Tesla fügt Supercharger-Bezahlmöglichkeit auf der MyTesla-Seite hinzu

Einige Tesla-Kunden haben berichtet (via EV.network), dass auf deren MyTesla-Seite – also der Seite, auf der man als angemeldeter Kunde seinen Bestellvorgang bzw. sein Fahrzeug sehen kann – ein neues Feld mit Bezahlmöglichkeiten hinzugekommen ist, ohne darauf hinzuweisen, wofür es überhaupt vorgesehen ist.

Wenn man nun einen Internetbrowser zur Analyse des Quellcodes nutzt, erkennt man die CSS-Klasse „section-supercharger-payment“. Das gibt einen Hinweis darauf, dass es in Zukunft möglicherweise eine Bezahlmöglichkeit geben wird, um an einem Supercharger zu laden.

Das entsprechende Feld deutet im Quellcode auf Supercharger-Bezahloptionen hin (Bild © EV.network)

Das entsprechende Feld deutet im Quellcode auf Supercharger-Bezahloptionen hin (Bild © EV.network)

Tesla hatte bereits bestätigt, dass für das kommende Model 3 das Aufladen am Supercharger nur gegen Aufpreis möglich sein wird. Zwar verfügt jedes Fahrzeug hardwareseitig über die Möglichkeit am Supercharger zu laden, wer jedoch nicht die zusätzliche Option bucht, dem wird das Aufladen an den Schnellladesäulen verwehrt bleiben.

Interessanterweise wurde selbiges Feld auch auf den MyTesla-Seiten von Kunden mit einem Model S oder Model X hinzugefügt. Dies könnte bedeuten, dass auch solche Kunden in Zukunft entscheiden können, ob sie ihr Fahrzeug mit oder ohne kostenlose Nutzung der Supercharger kaufen wollen. Sollte man sich dagegen entscheiden – was aktuell gar nicht möglich ist – könnte eventuell auch der Kaufpreis des Fahrzeugs niedriger ausfallen.

Guthaben wird in kWh angezeigt

Wenn man etwas weiter im Quellcode schaut, so stellt man fest, dass es einen weiteren Bereich gibt, der zurzeit noch als Kommentar erfasst ist, wodurch er auf der eigentliche Seite nicht ersichtlich wird. Wenn man diesen Bereich nun manuell auskommentiert, so erscheint auf der Webseite ein Feld, welches das Guthaben des jeweiligen Kunden in kWh anzeigen soll – aktuell verständlicherweise ohne Wert.

Aktuell noch im Quellcode verstecktes Feld zeigt Guthaben in kWh an (Bild © EV.network)

Aktuell noch im Quellcode verstecktes Feld zeigt Guthaben in kWh an (Bild © EV.network)

Demnach wird es zukünftig möglich sein, sein Konto mit einem zuvor ausgewählten Wert an kWh aufzuladen, um diese dann an den Superchargern nutzen zu können. Wie teuer der Preis pro kWh sein wird, ist aktuell nicht bekannt. Musk erklärte jedoch, dass man weniger zahlen müsse, als wenn man Kraftstoff tanken würde.

Außerdem weist ein Reddit-Nutzer darauf hin, dass es auch eine Passage über „idle fees“ gibt, also Gebühren, die bei Inaktivität anfallen. Dies könnte bedeuten, dass man Gebühren dann zahlen muss, wenn man sein Fahrzeug längere Zeit am Supercharger geparkt hat, obwohl der eigentliche Ladevorgang bereits abgeschlossen ist. Dadurch müssten diejenigen mehr bezahlen, die einen Supercharger nach dem Ladevorgang nicht für andere Kunden zugänglich machen.

Möglicherweise fallen Gebühren an, wenn man nach dem Ladevorgang den Supercharger blockiert (Bild © Reddit-Nutzer immortalalchemist)

Möglicherweise fallen Gebühren an, wenn man nach dem Ladevorgang den Supercharger blockiert (Bild © Reddit-Nutzer immortalalchemist)

  • Dr.M.

    Sehr schön, genial wird die Sache, wenn man nicht noch vor dem Laden Guthaben auf sein Konto laden muss, sondern einfach eine Kreditkarte hinterlegt und dann halt Pay-per-Use bezahlt.
    Gut fände ich auch die Möglichkeit, den Preis des Model S und X zu senken, wenn man meint, die Supercharger nicht zu brauchen.
    Und eine Strafgebühr für Supercharger-Blockierer sollte es auch an anderen Ladestationen geben. Mit automatischem Wegsprengen für blockierende Verbrenner, bitte 🙂 .

