Tesla Glass: Neues Geheimprojekt, über das bisher kaum etwas bekannt ist

Wie der Branchendienst Electrek berichtet, hat Tesla seit Anfang dieses Jahres ein neues Geheimprogramm gestartet, welches den Namen „Tesla Glass“ trägt. Viel ist über dieses Programm nicht bekannt, lediglich, dass es von Mike Pilliod und Kate Kuzina geleitet wird. Pilliod war zuvor jahrelang bei Apple in der Materialforschung beschäftigt und hält einige Patente in Verbindung mit Touchscreens aus Glas.

Da über das Programm nicht viel bekannt ist, lassen sich nur Vermutungen anstellen. Electrek vermutet beispielsweise, dass es sich um eine Entwicklung im Bereich Head-up-Display handeln könnte. Erst im April dieses Jahres hat Tesla einen Experten im Bereich Head-up-Display und erweiterter Realität eingestellt.

Eine andere – und weniger spektakuläre – Möglichkeit könnte sein, dass Tesla mit diesem Programm die Produktion der Windschutzscheiben und Panoramadächer in den eigenen Produktionsbetrieb integrieren möchte. Der Autobauer sieht einen großen Vorteil darin, nicht von Zulieferern abhängig zu sein. Tesla hat beispielsweise beim Model S eine Fertigungstiefe von 70 Prozent (Vergleich Audi: 20 Prozent).

  • McGybrush

    Ich vermute sowieso das das Model ≡ und alle weiteren Nachfolger alle statt ein Üblichen Tacho entweder mit einem HeadUp Display als Optionale Ausstattung zum Zentralen Bildschirm oder einem HeadUp Display in Serie bzw. Perfomance Modellen kommt. Grundsätzlich sind HeadUp Displays ja Technisch kein Hexenwerk mehr. Gegen Serieneinsatz im kleinsten Model ≡ Spricht nur die recht teure Entwicklung und eine Etwas teuerer Windschutzscheibe. Da wohl eher gegen Aufpreis. Motiviert dadurch das es als alternative aber KEINEN üblichen Tacho gibt sondern nur das Display in der Mitte. So schafft man dann Begehrlichkeiten die auch „gerne“ bezahlt werden und man spart die Kosten eines üblichen Tachos.

    • morus

      Ich vermute eher, dass es sich dabei um eine Datenbrille ähnlich wie Google Glass handelt über die Augmented Reality Inhalte dargestellt werden. Das gibts dann als Zubehör für alle jene, denen das Display in der Mitte nicht reicht. Vorteile gegenüber einem HUD: günstig und jederzeit als Zubehör nachkaufbar, wodurch sich der Fahrzeugpreis niedrig halten lässt; viel größeres Projektionsfeld als HUD, Kopf- und Augenbewegung kann leicht erfasst werden; weniger empfindlich auf Licht von hinten und mehr Kontrast…

  • Sukram

    Vieleicht wollen sie ja auch einfach nur endlich mal das Problem „ghosting“ angehen?

  • Denke Head up Display wir günstiger als normale Tachos…zu hoffen ist das Elon mind. semi Solardächer einbaut.

    • McGybrush

      Günstiger glaub ich nicht. Denn ein richtiges HeadUp (nicht das Spielzeug aus dem Zubehör) ist quasi ein herkömmlicher Tacho der aber x mal kleiner ist, extrem hell leuchten muss um auch in Dubai bei Sonne ablesbar zu sein und eine Komplexe zu 100% angepasst und gekrümmt geformte Spiegelanordnung/Spiegeloptik hat. Diese muss für jedes Fahrzeug einzeln berechnet werden. Also das vom Model 3 könnte man nicht später im Model S oder X einbauen. Dort müssten Alle Spiegel neu angeordnet und in der Krümmung neu berechnet werden. So ein ding sieht schon erstaunlich aus wenn man das mal aufgeschraubt gesehen hat. Bei Fzg mit HeadUp kostet das HeadUp als Ersatzteil immer mehr als der Tacho als Ersatzteil (Was nix zu sagen hat aber schon ein Indiz ist das es nicht so billig ist).

      Günstig(er) wäre nur dadurch drin das es Serie ist oder von sehr vielen mitgeordert werden würde.

      • Michael

        Das ist so nicht richtig. Rein theoretisch könnte es auch ein durchsichtiger LCD-Bildschirm oder ähnliches sein. Der bräuchte nicht für jedes Fahrzeug neu berechnet werden.

        • McGybrush

          Wie ich schon sagte… Nicht das Spielzeug aus dem Zubehör 😀

          Ich kenn beides aus der Praxis. Das LCD Screen ding gibt es zum Nachrüsten bei meinem BMW. Hat aber keine Räumliche tiefe und ist für alle Insassen UND Passanten sichtar. Ein echtes HUD sieht nur der Fahrer. Und hat eine Räumliche tiefen von etwa 1.5m um den Fokus der Augen zu entlasten.

