auto motor und sport lud Tesla-Fahrer zum Nachtest ein

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Tesla-Fahrer und auto motor und sport haben zum ersten Mal gemeinsam einen Reichweitentest mit dem Tesla Model S und den BMW i3 durchgeführt. Ein Nachtest war laut dem „Forum Tesla Fahrer und -Freunde“ zwingend notwenig, da man mit den ermittelten Werten aus dem ersten Härtetest nicht einverstanden war und gar von Manipulation und Betrug sprach.

Im ersten Härtetest hatten alle Stromer eine entsprechende Strecke bei einer Außetemperatur von 30 Grad und 120 km/h Fahrgeschwindigkeit zu absolvieren, bei der auch die Klimaanlage, Licht und Radio eingeschaltet waren. Dabei errechnete man für das Tesla Model S lediglich eine Strecke von 184 Kilometern, was die Community um das Elektrofahrzeug sehr erzürnte.

Da viele Tesla-Fahrer anderer Meinung waren, lud auto motor und sport gerne noch einmal zu einem Nachtest ein: „Wenn Kritik sachlich geäußert wird, hat sie immer unseren Respekt. Deshalb haben wir die Tesla-Fahrer zum Nachtest eingeladen“, erklärt Chefredakteur Ralph Alex. Dabei sei Transparenz ein sehr wichtiges Prinzip bei der aufwändigen Testarbeit.

In diesem Test wurde mit privaten Fahrzeugen der Forumnutzer bei 13 Grad Außentemperatur und Regen konstant 120 km/h gefahren. Dabei konnte eine Reichweite von 258 Kilometern ermittelt werden. Obwohl die Bedingungen nicht identisch waren, schienen beide Parteien gleichermaßen zufrieden mit dem Testergebnis und empfanden diese Aktion als lohnenswert.

Chefredakteur Ralph Alex meint: „Die Diskussionen mit den Tesla-Fahrern waren für uns extrem spannend. Und wir nehmen aus den Gesprächen mit, dass es für uns in Zukunft noch wichtiger sein wird, sämtliche Details unserer Testverfahren oder beispielsweise die klimatischen Bedingungen noch plakativer im Heft und in unserem Online-Auftritt zu präsentieren.“

Selbstverständlich ist es auch auto motor und sport bewusst, dass das Tesla Model S unter idealen Bedingungen auch deutlich höhere Reichweiten schafft, als im Härtetest ermittelt. „Auch wir haben bei vorangegangenen Tests des Model S je nach Bedingungen unterschiedliche Reichweiten von bis zu 444 Kilometern erreicht“, erzählt Jörn Thomas, Ressortchef Test & Technik.

Nicht nur das Tesla Model S auch der BMW i3 musste dran glauben. Dieser schaffte im Nachtest eine Reichweite von 66 Kilometern und damit sogar weniger als im ursprünglichen Härtetest von auto motor und sport. Damals wurde nämlich eine Reichweite von 78 Kilometern errechnet, jedoch natürlich unter völlig anderen Wetterbedingungen.

Nachtrag: Einige Nutzer haben uns darauf hingewiesen (siehe Kommentare), dass auch die Teststrecke nicht wirklich einer Autobahnfahrt im Alltag entspricht und der Verbrauch somit ebenfalls in die Höhe steigen kann. Natürlich nehmen wir das zur Kenntnis und können selbst auch darüber nicht urteilen sondern lediglich differenziert informieren.

  • tachy

    Ihr könntet mal differenzierter schreiben, wenn es die AMS schon nicht will und kann. Wir sind im Forum grade beim Analysieren dieser Werte.

    • TK

      Da ich den Artikel lediglich mit Informationen aus dem Bericht der auto motor und sport verfasst habe, halte ich mich entsprechend daran. Dennoch habe ich versucht differenziert und völlig unparteiisch zu schreiben. Tut mir leid, wenn dies nicht gelungen ist, aber ich kann es auch bei mehrfachem Lesen nicht entdecken, wo es nicht differenziert verfasst wurde.

  • Kassi

    Was an der Berichterstattung von AMS nicht ok ist, sie versuchen den Eindruck zu erwecken beim ersten Tests nichts falsch gemacht zu haben, sondern suggerieren eher dass die vom Forum in Hilden erfahrenen Werte nicht repraesentativ seien.

    Klar ist jedoch, und das haben sie sogar (nicht oeffentlich) zugegeben, dass sie deutliche systematische Fehler in ihrer Hochrechnung gemacht hatten.

    Nun schieben sie die Differenz zu Hilden auf die niedrigere Temperatur und das laufende Radio. Das ist natuerlich nicht haltbar, da der Strommehrverbrauch insbesondere des Radios kaum ins Gewicht faellt.

    Vielmehr ist es der Rundkurs, der erheblich mehr Energie fordert als eine durchschnittliche Autobahnfahrt, da ja die zwei Tonnen des Teslas (bzw. die 1,x des i3 und der anderen) alle 3 km bzw. 90 Sekunden einmal um 360 Grad ihre Richtung aendern muss.
    Physikalisch gesehen wird dadurch der Wagen in die (Steil-)kurve gepresst, was einem Berganfahren enspricht.

    • TK

      Vielen Dank! Ich habe es entsprechend ergänzt. Ich versuche – wie bereits erwähnt – Nachrichten rund um das Thema Tesla Motors und seine Elektrofahrzeuge zu verfassen. Dabei sammel ich Informationen auf verschiedenen deutschen und englischsprachigen Seiten. Ich kann natürlich nicht alles aus der Distanz auf Richtigkeit prüfen, deshalb bin ich auch – wie hier – auf Kommentare angewiesen. Dafür bedanke ich mich und hoffe, dass mir hier nicht unterstellt wird, ich berichte nicht differenziert. Ich würde sicherlich nicht jeden Tag stundenlang an solch einer Seite arbeiten, wenn mich das Thema nicht ansprechen würde. Ich denke, das ist verständlich.

  • MichaEL

    Der Nachtest fand bei kräftigem Dauerregen statt. Regen reduziert die Reichweite bei jedem Auto und trotzdem war die Reichweite im Nachtest deutlich höher als im ersten Test. Das sagt eigentlich alles über die Ergebnisse des ersten „Tests“.