Tesla Model S: Neue 90 kWh-Batterie, Ludicrous Speed und günstigeres Basismodell

Tesla-CEO Elon Musk hat am Freitag, den 17. Juli, eine kurze Pressekonferenz abgehalten, die sich auf neue Optionen für das Tesla Model S bezog. Die Konferenz hat Musk nur wenige Stunden zuvor über Twitter angekündigt, sodass diese beinahe spontan wirkte. Für eine so spontane Ankündigung waren die bekanntzugebenden Informationen aber alles andere als unbedeutend.

Optionales 90 kWh Batterie-Upgrade

Die wohl größte Überraschung war die Ankündigung des Batterie-Upgrades auf 90 kWh, welches zu einem Preis von 3.200 Euro ab sofort für alle 85 kWh-Batterien beim Neukauf verfügbar ist. Damit steigt die Reichweite laut Tesla Motors um insgesamt sechs Prozent. Wenn die Kalifornier hierbei von den NEFZ-Werten ausgehen, bedeutet das statt 491 nun 520 Kilometer Reichweite.

Laut Tesla Motors kann das Upgrade zwar auch bei schon zuvor gekauften Model S aufgerüstet werden, dies würde der Autobauer jedoch nur dann empfehlen, wenn man sich wirklich öfter im Grenzbereich seiner Reichweite bewegt – lieber soll man noch ein wenig länger warten. Es heißt, man möchte die Reichweite von Jahr zu Jahr kontinuierlich um circa fünf Prozent erhöhen.

Günstigeres Basismodell Tesla Model S 70

Erst im April wurde das Tesla Model S 70D als günstigstes Einstiegsmodell vorgestellt und schon wird es quasi wieder abgelöst. Nun ist das Model S 70 verfügbar, also ein Basismodell mit ähnlicher Leistung nur ohne Allradantrieb. In Deutschland ist damit der Einstieg um über 5.000 Euro günstiger. Statt 79.500 Euro für das Tesla Model S 70D, zahlt man nun lediglich 74.200 Euro für das S 70.

Ludicrous Speed – Aus „Wahsinn“ wird „aberwitzig“

Wer zuvor schon von der Leistung des P85D beeindruckt war, der wird die Leistung im Tesla Model S P90D gar „aberwitzig“ finden – wie Tesla Motors selbst sagt. Wer 10.600 Euro Aufpreis für den „Ludicrous Speed“ zahlt – das Batterie-Upgrade ist hierbei inbegriffen -, der bekommt eine 10 Prozent schnellere Beschleunigung von 0 auf 100 km/h, also in erstaunlichen 3,0 statt 3,3 Sekunden.

Wer nicht nur Wert auf das zügige Erreichen der 100 km/h legt, dem sei gesagt, dass die auch die Viertel Meile in 10,9 Sekunden geknackt ist. Ebenfalls beeindruckend: Die Endgeschwindigkeit von 250 km/h wird ganze 20 Prozent schneller erreicht. Wenn auch aktuelle Besitzer des P85D das Upgrade erhalten möchten, müssen sie einen kleinen Aufpreis dafür zahlen (US: 5.000 US-Dollar).

Tesla Motors merkt an, dass beide Upgrades unabhängig voneinander sind. Das eine Upgrade dient der Reichweite und das andere der Beschleunigung. Laut dem kalifornischen Autobauer ist das auch noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. In vier Jahren soll die nächste Generation des Tesla Roadster eine noch beeindruckendere Beschleunigung erhalten – man darf also gespannt sein.

Gute Aussichten für das Tesla Model X und Model 3

Selbstverständlich äußert sich Tesla Motors auch kurz über die kommenden, bereits angkündigten Modelle des Autobauers. So soll das elektrische SUV, das Tesla Model X, bereits in zwei Monaten erstmals ausgeliefert werden. Für das Tesla Model 3 erwartet man erste Auslieferungen in knapp über zwei Jahren – somit wohl frühestens gegen Ende 2017, das war jedoch schon bekannt.

  • Tesla-Fan

    Ludicrous Speed – wie geil ist das denn…
    https://www.youtube.com/watch?v=ygE01sOhzz0

    Interessant war ja das Ende von Elons Blog –
    http://www.teslamotors.com/blog/three-dog-day
    “ … There is of course only one thing beyond ludicrous, but that speed is reserved for the next generation Roadster in 4 years: maximum plaid.“

    Es kommt also ein noch schnellerer Roadster in 4 Jahren – ops, da hat er sich mal wieder verplappert…

    Elon spielt wie eine Katze mit der Maus mit der Verpenner-Industrie. 🙂 🙂 🙂

  • Dr.M.

