Wie es so schnell geklappt hat, ist noch unbekannt, aber die vor Ort zuständige Sicherheitsfirma weiß schon Bescheid: Nachdem ein junger Fan darüber geklagt hatte, dass ihm die Polizei Drohnenflüge über dem Baufeld für die Gigafactory von Tesla in Brandenburg untersagt habe, erteilte CEO Elon Musk per Twitter die Erlaubnis dazu. Nicht nur teslamag.de berichtete darüber, und schon einen Tag später war Tesla Kid Grünheide mit seiner Drohne wieder vor Ort, um sein Glück zu versuchen – mit Erfolg. Damit blieb er nicht allein, und mindestens ein weiterer Pilot bestätigte, dass Security-Mitarbeiter nichts mehr dagegen hatten.
Tesla Kid wurde schon erwartet
„Sie hatten mich schon erwartet, und Ja, ich darf jetzt offiziell mit meiner Drohne über dem Gelände für Giga Berlin fliegen“, schrieb am Karfreitag zuerst Tesla Kid, ein 13-jähriger Schüler aus Grünheide, wo die Fabrik gebaut wird. Ende März war er von Security-Personal noch angewiesen worden, seine Drohne zurückzuholen. Sogar die Polizei wurde gerufen und erklärte, über dem Gigafactory-Gelände und 400 Meter darum herum herrsche ein Drohnen-Verbot. Auf ein Video darüber wurde Tesla-Chef Musk aufmerksam und schrieb am Mittwoch vor Ostern kurz, für ihn seien Überflüge des Grundstücks kein Problem.
Und diese Information muss irgendwie schon an das von Tesla beauftragte Personal vor Ort gekommen sein. Eine frühe Anfrage dazu von teslamag.de an Bürgermeister und Ordnungsamt von Grünheide (einschließlich des Musk-Tweets) blieb zunächst unbeantwortet, was aber nicht heißen muss, dass sie nicht gelesen wurde.
Jedenfalls gilt die Freigabe offenbar nicht nur für den jungen Tesla-Fan. Mindestens zwei weitere Twitter-Nutzer veröffentlichten am Freitag Drohnen-Videos mit Überflügen des Gigafactory-Geländes. Er habe die „Erlaubnis“ dazu bekommen, erklärte einen von ihnen und bestätigte auf Nachfrage, ebenfalls mit Security-Mitarbeitern gesprochen zu haben. Deren Auskunft habe gelautet: Man müsse sich vor jedem Flug beim Personal anmelden sowie in veröffentlichten Videos Gesichter und Kennzeichen unkenntlich machen, dann stehe Luft-Aufnahmen nichts entgegen.
Himmel über Gigafactory frei – und voll?
Damit ist der Himmel über Teslas Giga Berlin bis auf weiteres also nicht nur grundsätzlich, sondern auch ganz praktisch frei für Drohnen-Besuche aller Art. Wie voll es dort bei bestimmter Anlässen wird, muss sich dann zeigen. Weiterhin gelten aber natürlich die allgemeinen Abstandsregeln für Drohnen von Straßen und Bahnlinien, auf die ein Drohnen-Dienstleister hingewiesen hat.