    • notting

      „Gut fände ich auch die Möglichkeit, den Preis des Model S und X zu senken, wenn man meint, die Supercharger nicht zu brauchen.“
      Model S ohne Supercharger-Flat gab’s doch schon…

      Hatte vor längerer Zeit schon irgendwo geschrieben, dass man spätestens beim Model S von der SC-flat insofern weg muss, dass es ein Pay-for-Use-Modell gibt.

      „Und eine Strafgebühr für Supercharger-Blockierer sollte es auch an anderen Ladestationen geben. Mit automatischem Wegsprengen für blockierende Verbrenner, bitte .“
      Lieber Fahrzeuge bzw. Ladestationen wegsprengen, die öffentl. Parkplätze unnötig blockieren, weil die Energieübertragung so furchtbar langsam ist, dass das nicht quasi so wie heute Tankstellen funktionieren realisierbar ist (Standzeit an der Säule vllt. je nach Schlange bzw. selbst wenn der Tank fast leer war 5-15min) bzw. die Kabel an den Säulen nicht flexibel genug sind (z. B. 2 Ladekabel, die man an jeder der 4 Parklücken um die Säule nutzen kann). Im Endeffekt sind das meist eher für Besserverdiener (siehe typ. Anschaffungspreis der Fahrzeuge mit einer halbwegs brauchbaren Reichweite) reservierte eigentl. _öffent._ Parkplätze (oftmals da wo sie eh knapp sind) _zusätzl._ zu den privaten Tankstellengeländen…

      notting

  • FMH

    Genau so habe ich das auch erwartet:
    – Supercharger-Option als Bezahlmodell (z.B. nur für Langstrecke)
    – keine Blockage der Ladestellen wenn zu viele Autos im Umlauf sind.

    Ist auch die Frage ob man dann überhaupt noch für „2.500 EUR“ die lebenslange SuC-Nutzung für das Model 3 bekommt.

    Was ich nicht erwarte, dass damit auch Fahrzeuge anderer Hersteller das SuC-Netz benutzen dürfen. Da müssten sich diese Herstelle schon aktiv am Aufbau mit beteiligen.

    • Dr.M.

      Das mit den anderen Herstellern glaube ich auch nicht, denn wenn diese sich nicht direkt beteiligen, dann dürfte die Nutzung so teuer werden, dass die Supercharger kaum einer nutzen dürfte.
      Abgesehen davon würde deren Ladevorgang dann wohl so lange da (sonst schmilzt die Batterie :-)) , dass die sicherlich beabsichtigte Entlastung der Supercharger wohl nicht eintreten würde.
      Und ich wage auch zu bezweifeln, dass es beim Model 3 eine Pauschale für die Supercharger geben wird – und wenn, dann kaum für 2.500 Euro, sondern für deutlich mehr.

      • FMH

        …genau und ab 5.000 EUR für die SuC-Option überlege ich mir wirklich ob ich die brauche. Zumal auf meiner täglichen Stecke kein Supercharger liegt und ich nicht vor habe mit dem Auto ständig Langstrecke zu fahren.

        Aber im Urlaub brauche ich die Oprion schon – oder mal am WE.
        Denke das ist die beste Lösung.

        • Stephan

          Genau!
          Eine Pay-per-use Option die absolut Sinn macht! Ungefähr wie das Aufladen eine Prepaid Karte.
          oder tanken ander Tankstelle 🙂

        • Da würde ich auch wirklich gut überlegen. Ich hab seit 15 Monaten Model S zwar bereits fast 30.000 km, aber nur zehn Mal einen SuC benutzt.

          Um 5.000 Euro kann man 10 Jahre das Model S zu Hause laden 🙂

  • tap

    Sehr schönes business modell:) Eigenes SC Netz mit Strom aus den hauseigenen Zellen. Eine Cashcow die auch komplett Tesla owned ist. Rockefeller und App Store Business Modell lassen grüssen, nur geht es hier um unsere Feinstaubbelastung in Städten, jeder denke, was er mag.