    Der war gut, Verpenner-Industrie, stimmt, war gestern in der CH unterwegs, habe noch nie so viele Teslas (Model S und Roadster) unterwegs gesehen, waren auch einige aus den Niederlanden und Norwegen dabei ( letztere sind ja mit dem EL-Kennzeichen leicht zu erkennen) – aber es ist ja laut den Chefs der o.g. Industrie in DE technisch gar nicht möglich, mit einem E-Auto mehr als 150 km (bei denen sowohl Reichweite als auch km/h…..) zu fahren. Entsprechende Fahrzeuge bieten die ja dann auch an. Da kann ja Renault Zoe und Kia Soul EV mehr.
    Und von kostenfreien Superchargern haben wir dann noch gar nicht gesprochen!
    Die Entwicklung geht wirklich rasend schnell, wenn die in DE nicht aufpassen, dann geht es Ihnen wie Nokia, als das iPhone auf den Markt kam – mehr als Telefonieren muss man nicht können mit einem Mobiltelefon – Nein ganz bestimmt nicht…und mehr als 150 km weit fahren auch nicht.
    In diesem Sinne: Ich freue mich auf das Model 3….

  • tesla Fan II

    Ok, Elon Musk kündigt an – dazu gehört auch: Er muss liefern.

    Die Zulassungszahlen, das weit verbreitete Servicenetz, etwaige zukünftige Kaufanreize seitens der Politik für deutsche Modelle, kundenfreundliche Konditionen sprechen für deutsche Fahrzeuge – der Vorsprung von TESLA schmilzt – des weiteren verkauften sich US amerikanische Autos in Europa schon immer schleppend. Die deutschen Hersteller haben beobachtet und nebenher ganz leise Ihre Entwicklungen voran gebracht und werden Ihre Vorstellungen auf der IAA 2015 vorstellen.

    Der Erfolg von TESLA ist nur dem fehlenden weltweiten Wettbewerb geschuldet. Als Mitbewerber stehen Audi und Porsche zeitnah am Start.

    Was wäre die Motivation 2018 einen Tesla Model 3 zu kaufen, wenn ich für die selbe Investition einen Mini, VW, Audi, mit der selbigen oder einen besseren Reichweite kaufen kann? Eine ausgebaute Ladestruktur an den Autobahnen an welchen es bis dahin evtl. noch Strom kostenfrei geben könnte?

    Die Autofahrer werden entscheiden…..

    • Volker

      Deine Frage war: Wenn ich 2018 einen Konkurrenten hätte, der alles ausnahmslos besser macht als Tesla, warum soll ich dann einen Tesla kaufen? Nun, Tesla hat JETZT schon ein elektrisch betriebenes Auto mit satter Leitung und guter Reichweite. All die ach so tollen Ankündigungen von wem auch immer müssen erst noch zeigen, ob sie auch in der Wirklichkeit ankommen. Ankündigen kann man viel, nur wie will man das halten?
      Nur weil man als deutscher premium Autohersteller meint, man sei wichtig, kann man auch nicht zaubern. Gesetzt den Fall, unsere deutschen Schlafmützen fangen jetzt dann doch mal irgendwann an, sich hier zu engagieren. Dann müsste man nur noch
      * eine KOSTENLOSE Schnell-Ladeinfrastruktur aufbauen, die mit der von Tesla MINDESTENS gleichzieht (Stand jetzt: 42 in Deutschland, 171 in Europa). Übrigens: Man braucht eine Weile, die aus dem Boden zu stampfen..
      * mindestens eine Automodell entwickeln, testen und produzieren, das eine SINNVOLLE Reichweite hat (gefühlt für mich > 300 km). Das dauert auch ein bisserl.
      * Und für den Fall, dass das Modell dann DER Renner wird auch ausreichend (kostengünstige aber zuverlässige) Batteriekapazität zukaufen oder produzieren zu können, um das Auto überhaupt ausliefern zu können.

      Und das bis 2018. Will sehen.

      • Tesla Fan II

        Vielen Dank für den Kommentar.

        Nochmals zum besseren Verständnis,Tesla besitzt das Model S im Portfolio, gut 100.000 Euroteuer mit wirklich faszinierenden Fahrleistungen, tollem Design und super Reichweite. Gibt es bisher Mitbewerber? Nein, Tesla leistet eine sensationelle Aufklärungsarbeit und rückt den E Antrieb / welcher zweifellos die Zukunft sein wird / in das Bewusstsein der Menschen. Das ist auch gut so. Die wirklichen Gewinner werden allerdings die anderen sein. Nicht wir in diesem Forum, sondern die Kunden werden entscheiden.