  • tes@tst.

    ich tippe auch eher auf die unspektakuläre Variante, nämlich dass Tesla
    die Glasproduktion inhouse verlagern will. Tesla ist bekannt dafür, dass
    siehe eine hohe vertikale Integration anstreben und das Glasdach im Model 3
    ist eine sehr zentrale Komponente, die sicher an vielen Stellen (Kosten, Aerodynamik, Stabilität, Dämmung) optimiert werden muss. Insofern absolut sinnvoll das inhouse zu verlagern.

    Datenbrille.. Nein! Kann hier keinen Sinn erkennen.
    Head-Up Display: Elon ist kein Fan davon hat er irgendwo mal geschrieben, sowieso sollte das wenn überhaupt erstmal im Model S/X kommen. Also fürs Model 3, glaube ich das eher nicht

    • morus

      Wieso kann eine Datenbrille keinen Sinn ergeben? Alles was man auf einem HUD einblenden kann, kann man auf einer Datenbrille auch einblenden nur mit viel größerem Projektsfeld (360°).

      Sind wir doch mal ehrlich: Im Grunde reicht das mittige 15″ Display völlig aus. Alle zusätzlichen Anzeigen sind im Grunde doch nur nützlich um den Spieltrieb zu befriedigen bzw. für Showzwecke. Und wenn die Software irgendwann soweit ist, dass das M3 vollständig autonom fährt braucht man zusätzliche Anzeigen erst recht nicht mehr. Warum sollte man also viel Geld in solche Spielereien investieren, wenn das Budget für das M3 ohnehin schon sehr knapp ist.

      Eine Datenbrille als Zubehör um den Spieltrieb all derer zu befriedigen, die das unbedingt brauchen, würde völlig ausreichen und das Budget des M3 nicht belasten.

  • Voltiver

    Ich denke auch das es um ein optionales HUD mit Touchfunktionen in der Windschutzscheibe geht.
    Die Fertigungstiefe wird noch weiter steigen, weil es für Elon einfach Sinn macht.
    Die Zulieferer dürfen gerne pünktlich ihre perfekte Teile abliefern, oder Tesla macht es in unvorstellbarer Rekordzeit selber und etwas später sogar besser, günstiger sowie schneller.

    Ich Zweifel nicht im geringsten daran, dass das Model 3 in jeder Beziehung die beste Mittelklasse-Limousine sein wird. Das wird der ultimative Weckruf für die ganze Branche. Freue mich schon auf das hektische Gewusel der ganzen Autohersteller und dessen scheinbar unterbezahlten Manager ab 2018.

  • FVK

    Vielleicht ist es auch selbst abdunkelndes Glas. Continental arbeitet daran auch. Oder Texte/Hinweise auf dem Glas für die Fußgänger (und nur von draußen zu lesen). Oder/und keine Außenspiegel sondern die Video-Übertragung auf die Seitenscheiben….
    lassen wir uns mal überraschen.

    • McGybrush

      Das klingt natürlich auch sehr Interessant und halte ich für eine sehr wahrscheinliche Möglichkeit.

  • BB

    Vermute auch, Tesla will die Scheiben selber herstellen, die Windschutzscheibe und vor allem das Glasdach, dass ja spektakulär werden soll. Ich fände es übrigens auch überlegenswert, PV-Zellen in das große Glasdach zu integrieren. Es gibt ja auch semi-transparente. 250 W schätze ich kommen da zusammen. Zumindest im Sommer kann man ein paar Kilometer Reichweite erzeugen bzw die Selbstentladung des Akku verringern. Eine Art Sonnenschutz braucht man sowieso. Zumindest als Option, falls es zu teuer wird.
    Eine Datenbrille halte ich für Unpraktisch, und Head up Display ist eine nette Spielerei aber auch nicht wirklich notwendig wenn es eine große Digitalanzeige für den Tacho auf dem zentralen Display schon gibt…

