China: Wieder neue Gerüchte um mögliche Tesla-Produktionsstätte, dieses Mal in Shanghai

Dass Tesla in den nächsten Jahren weitere Gigafactories bauen möchte, hat das Unternehmen mehrmals selbst bekannt gegeben. Sicherlich könnte neben Europa auch China ein interessanter Standort für eine solche Fabrik sein, die zukünftig nicht nur Batterien, sondern auch ganze Fahrzeuge herstellen soll. Bisher ist von offizieller Seite jedoch kein Standort bestätigt worden.

Nun berichtet das Nachrichtenmagazin Bloomberg, dass Tesla kurz vor Vertragsabschluss stehe, um in Shanghai demnächst eine Produktionsstätte aufzubauen und Fahrzeuge herstellen zu können. Die nicht näher genannte Quelle rechnet mit einer Einigung zwischen der Stadt und Tesla noch in dieser Woche, wobei die Bekanntgabe dann auch deutlich später erfolgen könnte.

In China muss Tesla ein Joint Venture mit mindestens einem chinesischen Unternehmen eingehen, um im Land produzieren zu können. Aktuell sei jedoch nicht bekannt, wer dieser Partner sein wird. Sollte die Produktion der Fahrzeuge tatsächlich in China durchgeführt werden, blieben die zukünftigen Kunden von der hohen Importsteuer in Höhe von 25 Prozent verschont.

Gerüchte um eine mögliche Tesla-Produktionsstätte in China halten sich hartnäckig. Bisher wurden diese jedoch stets kurz darauf wieder dementiert. Zuletzt hatte Tesla-CEO Elon Musk selbst die Gerüchteküche zum brodeln gebracht, nachdem er sich überraschend mit dem chinesischen Vize-Ministerpräsidenten Wang Yang in China getroffen hatte.

  • Pamela

    Herr Zetsche hat sich dafür ausgesprochen, Elektroautos attraktiver zu machen, statt Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor durch staatliche Maßnahmen von der Straße zu verbannen.

    Richtich ! Wenns wahr wird, würden die lieferbaren, sofort in Verkehr zu bringenden, attraktiven
    (bald 3) Tesla-Modelle für den Chinesen noch mal 25% attraktiver.

    Da guckst Du, Herr Zesche ! 🙂

    • Dirk Pakosch

      Schön für die Chinesen, aber was bringt es uns hier?

      • Cassandra

        Na für alle neubesteller des Model 3 und wohl auch des zukünftigen Model Y bringt das wohl Weltweit eine Verkürzung der Auslieferungszeit Ihres Teslas. Denn eines haben Tesla und die Chinesen gemeinsam da wird nicht lange geredet da wird gemacht, könnte mir vorstellen das ein neues Werk in China binnen 18 Monate steht. Wäre in Deutschland nicht möglich da würde ich mit mehr als 3 Jahren rechnen

        • Will_Elektroauto

          3 Jahre dauert hierzulande wohl eher das klären der Zuständigkeiten, wer überhaupt was genehmigen darf, inkl Kompetenzgerangel… Bis dann der erste Spatenstich überhaupt erfolgt, das dauert,weil ja entweder irgendwelche umweltaktivisten irgenwelche Kniekehlchen gesehen haben, und/oder noch1000 sonstige Einwendungen duch die Gerichte müssen usw..
          Aber wenn in China produziert wird, geht der Preis mal eher in richtung „bezahlbar“ hoffe ich …

          • Fritz!

            In China würde mit großer Sicherheit nur für China/Asien produziert werden. Tesla will die Importzölle vermeiden und die Transportwege kurz halten, daher ist ja auch für Europa eine Gigafactory/Produktionsstätte geplant.

          • ThomasJ

            „daher ist ja auch für Europa eine Gigafactory/Produktionsstätte geplant“

            Aber nicht in Deutschland! EM ist ein IG-Metall gebranntes Kind. Und wenn sein Stab sich trotzdem noch mit Deutschland beschäftigt: Siehe Antwort von @Will_Elektroauto gleich oberhalb.
            Und wenn es ihm die Behörden nicht versauen, dann sicher die deutsche Autolobby mit ihrem Einfluss.
            Keine DE-Batteriefabrik Heute und Übermorgen (2022?), nichts E-taugliches in Sichtweite und glänzen mit E-Ansage und setzen auf Diesel. Sorry Leute: Bye, Bye E-Autodeutschland, jetzt schon abgeschossen durch verpassen des Anschlusses.

      • Sonntagskuchen

        EIne Menge.

        Je mehr Elektrofahrzeuge von Tesla verkauft werden, desto günstiger werden die Elektrofahrzeuge langfristig werden. Die Preisreduktion kann nur über Masse erfolgen.

        • Longcheck

          Kann man so unterschreiben, nur das „nur“ (über die Masse) könnte man weglassen… 😉

      • Pamela

        Bei Daimler und Co. bekommt man die Begriffe „Elektroauto“ und „Attraktivität“ noch nicht zusammengeklöppelt. Das müssen sie bei anderen sehen und daraus lernen.
        Ich befürchte aber, auch im nächsten Schuljahr gibt es noch keine Versetzung 😉

  • Matthias Knuth

    Jetzt wird meine Befürchtung und mein Kommentar aus diesem Bericht http://teslamag.de/news/china-elon-musks-woche-vize-13718 wahr. Der chinesische Markt wird vor Europa bedient und ich glaube nicht, dass in Europa noch irgendein Tesla-Werk errichtet wird.