        • Winsh

          Tja … die Herren der Ringe investieren ebenso wie die Blau-Weissen klammheimlich schon sein Jahren in Windenergieparks und andere erneurbare Energien … ein Schelm wer da von Verpennern redet. Der Stern hat sich zudem aus seiner Beteiligung bei den Stromern zurückgezogen … hmmmm. Ich hab den Tesla mal Probe gefahren. Alles recht nett, aber qualitativ noch mindestens 3 Generationen vom seinerzeit durch Mr. Musk ausgegebenen Quali-Benchmark „4 Ringe“ entfernt. Ja der Tesla ist innovativ aber die Firma lebt von ihren Ankündigungen die dann doch gefühlt recht lang auf ihre Umsetzung warten. Hinzu kommt ein erschreckender Wertverlust. Wer sich den 2. Markt in Norwegen mal anschaut, wird das vor allem für die ersten ausgelieferten Modelle bestätigt finden. Was auch immer wieder vergessen wird, ist die unglaubliche Umweltsauerei bei der Produktion von Akkus und deren Entsorgung … Energiegewinnung aus Sonne und Wind? Unbedingt! Ob allerdings die Batterie als „Tank“ tatsächlich die Zukunft sein wird bezweifle ich derzeit noch.

          • Erik

            @Winsh

            Der Tesla hat zwar nicht die Innenraumanmutung von Audi oder einer Mercedes S-Klasse, aber die Qualität von den verwendeten Materialien ist nicht schlechter als bei BMW oder der Mercedes E-Klasse.
            Im Übrigen lebt Tesla nicht von versprechen sondern hat eine Marge von ca. 20% pro Fahrzeug, da sag ich mal nicht schlecht. Das sie keine Gewinne machen, liegt an Investitionen in neue Modelle (Model X & Model 3 –> im Übrigen werden die Fahrzeuge auch wenn sie den Ankündigungen von Musk hinterherhinken, in Rekordzeiten entwickelt), Werksausbau und Ladeinfrastruktur, wobei einige Kosten auf lange Frist wegfallen werden und die Verkaufszahlen ja stetig steigen.
            Es kann sein das in Norwegen kurzzeitig die Preise stärker in die Keller gingen, aber die sind ja auch massig auf die D Modelle umgestiegen, was dazu führte, dass der Markt in Norwegenetwas gesättigter war als sonst wo.
            Wenn ich mir die Gebrauchtwagen Preise in Deutschland oder allgemein in der EU (Preise beginnen im Schnitt bei 75.000€) anschaue, dann würde ich mal sagen, dass andere Premiumauto Besitzer von solchen Gebrauchtwagenpreise träumen würden.

    • Erik

      @ tesla Fan II

      In einige Punkten kann ich Ihnen zustimmen, aber in vielen Punkten muss ich leider Ihrer Ansicht widersprechen.

      Natürlich macht Herr Musk viele vollmundige Versprechen, die er nicht alle einhalten kann oder nur verspätet erfüllt. Sein Auftreten ist aber wiederum auch der Grund für den Erfolg von Tesla und wenn man die Größenrelationen zwischen Tesla als Newcomer und etablierten Deutschen Massenhersteller betrachtet, ist dies genau das richtige und dass was Tesla zurzeit braucht. Natürlich dürfen sich dabei die Tesla Kunden nicht durch die Aussagen von Herrn Musk getäuscht fühlen. Zurzeit sehe ich dies aber persönlich auch noch nicht.

      Natürlich hätte ich als Kunde gerne ein enges Werkstattnetz als Anlaufstelle. Aber bei einem Elektroauto, bei dem nur die Bremsen (wahrscheinlich erst alle 60-80tkm beim Tesla) und soweit ich richtig informiert bin, alle 2 Jahre die Kühlflüssigkeit gewechselt werden muss (alles Arbeiten, die bestimmt auch nicht Tesla Servicepionts erledigen können), sollte man vielleicht im Kopf umdenken. Softwaretechnisch kann man eh vieles über W-Lan per Fernwartung erledigen.