  • Dirk

    Na jetzt bin ich aber mal gespannt, was die sagen, die z.B. in dem Thread
    „Model 3: Aufladen am Supercharger wird als aufpreispflichtige Option erhältlich sein“
    geschrieben haben, das so eine Bezahlmöglichkeit nicht machbar ist, zu aufwendig, nicht in der Tesla Firmenphilosophie vorgesehen.
    Meiner Meinung nach ist diese Tank/Zahlart ein muß, wenn man ein Auto für den Massenmarkt anbieten will.

    • Luganorenz

      Zu denen habe ich gehört…
      Und ich muss sagen, dass ich sehr überrascht bin, weil die Preispolitik von Tesla eben bisher nicht so aufgebaut war. Wahrscheinlich ist es eine Frage von Marktforschung, wie man den optimalen Gewinn herauskitzeln kann und da hat wohl oben genanntes Konzept gewonnen.
      Das meine ich auch gar nicht negativ, aber Fakt ist nun mal, dass den Kunden auf der einen Seite die Shareholder auf der anderen Seite gegenüber sitzen. Jüngstes Beispiel ist der Autopilot: Der wird einfach um 500 Euro im Preis erhöht, weil man es verlangen kann. Kein Mensch will auf das Feature verzichten, und schon steigt die Gewinnspanne per verkauftem Auto.
      Beim SC-Bezahlmodell wäre die Flatrate für das M3 also entweder zu teuer geworden, als dass es als Option gekauft worden wäre oder das Risiko war zu hoch, dass zu viele Kunden à la Teslabjörn mit exzessiver Nutzung das SC-Netzwerk blockieren. In dessen Videos sieht man schon heute sehr gut besuchte SC. Wenn da noch zehn mal so viele M3-Nutzer dazukommen, wird es richtig eng. Um das zu verhindern, wird das pay-per-charge nicht ganz billig sein.

      • Dieselstinker

        Ich denke wenn das Modell 3 in Europa ausgeliefert werden kann, wird es sowieso zu einem Preisproblem kommen, da die bisher verschlafenen Mitbewerber dann auch Autos haben werden mit akzeptabler Reichweite. Gm-Opel, Hyundai, Suzuki, womöglich LG und Samsung auch usw. Die vermutlichunter 35.000,– liegen werden.
        Somit kann es nur von Vorteil sein, wenn das Basismodell möglichst billig angeboten wird.
        Außerdem möchte man ja in Zukunft PVC mitverkaufen.

        Für den Kunden ergibt sich dadurch eine billigere Kasko.
        Ds

        • Dieselstinker

          PV natürlich… Immer dieser Autopilot
          Ds

  • Tesla///liker

    Gerne. Unmöglich ist es nicht, aber eine Herausforderung. Für die Abrechnung wird ein geeichter DC Zähler benötigt. Für DC gibt es bis dato keine Eichrichtline, noch eichfähige Zähler. Grundsätzliche Vorgaben müssen eingehalten werden, wie z.B. die Möglichkeit der Überprüfung und des Nachweises durch beide Parteien (Tesla und Kunde(z.B. Beleg)). In DE wird mit dem Smart Meter Gateway ein Zähler Auslese -und Abrechnungsverfahren eingebracht, dass einzig in der Welt ist. Die Regeln dafür sind für Haushalte noch nicht abschließend definiert, geschweige denn für eMobil. Das wird noch Jahre dauern und Auswirkung auf die Backend Systeme haben.

    • McGybrush

      Das Auto selbst hat doch ein Zähler. Denke mal der würde dann her genommen werden wenn andere auch daran tanken würden. Denke auch das Tesla Ihnen dann zumindest ein Chip oder ein Stück Softwarecode geben muss damit andere Autos am SC funktionieren. Und der würde dementsprechend dann auch die kWh speichern die da gezogen worden.

  • Killian

    Ich finde das auch ok. Besser als diese ganzen RFID und App sachen. Die Frage ist nur der PReis. Es scheint sich ja ca. 35 Cent pro kW durchzusetzten. Das ist nicht wirklich günstig, aber sicherlich für Tesla eine möglichkeit mit den Superchargern Geld zu verdienen. Als Großabnehmer wären da locker 20 Cent Gewinn drin. Aber mal abwarten ob das Länderspezifisch ist oder ein Mittelwert. Deutschland ist ja sehr teuer mit Strom im vergleich zu Norwegen. Mal abwarten.

