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Tesla-Woche 23/26: Restwert Model Y, SpaceX-Preis, Roadster im August, Reichweiten-Sieger

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Bild: Tesla (Model Y in drei Versionen)

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Während sich die Finanzwelt für den Börsengang von SpaceX mit der Aussicht auf Mars-Missionen und KI im Weltraum warmläuft, lieferte Tesla als das bislang stärker beachtete Unternehmen unter Führung von Elon Musk hauptsächlich klassische Elektroauto-Nachrichten. So prognostizierten deutsche Marktforscher, dass das Tesla Model Y wertstabiler ist als alle anderen, und ein umfassender Test zeigte, dass der frühere Reichweiten-König Model S mittlerweile vielfach übertroffen wird. Beim Tesla Roadster gab es unterdessen eine weitere Verschiebung zusammen mit neuen Informationen über dessen Raketen-Antrieb.

Tesla Model Y mit höchstem Restwert

Nach einem schwachen Vorjahr erlebt Tesla bei seinen Verkäufen in Europa in diesem Jahr eine kraftvolle Erholung – in Deutschland zum Beispiel haben sich die Neuzulassungen im Mai ein weiteres Mal vervierfacht und im bisherigen Jahresverlauf verdreifacht. Neben allgemein höherer Elektroauto-Nachfrage dank staatlicher Zuschüsse und Rabatt-Angeboten dürften dazu die billigeren Basis-Versionen von Tesla Model Y und Model 3 beigetragen haben – und vielleicht, dass CEO Musk sich nicht mehr so stark in europäische Politik einmischt wie noch 2025.

Wer sich für einen Tesla entscheidet, muss jedenfalls nicht befürchten, dass er nach dem Kauf rapide an Wert verliert. Das ist das Ergebnis von Analysen einer auf solche Fragen spezialisierten Beratungsfirma, wie am Mittwoch Auto-Bild berichtete. Für das Tesla Model Y in der Version mit großem Akku und Allrad-Antrieb sagt Bähr & Fess Analytics demnach voraus, dass es nach drei Jahren und 60.000 Kilometern noch für 56 Prozent seines ursprünglichen Preises zu verkaufen sein wird. Laut dem Bericht bedeutet das den niedrigsten Wertverlust unter allen aktuellen Elektroautos.

Direkt auf das Crossover-SUV Model Y folgt mit 53 Prozent prognostiziertem Restwert zudem das Tesla Model 3. Die Angabe bezieht sich laut Auto-Bild auf die Version mit Heckantrieb, wobei nicht klar wird, ob die Premium-Ausführung mit größerem Akku gemeint ist oder das abgespeckte Basis-Modell des Tesla Model 3, das Ende 2025 für 36.990 Euro auf den Markt kam. Gleichauf damit liegt nach den Angaben der Mini Aceman. Für den Renault Twingo und den Mercedes CLA als Elektroautos soll man nach drei Jahren zumindest noch die Hälfte des Kaufpreises bekommen.

Elektroauto-Reichweiten steigen

Wie hoch der Restwert bei Elektroautos ist, hängt laut Bähr & Fess nicht zuletzt von ihrer Reichweite und Ladegeschwindigkeit ab. Ganz an der Spitze steht Tesla in dieser Hinsicht nicht mehr, doch wie die aktuellen Verkaufszahlen ebenso wie die Restwert-Prognosen zeigen, sind Model 3 und Model Y im Paket offenbar immer noch überzeugend. Dennoch geht die Jagd nach immer höheren Reichweiten bei anderen Herstellern weiter, wie die neueste Auflage eines umfangreichen Tests im Elektroauto-Land Norwegen zeigt.

Jeden Sommer und Winter lässt der Auto-Club NAF aktuelle Elektroautos immer dieselbe Route fahren und erfasst, wie weit sie kommen, bis sie mit leerem Akku liegenbleiben. Bis 2025 führte hier mit 672 Kilometern das Tesla Model S, doch im Juni des Jahres wurde es nicht nur vom Model 3 aus dem eigenen Haus übertroffen, sondern vor allem vom Lucid Air, dessen Akku erst nach 832 Kilometern völlig leer war. Damit lag Tesla immer noch vor dem damals besten BMW, dem iXx Drive 60 mit 668 Kilometern, doch in diesem Sommer hat sich auch das geändert.

