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Aktuell: Tesla führt V2H über Powerwall mit allen neuen Model 3 und Model Y für USA ein

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Bild: Tesla

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Die Idee, mit dem Akku eines Elektroautos bei Bedarf auch das eigene Haus zu versorgen (vehicle-to-home, V2H), ist bestechend – aber bislang trotzdem nur selten Realität. Einen großen Schritt nach vorn macht in dieser Hinsicht jetzt Tesla, wenn auch vorerst nur in den USA: Alle seit Oktober bestellten Model 3 und Model Y beherrschen V2H, bei Tesla als Powershare Home Backup bezeichnet. Voraussetzung dafür ist eine stationäre Powerwall der neuesten Generation. Europa wartet bei Tesla unterdessen selbst auf einfaches V2L (Vehicle-to-Load) noch.

V2H mit Tesla Model 3 & Model Y

Auf die neue V2H-Möglichkeit für Model 3 und Model Y wies der Energy-Account von Tesla am Dienstag mit einem kurzen Video auf X hin. Dass sie vorerst nur für Elektroautos für den nordamerikanischen Markt gilt, kann man erst der Webseite zu der Powershare-Funktion entnehmen – zum einen, weil es dort steht, und zum anderen, weil Umschalten auf andere Länder-Versionen wie zum Beispiel Deutschland zu einer Fehler-Meldung führt.

Wie Tesla schon in der X-Meldung schreibt, ist für die V2H-Nutzung von Model 3 und Model Y zusätzlich eine Powerwall 3 erforderlich, also ein fest installierter Haus-Akku in der neuesten Version. Zudem braucht Powershare eine weitere Tesla-Komponente, nämlich die Ladestation Wall Connector als Verbindung zwischen Elektroauto und Haus (s. Foto oben). Um Model 3 oder Model Y als Backup bei Stromausfall nutzen zu können, muss laut den FAQ ein zertifizierter Techniker kommen und möglicherweise weitere Technik installieren.

Powerwall und Wall Connector benötigt

Das hört sich teuer und aufwendig an, ist es aber im Vergleich zu anderen V2H-Lösungen für den US-Markt nicht, berichtet Canary Media. Zwar kostet eine Powerwall 3 dort 8200 Dollar plus Steuern und Installation, und ein Wall Connector 595 Dollar. Aber schon damit habe man ein vollständiges System für Haus-Notstrom. Das Model 3 oder Model Y dient sozusagen als Akku-Erweiterung – mit Kapazität für mehrere Tage. GM bietet derzeit ein V2H-Bundle für 6748 Dollar an, das aber keinen eigenen Hausakku umfasst.

Als Powershare (ohne Home Backup) bezeichnet Tesla auch die einfache Stromabgabe über einen Adapter an externe Verbraucher (V2L), der in den USA zuvor für manche Varianten des Model Y eingeführt worden war. Jetzt folgte die Erweiterung auf alle Versionen und das Model 3 sowie V2H mit Powerwall. Laut Tesla sind möglicherweise auch früher produzierte Elektroautos für Powershare geeignet. Nachsehen könne man das im Fahrzeug-Menü unter „Software“ und dann „Additional Vehicle Info“.

Wann bringt Tesla V2L und V2H nach Europa?

Wie schon bei der V2L-Einführung in den USA berichtet wurde, gibt es noch eine andere Methode. Man benötigt für die Funktion die neueste Revision der Komponente Power Conversion System, kurz PCS2, und ob die im eigenen Model 3 oder Model Y verbaut ist, lässt sich feststellen, indem man sich bei Tesla anmeldet und dann im Shop nach dem Adapter sucht.

Bislang hofften deutsche und andere europäische Kunden vergeblich darauf, ihn als Beleg für das Vorhandensein von PCS2 angezeigt zu bekommen. Zumindest V2L aber ist auch für Europa bald zu erwarten, denn für China teilte Tesla Anfang Oktober ebenfalls mit, dass Model 3 und Model Y diese Funktion bekommen haben, beim Model 3 zusammen mit weiteren Upgrades. Dieses Elektroauto wird für den europäischen Markt ohnehin in China produziert. Und auch die deutsche Gigafactory für das Model Y dürfte früher oder später das neue PCS verbauen.

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