Tesla wird „vermutlich vier“ neue Batteriefabriken zum Ende des Jahres ankündigen, sagt Musk

Tesla hatte bereits mit der Veröffentlichtung des letzten Quartalsberichts des Jahres 2016 bekannt gegeben, dass man weitere Batteriefabriken wie die Gigafactory in Nevada auch an anderen Standorten aufbauen und die Standortauswahl dafür bis Ende dieses Jahres treffen will. Zu der Zeit hieß es noch, dass es zunächst drei weitere Standorte geben soll.

Nun erklärte Tesla-CEO Elon Musk bei seinem TED-Interview in der vergangenen Woche (via Electrek), dass man zwischen zwei und vier Standorte für die neuen Batteriefabriken, sogenannte Gigafactories, zum Ende des Jahres ankündigen wird. Laut Musk dürften es sogar „vermutlich vier“ werden, also eine mehr als noch im Quartalsbericht Anfang des Jahres angekündigt.

Aktuell verfügt Tesla über eine Gigafactory in Nevada, die Batteriezellen, Akkupakete und auch Antriebseinheiten (Model 3) herstellt. Zudem gibt es eine Solar-Fabrik in Buffalo, New York, die durch die SolarCity-Übernahme zu Tesla gehört und aufgrund der anvisierten Produktionsmenge an Solar-Produkten von ein Gigawatt pro Jahr ab 2019 ebenfalls als Gigafactory bezeichnet wird.

Diese beiden Fabriken werden Gigafactory 1 (Nevada) und Gigafactory 2 (New York) bezeichnet. Sollte Tesla also weitere Batteriefabriken ankündigen, dürfte die Rede von einer Gigafactory 3, 4, 5 und sogar 6 sein. Diese Gigafactories sollen laut Musk aber nicht nur Batteriezellen oder Akkupakete herstellen, sondern das komplette Fahrzeug produzieren.

Als mögliche Standorte für die zukünftigen Batteriefabriken zählen China, Europa und auch weitere Fabriken in den Vereinigten Staaten. Unklar ist jedoch, ob Tesla mit diesen Fabriken eine ähnliche potenzielle Produktionsmenge wie in Nevada erzielen will (100 GWh an Batteriezellen, 150 GWh an Akkupaketen) und ob diese ebenfalls in Partnerschaft mit Panasonic betrieben werden sollen.

  • Jens B. H.

    Das Tempo, das Tesla vorlegt wird immer Atemberaubender. Ich möchte lieber nicht zu denen gehören, die gegen Tesla wetten.

  • Pamela

    Na ob Deutschland da dabei ist ? Ich kanns mir nicht mehr vorstellen.

    OT (ein bisschen): c j – ein Grohmannmitarbeiter hat noch mal einen aktuellen Bericht gegeben in
    „Tesla Grohmann Automation: Klaus Grohmann soll nach Streit mit Elon Musk zurückgetreten sein“

    • Fritz!

      „Na ob Deutschland da dabei ist ?“

      Doch, ich denke schon, daß Deutschland da eher weiter oben in der Liste steht. Die Lohnstruktur in Deutschland ist nicht sehr hoch, es gibt eine sehr gute Infrastruktur, viele technisch hochwertige Zulieferer sitzen ebenfalls in Deutschland (viele Model S Teile und Fabriken kommen aus Deutschland), die Qualifikation der Arbeiter ist hoch, …

      Und die Lohnkosten bei der Akku-Produktion sind gering, da es sehr hoch automatisiert abläuft.

      • Pamela

        Ja schon, aber vielleicht dann als Gigafactory No. 15. Dann ist das Risiko nicht mehr so hoch, von „irgendwas“ aufgehalten zu werden.
        Dörpen ist ja immernoch sehr bemüht, ich drück mal die Däumchen.

      • Skynet

        Nichts wünschte ich mir lieber aber zu viel spricht ganz klar gegen Deutschland:

        – Umweltauflagen / Genehmigungsverfahren
        – Baurecht / Brandschutz
        – zweit teuerste Industriestrompreise in Europa
        – niedrige Arbeitslosigkeit / wenig freies Personal insbesondere Fachpersonal
        – und nicht erst seit Grohmann das Mitbestimmungsgesetz

        Alles was z. B. mit weitem Abstand für China und Asien allgemein spricht. Dort wird das selbe Produkt für einen Bruchteil der Kosten (selbst bei hohem Automatisierungsgrad) produziert. Einzige Chance würde ich sehen, wenn es ein bereits erschlossenes genehmigtes großes Areal mit Hallen z. B. von ehemaligen PV-Herstellern gibt. Mit ist da aber nichts entsprechend großes bekannt.

        • Fritz!

          „Alles was z. B. mit weitem Abstand für China und Asien allgemein spricht.“

          Der Drops ist bereits schon länger gelutscht. Es wird sowohl in Asien als auch in Europa so eine Gigafactory entstehen. In Europa ist es nur eine Frage des Landes/der Kosten. Und wenn ich viele mir bekannte hochtechnischen Industriebetriebe sehe, die ihre Produktion in den Osten verlagert haben, da kommt jetzt ein Großteil wieder zurück, da es sich in der Summe nicht gerechnet hat.

