Musk enthüllt „geheimen Tesla Masterplan, Teil 2“

Elon Musk hatte letzte Woche angekündigt, den „geheimen Tesla Masterplan, Teil 2“ zu enthüllen. Mit diesem Plan möchte der CEO die Vision von Tesla auf dem aktuellen Stand bringen, immerhin ist der erste Teil des Plans mittlerweile zehn Jahre alt. Der neue Plan, unter dem Namen „Master Plan, Part Deux“ hält einige Überraschungen bereit. Während Musk zu Beginn noch einmal Revue passieren lässt, was Tesla in den letzten zehn Jahren erreicht hat, gibt es selbstverständlich auch einen Einblick in zukünftige Projekte.

Diese Ziele stehen von nun an auf Teslas Agenda:

  • Integration von Energiegewinnung und Speicherung
    Tesla möchte nicht nur die Batteriespeicher für die Solarstromanlagen produzieren, sondern diese Anlagen selbst vertreiben und installieren. Ein Übernahmeangebot an SolarCity wurde bereits gemacht. Aktuell muss dieses noch von verschiedenen Stellen geprüft werden, bevor anschließend eine Entscheidung gefällt wird. Tesla stellt es sich so vor: „Eine Bestellung. Eine Installation. Ein Service. Eine Smartphone-App.“
  • Alle wichtigen Segmente des Transportwesens bedienen
    Aktuell bedient Tesla lediglich zwei Fahrzeugsegmente: Oberklassenlimousine und SUV. Es sollen folgen: Das Model 3 als Mittelklassefahrzeug, ein weiteres, kompaktes SUV, und eine neue Art von Pick-Up Truck. Mit diesen Fahrzeugen möchte man den Verbrauchermarkt bedienen. Ein noch günstigeres Fahrzeug als das Model 3, ist laut Musk nicht vonnöten.Vielmehr seien zwei weitere Arten von Fahrzeugen nötig: Lastkraftwagen und Fahrzeuge für den Personennahverkehr. Beide Typen seien bereits bei Tesla in Entwicklung, wenn auch in einem „sehr frühen Stadium“. Diese Projekte sollen im nächsten Jahr enthüllt werden.
    Tesla glaubt, dass man die Kosten mit einem eigenen Sattelkraftfahrzeug im Güterverkehr deutlich senken und gleichzeitig die Sicherheit und sogar den Fahrspaß erhöhen kann.

    Mit fortschreitender Autonomie ist es sinnvoll, so Musk, die Größe der Busse zu reduzieren und dem Busfahrer eine neue Rolle als Flotten-Manager zu geben. Man hätte dennoch mehr Platz, da man Sitzplätze dort platzieren könnte, wo aktuell Ein- und Ausstiegsmöglichkeit gegeben sind. Außerdem könnte man die Beschleunigung und Bremse mit denen herkömmlicher PKW angleichen und so einen „fließenderen Verkehr“ schaffen. Die neuen Busse würden dann nicht an vordefinierten Haltestellen halten, sondern die Passagiere bis zum gewünschten Zielort fahren. An bereits vorhandenen Bushaltestellen könnte man Anlagen zum Herbeirufen solcher Busse installieren, die denjenigen dienen, die kein Smartphone haben. Selbstverständlich wird das Design so angepasst, dass auch Rollstuhlfahrer, Kinderwagen und Fahrräder Platz finden.

  • Autonomes Fahren

    In Zukunft werden alle Tesla-Fahrzeuge die nötige Technologie besitzen, um vollständig autonom zu fahren. Während die Hardware bereits vorhanden sein wird, wird die Anpassung der Software deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen. Selbst wenn es soweit ist, dass die Fahrzeuge autonom deutlich besser fahren als jede Person, wird noch einmal eine gewisse Zeit vergehen, bis die Regulierungsbehörden diese Technologie zulassen.

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    Wenn das vollständig autonome Fahrzeug zugelassen wird, wird man es von überall aus zu sich rufen können. Wenn man dann in das Fahrzeug einsteigt, wird man schlafen, lesen oder andere Dinge tun können, während das Fahrzeug selbstständig zum Zielort fährt. Man wird sein Fahrzeug einer Tesla-Flotte anschließen können, die als Taxi für andere Personen agiert. Während man arbeitet, im Urlaub ist oder schläft, wird das Fahrzeug andere Passagiere transportieren und so Einkommen für den Besitzer generieren. Damit könnten sogar die monatlichen Kosten für das Fahrzeug gedeckt oder sogar übertroffen und Gewinn generiert werden. Dadurch wäre es nahezu jedem möglich ein Tesla zu besitzen – ein noch günstigeres Fahrzeug als das Model 3 ist somit nicht nötig.