  • Dennis K.

    In Deutschland gibt es ja noch das Monster Ladesäulenverordnung. Mit Pay-per-use, Typ-2- und CCS-Stecker an den Säulen ist der öffentliche Zugang gewährleistet.

    Dann wäre allerdings ein zeitbasierter Tarif sinnvoller, wenn die Energie nur langsam in die Batterie fliesst 🙂

  • Phil

    So ähnlich habe ich mir das damals vorgestellt. Schön wäre wenn man je nach Kaufpreis und Klasse ein Monatliches Kwh Kontingent kostenlos von Tesla auf sein Konto eingezahlt bekommen würde, so das man sich die Supercharger für eine Langstreckenreise zusammen sparen kann. Dann hatt Musk auch endlich das Problem gelöst das Leute regelmäßig auf kurzen Strecken Saft abzapfen. Es denn die Leute Zahlen dafür, dann finde ich das gerechtvertigt. Und der Kaufanreiz auch für günstigere Modelle bleibt hoch.

    • Ayn

      Muss voll und ganz zustimmen. Hab schon öfter ein Model S für ein paar Tage gemietet und bin gefahren wie ein Verrückter (im km-Sinne mein ich 😉 ). Wenn ich bedenke, wie selten ich aber dennoch den Supercharger wirklich gebraucht hab, wäre eine Art „zusammensparen“ von Kontingent absolut ausreichend, um 2-3 pro Jahr etwas die „Sau rauszulassen“. Die restliche Zeit kann man ohnehin auch noch an den mittlerweile unzähligen Gratis-Ladern schnorren. 😉

      • Ayn

        „2-3 mal“ 😉

  • mitleser

    Falls es zu einem Pay-per-Use kommen sollte: dann bitte richtig teuer.
    Damit Tesla weiterhin großzügige Investitionen in Super- und Destinationcharger leisten kann (wie dank Schwarmfinanzierung geschehen). Davon profitiert auch der „arme“ Sonntagslader.

  • Blackmen

    Ich fände zwei Varianten sinnvoll:

    1. Die klassische Option – einmal einen hohen Betrag zahlen und dann kostenfrei laden.

    2. Die Bezahlmethode je nach Ladeeinheiten.

    Dann kann jeder die Variante wählen, die zu ihm passt. 🙂

    • Dirk

      ich glaube, genauso wird es kommen.

  • Vincent

    Habe ein ähnliches Geschäftsmodel diesbezüglich erwartet! Macht natürlich dann doppelt Sinn mit der Zusammenführung von SolarCity und Tesla um das Supercharger-Netz weiterhin aggressiv auszuweiten, Energie aus eigenen Hause zu erzeugen/zu speichern und damit künftig laufende Gewinne zu erzeugen. CHAPEAU, ELON!

  • marc

    „“…Sollte man sich dagegen entscheiden – was aktuell gar nicht möglich ist – könnte eventuell auch der Kaufpreis des Fahrzeugs niedriger ausfallen.“…
    Selten so gelacht… Also ich denke eher, der Basispreis wird bleiben wie er ist, wer SuC will, zahlt extra. Daß ein Bezahlmodell kommen muß, wird spätestens mit der massenhaften Einführung des M3 alternativlos werden, will man nicht die zahl der Ladestellen erhöhen.

