Los Angeles: Tesla Model S soll „aus heiterem Himmel“ Feuer gefangen haben

Am Wochenende fing in Los Angeles am Santa Monica Boulevard ein Tesla Model S offenbar ohne Fremdeinwirkung Feuer. Der Fahrer des Fahrzeugs war der Ehemann der US-Schauspielerin Mary Catherine McCormack, der jedoch unbeschadet davon gekommen ist. McCormack teilte ein Video des Geschehens auf Twitter, wodurch der Fall erst Aufmerksamkeit erzeugte.

In der Nachricht auf Twitter schreibt sie:

Das ist heute mit meinem Mann und seinem Auto passiert. Kein Unfall, aus heiterem Himmel, im Verkehr auf dem Santa Monica Boulevard. Danke an das nette Paar, das ihm signalisiert und gesagt hat, er soll anhalten. Und Gott sei Dank waren meine drei kleinen Mädchen nicht mit ihm im Auto.

Tesla wird den Vorfall nun untersuchen, um festzustellen, wieso das Fahrzeug Feuer fing. Es wäre jedoch nicht der erste Vorfall, bei dem ein Tesla Model S ohne Fremdeinwirkung Feuer fängt. Im Januar 2016 ist in Norwegen ein Tesla Model S beim Ladevorgang am Supercharger ausgebrannt. Später wurde festgestellt, dass ein Kurzschluss an der Verteilerdose das Feuer entfacht hatte.

Ein weiterer Fall ereignete sich im August 2016 in Frankreich, als ein Model S bei einer Testfahrt Feuer fing. Hierbei soll eine von einem Mitarbeiter falsch verschraubte elektrische Verbindung die Ursache gewesen sein. Normalerweise werde diese laut Tesla von Robotern angebracht. Womöglich übernimmt das jedoch für europäische Fahrzeuge die Endmontage in Tilburg.

Anfang März 2017 brannte ein weiteres Model S in Jinqiao, Shanghai, aus. Zwar parkte das Fahrzeug an einem Supercharger, war jedoch nicht daran angeschlossen. Zu diesem Vorfall sind bislang keine weiteren Erkenntnisse bekannt.

Damit ist Tesla als Automobilhersteller jedoch nicht allein. Laut einem Bericht der National Fire Protection Association (NFPA) fingen in den USA zwischen 2006 und 2010 jährlich etwa 150.000 PKW Feuer. Dabei sind „Mechanischer Ausfall oder Fehlfunktion“ mit 45 Prozent und „Elektrischer Ausfall oder Fehlfunktion“ mit 24 Prozent die häufigsten Ursachen.