    In Städten, wo die Nachfrage größer ist, als die von Kunden angebotene Fahrzeuge, wird Tesla auch eigene Flotten betreiben, um diese zu befriedigen.

  • Jakob

    Ich kannte bis vor kurzem den ersten Masterplan nicht in schriftlicher Form (ist im Blog ebenfalls verlinkt) und bin erstaunt, dass kaum jemand den Plan mit dem IST-Stand vergleicht. Es ist alles soweit eingetreten, mit Abweichungen des Modell X.

    Ich bin gespannt, wie weit der zweite Masterplan aufgehen wird. Ich hatte fest mit einem „Model 4“ gerechnet, welches das Low Budget Fahrzeug von Tesla wäre. Für mich ergibt die Strategie vollkommen Sinn, leider hat Tesla die gesetzlichen Regularien nicht selbst in der Hand. Beispiel: Hier in DE werden denen mit Sicherheit wie Uber massiv Steine in den Weg gelegt werden, wenn es um bezahlte Fahrdienste geht. Insofern liegt der Erfolg dieses Masterplans nicht nur in Teslas Händen.

    • Karl

      Diese Steine sind im Fall von Uber ja wohl auch absolut gerechtfertigt. Bei allem Verständnis für Entrepreneurship – einen gewissen Schutz für den Nutzer sollte man schon gesetzlich regeln. Und Uber führt erst mal etwas ein – und schaut dann, ob’s passt.

    • McGybrush

      Wenn es bald selbstfahrende Taxis gibt, mal unabhängig davon ob das Private Teslas oder offiziell betreute Taxis sind. Die Taxifahrer sind früher oder später dann eh arbeitslos. Egal ob Tesla das darf oder nicht. Es wird dann nur ein paar „Controller“ geben die jeweils ein paar Taxis über ein Bildschirm bewachen und sporadisch „nach Hause“ holen und waschen, saugen, Reparieren lassen“

  • Pamela
    • TK

      Inoffizielle, versteht sich 😉

    • Paul k.

      Hi Pamela
      Die erste Quelle ist sehr cool und sicher auch nicht Realitätsfern, allerdings ist dir bei der zweiten Quelle ein Fehler unterlaufen in der zweiten Quelle geht es um eine andere Automarke nämlich um „Nikola motors“. Dies ist als Marketing sicher sehr praktisch da der Erfinder nach dem tesla benannt ist Nikola Tesla hieß. Es handelt sich demnach auch nicht um ein inoffizielles Konzept von Tesla Motors sondern von NIKOLA MOTORs.
      Aber nochmal vielen Dank für die erste Quelle. 😉

      • Pamela

        Hi Paul, ja da hast Du recht. Als ich im Mai disen Artikel fand, war ich ganz von Socken, dass man jetzt schon das Thema E-Truck angeht, bei dem Energiebedarf der da besteht. Sollte man da in Sachen Reicheite wirklich etwas Realistisches erzielen können ? Wir werden es sehen. Ich bin mal davon ausgegangen, dass es da Zusammenarbeit geben wird und tesla hiebei nicht wieder bei Null anfängt, weiß man aber nicht, oder weiß da jemand was ?

        Ich finde überhaupt, dass es noch mehr Start-up-Unternehmen geben sollte, die sich mit der E-Mobilität beschäftigen und zusammenarbeiten, auch mit tesla, dass es einen großen Masterplan geben sollte und nicht nur:

        Einer gegen den Rest der Autowirtschafts-Opas (bzw. eher andersherum).

    • Grünspanpolierer

      Na dann biete ich noch ein inoffizielles Bild des Stadtbusses:
      http://www.bydeurope.com/news/news.php?action=readnews&page=1&nid=219

      Stammt übrigens von an einer so rückständigen Firma wie BYD. Deren Chef raucht eben kein crack um Masterpläne zur Übernahme einer Pleitefirma zu tweeten?. 🙂

      • E.OFF

        BYD, zu dessen Investoren auch Warren Buffett zählt!
        Vielleicht sollten Sie auch einmal bewusstseinserweiternde Drogen nehmen!

