Tesla Grohmann Automation: Klaus Grohmann soll nach Streit mit Elon Musk zurückgetreten sein

Wir hatten bereits Anfang April darüber berichtet, dass Grohmann-Gründer und bisheriger Chef des Unternehmens, Klaus Grohmann, nur wenige Monate nach der Übernahme durch Tesla das Unternehmen verlassen hatte. Der Rücktritt kam überraschend, denn noch bei der Übernahme Ende letzten Jahres hieß es, dass der 74-Jährige das Werk in Prüm weiter führen wird.

Nun berichtet die Nachrichtenagentur Reuters, dass Grohmann nicht aufgrund seines Alters in den Ruhestand gegangen ist, sondern nach einem Streit mit Tesla-CEO Elon Musk zurücktrat. Demnach habe er nicht mit den Forderungen von Musk übereingestimmt, bisherige Stammkunden zu benachteiligen und sich gänzlich auf die Projekte von Tesla zu konzentrieren.

Wie es heißt, war es nicht im Interesse beider Parteien, dass Grohmann zurücktritt. Er selbst erklärte gegenüber Reuters: „Ich bin sicherlich nicht ausgeschieden, weil ich die Lust an der Arbeit verloren habe.“ Zu den genaueren Umständen seines Abgangs wolle er sich nicht weiter äußern, zitierte aber einzelne Klauseln aus einem Geheimhaltungsvertrag. Grohmann wird jedoch zur Vorbereitung seines Rückgangs mit Tesla zusammenarbeiten.

Gewerkschaft erhält erneut Absage von Tesla

Weiter berichtet der Trierische Volksfreund, dass Tesla der Gewerkschaft IG Metall am vergangenen Mittwoch erneut eine Absage erteilt hat. Die Gewerkschaft hatte am Mittwochabend in einer Pressekonferenz noch einmal die Forderungen nach besserer Entlohnung und Tarifverhandlungen gestellt. Tesla erklärte, dass keine Dritten, sondern der Betriebsrat in Verhandlungen involviert wird.

Mittlerweile soll der Zwist zwischen Tesla und der Gewerkschaft jedoch entschäft sein, womöglich auch durch die von Elon Musk persönlich versprochene Jobgarantie inklusive Lohnerhöhung und Aktienvergütung. Auch der Branchendienst Electrek berichtet unter Berufung anonymer Quellen, dass die Gewerkschaft bei den Mitarbeitern offenbar an Zuspruch verliert.

Tesla Grohmann Automation soll unter anderem Produktionsstraßen für die Inverter des Model 3 herstellen. Die Arbeiten sollen hierbei auch weiterhin nach Zeitplan verlaufen, trotz der bisher angespannten Stimmung. Die Auslieferung dieser Produktionsstraßen soll Ende Mai erfolgen. Erst gestern berichteten wir über eine riesige Lieferung an Kuka-Robotern, die Tesla kürzlich erhielt.