Softwareupdate v8.0 soll neue Sicherheitsrestriktionen für den Autopiloten bringen

In den vergangenen Monaten war Tesla mit zahlreichen negativen Schlagzeilen in der Presse. Sobald es einen Unfall mit einem Tesla-Fahrzeug gab, wurde dieser medial ausgeschlachtet und Tesla der Schwarze Peter zugeschoben. Ob es überhaupt an einem Fehler seitens des Herstellers oder an menschlichem Versagen lag, wurde oftmals deutlich später geklärt, doch dann war die Sau bereits durchs Dorf getrieben worden.

Viele dieser Unfälle ereigneten sich mit eingeschaltetem Tesla-Autopiloten. Das System erweckt aufgrund seiner Fähigkeiten den Eindruck, dass man als Fahrer die Kontrolle vollständig dem Fahrzeug überlassen kann – ein fataler Irrtum, wie einige Kunden feststellen mussten. Tesla selbst erklärt im Benutzerhandbuch, dass man sich niemals ausschließlich auf das System verlassen soll, sondern immer bereit sein muss einzugreifen.

Tesla wird mit dem kommenden Softwareupdate v8.0 weitere Sicherheitsrestriktionen für den Autopiloten einbauen, sodass die Wahrscheinlichkeit für ähnliche Unfälle minimiert wird. Laut dem Branchendienst Electrek wird Tesla eine Restriktion einbauen, die es Fahrern während der Fahrt nicht mehr erlaubt den Autopiloten einzuschalten, wenn diese zuvor auf Warnsignale und Aufforderungen durch das System nicht reagiert haben.

Ist der Autopilot während einer Fahrt eingeschaltet und der Fahrer nimmt die Hände vom Lenkrad, erhält er sporadisch eine entsprechende visuelle und auditive Aufforderung, die Hände wieder an das Lenkrad zu setzen. Kommt der Fahrer dieser Aufforderung nicht nach, wird der Autopilot nach 15 Sekunden langsam deaktiviert, wobei die Musik lautlos gestellt wird und das Fahrzeug beginnt abzubremsen.

Mit der neuen Restriktion wird der Autopilot nicht nur deaktiviert, wenn der Fahrer den Aufforderungen nicht nachkommt, sondern auch eine erneute Aktivierung verhindert. Man erhält erst wieder die Möglichkeit den Autopiloten zu aktivieren, wenn das Fahrzeug zu einem kompletten Stillstand kam und der Wahlhebel auf „Parken“ gestellt wurde.

Die Deaktivierung gilt laut Electrek höchstwahrscheinlich nur für das selbstlenkende System (Autosteer) und nicht für das verkehrsadaptive Tempomat (TACC), welches dann weiterhin aktiv sei. Außerdem dürfte der Fahrer zukünftig immer weniger Warnhinweise und Aufforderungen erhalten, da der Autopilot mit jedem Update verbessert wird.

Autopilot soll nach Softwareupdate auch Autobahnkreuze handhaben können

Neben den neuen Restriktionen sollen mit der neuen Firmware v8.0 auch neue Funktionen für den Autopiloten eingespielt werden. Wie Electrek erfahren haben will, wird der Autopilot durch das kommende Softwareupdate auch Autobahnkreuze handhaben können. Das bedeutet, dass man die Autobahn mit eingeschaltetem Autopiloten wechseln können wird, indem man lediglich den Blinker betätigt.

Schon Anfang Juli wurde bekannt, dass der Autopilot mit dem kommenden Update auch die Autobahnausfahrt selbstständig nehmen kann, wenn der Fahrer zuvor an entsprechender Stelle den Blinker gesetzt hat. Womöglich wird es zur Veröffentlichung auch weitere neue Funktionen geben, die bisher jedoch noch nicht enthüllt wurden.