        • Grünspanpolierer

          Das ‚rückständig‘ war ironisch gemeint! 🙂

          Warren Buffet würde aber NIE in Tesla investieren!!!

  • Auf den ersten Blick ist Elons Masterplan relativ unspektakulär … zukünftige Konkurrenz für UBER und kein Kleinwagen für den Massenmarkt … SolarCity ist so gut wie übernommen, dieses Jahr noch, denke ich … Konkurrenz für BYD natürlich auch mit Bussen und mit LKWs gegen Mercedes … hoffentlich geht der Plan auf … keine Ahnung, ob LKWs so lukrativ sind, aber Elon wird das schon durchgerechnet haben … Ich weiß nicht, wie der Markt für PickUps so aussieht, in der USA top, im Rest der Welt fehlt mir die Info … Hoffentlich wird die Aktie des Unternehmens nicht in verschieden Sparten aufgesplittet, das fände ich persönlich nicht besonders positiv …

  • Phil

    Ich denke, das autonome Fahren wird in Deutschland erlaubt, sobald Mercedes und BMW die Technik Konkurrenzfähig und zuverlässig in ihre Fahrzeuge einbauen. Da braucht sich Tesla keine Gedanken zu machen. Ich freue mich auf die Umsetzung des Plans und bin sehr gespannt auf die Busse und Lkws.

  • notting

    „Autonomie“ bedeutet im frz. „Reichweite“. „Autonomes Fahren“ wäre bei dem um was es in dem Artikel wirklich geht weniger missverständlich.

    notting

    • mitleser

      Ich gehe davon aus, dass TK den Begriff aus dem Altgriechischen entlehnt hat 😉 Das moderne Französisch muss klein beigeben.

      • TK

        Sie haben beide recht. Ich habe es im Beitrag jedoch angepasst.

  • Fred

    Ich war um 02:00 CET etwas arg enttäuscht, dass ich offenbar zu früh war, später dass eine Konkretisierung der Entwicklung der Produktionskapazitäten fehlt, ebenso eine Aussage über die Technologie-Entwicklung in der Gigafactory, beides Schlüsselfaktoren für den Markt.

  • Nic Megert

    Der Plan klingt vernünftig aber es fehlt noch immer eine wichtige Fahrzeugklasse. Ein schöner Kombi auf Model S Basis würde einschlagen wie eine Bombe.

    • Fritz!

      Aber nur hier in Deutschland/Europa. Im Rest der Welt ist der Kombi das am wenigsten gekaufte Auto.

      Und der eurpäische/deutsche Markt ist für einen Weltkonzern wie Tesla leider relativ unwichtig (was die Stückzahlen angeht). Aber ein anständiger Mini-Van auf Model 3 Basis würde mir ja schon reichen…

    • Dieselstinker

      + AHK
      Ds

    • McGybrush

      Ein Kombi in den USA ist nahezu unverkäuflich. Für die ist es ein Handwerkerauto. Daher gibt es auch so gut wie keine Kombis Deutscher Autobauer in den USA zu kaufen. Sie wissen nicht mal das es solche Modelle gibt weil sie dort gar nicht angeboten werden und wenn müssten sie so ein Auto aus Deutschland importieren. Von daher ist die Wahrscheinlichkeit das ein US Autobauer ein, aus US Sicht, Nischenprodukt baut bei nahezu 0%.

      Das ist so als würde man von BMW und Mercedes wollen das sie Pickups bauen sollen. Das deren Kombiersatz wenn sie viel Platz brauchen.

  • Pathologie TischDrei

    Ich habe da mal ein gutes Beispiel, wie unsere Presse den Masterplan Part Deux völlig falsch verstanden hat.

    In der BILD-Zeitung steht folgende Kollumne:

    „Warum Tesla alle abhängt

    In Deutschland ist ja seit ein paar Jahren viel von digitaler Transformation zu hören, aber zwischen darüber reden und machen liegen Welten!

    Während die deutschen Autobauer vor allem negative Schlagzeilen produzieren und dafür Milliardensummen verschwenden, geht Tesla mit seinem CEO Elon Musk einen anderen Weg.