    Damals, als das Model S vorgestellt wurde hieß es noch „charge forever and free.“ Tja, wäre eine Option gewesen. Zwar ist ein MS oder auch MX immer noch deutlich teurer als ein herkömmliches Auto, wenn jedoch im Gegenzug die Treibstoffkosten gegen 0 tendieren hätte sich das gerechnet, wenn der naheliegende Autohof mit einem SuC ausgestattet worden wäre. Es kam anders: der nächste SuC wurde 40 Kilometer weiter weg eingerichtet, und Elon Musk höchstpersönlich fand es auch „uncool“ Wenn Leute ihren täglichen Bedarf dort decken, da es nur für Langstrecken gedacht ist.. Ach nee, was erwartet man denn bei Tesla? Wenn ich Aufpreis zahle für eine Option dann nutze ich das auch. Wenn da jetzt vielleicht auch €2,5K oder mehr für die SuC Nutzung fällig werden, würde ich mir das 2 mal überlegen: Ich meine, 300Km +X reichen mir für den täglichen Bedarf, und die paar male wo ich das im Urlaub vielleicht brauche.. Rechnen wir 10 Aufladungen, reichen für 3500 Kilometer Urlaubsfahrt+ das noch, was ich im Zielhotel lade, mal 8 Jahre Autolebensdauer, komme ich auf 31,25 pro Ladevorgang.
    Lasse ich SuC weg und lade nur zuhause wird die Elektroersparnis auch nicht üppig sein.
    7,5 Liter Diesel /km für €1,20/l Vs. 22 KWh Strom / 100km für 28 ct/ Kwh macht das bei einer Jahresfahrleistung von 30.000 Kilometern € 852 aus. Heißt: ein Tesla rechnet sich nur dann, wenn er weniger als 6800 mehr als ein herkömmliches Auto kostet. Und nein, für eine jährliche Wartung hatte ich mal gelesen, will Tesla auch €600 haben, was ein ähnliches Neveau ist, wie ein herkömmliches Auto, die Steuerersparnis ist lächerlich, und versicherungstechnisch tut sich das auch nichts.
    Wie ich auf die 8 Jahre komme? Na ja, das ist die Garantiezeit. Das Auto ist vollgestopft mit Elektronik, und da wird sicher auch irgendwo ein Kalender sein, und ich hab einfach Angst davor, daß nach 8 Jahren und einem Monat ist der Akkupack / Antriebsstrang / Elektronik / Whatever per Definition defekt ist. Zwar wird Tesla beteuern, daß es nicht so ist, aber Supercharger wurden anfangs auch mit Free vorever beworben. Also Vorsicht!.

    SuC s sind eine prima sache, und mit Pay-per-Use kann ich leben. Ist vielleicht sogar besser. Wenn die Autos aber nicht drastisch billiger werden recntet sich das einfach nicht. Charge for free wäre ein tolles Agument, was auch einen höheren Preis rechtfertigt, aber so, wenn ich am SuC auch zahlen soll.. Da überlege ich mir zweimal ob es nun unbedingt noch ein Tesla sein muß…

    • Nic Megert

      Hallo Marc

      Da muss ich Dir voll und ganz Recht geben.
      Ich denke jedoch, das die Bezahloption nur im Zusammenhang mit dem Model 3 kommen wird. Bei den Mengen an Fahrzeugen die da in den kommenden Jahren neu dazu kommen, kann Tesla garnichts anderes tun als dort den Strombezug in Rechnung zu stellen. Die Besitzer von MS + MX würden sonst nur noch besetzte SC vorfinden. Reisen würde dadurch noch einmal deutlich schwieriger mit noch längeren Stopps an den SC. Ich kann mir auch vorstellen, das bei Bestellung von MS und MX zukünftig gewählt werden kann, ob inkl. oder exkl. SC Nutzung und so der VP ein kleinwenig tiefer angesetzt werden kann.

      • Erna

        …Besitzer von MS + MX würden sonst nur noch besetzte SC vorfinden…

        Von vornherein war klar, dass beim Model 3 das Laden nicht inklusive ist. Egal wie es 2018 + X umgesetzt wird, jeder für sich selbst wird rechnen ob und was sich für ihn lohnt. Tesla hat sicher ein Interesse, dass die SC intensiv genutzt werden und wird dementsprechend die Preismodelle gestalten bzw. die SC ausbauen.

        Das Problem sind eher diejenigen die bereits geladen sind und die Ladeplätze trotzdem belegen. Um dies in den Griff zu bekommen würde nur eine entsprechen hohe zeitabhängige Gebühr helfen. Z. B. könnte man nach Abschluss des Ladens oder bei 80% eine SMS und 10 min Karenzzeit bekommen. Danach zahlt man halt je angefangener 15 min.

      • Marc

        Mal schauen, wie die Preisentwicklung sein wird. Sollte dabei herauskommen, daß M3 oder später auch die MY Fahrer abgerippt werden, um MX / MS Querzufinanzieren, können die das Spiel gerne ohne mich spielen. Ansonsten sind die Supercharger echt genial, und zeigen was so geht. Kann ja selbst entscheiden, ob ich den SuC bezahle, und schnell weiter kann, oder kostenlos vor dem nächsten Einkaufcenter, dauert dann halt länger. Wichtig nur: wenn ich SuC wählen kann oder nicht, dann muß auch der Doppellader wieder ins Programm. 22 KW unterstützen die meisten Ladesäulen, und man hat Zeit für einen ausgedehnten Einkaufsbummel. 11 KW sind für den Dicken 100er Akku einfach zu langsam. Das taugt bestenfalls als Hausanschluß über Nacht. Ich würde lieber heute als morgen elektrisch fahren, aber das einzig brauchbare Elektroauto (Große Heckklappe, ohne 3. Sitzreihe und mit Anhängerkupplung für ernstzunehmende Anhänger) ist leider das model X welches aber für mich „finanziell nicht darstellbar“, wie das so schön heißt.