      Technisch hat sich ja beim Tesla doch ebenfalls viel getan. Zu einem wurde eine Armader von Assistenzsystemen, die in der Oberklasse stand der Technik war und beim Tesla fehlten, nachgereicht, zum anderem wurde auch die Reichweite, wie man jüngst lesen konnte, weiter verbessert (einstig 70 statt 60kWh. Top Akku statt 85 jetzt 90 kWh).
      Ebenso wird anscheinend auch an den Ladestation weiter gearbeitet & geforscht (siehe Artikel auf Teslamag) um die Ladezeit weiter zu verbessern (Tesla zur zeit 135kWh mit Aussicht auf mehr vs. ChadeMo 50-80kWh). Die Supercharger breiten sich langsam in ganz Europa flächendeckend aus!

      Nun zur Lage in Deutschland. Zuerst möchte ich anmerken, dass ich stark hoffe, dass die Deutschen auch bald zu einer Konkurrenz werden, dies senkt die Preise und erhöht die Reichweite. Jedoch sehe ich folgende Probleme.

      Zu einem bringen deutsche Hersteller jetzt Fahrzeuge auf den Markt (BMW i3, VW eGolf, VW eUP) die Preislich nicht attraktiver sind oder eine höhere Reichweite haben als etablierte eFahrzeuge (Nissan Leaf, Mitsubishi iMev/electricVehicle) die schon etliche Jahre länger auf auf dem Markt sind. Ebenso haben in meinem Auge sündhaft teure Kleinserienfahrzeuge (Mercedes elektro SLS & Audie etron R8) keine technologischen Vorteile gegenüber dem Model S.

      Zum anderen finde ich durch die deutsche Politik, die eMobilität stark eingeschränkt. Bevor Elektrofahrzeuge gefördert werden sollten, gibt es zwei viel günstigere und schnellere Wege dies zu Tun. Die Niederlande und Norwegen machen es vor und die deutsche Politik verschließt dabei die Augen.
      Beantworten Sie sich am besten folgende zwei Fragen:

      1. Warum brauche ich für jeden Stromanbieter in Deutschland eine eigene Karte (Incl. Registrierung & evtl. Grundgebühr) um deren Ladesäulen zu benutzen? (In der Niederlande besitzen Elektroautofahrer eine einzige Karte mit der sie all Ladesäulen im Land benutzen können, wurde so Politisch bestimmt)

      2. Warum kann ich als Großstadtbewohner nicht eine Öffentliche Ladesäule in der nähe meines Wohnortes beantragen? Ladesäulen würden so effektiver in Großstädten verteilt und nicht einfach auf gut Glück aufgestellt. Bei der Stadtverwaltung kann man ja auch, wenn man gehbehindert ist, einen Behindertengerechten Parkplatz in der nähe der Wohnung beantragen!

      Ich sehe zusammenfassend mehr Baustellen bei der deutschen Politik und bei den deutschen Herstellern als bei Tesla und sehe zurzeit Tesla mindestens ein schritt voraus, sowohl bei Akkukapazität, Preis/Leistungsverhältnis als auch bei der Ladeinfrastruktur.

      Ich hoffe dabei, dass es Tesla mit dem Model 3 gut in die Großserienherstellung schafft, dies würde den Druck auf die deutsche Autoindustrie weiter erhöhen, denn wer kauft schon einen VW eGolf mit 200 Km Reichweite für 35.000,- €, wenn er zum gleichen Preis von Tesla ein Fahrzeug in der Größe eines Passats bekommt mit 320 km Reichweite.

    • Markus

      tesla fan II: wie kommen Sie darauf, dass Audi, Porsche und Co. denn tatsächlich 2018 vergleichbare Konkurrenten zum Model 3 haben werden? In dieser Richtung ist nichts angekündigt. Lediglich ein elektrischer Pajun und ein elektrischer SUV von Audi für deutlich über 120.000€ und technischen Daten, die derzeit das Model S (und in zwei Monaten auch das Model X) locker überbieten. Außerdem schläft Tesla in der Zeit ja nicht sondern entwickelt selbst auch stetig weiter, wie man ja letzten Freitag am 90kWh-Akku-Update mit neuer Zellchemie sehen konnte. Ich als derzeitiger noch VW und Audi-Fahrer frage mich: warum sollte ich mir 2018 KEIN Model 3 kaufen sondern wieder einen VW/Audi, mit dem ich wieder ständig in die Werkstatt muss? Woher kommt die Annahme, dass wir bald an den Autobahnen kostenlos Laden können?