    Vor zehn Jahren hat er einen Masterplan veröffentlicht und nun wurde der zweite Teil des Masterplans vorgestellt.

    Sonnenkollektoren im Dach eines Autos, eine breitere Produktpalette und das Teilen des Autos mit anderen Nutzern stehen im Fokus – und natürlich werden die Autos selbstfahrend sein.

    Am Beispiel Tesla sieht man vor allem: Innovation findet immer am Rand statt – nie im Zentrum. Die deutschen Autobauer sind groß und unbeweglich geworden.

    Man kann Innovation nicht von oben verordnen, sondern man muss die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch in die Lage versetzen, neue Wege zu gehen.

    Das klappt natürlich bei Tesla gut, weil Firmengründer Elon Musk die Firma auf der grünen Wiese geplant hat und mit langem Atem seine Ziele verwirklicht. Die deutschen Autobauer gucken staunend zu und erzählen gerne, dass sie das auch alles könnten, wenn sie nur wollten, aber sie wollen noch nicht, weil der Markt noch nicht da sei.

    Tesla bereitet den Markt der Solar-Autos und bestimmt ihn damit auch, während die deutschen Autobauer noch nicht mal wissen, wie sie hinterherfahren können!

    Die Autobauer haben nur eine Chance: Sie müssen sich loslösen von ihren Strukturen und eigene Start-ups schaffen, die ohne die Last der Vergangenheit als Hersteller eines Verbrennungsmotors schnell neue Produkte entwickeln können. Mit der bestehenden Konzerndenke wird es nicht weitergehen können, denn dadurch sind die Konzerne langsam und risikoscheu geworden!

    Das eigene Auto mit Verbrennungsmotor hat ausgedient, in Zukunft werden wir uns selbstfahrende Solar-Autos bei Bedarf teilen.

    Wenn die deutschen Autobauer dafür keine Lösung anbieten, werden sie vom Markt verschwinden! Das wäre fatal für Deutschland! Die Uhr tickt!“

    Soweit der Text aus der Zeitung.

    Wenn ich das von den ‚Solar-Autos‘ lese, die es so gar nicht geben kann und geben wird, weil die Fläche eines Autodachs selbst mit PV-Modulen, die die mehrfache Leistung erzeugen, als heute normal ist, würde die Leistung niemals reichen, um die erforderliche Energie zu erzeugen, die nötig wäre, um ein E-Auto antreiben zu können.

    Dieser Teil der Kollumne ist somit totaler Mumpitz.

    Hier noch der Link zu dem Artikel:
    http://www.bild.de/geld/wirtschaft/tesla/tesla-macht-die-branche-schaut-zu-46928926.bild.html

    • mitleser

      Weniger streng lesen und sich einfach denken, dass mit „Solar-Autos“ Fahrzeuge gemeint sind, die an Ladestationen 100% Sonnenstrom tanken können – dann passt es doch! 🙂

    • Fritz!

      Aber ich bin sehr positiv davon überrascht, daß eine deutsche „Zeitung“ einen solch positiven Kommentar über Tesla geschrieben hat. Tesla hat noch nicht eine einzige Anzeige bei Bild geschaltet, im Gegensatz zu den deutschen „Premiumherstellern“, der Redakteur scheint also von seiner Meinung wirklich überzeugt zu sein.

      Auch wenn der Bildredakteur nicht in der Lage war, den PLan richtig zu lesen/verstehen (was mich wiederum weniger überrascht), finde ich den Bericht trotzdem gut.

    • Walzi

      Aber könnte man nicht mit PV Modulen auf dem Dach die Reichweite des Fahrzeuges erhöhen?
      Abhängig von der Sonneneinstrahlung versteht sich.

      • Peter

        Nein PV auf dem Autodach bringt nichts. Es gab mal von Tesla eine Veröffentlichung dazu. Das Ergebnis war dass dies pro Tag weniger als 2 km bringen würde. Ganz zu schweigen von den zusätzlichen Kosten

      • Fritz!

