Australien: Tesla hat das größte Batteriespeicher-Projekt der Welt erfolgreich installiert

Im März dieses Jahres hatten wir darüber berichtet, dass Tesla in Australien ein 100 MWh Batteriespeicher-Projekt in 100 Tagen realisieren will. Tesla-CEO Elon Musk erklärte sogar auf Twitter, dass der Auftraggeber das Projekt gratis erhalten würde, sollte sein Unternehmen nicht in der Lage sein, das angegebene Zeitziel zu schaffen. Jetzt vermeldet er, dass es geschafft wurde.

Das Projekt wurde in Partnerarbeit mit dem französischen Energieunternehmen Neoen realisiert, welche für den Aufbau des dazugehörigen Windparks verantwortlich waren. Das anfänglich als 100 MWh geplante Projekt wurde schlussendlich doch größer und ist nun mit 129 MWh bei weitem das größte Batteriespeicher-Projekt der Welt.

Auch wenn das Angebot bereits früher vorlag, der endgültige Startschuss erfolgte erst Ende September dieses Jahres, als die Vereinbarungen zwischen allen Beteiligten auch von der zuständigen Versorgungsbehörde genehmigt wurde. Entsprechend lag die Deadline beim 1. Dezember dieses Jahres.

Die behördlichen Tests sollen in den nächsten Tagen erfolgen, bevor das System dann endgültig am 1. Dezember in Betrieb gehen soll. Vertreter von Tesla, Neoen und der verantwortlichen Konstruktionsfirma aus Adelaide, Consolidated Power Projects, werden mit dem südaustralischen Premierminister Jay Weatherill nächste Woche vor Ort sein, um die Inbetriebnahme zu feiern.

Welche Einnahmen das Projekt Tesla bescherte, ist nicht bekannt. Als die Vereinbarung im Juli dieses Jahres unterzeichnet wurde sagte Musk, dass es Tesla 50 Millionen US-Dollar oder gar mehr kosten würde, wenn sie das Projekt nicht in der vorgegebenen Zeit realisieren.

  • Red Whale

    Erfolgreich ist es erst, wenn die Tests erfolgreich waren.
    Und die Einnahmen werden auch erst beschert werden, oder sind die schon da?

    • Klaus Haakshorst

      Bin Mal gespannt, was die Anti Teslafraktion jetzt wieder zu meckern hat. Anstatt hier weiter auf Kohle zu setzen, sollte man Tesla auch für Deutschland die Speicher bauen lassen.

      • dwJulian Berger

        Die hat immer was zu meckern. Remember Ghandi.

        • W. Müller

          Spannend auch, wie hier wieder neue Kommentatoren auftauchen, die dann schreiben, dass Tesla angeblich nicht konkurrenzfähig sei oder sehr eigenwillig die Garantiefälle von in der Realität selten in häufig uminterpretieren.

          Vor allem solche Kommentatoren, die man hier noch nie gesehen hat, kommen fast regelhaft bei Erfolgsmeldungen von Tesla aus irgendwelchen „Löchern“ hervor und schreiben gegen Tesla was das Zeug hält. Von offenen Lügen bis hin zu verdrehten Fakten oder Halbwahrheiten. Die ganze Palette eben.

          Ich käme nie auf die Idee die Foren nach Erfolgsmeldungen von VW, Audi etc. zu durchsuchen um dann gezielt dort die Marke schlecht zu schreiben. Da muss Tesla wirklich einigen ziemlich auf den Füßen stehen.

      • W. Müller
  • Viewer

    Schön das es umgesetzt wurde. Nur der Erfolg der Wette ist ja wohl interpretationswürdig. Am 9. März die Wette angeboten, am 7. Juli die Ausschreibung gewonnen und dann erst die Wette präzisiert „Musk, who is in Australia today for the announcement, updated the
    100-day claim by saying that it would start once an electricity grid
    interconnection agreement has been signed with the local utility.“. Das am 07.07. bereits mit der Fertigung angefangen hat ist eigentlich logisch. Und mit der Unterzeichnung hatte man es dann nicht so eilig.

    Dazu sollte ja die Leistungsfähigkeit der Gigafactory nachgewiesen werden, was mit dem Einsatz von Samsung-Zellen auch daneben ging. Wie eigentlich immer besteht zwischen Soll und Ist ein größerer Unterschied bei EM.

    • Christoph Leiner

      Unabhängig ob in 100Tage oder nicht. Jedenfalls ging es relativ schnell im Vergleich zu anderen Kraftwerksbauten. Das ist auch die Botschaft die rüber kommen soll. Bei zu hohen Energiespitzen einfach riesigen Akku kaufen und fertig. So einfach kann die Energiewende sein. Anstatt die Überschüssige Energie mittels Phaseschieber Transformatoren von einem Land zum nächsten zu schieben, machen die riesigen Akkus mehr Sinn. Wir haben leider in der EU nicht so viele Pumpspeicherkraftwerke. Wind und Photovoltaik + Akku ist doch eine tolle Sache. Tesla kann momentan die Akkus am günstigen bauen.

