Nach Qualitätsproblemen: Tesla-CEO Elon Musk testet produzierte Model X persönlich

Wir haben Anfang Februar darüber berichtet, dass die Produktion des Tesla Model X nach anfänglichen Problemen mittlerweile reibungslos verläuft. Vor wenigen Tagen wurde zudem bekannt, dass sich Fahrzeuge mit einer Identifizierungsnummer von über 5.000 bereits in Produktion befinden. Jetzt berichtet Electrek zudem, dass Tesla Motors an alle Käufer eine E-Mail verschickt, um diese über den Auslieferungstermin ihres Fahrzeugs aufzuklären.

In der E-Mail erklärt Teslas „President of Global Sales and Service“ Jon McNeil, dass man die produzierten Model X zuletzt auf dem Leistungsprüfstand hatte und sogar Tesla-CEO Elon Musk persönlich einige der Fahrzeuge aus der Produktion getestet hat.

Danke für Deine Geduld, während wir uns ein wenig mehr Zeit genehmigten, um sicher zu gehen, dass Dein Model X den höchsten Qualitätsstandards entspricht. In den vergangenen Monaten haben wir unseren Produktionrate niedrig gehalten, um jedes Teil des Model X – von den bahnbrechenden Besonderheiten bis hin zur Leistungsfähigkeit – zu prüfen und nochmals zu überprüfen. Wir hatten Mitglieder unseres Management-Teams, inklusive Elon, die das Model X direkt getestet haben, als es von der Produktionsstraße kam. Wir können zuversichtlich sagen, dass Du dein Model X lieben wirst.

Der Rest der E-Mail unterscheidet sich je nachdem, welches Modell (70D, 90D oder P90D) man bestellt hat. Tesla Motors bietet zudem an, die Bestellung eines 70D in eine Bestellung mit 90 kWh-Akku zu ändern, damit die Auslieferung früher erfolgt. Die Model X mit 70 kWh-Akkupaket sollen erst ab Mitte 2016 produziert werden. Aus dem gleichen Grund soll es auch Anrufe von Tesla-Mitarbeitern bei entsprechenden Kunden gegeben haben.

Neben dem P90D wird aktuell die 90D-Variante mit sechs beziehungsweise sieben Sitzen produziert. Eine Bestellung einer solchen Modellvariante würde innerhalb der nächsten zwei Monate geliefert werden. Es gibt auch eine Variante mit fünf Sitzen, diese sei jedoch laut Electrek ebenfalls noch nicht in der Produktion.

Die angegebenen Auslieferungstermine gelten aktuell nur für Nordamerika. In Europa werden die ersten Auslieferungen Mitte dieses Jahres erwartet. Ebenfalls Mitte des Jahres soll das Model X 70D in Europa bestellbar sein. Eine Auslieferung dieser Modellvariante dürfte dann jedoch frühestens Ende 2016 stattfinden.

  • Hääääääää

    Hmmmm

    Und woran erkennt der Kunde, daß sein Sitz
    vom Gesäß von Elon Musk berührt wurde?

  • KingArtus

    hmm, eine solche Maßnahme ist wohl nur dann von Nöten, wenn die QM versagt oder?

  • Markus

    Tesla hat auch das Model S langsam hochgefahren. Es hat keinen Sinn, schnell zu produzieren und dann passen Details nicht.
    Ich habe von einem Freund, der im Silicon Valley arbeitet, gehört, dass Tesla intern mit den selben Qualitätsstandards arbeitet, die in der Weltraumindustrie gelten. Das ist anzunehmen, da Elon Musk ja auch hinter SpaceX steht und dieses Unternehmen hat bereits bemerkenswerte Leistungen erbracht.
    Jedes komplexe Produkt (und Automobile gehören sicher dazu!) hat seine Hochfahrphasen in der Produktion. Bei Tesla ist es vielleicht ein wenig länger als bei VW, aber Tesla scheint ein gutes, perfektionistisch arbeitendes Team zu haben. Bei VW bin ich mir da schon länger nicht mehr so sicher (Stichwort: Überspringen eines Zahns durch die Steuerkette und dadruch Motorschaden zu Lasten des Kunden. Vom aktuellen Skandal ganz zu schweigen.)

    • Patrick

      Golf R meiner Ex: nach 7’000km DSG im Eimer, nach 12’000km Motor defekt

  • Joachim

    Also das mit den Weltraumstandards würde ich mal weglassen:-( Die Passungenauigkeiten am 2015er MS würden bei VW einen SOP auslösen! (Stop of Production) und das ist kein Scherz…. Aber der Rest funktioniert prima und das ist für mich das Wichtigste!

  • Luganorenz

    Für gute Übersetzer haben die auch kein Geld…
    ist zwar off-topic aber findet ihr diese übersetzten Emails nicht auch Mist? Auch bei Apple wird man permanent geduzt und das englisch ist grottenschlecht übersetzt. „You’ll love it“ ist eben nicht „Du wirst es lieben“ sondern „Sie werden es mögen“. Es wird doch bei diesen Ami-Klitschen einen native-german geben, der nach Google-translate die Sprachfalten etwas glättet? Oder bin ich da zu pedantisch? Wie sieht es denn andersherum aus? „your good star on every road“, „for the joy to drive“, „the car“, „lead by technic“?

    • TK

      Die E-Mail wurde nicht von Tesla Motors sondern von mir übersetzt. Dass man bei so modernen Unternehmen geduzt wird, ist eigentlich sehr gängig. Die offiziellen E-Mails von Tesla Motors sprechen den Empfänger in Deutschland jedoch weiterhin mit „Sie“ an – also keine Sorge.

      Bezüglich „mögen“ und „lieben“ bin ich eigentlich Ihrer Meinung. Ich empfand jedoch eine solche Übersetzung als zu trocken: „Wir können zuversichtlich sagen, dass Du dein Model X mögen wirst.“ (aus: „[…] so that we can confidently say that you’re going to love your Model X“). Come on? Ehrlich? Nach jahrelanger Wartezeit und Verschiebungen soll ich es mögen? Ich will es lieben!

      Vielleicht sind Sie zu pendantisch oder ich bin zu degagiert. Für mich wirkt es anders einfach zu steif.

      • mitleser

        d’accord

      • roman

        coole antwort….:)