        Kann man, bringt aber sehr wenig. Habe gerade gerechnet, daß bei den heutigen Modulen auf der Fläche eines Autodaches ca. 300 Watt rauskommen können (Solarmodul mit 1,63 x 0,98 m, 300 W Peak). Ein Tesla verbraucht ca. 220 Watt/km, ergibt also in praller Mittagssonne 1,36 km zusätzliche Reichweite pro Stunde Sonne. Selbst in Südeuropa liegen Sie mit Sicherheit unter 10 km pro Tag. Es mag Anwendungsfälle geben, wo das ausreicht, aber 99% der Anwender würde das nicht reichen.
        Was Toyota mal beim Prius gemacht hat (den gabs mal mit Solardach), die haben die Lüftung damit laufen lassen, sobald das Auto in der prallen Sonne steht, wird die Luft im inneren ausgetauscht und steht nicht mehr im Auto. Temperaturunterschied im Inneren des Autos zu „ohne Solardach“ kann beim öffnen der Tür durchaus 30°C sein, also relevant.

      • mitleser

        Nicht wirklich. Man könnte Verbraucher wie Klimaanlage etc. autonom betreiben…

      • Nic Megert

        Das hat Fisker ja damals gemacht.
        Es bringt jedoch viel zu wenig Leistung im Vergleich zum Aufwand. Und die meisten Leute versuchen an sonnigen Tagen das Auto im Schatten oder in einer Garage zu parken.

  • FVK

    Daimler hat gerade 2,6 Milliarden !! Euro in die Entwicklung eines neuen Dieselmotors gesteckt. 1 Mrd. Strafzahlungen für Absprachen in der LKW Sparte u.a. wegen Abgasverhalten. Aber der neue Smart soll mittels privatem Carsharing im Freundeskreis den Mobilitätsdienst erweitern. Ein E-Auto wollen sie ja im Herbst in Paris vorstellen. Wann kommt das auf den Markt?
    Bei den Werbeanzeigen von BMW „Hallo Zukunft“ denke ich immer wo ist denn jetzt die Zukunft? Es werden immer weiße Autos (weiß für sauber?) mit Verbrennungsmaschinen gezeigt….haben die das denn auch nicht verstanden?
    Ich warte auf mein Model 3.
    Es wird blau…

  • Hallo zusammen,

    ich habe mal versucht, Elons neuen Master Plan zu interpretieren, etwas zwischen den Zeilen zu lesen und das ganze auch in einen größeren Kontext zu stellen: Was war Teslas Gründungsidee, wie passen TeslaEnergy und SolarCity dazu, was machen die anderen Autobauer? Über Feedback würde ich mich sehr freuen.

    „Tesla becoming a mobility service provider. A whole industry’s future?“

    https://elephantintheweb.wordpress.com/2016/07/23/tesla-becoming-a-mobility-service-provider-a-whole-industrys-future/

  • Harald Wenzel

    Ich habe da mal eine Frage an die Leute die den Artikel im Original gelesen haben, was soll ich mit der Aussage „Man hätte dennoch mehr Platz, da man Sitzplätze dort platzieren könnte, wo aktuell Ein- und Ausstiegsmöglichkeit gegeben sind.“ anfangen? Dass die Leute in Zukunft mangels Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten gebeamt werden? Wozu dann noch einen Bus?
    Und noch zu: „Man wird sein Fahrzeug einer Tesla-Flotte anschließen können, die als Taxi für andere Personen agiert. Während man arbeitet, im Urlaub ist oder schläft, wird das Fahrzeug andere Passagiere transportieren und so Einkommen für den Besitzer generieren. Damit könnten sogar die monatlichen Kosten für das Fahrzeug gedeckt oder sogar übertroffen und Gewinn generiert werden. Dadurch wäre es nahezu jedem möglich ein Tesla zu besitzen – ein noch günstigeres Fahrzeug als das Model 3 ist somit nicht nötig.“
    Wenn jeder einen Tesla 3 hat wird es wohl keinen Mietmarkt mehr geben. So gesehen ist die Aussage jeder wird einen Tesla 3 benutzen nur Blahbla Marketing. Und die Leute die sich keinen Tesla 3 leisten können werden auch in zukunft keinen Tesla mieten, sondern sich wie gehabt Ihren 15 Jahre alten Benziner holen und damit fahren. Mit der Aussage kein günstigeres Massenfahrzeug zu bringen hat sich Elon eben auch nur als Neokapitalist geoutet und nicht als der Heilsbringer der Welt als der er sich immer darstellt.