    • chri5

      Die aktuellen Neuzulassungen in Deutschland, aber im Besonderen in der Schweiz, und vielen nordeuropäischen Ländern sprechen eine klare Sprache:

      • Deutschland: im Juni bereits mehr Model S als Panamera, BMW 7, …
      • Schweiz: mehr Model S als MB, BMW, Audi, Porsche…
      • USA: die bislang hoch angesehenen deutschen Produkte alle hinter Model S
      • Niederlande, Norwegen: auch hier bereits viel mehr Model S-Zulassungen als deutsche Premiumprodukte…

      Es spricht sich herum – das Produkt ist genial und das Konzept mit Elektroantrieb und Superchargern der entscheidende Schlüssel zum Erfolg. Und das ist vermutlich erst der Anfang…

    • nur zur Erinnerung: Audi hat den Etron 2007 angekündigt, bisher nie geliefert. Eon hingegen bisher immer.. außer bei den Verkaufszahlen, aber das wird..

  • Alex

    @tesla Fan II,der name passt nicht wirklich zu ihrem text!
    Sollten Porsche,audi und co wirklich 2018 anfangen.dann werden sie mit ihrem premium Modellen versuchen genau da ein zu steigen,wo tesla jetzt schon ist!
    also bis dahin,ist tesla locker 5 -6 Jahre voraus.
    Ich muss über solche berichte und pessimistischen aussagen schmunzeln,denn ich kenne schon viele Leute die begriffen haben das eAutos die Zukunft sind,das Interesse wächst immer weiter,und fast jeder,der tesla kennt,ist fasziniert! Die Hälfte meiner Arbeitskollegen könnte sich vorstellen das Model 3 zu kaufen.
    Also abwarten und Tee trinken. Sicher bin ich mir nicht,aber ich habe das Gefühl,das tesla und das eAuto die Welt viel schneller erobern und ändern werden als so manch verbrenner dino Konzern reagieren kann!

    Tesla,keep on going!

    • Tesla Fan II

      Lieber Alex,

      mein Name ist Programm – ich bin Tesla Fan und das seit längerer Zeit. Daher habe ich mich etwas genauer damit beschäftigt – ein wirklich toller Hype – es gibt momentan keine Alternative, keine Mitbewerber zu Tesla – der E Antrieb ist die Zukunft – ohne wenn und aber.
      Und habe auch unschöne Themen erkannt.

      Meinen Sie wirklich das die Führungskräfte dieser Autonation das Feld einfach räumen werden?
      Nicht wirklich, ich kann Ihnen versichern das bei jedem großem Hersteller mindestens ein Tesla in der Entwicklungsabteilung parkt und diese die Technologie von Tesla sehr genau prüft.

      Schauen wir auf die Zahlen des Unternehmens – wenn Sie sich nur etwas auskennen – erkennen Sie – Hr. Musk muss liefern – zeitnah!

      Es standen in Deutschland 1.000 verkaufte Teslas Model S pro Monat auf der Agenda – momentan sind es gut 100 pro Monat. Wir sprechen von 10%. Obwohl weit und breit keine Mitbewerber! In Norwegen wurde die Förderung / gut 20%/ eingekürzt, – Markteinbruch, China – ohne Kommentar, Europa überhaupt – lalala – und nochmal – es gibt keine Mitbewerber.

      Tesla schreibt von von Verkaufserfolgen – sorry – ich kann diese nicht sehen – natürlich steigern sich die Verkaufszahlen Monat für Monat – nur vom eigentlichen Ziel ist Tesla immer noch 90% entfernt.

      Ich fahre bisher einen Wagen von einem Stuttgarter Fahrzeughersteller. Warum keinen Tesla? Es gibt keinen Servicepunkt vor Ort – der nächste ist in Berlin, bei einem 100.000 Euro Wagen möchte ich einen Service Point in meiner Stadt haben, es gibt keinen Point of Sales, daher tut sich Tesla momentan noch schwer, mehr Fahrzeuge zu verkaufen. Und das, obwohl Tesla konkurrenzlos als Marktführer agiert und seinen Kunden (noch) ein kostenloses Ladenetzwerk zu Verfügung stellt.

      Daher nochmals auch an Sie: schauen wir, für welchen Hersteller Sie sich und andere Autofahrer zukünftig entscheiden werden insofern die Alternativen vorhanden sind.

      • JE

        Lieber Tesla Fan II, deine Annahmen bezüglich den deutschen Autobauern mögen ja richtig sein, doch meiner Meinung nach sind das nicht die Geschäftsentscheidenden Dinge in der heutigen Zeit.
        Die Firma Tesla schafft aktuell etwas in der Automobilindustrie, was die anderen (deutschen) Hersteller nicht schaffen. Die Antwort ist einfach und kurz, sie macht ihren Namen zu einer Marke – Das ist mitunter der tragenden Persönlichkeit Elon Musk geschuldet.