  • Marc

    „Der Autobauer sieht einen großen Vorteil darin, nicht von Zulieferern abhängig zu sein.“
    … Genau das ist es.Fertigungstiefe ist durch nichts zu ersetzen außer durch mehr Fertigungstiefe.. Und ich glaube kaum daß Prevent zu deren Zulieferern gehört 🙂 Hallo VW *grins* Also ich denke, Tesla ist tatsächlich einer der weinigen echten „Autobauer“
    Zunächst die Edelschmieden, die alles selber und von Hand machen, dann tesla, dann kommt aber eine ganze Weile gar nichts, und am Ende stehen dann die Komponentenzusammenschrauber, die eigentlich keine Autohersteller mehr sind.. Wenn ich dann lese, daß bei Audi nur noch 20% Eigenanteil ist, und man immer wieder hört, welche Knebelverträge die Zulieferer bekommen….. Da frage ich mich schon warum die Zulieferer sich nicht einfach zusammentun, und die restlichen 20% auch noch stemmen, und „Audi kompatible“ Autos gleich selber und auf eigene Rechnung herstellen. Ich denke, dann wäre ein Audi auch zum Preis von Skoda möglich…
    Aber die deutschen Autobauer haben es eh hinter sich.. Wenn ein Herr Müller von VW sagt: So einen Blödsinn wie eine Batteriefabrik werden wir sicherlich nicht machen.. *ROFL* Also ich weiß nicht, ob die dann die Batterien für ihre Elektroautos dann bei Conrad oder im Amazon Marketplace kaufen werden? Aber mal im Ernst. Selbst wenn man „nur“ eine halbe Million Autos bauen will, bedeutet das im 24/7 Betrieb fast jede Minute 1 Auto. Wenn Im Akkublock dann 6000 Einzezellen sind, braucht mann schonmal jede 1/100 Sekunde eine Zelle…. Selbst das ist schon eine stramme Leistung… Daher macht es EM mit seiner eigenen Gigafactory genau richtig.
    Btw.alleine für die Strafen wegen dem Dieselschummel hätte VW 3 solche Gigafabriken bauen können. Aber Wenn „make or buy“ zu 80% aus buy besteht… Tesla ist genau auf dem richtigen Weg, indem sie es mal anders probieren. Ich hoffe sie schaffen es!

  • Thomas Cantwait

    Definitiv keine Datenbrille. Ganz einfach, weil die Dinger, was den praktischen Nutzen angeht, sehr umstritten sind. Die wenigsten möchten sich so ein Teil aufsetzen (siehe google Glas), und was ist mit Brillenträgern? Was, wenn man zwischendurch mal die Sonnenbrille aufsetzen möchte? Ich sehe da beim besten Willen keine einfache Lösung die breite Zustimmung erhalten könnte und den technischen Aufwand lohnen würde. Ich sehe auch ehrlich keinen einzigen Vorteil gegenüber herkömmlichen Instrumenten oder HUD.

    HUD schon eher. Aber am wahrscheinlichsten finde ich, dass man Glas als zentrales Designmerkmal eines Teslas definiert hat und man die Fertigung und Innovation unter eigene Kontrolle bringen möchte.

  • vermutlich kurz- und mittelfristig „nur“ In-House Glasproduktion, aber langfristig sicherlich Headup usw. Alleine die Ankündigung Tweets von Elon Musk, das die nächste Generation der Gigafactories nur noch Materialinput hat und das fertige Auto als Output lässt darauf schließen (s. Gigafactory-Eröffnung). Headup sicherlich auch bezüglich seiner Ankündigung das Model≡ Cockpit futuristisch werden soll (Raumschiffanalogie, http://goo.gl/D4ydE3).

  • Tesla-Fan

    Datenbrille glaube ich nicht. Ist irgendwie uncool, wenn man so ein Ding zum Fahren aufsetzen muss und als Option will ich es nicht und die Anzeigen im Auto müssten auch ohne Brille vorhanden sein.
    (google glass ist ja auch ein Flop)

    Ich denke, es ist so ein elektrisch abdunkelbares Glas für das große Glasdach vom Model 3.

  • BB

    Es macht wirklich Sinn, das Glas für das Dach selbst herzustellen und gleich mit integrierten PV-Zellen zu bestücken. (zwischen den Verbundglasscheiben)
    10 km mehr Reichweite TÄGLICH sind so in jedem Fall drin und Selbstentladung der Batterie kein Thema mehr. Andere denken da auch drüber nach:

    https://www.sonomotors.com/de/sion/

    Ich hoffe, der model 3 bekommt sowas auch. Kann das bitte mal jemand Elon Musk mitteilen?
    Das macht mir mehr Sinn als ein Head-up-display für die Tachoanzeige, die eh schon auf dem display vorhanden ist.

  • Florian

    Ein Augmented reality Head up Display, ausgedehnt auf große Teile der Frontscheibe könnte es werden. In kleinem Maßstab gibts das schon von Continental zB.
    Sämtliche Infos könnten direkt im Sichtfeld des Fahrers dargestellt werden Autopilot lanes, erfasste Fahrzeuge, Geschw…
    Nur bewegt der Fahrer aber auch seinen Kopf, ändert Position und Winkel zur Scheibe, dann passt die Überlappung nicht mehr. Bei Flugzeug HUD’s ist das bereits gelöst (collimiert und auf „unendlich“ fokusiert)… Wenns jemand schafft dann Tesla