    • Markus

      Hier mal die Stelle im Original: „With the advent of autonomy, it will probably make sense to shrink the size of buses and transition the role of bus driver to that of fleet manager. Traffic congestion would improve due to increased passenger areal density by eliminating the center aisle and putting seats where there are currently entryways, […]“

      Es geht also in erster Linie darum, die Busse kleiner zu machen. Also eher Richtung Van. Dadurch entfällt der Mittelgang und die großen Einstiegsbereiche [wie das eben bei einem Kleinbus/Van üblich ist] und die „Dichte von Fahrgästen pro Verkehrsfläche“ wird höher, was [in Verbindung mit den weiteren genannten Maßnahmen] zu geringerer Verkehrsbelastung führt. Usw.

      Zum zweiten Punkt: Das Ziel ist der „sustainable transport“, also Nachhaltigkeit. Dies ist nur zu erreichen, wenn die zur Verfügung stehenden Ressourcen (Autos) in einem vernünftigen Maße ausgelastet sind. Maximal 10% ist mit Sicherheit kein vernünftiges Maß 😉 Wie erreiche ich also eine höhere Auslastung? Indem die vorhandenen Autos durch Personen genutzt werden, die derzeit keines zur Verfügung haben. Das kann ja z. B. auch dadurch der Fall sein, dass man sich dazu entschieden hat, „nur“ ein Auto in der Familie zu haben.

      Es SOLL also gar nicht jeder einen Tesla besitzen – das wäre nämlich alles andere als nachhaltig. Deshalb ja auch keine „Billigversion“ – Wo ist da der Neokapitalist??

      Zudem geht in Großstädten der Trend sowieso schon eher weg vom eigenen Auto. Wieso also nicht die Autos, die die Pendler morgens vom Land in die Stadt bringen, den autolosen „Städtlern“ zur Verfügung stellen? 😉

      Dass sich in 20 Jahren (außerhalb Deutschlands) noch jemand einen „billigen Benziner“ holt, glaube ich kaum, weil er damit nicht überall hinfahren darf. (Niederlande und Norwegen haben ja bereits entschieden, dass ab 2025 keine „Verbrenner“ mehr zugelassen werden, da ist der Weg zu einem Fahrverbot in Städten nicht mehr weit. Und wenn man sich die Feinstaubwerte in Teilen des Ruhrgebietes oder aber z. B. Stuttgart ansieht, ist es nicht unwahrscheinlich, dass sowas auch in deutschen Städten früher kommt, als manch einer derzeit glaubt 😉 )

      • Pamela

        Jawoll ! 🙂 Da hätte ich mir meinen Beitrag fast sparen können.

      • Name

        Der „freie Platz“ in traditionellen Bussen ist aber notwendig, um dort große Koffer, Rollator, Kinderwagen oder Rollstuhl abzustellen. Genau dafür braucht man auch die breiten Eingänge.

        Wenn das alles wegfällt, wo sollen die Sachen dann hin?

  • Pamela

    Bei den Bussen möchte Musk den Mittelgang und den Totraum an den Einstiegen beseitigen, das heißt für mich eigentlich, jede Reihe ist von links und rechts zu ereichen wie beim PKW auch. Den Fahrpreis bezahlt man bestimmt per Smartphone und nicht mehr beim Fahrer. Die Busse sollen kleiner und leichter werden und in den Strecken flexibler. Hier ist doch letztendlich das Verhältnis Energieverbrauch/(Passagier x km) entscheidend, dass sich gegenüber den großen Bussen verbessern sollte.

    Es wird nicht jeder ein Model 3 besitzen wollen. Die Generation der 20-30jährigen in den Städten legt den Focus schon jetzt nicht mehr auf ein eigenes Auto (das bisher liebste Kind). Da liegen die Prioritäten bei ganz anderen Lebensqualitäten. In ländlichen Gebieten sieht das anders aus. Es wird also beides geben, private Autos und Mitbenutzer.

    Die Produktion von billigen Kleinwagen überlässt Tesla bewusst den Autobauern, die in der Herstellung großer Stückzahlen wesentlich mehr Erfahrung haben. Den Anreiz für die anderen jetzt endlich loszulegen hat er erfolgreich geschaffen.