Wann die neue Firmware veröffentlicht wird, ist nicht bekannt. Vor einer Woche berichteten wir jedoch, dass sich der Autopilot laut Musk auf dem Weg zum finalen Prüfstand befindet. Es dürfte somit nicht mehr lange dauern, bis man die neuen Funktionen nutzen können wird.

  • martin

    Kleiner Typo: „wurde dieser medial ausgeschaltet“ sollte wohl „wurde dieser medial ausgeschlachtet“ heissen, oder

    • TK

      Danke, ist korrigiert.

  • bübchen

    Ich freu mich drauf, Danke und weiter so, Tesla.

  • McGybrush

    Wie war es denn bisher? Ist der Tesla Piependerweise weiter gefahren?

    • Triple-T

      Der Autopilot bremst schon heute ab, wenn man alle Warnsignale ignoriert. Ich habe es mal ausprobiert auf einer sicheren Strasse. Der Unterschied zur neuen Verion, so habe ich es verstanden, liegt darin, dass die neue Version vom Fahrassistenten, nachdem man alle Warnungen missachtet hat, automatisch abstellt, und während der Fahrt nicht mehr aktiviert werden kann.
      Übrigens, ganz wichtig zu wissen! In der deutschen Display Anzeige steht Fahrassistent und NICHT Autopilot!

  • Steffen

    Kleiner Tippfehler, soll bestimmt „wir“ heißen. -Woche berichteten wird jedoch-

    • TK

      Danke, ist korrigiert.

  • BB

    An dieser Stelle muss ich mich nochmal bedanken für diese super gute und stets aktuelle Webseite! Ich schaue fast täglich rein und verkürze mir so die Wartezeit auf das model3… (immer mit den aktuellen neuen Informationen versorgt!)

    • Pamela

      Schliesse ich mich voll und ganz an. Verbeugung.

    • eCar-Fan

      Dem pflichte ich auch bei! Gibt fast keinen Tag, wo ich nicht mal rein lese!

    • PDDOW

      Wo man sich beim anschließen ist… Dito

  • BB

    Die Restriktionen beim AP sind richtig und waren klar dass sie kommen mussten. Es zeigt einmal mehr, dass für Tesla Sicherheit oberste Priorität hat. Bis das System VOLLKOMMEN ausgereift ist wird noch einige Zeit vergehen….

    • McGybrush

      Ich fände Eyetraking die kompfortabelste überwachung. Guckt man geradeaus fährt man, wenn nicht dann sollten erst die Maßnahmen greifen die es jetzt gibt bzw mit 8.0 kommen.

    • Pamela

      Genauso hab ich es von tesla auch erwartet. Die Vertrauenslücke ist damit geschlossen.
      Einzige Angriffsfläche der Konkurrenz wäre dann die Nichterfüllung der zeitliche Umsetzung aller Pläne.

      Aber, ach Gott, die Konkurrenz. Von weit hinten laut brüllen kommt vorne trotzdem leise an.

  • eCar-Fan

    Ich kann mich noch gut erinnern, als ABS als Neuheit im Markt eingeführt wurde und Versicherungen zu anfangs noch 10 % Rabatt gewährten für diejenigen, die ein Neufahrzeug mit ABS bestellten.

    Das musste aber schon sehr schnell wieder korrigiert werden, weil die Autofahrer -im Bewusstsein, dass sie ja ein tolles und Bremsweg-verkürzendes System haben- auch im Winter und auf regennassen Fahrbahnen deutlich zu schnell unterwegs waren und somit mehr Unfälle verursachten, als Fahrer mit Autos ohne ABS!

  • Bin ich der Einzige, der die „Verbesserungen“ schlecht findet?