    • W. Müller

      Wo genau steht jetzt, dass da die Leistungsfähigkeit der Gigafactory nachgewiesen werden sollte? Du scheinst echt Deine ganz eigene Interpretation – immer zu Ungunsten Teslas – der Fakten vorzunehmen.

      Die Realität sieht aber anders aus: Tesla hat bereits am Beginn der Projektes klipp und klar gesagt, die Zellen werden von Samsung kommen. Wie man da auf „Dazu sollte ja die Leistungsfähigkeit der Gigafactory nachgewiesen werden, was mit dem Einsatz von Samsung-Zellen auch daneben ging.“ kommt, erschließt sich wohl nur dem faktenverdrehenden Tesla Basher.

      https://electrek.co/2017/08/09/tesla-powerpack-project-australia-battery-cell-samsung/

      Aber als bekennender Fan von mobilegeeks bleibst Du Dir wenigstens selbst treu: Meinung machen und keine objektiven Diskussionen führen wollen.

  • PV-Berlin

    129.000 kWh Kapazität zu 50.000.000 $ sind aber ein herber Rückschlag oder hab ich was verpasst? Denn das muss deutlich über dem sein, was Tesla das Ding kosten sollte.

    387,59 $ je KWh Kapa

    Ich bin fest davon ausgegangen, das man an die 200 $ Grenze angekommen ist. Klar, ist so ein Projekt (mit dem ganzen Zeug neben den Akkus selbst) schon etwas anderes, aber wenn da nicht schnell was passiert, wird es kommerziell verdammt eng.

    • Dieslstinker

      beim Truck mit ca 1 MWh um $180.000 dürfte das erreicht sein

    • Husar

      Diese Kosten sind nicht nur für die Akkus, sondern auch für die Elektronik und Regelung drumherum. Außerdem glaube ich mal irgendwo gelesen zu haben, dass nicht die volle Kapazität genutzt wird sondern nur die Hälfte (oder so?), um eine gewisse Langlebigkeit zu garantieren.

      • PV-Berlin

        Steht da, erst lesen, dann antworten. Danke

      • PV-Berlin

        Was meinst du, was mit Zeug gemeint sein könnte? Am Ende interessiert der Systempreis in $ je kWh und der ist mit > 300 $ jenseits von Gut und Böse.

        • Husar

          Wieso antwortest du zwei mal im Prinzip das gleiche auf ein Kommentar?
          „…,erst lesen, dann antworten. Danke.“
          Ich musste deinen Satz einfach zurückwerfen. Bitte nicht zu ernst nehmen. 😉

          Wie ich aber weiter in meinem Text beschrieb wird wohl meiner Annahme nach nicht die volle Kapazität genuzt was den höheren Preis erklären könnte. Ich weiß jetzt nur leider nicht wo ich das gelesen habe oder ob ich ein video dazu gesehen habe und kann dir auch kein link geben. Deswegen bleibt es meine Vermutung.

  • Don Barbone

    Gibt es irgendwo Infos wieviel Speicher man braucht um Deutschland für 1-2 Std abzusichern wenn mal ein Ausfall droht?

    • Christoph Leiner

      Ganz einfach, der Jahresstromverbrauch für 2016 lag bei 525TWh, das heißt für einen Tag 1,44 TWh und für eine Stunde 59GWh (59000 MWh). Die Anlage in Austrialien kann 130MWh Speichern. Um Deutschland für eine Stunde aus einem Akku zu versorgen würden 454 solche „Austrialien- Speicher“ benötigt werden, Kosten rund 23Mrd Euro 🙂

      • Für 23 Mrd. Euro wären wir aber dann von unseren dreckigen Braun- und Kohle-Strom befreit, da sonst nur der Atomstrom für den Basis-Strom verwendet wird.

        Dazu sollen ja die Braun- und Kohle-Kraftwerke immer als Reserve dienen, wenn man nicht genug Strom da ist.

        Da würde ich gerne die 23 Mrd. Euro ausgeben, dann hätten wir unser Umwelt sehr viel gutes getan und unsere Kinder hätten vielleicht eine bessere Welt.

        • Viewer

          Das ist ein Durchschnittswert für nur 1h. Selbst da ist die Frage, was nach dieser 1h in der Nacht mit wenig PV passieren soll. Minimum müsste man 1 Woche = 168h = 3864 Mrd. Euro abdecken.

          • ThomasJ

            Wieder einmal nur den Krümel, anstatt den ganzen Kuchen angeschaut 😉
            Geld investiert man sowieso in die Stromproduktion/-speicherung etc..

            @Alle, ich hab folgende Überlegung gegoogelt und leider nichts Brauchbares gefunden:

            Wie sind die Vollkosten eines AKW im Bau, Betrieb, Unterhalt, Stilllegung, Abbau, Deponierung und Unterhalt des Atommülls im Verhältnis zur Strommenge über die (Lebens-)Produktionszeit?