    Das ein Unternehmer letztendlich auch Geld verdienen muss, um nicht von den anderen gefressen zu werden, ist ein Gesetzt des Gesellschaftsystems in dem wir alle leben. Da ist mir der „Neokapitalist“ der zusätzlich versucht, die Um-/Welt zu verbessern allemal lieber als der „Traditionskapitalist“ der nicht anderes mehr kann, als für seinen Provit über Leichen zu gehen.

    • Bern

      Also der „Totraum“ wird in vollen Bussen von stehenden Leuten verwendet. An den Türen gibt es auch zusätzlich freien Raum für Rollstühle, Gehböcke, Koffer Kinderwagen und was sonst noch so sperriges transportiert wird.

  • Pamela

    „Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“ Albert Einstein

    Rollstühle, Gehböcke und Kinderwagen in einem hinteren Berich ? Koffer in Räumen über oder unter den Passagieren ? Vielleicht unterschiedliche Typen von Bussen – Linienbusse, Reisebusse, Busse die von und zu Bahnhöfen oder Flughäfen fahren u.s.w. ?

    Große Busse, damit Leute während der Fahrt stehen können ? Mir fällt nur ein Grund ein, warum ich im Buss lieber stehen möchte: Das Furunkel am A….. 😉

    • Grünspanpolierer

      Es ist erstaunlich wieviel Fantasie hier von manchen aufgebracht wird, um die Hirngespinste, die in einem unter dem Einfluss von ‚Unmengen von crack‘ entstandenen Pamphlet niedergeschrieben wurden, plausibel erscheinen zu lassen!

      Jeder ‚coachbuilder‘ dieser Welt würde sich vor Lachen nicht mehr einkriegen, müsste er hier mitlesen!

      Ein-Ausstieg auf beiden Seiten? Nur zu, eignet sich vor allem für Schulbusse! 😉
      Schliesslich sollen die selbstfahrenden Teslas ja auch mal ihren Notbremsassistanten auf Funktion überprüfen können wenn Fahrgäste zur Strassenseite hin aussteigen?

      • Pamela

        „Man kann über den Grünspanpolierer vieles sagen, was er definitiv noch nicht gemacht hat im Gegenteil zu den zig Antworten auf seine Kommentare das ist die Netikette zu verletzten. So wie sich das hier in der letzten Zeit häuft mit persönlichen Angriffen und beleidigungen frage ich mich schon warum die beiträge vorher freigegeben werden müssen.“ @Harald Wenzel

        Dann will ich mal hoffen, dass der i3 ein Rechtslenker ist, sonst müssten wir uns ja echte Sorgen machen um einen netten Pamphletzensor, sollte er zur Straße hin aussteigen müssen und dann von den zukünftig zahlreichen Teslas gejagt wird.

        Obwohl ..? Mir gefällt dieses Bild eigentlich recht gut. 🙂

        Ich glaube übrigends zu wissen, wo der freundliche Grünspanpolierer wohnt:
        http://www.stern.de/panorama/weltgeschehen/solaranlagen-saugen-das-licht-weg—us-stadt-lehnt-bau-von-sonnenkollektoren-ab-6605256.html

        • Grünspanpolierer

          Würden Sie sich wohlfühlen, wenn Ihr Kind an der Bushaltestelle zur Strassenseite hin aussteigen muss? 🙁

          • Pamela

            Nun, das möchte wohl keiner. Dazu fallen mir spontan eingerückte Haltestellen ein oder: die Kinder 4-6 Kinder in einer Reihe krabbeln einfach nur nach rechts raus…
            Aber wir sind alles keine coachbuilder, ich bin sicher, die Designer haben noch ganz andere Ideen. Ich habe auf konkrete Bedenken geantwortet, weil ich der Meinung bin, Neues kann nicht entwickelt werden, wenn man mit dem Satz beginnt „Das geht nicht, weil …“
            Aber ich kann Sie beruhigen, ich halte es für unwahrscheinlich, dass in Deutschland Schul- und sonstige Busse der Marke Tesla fahren werden.
            Die wird man in den USA und Skandinavien sehen, ein paar kaufen die Chinesen, um sie dann zu kopieren oder sie sind diesmal sogar schneller mit eigenen Lösungen.