    Das man bestimme Funktionen einbaut, dass sich der Fahren nicht während der Fahrt auf die Rücksitzbank setzt sind ja OK und definitiv auch sinnvoll. Auch bin ich mir bewusst, dass es kein selbstfahrendes Auto ist und ich als Fahrer verantwortlich bleibe. Die Unfälle sind nicht wegen sondern trotz des Systems passiert.
    Wovon ich aber bisher schon ausgegangen bin, ist das das System besser ist als das was ich aktuell bei deutschen Herstellern bekomme.
    Ganz ehrlich, wenn ich die Hände am Lenkrad lassen muss kann ich auch meinen 4 Jahre alten A6 weiter fahren. Dessen Spurhalteassistent will auch jeden Kilometer gestreichelt werden. Der „Autopilot“ ist/war mein Hauptgrund ein Model 3 zu bestellen…ich hoffe, dass TESLA in 2 Jahren soweit ist, dass man die Hände wegnehmen kann.

    • TK

      Man kann die Hände vom Lenkrad nehmen, man muss nur in der Lage bleiben, bei Aufforderung zu reagieren. Es gibt beispielsweise Strecken, die durch ihre Gegebenheiten vom Autopiloten schlecht erfasst und eingeordnet werden können. Dann muss man als Fahrer eben einschreiten und ggf. die Kontrolle übernehmen.

    • Karl

      Macht mein A5 auch so – und ist nur bedingt hilfreich. Ich behaupte auch, da ist man halt vorsichtig, da die Rechtslage nicht so eindeutig ist.
      Ich warte förmlich darauf, daß mir mal jemand hinten auffährt, weil der ‚Brake Assistant‘ unvermittelt bis ins ABS gebremst hat. Grundsätzlich sind die ganzen Assistenten ja hilfreich – nur greifen sie halt auch ein, wenn ich als Fahrer die Gefahr schon erkannt hab (und beispielsweise schon das Ausweichmanöver eingeleitet hab).
      Wenn die Entwicklung da weiter geht, und die Assistenten etwas ‚vorausschauender‘ agieren, werden sich einige Probleme von selbst erledigen.

    • marc

      Nee, keine Angst.. da sind noch mehr..
      Wenn ich mich recht erinnere, wurde doch jüngst der Autopilot teurer „weil er es wert ist“.. Das ist der Punkt den ich nicht verstehe. Zunächsteinmal sammeln momentan alle entsprechend ausgestetteten Teslas Daten über die Straßenbeschaffenheit, auch und weil es momentan noch nicht genügend Daten gibt, und zahlende Kunden werden so zu Beta-Testern, und Datensammlern. Wohlgemerkt: ZAHLENDE Kunden!! Wenn ich jetzt noch zusätzlich gegängelt werde, indem ich ähnlich wie ein Lokführer die SiFa betätigen muß, damit das Auto nicht anhält, dann wird das unbrauchbar. Komplett autonomes Fahren ist wohl noch nicht machbar, ich erwarte aber, bei normalem Verkehrsfluß in Hamburg auf die Autobahn fahren zu können, auf den Knopf drücken, und frühestens in Flensburg, wenn ich wieder von der Autobahn runter muß, darüber informiert werde, jetzt wieder das Steuer zu übernehmen. Zwischenzeitlich will ich telefonieren, mails checken, im Internet surfen, whatever. Wenn er AP es wirklich „Wert wäre“ dann könnte ich die Zeit sinnvoller nutzen. Da ich aber immer konzentriert dabei sein muß, und lediglich dem Autopilot beim fahren zuschauen soll, um ggfs. eingreifen zu können, dann kann ich auch gleich selber fahren. Dann ist der Aufpreis zum Fenster herausgeworfenes Geld. Entweder das funktioniert, dann bin ich gerne bereit auch was dafür zu bezahlen, oder halt nicht. Aber mit den Restriktionen, die von Version zu Version auch noch mehr werden.. nein Danke.. da brauch ich kein M3 mehr, da tuts ein Ampera-e ohne diesen Fierlefanz auch.. ganz ehrlich…

      • „ELMO“

        Dann viel Vergnügen mit dem („hübschen“) Ampera-e ohne Supercharger…

  • Erna

    Ja da hat Tesla wohl von Mercedes gelernt, die auf die selbe Weise ihr Auto ggf. bis zum Stillstand abbremsen 😉 Wenn man jetzt die Formulierung „Autopilot“ – wie bereits in China passiert – streichen würde könnte man ja fast zufrieden sein.

