Elon Musk ist sich nicht mehr sicher, ob Kleinbus noch Sinn macht

Elon Musk hatte Mitte letzten Jahres den „Tesla Masterplan, Teil 2“ veröffentlicht, aus dem hervorging, dass man in den nächsten Jahren auch einen Kleinbus entwickeln möchte, um auch den Personennahverkehr zu bedienen. Nun erklärte er aber im letzten Conference Call (via Electrek), dass er sich nach reiflicher Überlegung über diesen Teil des Plans nicht mehr sicher ist.

Laut Musk wird das Teilen von autonomen Fahrzeugen mit anderen Menschen zukünftig weniger als eine Busfahrkarte kosten und den Nutzer überallhin transportieren, wo er möchte. „Warum sollte man das nicht nutzen?“, fragte Musk und stellte zeitgleich in Frage, ob ein Minibus, der viele Passagiere auf einmal transportiert, dann noch wirklich vonnöten wäre.

Das Einzige, was sich Musk vorstellen könnte, wäre ein Model X mit „zehn oder 12 Sitzen“, wodurch mehr Passagiere gleichzeitig transportiert werden könnten. Er glaubt nicht, dass man darüber hinaus mehr Platz benötigt, erst recht nicht, wenn man unterirdische Tunnel in Betracht zieht (Stichwort: The Boring Company), die den gewöhnlichen Stadtverkehr entlasten.

  • Thomas

    Schade, auf den Bus habe ich mich gefreut.

    • McGybrush

      Glaube damit war sowieso nicht so ein Bus für die Familie gemeint gewesen sondern einer für den Nahverkehr. Also den Familien Van/Bus betrifft es so oder so nicht. Der war quasi eh nie geplant, kommt vielleicht viel viel später oder ist schon in Planung.

    • Dieslstinker

      Also ich verstehe unter Kleinbus so etwas wie den klassischen Bulli mit 8-9 Sitzplätzen.

      ich denke EM meint hier eher Kleinbusse für den öffentlichen Nahverkehr und Ausflugsbusse mit etwa 20 Sitzen

  • Dieslstinker

    Wo liegt der Unterschied zwischen einem Kleinbus und einem Model X mit 10-12 Sitzplätzen?
    Also ich verstehe unter Kleinbus so etwas wie den klassischen Bulli mit 8-9 Sitzplätzen.
    ich denke EM meint hier eher Kleinbusse für den öffentlichen Nahverkehr und Ausflugsbusse mit etwa 20 Sitzen

    • Jens B. H.

      Der Punkt ist, dass der Kleinbus noch entwickelt werden müsste und dann doch nur ein Produkt mit geringer Nachfrage ist. Wohingegen ein Model X ja schon fertig entwickelt ist.

      • Dieslstinker

        na nicht ganz, EM hatte vor ca. einem Jahr mitgeteilt, dass das auf der Plattform vom M3 funktioniert, da diese groß genug sei.
        Nun ja entwickelt muss die Plattform werden. Welche Form das Blech hat und wie die Sitze angeordnet werden, ist relativ trivial. Dass der CW etwas leidet wird man für einen Familienbus (um nicht Bulli zu schreiben) in Kauf nehmen, schliesslich ist der ja auch nicht zum rasen.

  • Nelkenduft / AHF

    Vielleicht sieht Elon Musk auch keine Möglichkeit sich hier von den bestehenden BYD-Angeboten so sehr abzuheben, dass die Mehrheit der potentiellen Kunden lieber zur Tesla-Variante greift.
    Bei so einem Bus kommt es darauf an, dass er einfach und günstig ist, was eher für BYD spricht.
    Teslas Mission ist es die anderen Hersteller in Zugzwang zu bringen und gerade bei kommerziellen Bussen gibt es ja bereits zahlreiche Angebote.
    Der Kleinbus für Familien hingegen dürfte kein Massenprodukt sein.

  • PV-Berlin

    Der Markt für Kleinbusse mit 10 bis 12 Sitze ist gigantisch groß und extrem lukrativ. Nur spielt da der Antrieb so gut wie gar keine Rolle, denn den kaufen die meisten Hersteller nur zu. Der Bus selbst ist ein schwieriges Produkt, wo die Kundschaft auf Lieferfähigkeit und Servicefähigkeit angewiesen ist. Dazu kommt, das man die Zweit und Drittvermarktung im Griff haben muss, sonst ist der BYD , für den Unternehmer in Europa wesentlich teurer, als der Sprinter von Daimlers Tochter EvoBus aus Dortmund (Tatsache, kein Märchen) .

    Für EvoBus ist es gar kein Ding einen e-Antrieb in den Bus zu pflanzen, auf besondern Wunsch fertigen die auch einen Setra mit Skania Antrieb oder mit MAN Antrieb. Und das seid ungefähr 2.000 Jahren. Vielleicht der Grund, von richtiger Industrie die Finger zu lassen und sich weiter auf billige Massenware wie PKW zu beschränken! * mal der Überheblichkeit der PKW Leute einen Dämpfer verpassen.

    Wer meint, man kann die Transportprobleme einer 25 Mill. Stadt mit PKW lösen, sollte bitte mal kurz zum Taschenrechner greifen!

    Stichworte: Verkehrsfläche, maximale Durchlassmenge, Stoßzeiten etc.

    Wer bei klarem Verstand würde ein U-Bahn oder S-Bahn Netz (meist verpasst, ätsch) errichten, wenn es dafür Alternativen geben würde?

    Peking wird mehr Geld in die U-Bahn investiert haben (Endausbau) , als Tesla an der Börse heute wert ist.

  • Luganorenz

    Dann lasst uns alle auf den Buzz-I.D. warten.