          Ich habe ein Interview Ende letzten Jahres gelesen (finde die Quelle aber nicht mehr, war aber, glaube ich, eine französische Quelle) in dem Elon Musk sagte, er schwanke bei Europa zwischen Frankreich und Deutschland. Habe ich aber danach nie wieder gelesen…

          • Skynet

            Es mag ja Einzelfälle geben aber von einem Großteil zu sprechen ist mehr als übertrieben. So kenne ich z. B. keinen Autozulieferer der mit seiner Produktion zurückgekommen ist.

            Ich kann derzeit nicht erkennen, dass die aktuelle/zukünftige dt. oder franz. Regierung ein ernsthaftes Interesse an Tesla hätten. Und wenn man es mal durchkalkuliert halte ich den Drops für Europa noch lange nicht gelutscht.

          • Fritz!

            „Und wenn man es mal durchkalkuliert halte ich den Drops für Europa noch lange nicht gelutscht.“

            Naja, da gibs nur ein Schlagwort, das ausreicht:

            EU-Binnenmarkt!

          • Skynet

            Unter den weder Norwegen noch GB oder die Schweiz fällt. Aktuell muss man sich schon Sorgen machen, ob es ihn bis zum Bauabschluss überhaupt noch gibt :-((

          • Manni

            Außer den doofen Britten wird keiner den Binnenmarkt verlassen. Und die verlieren jetzt schon die Frimensitzen von internationalen Großbanken

        • Xer

          Bez. Strompreise: Tesla produziert seinen Strom selbst. Logisch, oder?

          • Skynet

            Wieviel wird denn in der Gigafactory 1 und 2 derzeit selbst produziert? Selbst wenn einmal PV + Speicher installiert sind wird man nie zu 100% autark sein obwohl in Nevada die Sonneneinstrahlung rund 2x höher ist als bei uns. Dazu bin ich auf das Gesicht von EM gespannt wenn man ihm erzählt, dass er in Deutschland dafür dann auch noch Steuern zahlen soll.

          • Jörg

            skynet
            da hast du etwas falsch verstanden. die steuern zahlt immer der letzte in der reihe (über den endpreis). und das ist? na, wer wohl?

          • Skynet

            Ne da hast Du was falsch verstanden. Wenn Tesla in Deutschland (und nur dort) 40% der EEG-Umlage für den eigenen Strom und die zweithöchsten Preise für den gekauften Strom bezahlen muss nennt man dies Standortnachteil. An anderen Standorten lässt sich allein dadurch je Auto dann mehr verdienen!

          • Jörg

            skynet
            ich wollte eigentlich nur darauf hingwiesen haben, dass die, in der produktionskette anfallende steuerlast bei den firmen, kosten sind, die sich im endpreis beim endverbraucher wiederfinden lassen. insofern zahlt IMMER der letzte in der reihe.

        • Horst aus München

          Das sehe ich genauso und so ist es auch

    • Jens B. H.

      Die größten Chancen haben die Niederlande, weil Tesla da schon einen Standort hat und Polen, da dort noch genügend Menschen zu bekommen sind, die bereit sind zu arbeiten.

      • Pamela

        Yes, zwei heiße Kandidaten. Polen wurde in electrek ja auch mehrmals erwähnt, ob da schon was durch den Buschfunk kam ?
        Ich hatte ja noch so Spanien/Portugal auf dem Zettel, aber weiß nicht (obs noch so ist), wenn die Robots dann jeden Tag 4 Stunden Siesta machen müssten …

        • ThomasJ

          Ten Points go to Switzerland – würde ich beim ESC geben. Wobei ESC nicht für >Elons Supercharger Company< steht …….. 😉

          • Pamela

            Wege mir chasch au zwölf näh ! 🙂

    • Melone

      Deutschland hat trotz allem nach wie große Standortvorteile (auch so Themen wie z.B. politische Stabilität spielen dort mit rein). Letztendlich hat uns der Beitrag dahingehend aber auch leider nicht weitergebracht, ich persönlich würde dennoch eine Fabrik in Deutschland begrüßen (oder in der DACH-Region ;)).

      Danke in diesem Zuge auch für den Hinweis auf den Beitrag von c j, der hier immer mit einer Menge an wilden Spekulationen und auf Halbwissen basierendem Spott aufräumt (oder es zumindest versucht). Das verbessert die Informationslage zumindest für uns Leser hier ungemein, vielleicht sickert ja auch mal etwas davon zu den größeren Medien durch. Zumindest aber helfen die Fakten etwas dabei, das Niveau in den Kommentaren hier zu heben, das Einigen bei dieser Diskussion um Grohmann ja mitunter etwas entglitten schien (mich selbst auch nicht ganz ausgeschlossen).

  • PV-Berlin

    Da wette ich mal, dass es weder Polen noch die Limo Buben werden, wer hält dagegen?
    Zum Ende des Jahres kündigt man den Baubeginn für bis zu 4 neuen Fertigungsstätten an.
    Die F 1 ist zu wie viel % fertig? Also Gemach, es wird sicher fast 10 Jahre vergehen, bis die Fabriken 100 % ihre geplanten Kapazitäten haben werden.