        Wie schafft Tesla das und vor allem welche Vorteile haben sie?

        In Zeiten von Iphone und Co. ist es wichtiger den Je einen Trend zu setzen. Dieses Unternehmen ist relativ jung, dynamisch, nicht so sehr durch extrem große Entscheidungsgremien belastet und hat vor allem sehr großes Kreativitätspotential. Die Automobilindustrie, wie sie bis jetzt besteht, hat sich noch nicht wirklich diesem Wandel unterzogen – technische Rückstände in den Autos (Ja! Kaum Smartphonekompatibilität durch Nutzung von Apps, Kein Internetzugang, Keine Software-Updates und ganz zu schweigen von der Antriebstechnik…); der Weg zur Verkomplizierung im Bestellvorgang, statt der einfachen Auswahl weniger, grundlegender Elemente; direkte Ansprache der Kunden durch Shops in der Innenstadt – das ist nur ein Ausschnitt von Elementen die schon längst möglich wären, aber vollkommen übersehen werden. Egal in welche Richtung man heute schaut, der Markt ist voll mit Brands, die es geschafft haben oft ein Synonym für eine Dienstleistung oder gar ein Produkt zu werden. Meiner Meinung nach sind die Supercharger nicht nur eine positive Sache für die Nutzer sondern auch eine extrem große für Tesla. Sie schaffen es dadurch eine geistige Abhängigkeit zum Nutzer herzustellen. Wieso sollte sich ein Tesla Nutzer ein anderes Auto kaufen, wenn er eine so gut und einfach funktionierende Lademöglichkeit hat (Switching Costs alà Apple)? – Aber das nur am Rande erwähnt. Vielmehr geht es mir darum, um darzulegen, wieso ich glaube, dass Tesla in Zukunft DIE Marke der Automobilindustrie wird.
        Ein weiterer großer Vorteil seitens Tesla ist, dass sie von Anfang an auf die Elektromobilität gesetzt hat, das bedeutet ihr komplettes System ist darauf ausgelegt. Sie haben kein bestehendes Produktsortiment, dass sie von vorne bis hinten über den Haufen werfen müssen, damit es auf einmal heißt „Kaufen sie sich lieber ein Elektroauto, das ist besser als eines mit Verbrennungsmotor!“ Wie glaubwürdig würde das wirken? Wieso haben sie dann Jahrzehnte für Jahrzehnte Verbrennungsmotoren gebaut und verbessert und verbessert um dann zu dem Entschluss zu kommen, die andere Technik ist doch besser, als unsere seit Jahrzehnten entwickelte? …und vor allem was passiert dann mit dem bestehenden Produktsortiment?

        Alles Gründe für mich, wieso die deutsche Autoindustrie noch einige Zeit brauchen wird um sich der Sache voll und ganz anzuschließen… und ob sie dann schon zu spät sind? Sie wollen scheinbar auch nicht wirklich (BMW noch am ehesten).

      • Erik

        @Tesla Fan II

        Ich empfinde Ihre Aussagen bzgl. dem Verkaufserfolg von Tesla stark verzerrt!
        Betrachten Sie bitte einmal, mit welcher Produktionsmenge Tesla angefangen hat, die über die Jahre hinweg stark gesteigert wurde und man dennoch etliche Monate auf ein bestelltes Fahrzeug warten muss.
        Ebenfalls sollte man betrachten, dass es sich bei dem Models S um ein Oberklassenfahrzeug handelt, welches im Durchschnit wahrscheinlich für ca. 100000,-€ verkauft wird. Da finde ich ein Produktionsvolumen von angepeilten 55000 Fahrzeugen in diesem Jahr echt stark.
        Natürlich war an dieser Stelle von Herrn Musk die Aussage von 1000 verkauften Fahrzeugen im Monat in Deitschland recht vollmundig und ich glaube letztendlich mehr PR als ernstgemeinte, da Tesla zu dieser Zeit mit einer Globalen Produktion von 24000 Fahrzeugen voll ausgelastet war.
        Noch in Bezug zum Servicepoint. Sie brauchen keinen 1-2 Jährlichen Ölwechsel etc. Bremsen können Sie auch bei ATU oder sonst wo machen lassen in 5-6 Jahren. Da ist der Sevicepoint nicht so wichtig.
        Ich muss Ihnen aber rechtgeben, dass für die deutsche Kaufkultur es an genügend Verkaufs/Beratungs stellen fehlt.
        Dafür hat Tesla wiederum einen starken Vorsprung in der Ladeinfrastruktur, die den Deutschen Marken beim Einstieg in diesen Markt fehlen wird!
        Im übrigen würden die deutschen Hersteller lieber ihre Verbrenungamotoren weiterverkaufen und Tesla scheitern sehn als in den Markt der Elektroautos einzusteigen. Dies werden sie nur, wenn sie gezwungen werden, auf den aller letzten Drücker machen.

