-Ka..er müssen das wohl anders sehen (edit).
            Jetzt kommt garantiert die Belehrung, dass auch GHz eine Einheit im Hz Bereich ist.

        • W. Müller

          Fritz! Du scheinst zu vergessen wie absolut humorlos so mancher Forenteilnehmer hier ist.
          Ich finde Deinen Hinweis mit der Lichtgeschwindigkeit jedenfalls sehr gut.
          Mit einem Augenzwinkern eben gesehen. Oder sollte ich sagen in einer Zykluszeit von 250 ps? Ach halt sooo schnell ist mein Auge dann doch nicht.

        • theBIGeasy

          Die Geschwindigkeit der Elektronen in Kupfer ist eher so im mm/s Bereich. Was Sie meinen ist die Geschwindigkeit der Signalübertragung.
          https://de.wikipedia.org/wiki/Driftgeschwindigkeit

        • W. Müller

          Siehst Fritz! wie ich sagte, manche Menschen sind halt humorlos und im Leben nicht glücklich, wenn Sie niemand belehren können. Aber dass man sich da noch die Blöße gibt, dass auch genauso hier zu präsentieren hätte ich jetzt nicht gedacht.

          • Fritz!

            Ja, ich wollte keinen zu langen Beitrag schreiben und nicht alle Infos aus meinem E-Technik-Studium von mir geben. Man muß nicht sofort alle Geheimnisse verraten.

            Aber zu widersprechen, obwohl die Geschwindigkeit der Singnalübertragung (auf die es ja bei der Steuerung ankommt) so hoch ist, ist schon besonders, wie soll ich es sagen, speziell. Aber das paßt schon…

  • Pamela
    • Fritz!

      Das Ding ist in München. Lohnt leider für mich keine 774 km Anfahrt. Hier im Norden wäre ich hingefahren…

      • Pamela

        Vielleicht hat ja unser Münchner nach Blümchen riechender Agent etwas Zeit zum Spionieren. Die Chance, dass da ein Model 3 rumsteht ist ja nicht so klein.

  • Karsten Jung

    Ich hätte lieber einen auf 200km/h gedrosselten Tesla mit 5-6 Sekunden auf 100km/h und dafür mehr Reichweite, auch wenn ich sie kaum brauche. 😉

  • Voltiver

    Der Teslastore Düsseldorf sagte mir, dass die Beschleunigungswerte bei den Vorführwagen alle falsch sind. Richtig sollen nur die bei den (neuen) Bestellfahrzeugen sein. Eine Verbesserung auf 3,3 Sekunden z.B. beim S 100D kann ich mir beim besten Willen auch nicht vorstellen. Mich wundert nur, dass die falschen Werte so lange nicht korrigiert werden.

    • Fritz!

      Das mag ich erst glauben, wenn ich es schwarz auf weiß von Tesla lese. Da habe ich bisher leider schon zu viele falsche Infos von Tesla-Verkäuferinnen und Verkäufern erhalten.

    • W. Müller

      Aha, und um uns das mitzuteilen hast Du Dich extra hier im Teslamag angemeldet? Warten wirs ab, was die Fakten sind.