    Vor diesem Hintergrund wäre ja interessant zu wissen, wie die neue Funktion bei Autobahnkreuzen funktioniert. Mit welcher Geschwindigkeit wird ohne vorausfahrendes Fahrzeug quasi abgebogen. Wie wird auf von der Auffahrt kommende Autos reagiert und wie auf vorfahrtsberechtigte Autos wenn man selber auf die andere Autobahn auffährt. Ich kann nicht erkennen, dass der Autopilot hier tatsächlich eine Erleichterung liefern kann, da man dort immer noch selber gefordert ist. Offensichtlich wollte und musste man zu den Beschränkungen etwas „Gutes“ liefern, was tatsächlich aber nichts bringt.

    Viel interessanter wären doch Verbesserungen am Notbremsassistent. Auch beim Unfall des X gegen den GMC Yukon hat der offensichtlich Null reagiert und beim X wurde die gesamte Front zerstört. Man kann natürlich argumentieren der andere war Schuld. Doch nützt mir dies Nichts wenn so was schlimmer ausgeht.

    • Sascha

      Bei dem Unfall des Model X mit dem GMC kam der Yukon von der Seite (hat die Vorfahrt genommen) und hat den Tesla getroffen. Welche Rolle spielt da der Notbremsassistent?

      • Erna

        @Sascha
        Richtig der Yukon hat die Vorfahr genommen aber letztlich ist der Tesla in den Yukon reingefahren und da sollte der Notbremsassistent den Aufprall zumindest abmildern. Da dies nicht passiert ist hat Tesla an der Stelle offensichtlich deutliche Defizite gegenüber anderen Herstellern. Solange man dies nicht im Griff bekommt ist auch die ganze Phantasterei von 100% autonomen Fahren ohne Lenkrad und Vernetzung Blödsinn.

        Gleichfalls erschreckend ist letztlich der Schaden am Fahrzeug. Bei etwa selber Fahrzeugmasse ist die gesamte Front des X zerstört und vermutlich ein Totalschaden. Beim Yukon ist es mit rund 5000 Dollar für einen Kotflügel, Stoßstange und neuer Aufhängung getan.

        • „ELMO“

          Eine zerstörte Front eines verunfallten Model X zeigt das hohe Maß an Knautschzone und damit Kompensation der Kräfte, die auf die Insassen einwirken. Verstanden?

          • Erna

            Und was zeigt die Front des Yukon? Die hohe Robustheit durch die die Insassen – wie im Tesla – unverletzt den Unfall überstanden haben und das Auto mit Minimalaufwand sogar weiter nutzen können.

            Da ich nur Bilder kenne will ich nicht groß spekulieren. Aber es ist immer wieder erschreckend in welchem Ausmaß gerade ein Tesla beschädigt bzw. zerstört ist. Beim Heckcrash mit dem Chevrolet Tahoe hat es letztlich zwei Kinder getroffen während der besoffene Unfallverursacher lediglich zur Überprüfung ins Krankenhaus musste. Letztlich haben die Fahrzeuge alle vergleichbare Massen aber durch das hohe Batteriegewicht ist die Struktur des Tesla offensichtlich schwächer. Crashtests mögen was anderes suggerieren, die Realität spricht oftmals eine harte realistische Sprache.

    • Tesla-Fan

      Daimler ist für mich überhaupt NICHT der Maßstab für verantwortungsvolles Handeln.

