Tesla Model 3 muss mindestens 320 Kilometer Reichweite besitzen

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In einer kürzlich durchgeführten Pressekonferenz, wo es eigentlich um die Beseitigung der Reichweitenangst ging, äußerte sich Elon Musk in der anschließenden Frage-und-Antwort-Runde auch zu anderen Themen. So ging es beispielsweise auch um das autonome Fahren, welches laut Musk bereits im Sommer dieses Jahres mittels Softwareupdate eingeführt werden soll.

Ein wichtiges Thema ging aber in der ganzen Diskussion ein wenig unter: Die mögliche Reichweite des Model 3. Zwar ging es nicht direkt um das Tesla Model 3, aber dennoch ist die Antwort von Musk auch auf dieses Modell anwendbar. Er wurde nämlich von einem anwesenden Pressevertreter gefragt, wie er die Erwartungen der Menschen bezüglich der Reichweite sieht.

Dafür gibt es für Musk scheinbar eine Mindestgrenze: „200 Meilen (ca. 322 km, Anm. d. Red.) ist die Messlatte für ein Elektroauto. Wir brauchen mehr als 200 Meilen im Praxisbetrieb. Nicht 200 Meilen im ‘Klimaanlage abgeschaltet, auf ebener Strecke fahren’-Modus“, antwortet Musk auf die Frage. Weiter fügte er hinzu, dass alles unter 200 Meilen einfach nicht ausreichend sei.

„Die meisten Leute erwarten gar 20 Prozent mehr als das“, hieß es weiter. 20 Prozent mehr als 200 Meilen wären somit 240 Meilen. Das sind sogar über 380 Kilometer. Ein Elektrofahrzeug mit dieser Reichweite zu einem Preis eines 3er BMW oder Audi A4 gibt es derzeit nicht auf dem Markt. Womöglich wird Tesla Motors auch hier den Wegbereiter machen.

Doch neue Töne schlägt Tesla-CEO hier nicht an. Bereits in Juli letzten Jahres hieß es, dass das Model 3 eine Reichweite von über 300 Kilometern haben soll. Mit den neuesten Äußerungen bekräftigt Musk also nur seine Aussage von damals. Da seitdem die Planung für das Model 3 weiter vorangeschritten ist, kann man hierbei nicht mehr von Wunschvorstellungen sprechen.

  • Tesla-Fan

    Ich denke, in 10 Jahren werden wir so eine Reichweiten-diskussion nur noch müde belächeln, wenn wir nach 400km für 15min Schnellladen…
    Und der Verbrenner wird sein unausweichliches Ende finden.

    Fein!

    • notting

      … bis jmd. mal den Leuten klar macht, dass Akkus halt auch ihre Umweltprobleme haben. Lies mal z. B. http://www.leclanche.eu/page/umweltschutz (Stichwort giftige Chemikalien in der Produktion).
      Oder wenn jmd. den Leuten mal richtig klarmacht, dass durchschn. Autos nicht 2t sondern weniger wiegen sollten und dabei herauskommt, dass so ein Akku als Energiespeicher deswegen ein recht schlechtes Verhältnis von quasi entnehmbarer Energie zu Masse hat, weil er alle Reaktionspartner ständig mitschleifen muss statt sie der Umgebung zu entnehmen und das Reaktionsprodukt wieder auszustoßen (was im Normalfall kein Problem ist z. B. im Sinne von geschlossenen/schlecht belüfteten Räumen). Denke da an auch an Wasserstoff, auch wenn die aktuelle Wasserstoffwirtschaft an sich fraglich ist.

      • E-Auto-Fahrer

        Vielleicht sollte dir mal jemand klarmachen welche Umweltprobleme bei der Förderung von Erdöl entstehen …
        Ausserdem ist die über 95%-ige Nutzung der elektrischen Energie für den Vortrieb in einem Elektrofahrzeug um Welten effizienter als die max. 20-30%-ige Nutzung bei Benzin oder Diesel.
        Früher oder später werden vergleichbare Elektrofahrzeuge weniger kosten als gleichwertige Verbrenner, spätestens dann erledigt sich diese Diskussion.