Denn inzwischen gibt es als erstes Modell der neuen Elektroauto-Klasse von BMW den neuen iX3, dessen Akku laut NAF beim diesjährigen Sommer-Test für 781 Kilometer reichte. Das Ergebnis der Limousine Lucid Air aus dem Vorjahr konnte er damit nicht übertreffen, aber deren SUV-Ableger Gravity, der es jetzt auf 720 Kilometer brachte. Zudem verfehlte der Lucid damit anders als der BMW iX3 seine WLTP-Reichweite. Für den norwegischen Club ist das ein weiterer wichtiger Faktor – weshalb er in seinem Bericht auch das chinesische Elektroauto Dongfeng Vigo lobend erwähnt. Das Tesla Model Y kam im Sommer 2025 auf 653 Kilometer, 11,4 Prozent über WLTP.

Neuer Tesla Roadster im August

Wenn der neue Roadster kommt, dürfte Tesla die Reichweiten-Spitze problemlos zurückerobern: Bei der Vorstellung des elektrischen Hyper-Sportwagens im November 2017 war von 620 Meilen (knapp 1000 Kilometer) pro Akku-Ladung die Rede. Ob diese Aussage noch gilt, ist allerdings unsicher – beim Semi hielt Tesla die frühe Angabe von 500 Meilen ein, der Cybertruck aber blieb mit maximal 325 Meilen letztlich weit darunter. Zudem lässt die zweite Generation des Roadster hartnäckig auf sich warten. Wie es jetzt hieß, soll sie im August erneut vorgestellt werden.

Laut Berichten anderer Medien erfuhr das die kostenpflichtige Publikation The Information von mit den Plänen vertrauten Personen. Gleichzeitig bestätigten sie, dass der neue Roadster optional einen Antrieb mit Kaltgas-Triebwerken von SpaceX bekommen soll, der nach früheren Musk-Angaben eine Beschleunigung auf 60 Meilen pro Stunde innerhalb von 1,1 Sekunden und kurzes Abheben ermöglicht. Intern wird dieses System laut The Information als A71 bezeichnet. Eine frühe Version davon sei Musk im April gezeigt worden. Neben der limitierten SpaceX-Version solle es einen Roadster ohne diesen Extra-Antrieb geben.

SpaceX soll 1,77 Bill. $ wert sein

Womit wir auch schon fast bei dem Thema wären, das in der zurückliegenden Woche nicht nur die Finanzwelt fesselte: Etwa 16 Jahre nach Tesla soll am 12. Juni die ebenfalls von Musk geführte und (mit)gegründete Weltraum-Firma SpaceX an die Börse gehen. Mit 1,77 Billionen Dollar wird eine Rekord-Bewertung für einen Börsenneuling angestrebt, und auch die anvisierte Einnahme aus dem Verkauf von SpaceX-Aktien zu je 135 Dollar ist mit 75 Milliarden Dollar so hoch wie nie zuvor, berichtete am Mittwoch CNBC. Am Freitag waren bereits mehr als genügend Aufträge dafür eingegangen, meldete Bloomberg.

Das war, bevor die Nasdaq, an der SpaceX unter dem Kürzel SPCX notiert werden soll, ihren bis dahin schlechtesten Tag des Jahres hatte. Weitere Schwäche in der neuen Woche dürfte nicht den Börsengang gefährden, könnte aber den erhofften Anstieg nach der Erstnotierung dämpfen oder verhindern. Für Tesla-Anleger wäre das womöglich positiv: Mit einer Fusion der beiden Musk-Unternehmen, die schon bei KI-Chips und -Anwendungen zusammenarbeiten, wird zum Teil fest gerechnet. Und je wertvoller Tesla (Kapitalisierung am Freitag: 1,47 Billionen Dollar) im Vergleich zu SpaceX ist, desto mehr Anteil am vereinten Kuchen würden sie bekommen.

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