      • Vielleicht sollten wir aber dennoch klarstellen, dass wenn behauptet wird, TESLA habe „keine Konkurrenz“ es so nicht ganz stimmt. TESLA hat ganz klar Mitbewerber in diesem Preissegment und die heissen nun einmal Jaguar, Maserati, Porsche, Mercedes, Audi. Für den Markt ist es also zunächst egal, welchen „Treibstoff“ man tankt/lädt; Hauptsache er ist natürlich verfügbar. Wenn Sie sich – was ja vielen Deutschen aus Arbeitsgründen heute nicht mehr schwerfällt, in einem Land wie der Schweiz umschauen, wo scheinbar „Milch und Honig“ fliesst und niemand für Geld arbeiten muss – so sollten Sie zur Kenntnis nehmen, dass TESLA mehr Autos in dieser Klasse verkauft hat, als die Premium-Konkurrenz. Der Service ist nun bei unserem Model S wirklich kein Problem und eine teure „Fremdladung“ ist mit etwa 6 Franken / Euro erledigt. Es gibt aber ausreichend GRATIS-Supercharger. Das Dauerthema Reichweite ist für mich ziemlich lächerlich, denn wir fahren über Alpenpässe, haben oben dann vielleicht noch 20 – 30% und auf der anderen Seite unten wieder bis zu 80% Ladung. Die Rekuperation funktioniert also einwandfrei und Bremsen brauchen wir sozusagen keine (vermutlich nach vielleicht 60’000 km oder so sind neue Beläge fällig; muss mal bei TESLA/Brembo nachfragen). Nun, nehmen wir die Mitbewerber in Bezug auf Reichweite bei ähnlichem, sportlichem Fahrverhalten unter die Lupe und prüfen, wie die dann, nicht nach der faulen EU-Norm der Automafia, mit so etwa 20 Liter Super Plus im Schnitt durchkommen (das gibt es nur bei SHELL und das muss man suchen, was wir von unserem Nissan GT-R Nismo schon kennen). Lassen wir den ganzen Öko-Zauber bei Seite und betrachten wir die „Kollateralschäden“ durch das (noch) leidige Batterienproblem (deshalb baut TESLA seine Gigafactory) bzw. Recycling, dann ist die Bilanz natürlich nicht mehr ganz so perfekt. Immerhin produziert das Auto im Betrieb KEIN CO2 und MACHT KEINEN LÄRM. Doch auch schon die eigene Solaranlage ist nicht ganz frei von Zweifel und auch nicht die grossen Windparks auf Kosten der Natur. Können wir uns aber Atomkraft, Kohle oder Erdöl bei allen technischen Versprechungen und Versicherungen überhaupt noch leisten, nach Tschernobyl oder Fukushima, dem Dauersmog in China und den Pannen-AKW im Elsass oder in der Schweiz? (gegenwärtig ist keines unserer AKW am Netz und viele haben Altersbeschwerden, die man schönredet, um die KMU-Unternehmer vom Bau eigener Stromversorgungen abzuhalten; reine, perfide Politik um Interessen).

        Die Quintessenz ist also, als Kleinunternehmer möglichst bald eigenen Strom zu produzieren und damit EV’s antreiben oder den Betrieb versorgen. Es gibt einige gute Lieferfahrzeuge, von denen kaum jemand spricht und da macht EV mehr Sinn als für die Masse an Autofahrern, die über mangelnde „Sklaven“-Infrastruktur (Tankstellen der Multis) klagen. Wir haben seit bald 50 Jahren Ladetechnik im Betrieb und nun auch zu Hause. Warum? Es gibt wohl seit über 70 Jahren Elektro-Gabelstapler und damit auch bereits weitgehend vorhandene Anschlussmöglichkeiten bzw. Erweiterungsmöglichkeiten für nun zusätzlich ein paar EV’s. Das Ziel ist Energie Autonomie und das ist noch nichts für Privatleute, aber für Unternehmen mit Zukunft!