    • Thomas Cantwait

      Ich habe mir ein Mod3 bestellt und lese daher erwartungsvoll dieses Forum. Interessant sind die Argumente, hauptsächlich für Tesla, was wohl bei der Webseite in der Natur der Dinge liegt, aber auch kritische Stimmen, die auch die Dinge ansprechen die man nicht nur schön reden kann. Ich finde allerdings, dass die meisten Argumente egal welche, letztlich das Thema verfehlen, weil Autos nun mal emotionale Produkte sind.

      Ich kann sagen, dass ich den Tesla bestellt habe, weil er helfen kann die Innenstädte von Feinstaub und Smog zu befreien oder weil er anscheinend die besten Crashtests absolviert. Ich könnte den Wagen auch nicht bestellen, weil eventuell die Steuer- und Sprintersparnis nicht den Mehrpreis mit einem „vergleichbaren“ Modell in der gleichen Klasse aufwiegt. Ich kann mich von dem Argument blenden lassen, dass SuperCharger kostenfrei sind oder eben darüber nachdenken und mich gegen das Auto entscheiden, da die Charger auf lange Sicht bestimmt nicht für alle umsonst sind. Es gibt 1000 Argumente und es ist gut, dass sie auf dieser Plattform diskutiert werden. Am Ende entscheidet man sich für das Auto, weil eines oder mehrere Aspekte einen emotional packen.

      Ich hab mal tief in mich hinein gehört und versucht zu ergründen was mich bei Tesla gepackt hat. Wenn ich mit freunden über das Auto spreche nutze ich oft die üblichen Tesla Argumente, die bei meiner bisherigen PKW Auswahl eigentlich nicht sonderlich ins Gewicht fielen. Von daher versuche ich wohl eher meine Entscheidung zu rechtfertigen. In Wahrheit ist es aber womöglich einfach so, dass ich bei dem nächsten großen Ding dabei sein möchte. Ich hatte auch das erste iPhone und es gab damals viele Gründe dafür aber auch dagegen (kein UMTS, zu teuer, Keine Tastatur, keine Apps usw.) . Ich hatte aber gleich das Gefühl, dass sich dieses Konzept durchsetzen wird und ich wollte daher bei dieser Revolution dabei sein. Beim Tesla ist es das gleiche. Ich glaube einfach, dass das Konzept das richtige ist. Vernünftig wäre es wohl einfach noch ein paar Jahre zu warten, bis viele Elektroautos fahren, die Reichweiten bei den anderen Herstellern ebenfalls steigen und sich Automobilhersteller und Politik zu einer Ladeinfrastruktur entschlossen haben. Aber ich will es jetzt, die leise vibrationsarme Fahrt, den Fahrspass mit der Beschleunigung, die Softwareupdates über Nacht, kein Dieselgestank beim Tanken, das Tauchdisplay, ja ich will das alles haben und den Leuten zeigen, dass der Spass die Nachteile überwiegt und ich nebenbei auch noch ein gutes Gewissen haben darf.

      Ist das bescheuert? Für manche schon 🙂 Für mich nicht.

      • BB

        Hallo Thomas,
        Kann ich so voll und ganz, Wort für Wort unterschreiben….
        (obwohl ich damals nicht das erste IPhone hatte…

        Be Part of the revolution!

        Der Nachname „Can’t wait“ ist übrigens cool!

      • Ralf Naumann

        Geht mir genau so! Als Wartezeitvertreiber (aufs Model 3) hab ich mir eine ZERO FX zugelegt – ein elektrisches Motorrad – zum schauen wie sich das so anfühlt mit der elektrischen Revolution – und ich sage: DAS IST GEIL und macht SPASS – unkompliziert , zuverlässig und VERY QUICK 😉

        • Karl

          Damit liebäugle ich auch schon länge und kommt definitiv nach Installation der PV Anlage als Dritt-Mopped in die Garage :-).