      Die haben für die aktuelle E-Klasse mit dem „self-driving-car“ geworben. Eine klare Lüge.
      http://teslamag.de/news/zulassungsstelle-zum-autopiloten-es-ist-nichts-falsch-mit-dem-system-9173

      Daimler hatte auch schon damals beim Notbrems-Assistenten in der S-Klasse betrogen als ein Journalist in Spiegel TV in eine verräucherte Halle fahren sollte zur Demonstration des Notbrems-Assistenten und auf das dort stehende Auto geknallt ist. Im Ton hörte man „Scheiße, ich hab doch an dem Brett gebremst..“ Nix Notbrems-Assistent – Betrug!
      Das hat die Guys bei Top Gear schwer begeistert. https://www.youtube.com/watch?v=BYY7OfQ4-5A

      Die A-(Elch)klasse ist umgefallen weil die Karre durch den Wegfall der ursprünglich im Unterboden geplanten Batterie da unten 250kg leichter war und der Schwerpunkt nach oben gewandert ist. Man brauchte ja mit dem Wegfall der Kalifornien-Gesetze plötzlich keine Elektroautos mehr…

      Nein, nein – den Daimler, den kannste vergessen…

    • Wolfram

      Hallo Erna, nein da hat Tesla nicht von Mercedes lernen müssen! Seit dem Anbeginn des Autopiloten ist es so, dass das Fahrzeug selbstständig anhält und die Warnblinkanlage einschaltet, wenn man den Aufforderungen die Hände ans Lenkrad zu legen nicht nachkommt. Dazu wird die Musik untergeregelt und es ertönt ein Warnsignal, welches in der Kadenz stetig zunimmt … Das war schon immer so und ist nix Neues!

      Auch das Abbremsen in den Kurven beherrscht der Tesla (auch ohne Autopilot – nur TACC an ) schon seit längerem. Das Abbiegen auf Autobahnkreuzungen sollte somit kein Problem sein ist eigentlich schon da – muss nur noch freigeschaltet werden…

      Ich denke das grösste Problem und das grösste Beta hockt hinter oder vor dem Steuerrad und da ändern noch so ausgeklügelte Restriktionen nichts! Wie ist das mit Alkohol am Steuer???

      Übrigens wenn man die Notbremse zieht heisst das nicht, dass nichts passiert… Ist eben ein Notfall und kein dauernder Zustand – der Airbag geht ja auch nicht dauernd auf, wenn man mal zu dicht auffährt oder?! Da bin ich froh, wenn ich ganzbeinig aus dem Wagen komm!!

      • Erna

        @Wolfram
        Ich bin davon überzeugt, dass der Autopilot das Abbiegen an einem „normalen“ dt. Autobahnkreuz nicht beherrscht. Wobei „nicht beherrscht“ für mich bedeutet, dass der Fahrer mehr tun muss als den Blinkerhebel zu setzen und das Lenkrad anzufassen.

        Beispiel ich will von Autobahn A auf die kreuzende Autobahn B „quasi links“ abbiegen:
        – wechseln auf die rechte Abbiegespur
        – auf der Spur geradeaus weiterfahren, nicht rechts abbiegen
        – von rechts kommt auffahrender Verkehr von Autobahn B, Geschwindigkeit?
        – rechts abbiegen, Geschwindigkeit?
        – auf linke Spur einfädeln, von hinter kommt Verkehr, Vorfahrt beachten
        – beschleunigen wann und auf?
        – von rechts kommt Verkehr von Autobahn A
        – auf Autobahn B auffahren, Vorfahrt beachten

        Was davon soll und kann ein Autopilot erledigen und was soll/muss der Fahrer machen? Wo soll da eine Erleichterung sein die jetzt als großer Fortschritt propagiert wird?

    • W.Müller

      @Erna: Ich hoffe doch nicht, dass Tesla von Mercedes lernt.
      Ich erwarte einen besseren Assistenten mit 8.0 und nichts, was wir schon kennen.
      Ich meine ich will nicht so einen Assistenten wie bei der Mercedes S-Klasse wo das Auto trotz Notbremsassistent Anfang des Jahres bei Flensburg ins Stau-Ende gekracht ist und der Fahrer tödlich verunglückte dabei.

