Tesla will Kleinbus und Sattelkraftfahrzeug in 6-9 Monaten enthüllen, Produktion in 2-3 Jahren

Im Conference Call zum letzten Quartalsbericht hat Elon Musk einen genaueren Zeitraum genannt, wann man mit dem Tesla Kleinbus und dem Sattelkraftfahrzeug rechnen kann. Während es bisher hieß, dass diese Fahrzeuge „im Laufe des nächsten Jahres“ vorgestellt werden, konkretisierte man diesen Zeitraum nun. In sechs bis neun Monaten sollten beide Konzepte vorgestellt werden, erklärte Musk während des Gesprächs (via Electrek).

Der CEO machte jedoch auch klar, dass man die Produktion des Model 3 als höchste Priorität hat, dann das vollkommene autonome Fahren und dann das Model Y. Tesla könne sich nicht leisten, weiteres Kapital in andere Projekte zu stecken. Der Tesla Kleinbus und das Sattelkraftfahrzeug werden demnach erst dann in Produktion gehen, wenn die Produktion des Model 3 ihren Höhepunkt erreicht. Das dürfte in 2018 sein.

Sowohl der Kleinbus als auch das Sattelkraftfahrzeug befinden sich bei Tesla jedoch schon in Entwicklung, wenn auch in einem sehr frühen Stadium. Laut Musk kann man in der Entwicklung bereits weit voranschreiten, ohne größere Investitionen tätigen zu müssen.

In der Entwicklung eines Fahrzeugs gibt es eine lange Phase zu Beginn, die viel Zeit benötigt, jedoch mit niedrigen Kosten verbunden ist. Erst wenn man für eine Produktion umstellt, steigen die Kosten dramatisch an.

  • PDDOW

    Na dann… 😉
    ’nen Truck am Supercharger zu parken kann ja heiter werden.
    Schaun ma mal was da an Lösungen hervorkommt.

  • Alex

    Das hört sich ja vielversprechend an und ich muss sagen, dass die Firma Tesla spannender wirkt als Apple Was denkt ihr darüber?

  • RealUlli

    Endlich. Ich sage schon lange, dass selbst auf der Langstrecke ein E-Fahrzeug fuer den Guetertransport ideal ist. Der Fahrer muss ohnehin spaetestens nach 4:30h eine halbe Stunde Pause machen und nach spaetestens 10 Stunden schlafen.

    Wenn man jetzt 1/10 der Ladekapazitaet fuer Batterien opfert, dafuer aber nur 1/10 der Spritkosten hat kann man schaetzungsweise 4-5t Batterien einbauen (Motor und Getriebe wiegen ja auch was) und hat wahrscheinlich Reichweite ohne Ende.

    Und wenn der Truck dann noch eine Zulassung bekommt, auf der Autobahn vollautonom zu fahren zaehlt evtl. ein Teil der Zeit sogar als Pause fuer den Fahrer (bzw. der kann dann tatsaechlich ein Nickerchen machen) besteht vermutlich wirklich ein betraechtliches Sparpotential fuer einen Spediteur.

    Problem ist natuerlich die Infrastruktur – wo kann man die Kisten laden – bei einem Autohof reden wir hier nicht nur ueber 1 MW…

    • Erna

      @RealUlli
      Soweit richtig für D und (eingeschränkt) die EU. In Nordamerika und den Rest der Welt nimmt niemand solche Vorgaben ernst bzw. es gibt erst gar keine. Ein Trucker wird dort nicht nach Zeit sondern km/miles bezahlt und fährt dementsprechend 16-20h am Tag.

      • RealUlli

        Schau einfach mal die Youtube Videos von Allie Knight und nicht Fernsehbeitraege von vor 10+ Jahren. Ein CDL-Inhaber darf 9h pro Tag fahren und 2 Tage die Woche auch mal 11h.

  • Harald Wenzel

    Wenn ich mir die Zeitstrecken ansehe, Aslo model 3 gerade gefreezt, Model Y noch stark in den Anfangsschuhen dann ist die Aussage 2018 sehr optimistisch, mal abgesehen davon dass M3 erst ab Mitte 2018 anfängt von den Bändern runter zu kommen.
    Aber hier haben wir wieder das Problem mit den leidigen Investoren, bisher ist noch kein Gewinn mit Tesla zu machen, also muss jede Woche eine irre Nachricht raus damit die am Ball bleiben.

  • Fritz!

    Mist, jetzt machen die sich auch noch selbst Konkurrenz. Ich will eigentlich einen Mini-Van, mal sehen, ob das Model 3 oder der Kleinbus meinen Ansprüchen eher genügt. Beim Kleinbus müßte ich ja noch ein wenig länger auf einen Tesla warten, es wird sehr spannend, wie der aussieht und was der kostet.
    Wenn sie es denn schaffen, zumindest einen Prototypen zum Ende diesen Jahres vorzustellen… 🙂

  • BB

    Ein Kleinbus, ein Lieferwagen (ähnlich wie z.b. ein Ford Transit, oder VW Multivan) und ein Pritschenwagen – alles auf der gleichen Plattform – kann ich mir sehr gut vorstellen. Die meisten Handwerker brauchen sowieso nur einen Radius von 350 km. Auch ein Wohnmobil, welches nachts auf dem Campingplatz aufgeladen wird, macht Sinn.

    Aber wie soll bitte schön ein Sattelkraftfahrzeug aussehen? Hat das dann 3 Achsen? Wird damit das Handling nicht äußerst kompliziert?

    Ich glaube, Elon Musk erfindet das Rad hier wieder neu und macht es richtig spannend….