      • Pamela

        Hallo ungeduldiger Thomas

        Na klar, für mich ist das auch vollkommen egal, ob das manche bescheuert finden. Ich denke, bei den meisten Model 3-Reservierer war das eine emontionale Entscheidung. Man wusste doch vom Auto noch nicht viel, nur das Reichweite und Preis so sind, dass es endlich ein Auto gibt, das in die Vorstellungen passt, die man von einem alltagstauglichen E-Auto hatte. Ich habe erst am 06. April ne Meldung im Radio über das Model 3 gehört und habe am selben Abend noch reserviert (noch nicht mal ne Nacht drüber geschlafen), wie emontional ist das denn. Klar gibt es da Dinge, die sicher besser gehen, es ist ein Start-up-Unternehmen, das sollte man dabei nicht vergessen.

        Natürlich werden die deutschen Autobauer irgendwann auch etwas Attraktives auf die Räder stellen, die können das. Die w o l l t e n aber nicht, deshalb halt ich jetzt erst Recht an Tesla fest. Das ist auch emontional.

        An den Tagen mit einem gemieteten Model S, waren wir super drauf, das war so ein Spaß. Autofahren darf auch Spaß machen. Und endlich mal was tun können, was sich eben nicht schlecht auf unsere Umwelt auswirkt, das mach ein gutes Gefühl.

        Nein, wir sind nicht bescheuert. Wir sind Menschen und keine Rechenmaschinen.

    • klaues

      Hallo,
      so wie ich das in Erinnerung habe konnte man am Anfang des Model S wählen zwischen Aufschlag für SC nutzen oder ohne SC benutzung. Gerade bei den Einstiegsmodellen mit
      40 oder 60 Akku bin ich mir da sicher.

  • Voltiver

    Das Pay per Use Angebot soll tatsächlich auch für Supercharger sein.
    Bin sehr gespannt wie lange es dauert, bis das Modell von unseren fremdgesteuerten Politikern torpediert wird. Es gibt in Deutschland zu viele Verordnung und Steuern bei dem Verkauf von Strom, daher kann das bei uns nicht funktionieren. Die deutschen Autohersteller sind dann zudem super neidisch und machen Ihren Anruf bei Mutti Angela.

    • Erna

      Das Ganze gibt es doch in Deutschland schon in unterschiedlichsten Varianten nur eben nicht am SC. Man bekommt von Energieversorger eine Prepaidkarte und bezahlt die kWh oder nach Zeit. Alles nichts Neues. Gerade das Zeitmodell wurde nach meiner Erinnerung mal massiv bei Wiso kritisiert, ist aber schon einen Weile her.

      • Voltiver

        Natürlich kann man Strom verkaufen und viele versuchen es auch. Das Problem sind nur die Steuern und Ladesäulenverordnung. Tesla zahlt für den am SC „verschenkten“ Strom derzeit keine Steuern und hält sich nicht an die Ladesäulenverordnung. Ich denke das funktioniert gerade noch, weil der Strom nicht verkauft wird. Sobald die Ladepunkte kommerziell werden, muss Tesla den Strom nach Steuern zum HEK für ca. 0,19 € pro KWh verkaufen ohne 1 Cent zu verdienen. Wenn der (eigen erzeugte) Strom aber verschenkt wir, liegt der HEK nur bei ca. 0,06 € pro KWh.
        Aus diesem Grund halte ich den indirekten Verkauf über den Fahrzeugpreis oder über irgendwelche nach zu buchende Pakete für sinnvoller solange es steuerfrei ist.
        Natürlich lassen sich beide Modelle technisch kombinieren. Ich befürchte nur, dass Tesla spätestens dann mit der Ladesäulenverordnung das Leben schwergemacht werden würde und der SC-Ausbau in Deutschland damit verteuert und gebremst würde.

    • Erna

      Noch als Ergänzung, es gibt wohl derzeit min. verschiedenste 192 Ladekarten.

      http://www.goingelectric.de/stromtankstellen/anbieter/

      • BB

        192 verschiedene Ladekarten, allein in Deutschland und keine gilt überall! Wie bescheuert ist das denn? Warum muss in Deutschland immer alles so kompliziert gemacht werden? Warum kann man nicht mit Kreditkarte oder von mir aus EC-Karte den Strom bezahlen? Wie am Parkautomaten?
        Ich hoffe, es gibt doch noch eine Pauschale beim Kauf vom model3 für lebenslange SC-Nutzung! Nur weil es so geil einfach ist….