      • Erna

        Was ich erwarte ist das der Notbremsassistent reagiert und damit die Folgen zumindest mildert! Laut Zeugenaussagen fuhr er mit „hoher Geschwindigkeit“ und „bremste nicht mehr rechtzeitig“. Immerhin bremste dieses System weshalb der Mercedes auch „nur“ bis zur Windschutzscheibe unter dem Anhänger steckte. Bei Tesla versagte er offensichtlich mehrfach komplett, da das Hindernis gar nicht erkannt wird. Beim bekannten Crash mit dem Anhänger fuhr der Tesla sogar noch weiter und durch zwei Zäune ohne zu bremsen.

        Sie mögen sagen tot ist tot. Für mich und wahrscheinlich auch manchen Richter hat es schon Bedeutung ob ein Assistenzsystem überhaupt funktioniert. Was nützt mir ein Airbag der nicht öffnet. Andererseits hilft auch der nicht immer.

        • Saša

          Nach all dem Menschlichen Versagen also soll ausgerechnet die Technik die Fehler Ausbügeln ? … Kein ! Unfall wurde bisher vom Autopiloten verursacht sondern war aktiv und hat seine Aufgaben (Spur halten und Abstand zum Vordermann) erledigt … Außerdem sind das keine Fahrzeug längen sondern fiktive Einheiten die variabel sich an der Geschwindigkeit anpassen … Man hat nur einen Spielraum wie weit bzw. Wie nah man ran will aber nie unter das gesetzliche Minimum

          • Erna

            Eine mutige spekulative Aussage die ich bezweifle. Denn ohne Autopilot hätte er sich auf die Straße konzentriert und wäre nicht Tod.

            Das gesetzliche Minimum in Deutschland (bei trockener Fahrbahn!) liegt beim halben Tachowert in Metern – also bei 112km/h 56m und keine 7 Fahrzeuglängen von rund 35m – dies kann man (nicht nur bei Tesla) unterschreiten. Und dies ist für mich ein Unding genau wie der „Autopilot“ schneller als erlaubt fahren kann.

          • W.Müller

            @Erna: Wieder nur reine Spekulation von Ihrer Seite.
            Woher wissen Sie so genau, dass den tödlich verunglückten Fahrer nicht vorher ein medizinisches Problem (Bluthochdruck-Krise, Epilepsie, unerkannter Diabetes mellitus mit „Zuckerschock“ , Schlaganfall, Herzinfarkt etc. etc.) ereilt hat und er deswegen nicht auf die Strasse gesehen hat?
            DAS wissen Sie eben genau NICHT aber spekulieren wieder munter gegen Tesla herum.

        • W.Müller

          @Erna: Sie sind ein klassisches Beispiel von selektiver Wahrnehmung, indem Sie nur die Quelle zitieren, die im Ansatz etwas von Bremsen schreibt.
          In 2 anderen Quellen ist von „ungebremst in den Anhänger“ die Rede.
          Sie spekulieren eben auch gerne zu Ungunsten von Tesla.
          Verdienen Sie eigentlich Ihr Geld in der deutschen Autoindustrie?

          PS: Die nicht erkannten Hindernisse bei Mercedes sind genauso häufig wie bei allen Herstellern so auch Tesla und stehen bei beiden Firmen auch exakt so im Handbuch beschrieben.

  • Klaus

    Über den tödlichen Unfall mit der Mercedes S Klasse schreibt die deutsche Presse kaum etwas. Tesla aber wird zerissen. Wenn viele die deutsche Presse als Lügenpresse bezeichnen, hat sie sich das in vielen Fällen selbst zuzuschreiben.

    • Dirk

      Es ist aber schon noch ein Unterschied, ob die Presse lügt, also die Unwahrheit verbreitet, oder einfach wie in dem genannten Fall, nur nicht darüber berichtet.