    • Cassandra

      Das seh ich nicht so. Das in China das zweite Produktionswerk von Tesla entsteht ergibt sich alleine schon aus den Strafzoll von 25% und die rigerose Umsetzung der chinesischen Regierung auf E Mobilität. Und da der chinesische Markt so groß ist bleibt einem Autohersteller nichts anderes übrig als ein Jointventure mit einem chinesischen Hersteller einzugehen um dort zu produzieren. Das haben doch alle deutschen Hersteller mit ihren Verbrennern auch gemacht also warum sollte Tesla als reiner Hersteller von Elektroautos die weiterhin wachsen wollen das nicht auch so machen.
      Trotzdem schließt das nicht aus das in Zukunft Tesla auch ein Werk in Europa baut, ganz im Gegenteil rechne ich fest damit da Elon ja selbst sagt er wird da produzieren wo die Autos auch verkauft werden. Das Europa sozusagen erst als zweite Wahl in Frage kommt liegt wohl daran das der Wechsel von Verbrennern zu Elektroautos in Europa eher schleppend voran geht und große Beteiligung warum das so ist liegt an der Verhinderungspolitik der deutschen Hersteller. Seit 2012 gibt es zb das Model S und kein deutscher Hersteller hat bis heute etwas vergleichbares auf dem Markt gebracht geschweige denn eine Ladeinfrastruktur und das obwohl in den letzten Jahren Milliarden von subventionen in den Taschen der deutschen Hersteller geflossen ist.
      Gruß Cassandra 🙂

      • Matthias Knuth

        Der erste Absatz über China ist sehr schlüssig begründet. Beim zweiten Absatz über Europa bin ich skeptisch. Bei den Lohngefügen, die wir hier in Europa haben und den Steinen, die Tesla durch die Etablierten und die Lobbyisten in den Weg gelegt werden, glaube ich nicht mehr an ein Werk in Europa. Was soll Tesla davon abhalten, zu günstigen Produktionskosten und eine für Tesla positiven Bürokratie, die Fahrzeuge für den EU-Markt in China zu produzieren. Die fertigen Autos werden per Schiff angeliefert und der Kunde ist happy (musste halt nur etwas länger warten) und Tesla konnte seine Marge (wie doch von anderen in diesem Forum immer gefordert) erhöhen.

        • Cassandra

          Günstig produzieren kann man auch in Europa. Hier mal ein Artikel aus dem Jahre 2014

          http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.produktionsverlagerung-die-autobranche-faehrt-auf-osteuropa-ab.e16108d2-d000-4c5b-9bc0-07672422c9ac.html

          Die genannten Zahlen haben sich in Zwischenzeit deutlich erhöht.
          Es gibt also keine Gründe warum Tesla nicht wie Mercedes VW Renault etc nicht auch in Polen Ungarn oder Rumänien etc eine Fabrik baut. Auch Portugal hat ein sehr niedriges Lohnniveau.
          Von daher gehe ich fest davon aus das in Zukunft auch in Europa ein Tesla Werk geben wird.

          • Matthias Knuth

            An diese europäischen Staaten habe ich leider nicht gedacht. Sehr gut argumentiert und gerade Polen, Ungarn und Rumänien brauchen Industrie, um in Europa auf die Beine zu kommen. (Habe mal vor Jahren, als Renault die Dacia Produktion aufgenommen hat, gelesen, dass der Einsatz von Industrierobotern verworfen wurde, weil die Produktion per Hand billiger ist als mit Robotern)

          • Fritz!

            Das ist dann aber auch genau der Ansatz, weswegen es sehr wahrscheinlich ist, daß Tesla auch in Mitteleuropa produzieren läßt. In einem fanzösischen Interview mit Straubel habe ich Mitte/Ende letzten Jahres gelesen (ich habe es nicht wiedergefunden), daß aktuell für Europa noch Frankreich und Deutschland für die nächste Produktionsstätte/Gigafactory im Rennen sind. Bei dem hohen Automationsgrad den Tesla immer hat, sind die Lohnkosten nebensächlich und eine gute Infrastruktur und der Zugang zu Ingenieuren deutlich wichtiger.

        • MRd74

          „Was soll Tesla davon abhalten, zu günstigen Produktionskosten und eine für Tesla positiven Bürokratie, die Fahrzeuge für den EU-Markt in China zu produzieren.“
          Weil Tesla anders tickt?

  • paul

    test

    • Fritz!

      Da Tesla ja alle seine Patente offen gelegt hat zur freien Nutzung für E-Fahrzeuge, wird dies kein so großes Problem bei Tesla sein. Ihre Stärke liegt da eher in der automatisierten Produktion und in der Programmierung (sowohl der hochautomatisierten Produktionsstraßen als auch der Autos) und in der großen Menge an gefahrenen KM durch die vielen Autopilot-Autos, die aber mit Sicherheit in den USA ausgewertet werden. Das Potential können die Chinesen nicht so schnell kopieren/klauen.

      • Kyle Seven

        Tja und kuka gehört ja eh jetzt den Chinesen da können Sie es auch gleich mit dem Eigentümer in China aufsetzen 🙂

    • Skynet

      Ich denke mal gerade Autos haben immer noch ein gewisses Alleinstellungsmerkmal. Deshalb hat es bis jetzt auch noch kein chinesisches Auto nach Europa geschafft. Andere Hersteller bauen in China seit Jahrzehnten Autos ohne das es negativ für sie wäre. BMW hat gerade seine Produktionskapazitäten in China auf knapp einen halbe Millionen Fahrzeuge pro Jahr ausgebaut. Als „Global Player“ muss Tesla nach China. Letztlich ist da auch das Kapital, was Tesla in Zukunft zum wachsen braucht.