      • Typisch

        Typische Tesla Lügen. Niemand braucht 192 verschiedene Karten, um alle Standardladestationen in Deutschland zu benutzen.

  • fdl1409

    Genau so habe ich mir das gewünscht. Prepaid in Paketen von z.B. 200, 500 oder 1.000 kWh. Der Strompreis darf ruhig etwas höher sein, z.B. 40 Cent, um den Ausbau des Netzes zu finanzieren.

  • Fritz!

    „… wenn jedoch im Gegenzug die Treibstoffkosten gegen 0 tendieren hätte sich das gerechnet, wenn der naheliegende Autohof mit einem SuC ausgestattet worden wäre. Es kam anders: der nächste SuC wurde 40 Kilometer weiter weg eingerichtet, und Elon Musk höchstpersönlich fand es auch „uncool“ wenn Leute ihren täglichen Bedarf dort decken, da es nur für Langstrecken gedacht ist.. “

    Das ist so nicht richtig. Sie können selbstverständlich TÄGLICH Ihr Model S/X am Supercharger aufladen, sie dürfen die Kiste nur nicht stehen lassen, wenn sie voll ist. Die Leute, die in den USA einen entsprechenden Brief bekommen haben, haben genau das gemacht. Abends das Auto an den Supercharger und nach Hause gegangen, morgends dann hingegangen und zur Arbeit gefahren. Also die GANZE Nacht einen Supercharger blockiert. So war das nicht abgemacht, zum Laden JA, als Parkplatz NEIN.

  • PV-Berlin

    Die Karre der Familie fährt man wie lange? Sagen wir mal 7 Jahre.
    Die Familie macht 5 Touren p.A., die über 300 km von zu Hause gehen.
    Im Mittel muss sie jedes mal einmal vollladen (50 kWh)

    Das Sind 5* 50 kW * 2 * 40 Cent (Hin und zurück) = 200 €

    Dienstwagen u.a. Nutzer werden anders behandelt. * Super Geschäftsmodell für Tesla

    Aber viel wichtiger ist, was bekommt man dafür? gut geraten, zukünftig wird es überall City SC geben, wo dann auch S und X und ? (auch Porsche & Co.) laden können, vielleicht nicht alle Ladestellen mit 120 und mehr kW, aber mehr als 50 + KW wäre doch schon mal ganz nett. Denn damit wird das kleine Model von Tesla zum ganz ’normalen‘ Auto das jeder begreift und nutzen kann.

    Wie kann man darauf kommen, das Tesla keine Steuern für den Strom bezahlt? Wenn ich meinen Strom an meine Mitarbeiter verschenke (darf man z.Z. sogar Steuerfrei für den AN) dann kann ich nicht hergehen und bei e-on meinen, EEG Umlage & Co. nicht zahlen zu wollen. Tesla bekommt ganz normal seine Stromrechnung , wie jedes andere Unternehmen auch.

    Thomas (aus dem PV Forum)

    • Voltiver

      Tesla hat für die meisten Supercharger eine Eigenerzeugung des Stroms geplant. Nachdem dieser Plan umgesetzt ist, sind die Kosten für den verschenkten Strom netto nicht mit den hohen Steuern und Gebühren belastet. Wobei der lokal erzeuge Solarstrom selten ausreichen dürfte und somit doch der überteuerte Strom zugekauft werden muss. Jeder Ladevorgsng in Deutschland mit 50 KWh kostet Tesla dann fast 10,- € brutto im Einkauf.
      Ich finde das aktuelle Modell bei dem das Gefühl der Freiheit kostenlos zu Laden mitverkauft wird, sehr mutig bzw. visionär von Tesla. Andere Hersteller werden sich das lange nicht trauen.
      Daher bin ich unsicher, ob es psychologisch nicht besser wäre dieses Freiheitsgefühl als serienmäßiges Aleinstellungsmerkmal generell mit der Marke zu verbinden.

      Meine Idee wäre stattdessen eine Parkgebühr an den Superchargern von 10,- € ab der 2. Stunde.