  • Tesla-Interessent

    Das Model S ist ein wirklich gelungenes Fahrzeug, das ich als P85D eigentlich gerne in der Garage hätte. Doch eines hält mach davon ab: Die Dimensionen. Der Wagen ist für Europa viel zu gross.

    • Erik

      Der Wagen ist genauso groß wie jedes andere Europäische Fahrzeug dieser Klasse! Aber vielleicht wird ja das Model 3 mehr Ihren größenvorstellungen entsprechen.
      P.S. wie groß ist ihr Fahrzeug?

  • Juerg U

    Nur zum Vergleich. In der 10x kleineren Schweiz wurden im Juni 250 Teslas verkauft! Ohne Subventionen und Vergüstigungen. Da wären 1’000 in Deutschland locker drin. Aber die deutsche Autoindustrie scheint das erfolgreich zu verhindern. Das Hauptargument? Man könne nicht stundenlang mit 250km/h über die Autobahn brettern. Aber ich bin auch überzeugt, dass sich die e-Mobilität durchsetzt. Wie seinerzeit die Elektrifizierung der Eisenbahn.

    Noch was zum Aufholen des Rückstandes der übrigen Autobauer. Ich empfehle das Buch „Innovators Dilemma“ dort ist sehr klar beschrieben, warum das nicht so einfach ist. Es geht nicht um Technik, Geld oder Know-how, es geht um Betriebskultur und die ändert man nicht so schnell.

  • Teslabesitzer2014

    2014 durfte ich meinen ersten Tesla übernehmen. In der Tat ist das nahezu lautlose Fahren im Stadtverkehr (auf Autobahnen sind die Windgeräusche leider durchaus dominant) eine Wohltat. Auch die Beschleunigung ist jedes Mal wieder ein echtes Erlebnis. Und das Design ist wirklich rundum gelungen (gut das ist mein persönlicher Geschmack). Ganz objektiv ist allerdings festzuhalten, dass die Qualität nicht annähernd an die deutscher Premiumfahrzeuge der oberen Mittelklasse heranreicht. Wer behauptet, das Model S sei auf Niveau der Verbrenner aus Ingoldstadt, München oder Stuttgart, ist wohl eher Herrn Musks Marketingpropaganda erlegen. Mein Tesla hat leider ettliche Klappergeräusche. Hier konnte mir der Service leider nicht weiterhelfen. Die Bedienlogik und die Assistenzsysteme sind ebenfalls noch nicht ausgereift (und ja, ich kann ein iPad bedienen – während der Fahrt trägt dies allerdings nicht gerade zur Sicherheit bei). Unverständlich auch, dass die von Takeda verbauten Airbags nicht getauscht werden – man wird unwillkürlich an den Umgang von GM bei den Zündschlössern erinnert – da ist es wenig tröstlich, dass auch VW keine Rückrufaktion für diese Fahrzeuge durchführt. Hier wird bei der Sicherheit auf Kosten der Kunden gespart. Ein Grund übrigens, warum ich mich von meinem Fahrzeug trennen werde. Auch die versprochenen Reichweiten sind leider nicht realistisch. Gerade im Winter und auf der Schweizer Autobahn (max. 120 km/h!) leidet die Reichweite massiv. Positiv ist allerdings anzumerken, dass ich noch nie liegen geblieben bin. Die Supercharger sind für längere Strecken ein guter Ansatz. Ich bin allerdings gespannt, ob die Teslakunden in Europa analog zu den USA bald aufgefordert werden, die Charger nur noch auf Langstrecken zu verwenden. Hier hat sich Herr Musk wohl bei der Budgetierung etwas vergaloppiert – sehr schade. Als Fazit bleibt, dass es eine spannende Erfahrung war, Tesla auf diesem Weg seine Kunden nicht dauerhaft halten kann. Auch in Sachen Nachhaltigkeit ist Tesla leider nicht zeitgemäss – auch in dieser Fahrzeuggrösse sind über 2.2 t einfach old school (und für alle Fans: Ja es gibt in der Tat noch schwerere Fahrzeuge).
    Ich freue mich jedenfalls auf die nächsten Schritte bei der Elektromobilität. Aktuell ist aus meiner Sicht allerdings noch kein Anbieter so weit, ein elektrisches Premiumfahrzeug ohne Kompromisse anzubieten. Als Zweitwagen werde ich mir wohl zukünftig ein (kleineres) E-Fahrzeug leisten, das hier die Vorteile (und der Spassfaktor) aus meiner Erfahrung am stärksten zum Tragen kommen. Mal sehen ob das Model 3 halt, was Musk verspricht 🙂