      • Pamela

        Wenn man zu einem Thema etwas aufbauscht bis zum geht-nicht-mehr, zum anderen konkrete Fälle, die in das Gesamtthema hineingehören unter den Tisch fallen lässt, agiert man manipulativ.

    • Tilman Winkler

      Mit Lügenpresse hat das eher nichts zu tun. Es stellt sich aber die Fesge, wieviel Einfluss die Anzeigenabteilungen auf das redaktionelle Geschehen haben… Ein Unfall bei Tesla erlangt ein Vielfaches der medialen Aufmerksamkeit, die für das Versagen vergleichbarer Systeme bei Mercedes und Co aufgewendet wird.

      Nun ja, wir leben im Land der Verbrenner-Bauer. Mal sehen, wann die über Ankündigungen hinauskommen…

  • FMH

    Zentraler Punkt es Updates ist tatsächlich, dass man jetzt praktisch ständig die Hände am Lenkrad halten muss wenn der „Autopilot“ (Spurhalteassistent) aktiv ist.

    Alles andere lasse ich mal auf mich zukommen…
    Kann ja echt nicht sein, dass ich nach einem „Regelverstoß“ erst komplett anhalten muss um den „Autopiloten“ wieder verwenden zu können!
    Sehe schon alle Teslas auf dem Randstreifen der Autobahn stehen…

    Bei Autobahnausfahrten, -kreuzen und auch -Baustellen wäre ich weiterhin sehr sehr vorsichtig. Da sollte das System lieber dem Fahrer klar sagen dass er jetzt die Kontrolle übernehmen soll statt das selber zu versuchen!

    Evtl. gibt es auch Einschränkungen, dass der „Autopilot“ (Spurhalteassistent) nur auf Autobahnen eingeschaltet werden kann – dann würde Tesla tatsächlich mit den anderen Herstellern gleichziehen in den Restriktionen..

    Werde auf jeden Fall ein neues Video auf meiner „Teststecke“ drehen:
    https://www.youtube.com/watch?v=ZetTg73Ebyo

    • ThomasJ

      @FMH, ein sehr gutes Anschauungsvideo für den Autopilot in der Anwendungspraxis, auch wenn ich mir nicht die ganzen 55 Min. gegönnt habe :-).
      Da hat der Herr Doktor gute Präventionsarbeit für zukünftige, freihändige Piloten geleistet!! 🙂

    • AndreasH.

      Danke für das Video – ich habe von Anfang bis zum Ende geschaut – auch wenn ich es, was die Funktionen des Autopiloten angeht, ziemlich ernüchternd finde.
      Dadurch, das es in Echtzeit läuft kann man die Verkehrssituationen gut erleben und abschätzen, wie man in dieser Situation selbst reagiert hätte und was das System so gemacht hat.
      Ich meine, die 3300€ Aufpreis kann man sich getrost sparen.
      Und wenn das das Beste von allen am Markt befindlichen Systemen ist (wie hier kürzlich ein Test verlinkt war), dann bei allen anderen Herstellern auch.

      Das Geld würde ich dann eher im amerikanischen Spezialitäten-Restaurant in der Nähe der Supercharger anlegen 😉

  • Stefan

    Der Tesla Autopilot rettet auch Leben, mal zur Abwechslung:
    http://ev.network/2016/08/09/tesla-autopilot-reportedly-saves-another-life

    • Erna

      Was hat dies denn mit dem Autopilot zu tun? Der Notbremsassistent hat in diesem Fall eingegriffen und das Fahrzeug abgebremst. Das ist seine Funktion genau wie bei anderen Fahrzeugen auch.

      Nebenbei bemerkt sind 7 Fahrzeuglängen Sicherheitsabstand bei 70 mil/h zu wenig und die Möglichkeit (die es auch bei anderen Fahrzeugen gibt) dies so einzustellen eigentlich ein Unding.