    Viel wichtiger muss es sein, bis zum Ende des Jahres einen deutlich positiven cashflow generieren zu können, ansonsten werden alles die Projekte kaum realisiert werden können, die sicher in Summe bis zu 50 Mrd. $ kosten werden. *Auch andere Modelle, Trucks etc.

    Ich setze 5 $ drauf, das es eine Fabrik in D. geben wird. Wenn ich verlieren sollte, werde ich zusätzlich einen Tagessatz spenden.

    • Fritz!

      Die Gigafactory 1 wurde (wenn ich mich recht erinnere) 2016 angefangen zu bauen, aktuell sind 8 von 26 Abschnitten fertig und produzieren bereits, 2018 soll sie ihre volle Kapazität von mind. 500.000 Akkupaketen für E-Autos erreichen (ich glaube, es waren mal 35 GWh). Inzwischen wurde die mögliche Produktionsrate erhöht, da die Fläche durch eine weitere Ebene erhöht wurde. Das sind also gute 2 Jahre bis die erste Gigafactory komplett fertig ist und läuft. Ich weiß nicht, welcher betrunkene Analyst Ihnen da was von 10 Jahren erzählt hat, aber ich glaube sehr stark, der verdient sein Geld eher damit, für Verbrenner-Hersteller zu schreiben. Und es ist nicht wirklich schwer, mehrere Baustellen zur selben Zeit zu haben. Zumindest dann, wenn da mehr als ein Mensch dran arbeitet.

      2018 positive Zahlen zu schreiben ist völlig irrelevant, der bekannte Zeitplan von Tesla sieht dies erst ab 2020 vor und das wissen die Aktienkäufer auch. Tesla wird dies aller wahrscheinlichkeit früher erreichen (oder auch nicht), aber egal, daß Vertauen der Märkte/Käufer hat Tesla.

      An die Gigafactory in Deutschland glaube ich auch.

      • PV-Berlin

        Der betrunkene bin ich. Und ich schrieb: In 10 Jahren werden dann alle dieses Jahr angedachten Fabriken ihre voll Nenn Kapazität erreichen.

        Wenn das Gebäude steht und alle Maschinen installiert sind, dann dauert es immer noch reichlich Zeit, bis alles so läuft wie es soll.

        Aber schauen wir mal. So zu tun, als ob Morgen 5 neue Superfabriken ihre Arbeit vollständig aufnehmen werden, ist fern aller Realitäten.

        Wenn einem positiver Cashflow nix sagt, einfach mal Google nutzen danke.

        • Fritz!

          Auch deshalb baut Tesla die Gigafctorys ja auch in Abschnitten (im Fall der Gigafactory 1 in jeweils 4er Abschnitten). Die ersten 4 Abschnitte produzieren bereits, die nächsten 4 sind fast fertig und so weiter. Da die einzelnen Abschnitte anscheinend sehr ähnlich sind, kann man das sehr gut skalieren. Es sind ja sehr viele Maschinen, die alle mehr oder weniger das gleiche machen, da muß nicht die eine Maschine auf die andere warten.

          Schauen wir mal, ob die Gigafactory wie versprochen 2018 komplett ist und auf hohem Niveau produziert. Die bisherigen Analysten sagten, liegt alles im oder vor dem Zeitplan, ich bin da guter Dinge.

      • Manni

        Deine Erinnerung ist falsch. Der Grundstein für die Tesla Gigafactory wurde im Juni 2014 außerhalb von Sparks, Nevada gelegt. https://www.tesla.com/de_DE/gigafactory
        von daher ist eher unwahrscheinlich das sie schon 2018 ihre volle Kapazotät erreichen wird

  • Longcheck

    Für Interessierte, über die Zellenproduktion allgemein, Kosten und Technologie.:
    Info-PDF von der RWTH Aachen:
    http://www.rwth-aachen.de/global/show_document.asp?id=aaaaaaaaaaoqixv

  • Longcheck

    Wer mal den aktuellen Mobfaktor checken möchte, schaut mal hier bei den „Kommentaren“.
    Die deutsche Industrie hat für diese Dieseljunkies wirklich ganze Arbeit bezüglich Abhängigkeit geleistet.
    Tipp: zunächst auf „Beste“ selektieren. Viel Vergnügen… :-()
    http://www.t-online.de/finanzen/unternehmen/id_81077524/automarkt-im-april-jetzt-geht-es-dem-diesel-an-den-kragen.html

    • Pamela

      Mein Favorit:
      „Leute, das ist wieder mal völlige Politverarsche. Der Dieselmotor bleibt
      der sparsamste Verbrennungsmotor. Die ANzahl der Menschen ist das
      Problem, aber dagegen tut keiner was. Eine Verdrehung der Ursachen und
      der nötigen Handlungsweise!!!!! “

      Klar luschtig ! Aber bei so viel Dummheit fühlt man sich auch ziemlich hilflos.
      Bin mal gespannt, was die AFD (Auffangbecken für Dumme) im September einfährt. LG