            Die Aussage des Masterplans ist für mich, dem Ziel näher zu kommen, in den nächsten Jahrzehnten weltweit Transport und Verkehr mittels erneuerbarer Energien zu realisieren. Dabei gibt es die Chance auch neue Konzepte anzugehen, die den unterschiedlichen Bedürfnissen und Entwicklungen der Gesellschaften – dem heutigen Zeitgeist – eher entsprechen. Dieser Aufgabe werden sich alle Hersteller stellen müssen. Mit mehr Innovationsgeist und weniger Klüngelwirtschaft wird dies besser gelingen.

          • Grünspanpolierer

            Unsere Stadtplaner haben sich bestimmt den Masterplan angesehen und werden ihren Vorschlag der eingerückten Haltestellen umgehend umsetzen! 🙂

            Oder rudern Sie zurück?

            Ich darf sie beruhigen. Alle namhaften Zulieferer arbeiten an Konzepten für eBusse und zwar schon seit längerem. Dafür braucht es keinen Masterplan!

            Mercedes hat übrigens schon diverse batterielektrische Nutzfahrzeuge für den urbanen Verkehr bis 26to. auf Rädern.

            Nur so verrückt, schwere LKW für den Fernverkehr batterieelektrisch betreiben zu wollen war bisher noch niemand. Was man nicht alles erfinden muss, um Investoren weitere Giga$ aus der Tasche zu ziehen?

          • NeX

            Eins muss man Ihnen lassen Herr Grünspanpo, Sie sind gut darin Menschen mit erfundenen „Tatsachen“ zu verwirren. Diese Methoden haben Sie sich sicher bei der Lügenpresse abgeschaut, falls Sie nicht jetzt schon dazu gehören. Woher haben Sie denn die Information, dass Herr Musk massenweise Crack zu sich nimmt und Schulbusse mit beidseitigen Ausgängen bauen möchte? Erfunden? Dann hören Sie bitte auf diesen Unsinn dauernd zu wiederholen.

          • Grünspanpolierer

            Er zwitscherte es doch selbst so! https://twitter.com/elonmusk 🙂

            Die Idee mit den beisdseitigen Bus Ausgängen kam von Pamela.

          • Pamela

            @GPS „Die Idee mit den beisdseitigen Bus Ausgängen kam von Pamela.“

            Weder EM noch ich hatten dabei Schulbusse im Sinn, die Anwendung der Aussage im Masterplan auf diesen Busstyp kam typischer Weise von Ihnen …

            Und siehe da: TESLA TYPE II hat keinen Mittelgang und diesen Typ Buss könnte es in ferner Zukunft auch noch ein bisschen größer geben …

            Ich widme mich jetzt lieber wieder meiner Crackpfeife … 😉

  • Max

    Ein Familiencombi wär ein Highlight.

  • Pamela

    @Grünspanpolierer „Unsere Stadtplaner haben sich bestimmt den Masterplan angesehen …“

    Ist das nun mangelnde Intelligenz oder Altersstarrsinn ? Sie müssten die Beiträge schon genau lesen und sich bemühen sie zu verstehen, nur mal so nebenbei …

    Ich habe von Jahrzehnten geschrieben, ich sehe alles global und nicht nur für das kleine Deutschland. Gerade beim Thema Busse: Amerika ist verkehrspolitisch anders aufgestellt, deshalb werden Tesla-Busse nicht für Deutschland entwickelt werden und es werden bei uns andere E-Busse fahren, auch das hab ich angemerkt.

    Die LKW-Transporte emissionslos zu realisieren ist das viel wichtigere Ziel und da bin ich selber gespannt, was sich da entwickelt. Aber auch hier geht es nicht um Tesla Ja/Nein, sondern um bessere Technologien für uns alle. Bin ich froh, dass Sie da nichts zu melden haben…

    Unsere Stadtplaner werden mit der Realisierung vernünftiger Ladestationsnetze meiner Meinung nach schon leicht überfordert sein, wenn der Bedarf sich in ca. 3 Jahren multipliziert, da passt das Wörtchen „umgehend“ gar nicht.

    Es ist schon erstaunlich, wieviel Wohlwollen Ihnen hier immer wieder entgegengebracht wird. Schade, dass Sie das nicht nutzen und an sich arbeiten. Aber bitte, bleiben Sie halt kleinkarriert.

    • Grünspanpolierer

      Unsere Stadtplaner sind wahrlich zu kleinkariert, um ihre Gedankengänge überhaupt in Betracht zu ziehen! Und das ist auch gut so. Vor allem für die Sicherheit der Fahrgäste!