            Mit dieser Summe könnte man in wie viele PV-, Windanlagen, Wasserkraft, (alternative Energien über alles) UND Batteriespeicher in den Bau, Betrieb, Unterhalt, Stilllegung, Abbau (Recycling!) investieren?

            Um diese alternativ hergestellte Strommenge mit der des AKW zu vergleichen, bei gleichen Kosten vor der Steckdose dieser Quellen, über alles?

            Die Kosten die entstehen würden, wenn einem die eine oder andere Anlage um die Ohren fliegt, lassen wir mal einfachheitshalber weg.

            Die gleiche Rechnung/Vergleich könnte man auch bei Kohlekraftwerke machen. Auch hier könnte man den gesundheitlichen/ökologischen Schaden einfachheitshalber weglassen (was aber dann auch keine Vollkostenrechnung mehr wäre .. )

            Hat da jemand Wissen, Zahlen, Quelle?

          • C. Hansen

            Greenpeace hat da Anfang 2016 mal ne Studie erstellt, wie man das AKW Hinkley Point durch Wind+PtG ersetzen kann. Die Zahlen sind nicht ganz sauber, aber man bekommt eine gute Vorstellung.
            https://www.greenpeace-energy.de/presse/artikel/windstrom-ist-billiger-als-atomkraft.html
            Batterien werden den ganzen E-Markt umkrempeln, aber für die Dunkelflaute ab 60-80% EE-Anteil braucht man PtG.

    • Nolagadh

      Ein großer zentraler Speicher wäre nicht gut. Allein schon wegen der Anfälligkeit.
      Viel Sinnvoller wäre es jede PV-Anlage mit einem Akkuspeicher zu koppeln. Die sind dann dezentral und wesentlich erschwinglicher.
      Und wenn die Anlagenbetreiber diese Speicher zu konzipieren, dass die am Abend zur „Peak Time“ (ich weiß: wird in DE für Endkunden nicht extra abgerechnet) den gespeicherten Strom zu einem guten Tarif an der Strombörse loswerden dann rentiert sich das ziemlich schnell (Bei einer Lebensdauer der Anlage von 20 Jahre innerhalb der ersten 5 Jahre).

      • Don Barbone

        Sehe ich genauso..zusätzlich sollte auch jede industrielle Anlage (Solar, Wind etc) für ihre Größe einen passenden Speicher haben..so wärennaich die Kosten verteilt. Die Investitionen kommen ja auch schnell wieder rein weil man seinen überschüssigen Strom nicht billig ins Ausland verkaufen nuss sondern ihn dann normal verkauft obwohl man eigentlich kein Strom liefern kann!!

      • Dieslstinker

        Genau so ist es, das spart die Trassen, vom und zum Speicher, und die Trassen will ja sowieso keiner haben.
        deshalb helfen große Pumpspeicher nicht viel, da erstens die Trasse begrenzt Strom leiten kann und die Pumpen das auch nicht schaffen die 3-4 Stunden mittags, den Spitzenstrom aus PV zu pumpen.
        Also gehören die Speicher dorthin wo kurzfristig ein hoher Strom anfällt, also beim Windrad oder der PV die eben beide in kurzer Zeit viel liefern können.
        Oder bei einem starken Verbraucher wie zum Beispiel ein Schnellladepark.

        Ideal wenn beides zusammentrifft, so wie hier angedacht. http://www.ewall.at

        DS

        • Dirk Pakosch

          Man könnte sich auch mal überlegen, die ganze Sache anders herum zu betrachten. Es muß doch auch möglich sein, sein vollgeladenens Auto bei Stromnausfall als Spannungsquelle nutzen zu können. Da braucht man sich dann keinen extra Batteriespeicher zuzulegen, wenn man ihn schon in der Garage stehen hat. Als Überbrückung für kurzzeitige Stromausfälle sicher die preiswertteste Lösung.

          • Dieslstinker

            Es gibt ja Autos z.B.: von Nissan die das können.
            fürs campen, beim Gartenhaus oder bei längerem Ausfall den Tiefkühler direkt anzuschliessen ist denkbar, aber nicht wie angedacht für die smart City das halte ich das nicht für sinnvoll.
            Lieber einen soliden Lifeypo4 Akku mit mehreren tausend Zyklen und langer Lebensdauer als stationären Speicher, der die Energie aufnimmt, wenn das Auto unterwegs ist.
            mit der bidirektionalen Schnittstelle lassen sich nur einzelne wenige Verbraucher bei zusätzlicher Netztrennung betreiben.

      • PV-Berlin

        Nicht immer in jeden doofen Wassereimer tappen, den euch RWE & Co. aufstellen. Nicht nur das Netze um größer eine 10 Potenz günstiger sind ( und bleiben werden) , die vielen Akkus wären auch nicht zu mangen,

        Um 125 MWh Strom zu übertragen, reicht eine Klingedraht. Bitte sich doch ab und an an den Physikunterricht erinnern und Deutschland nicht peinlicher machen, als so schon. Danke

    • Solche Zahlenspiele sind informativ. Trotzdem eine kurze Anmerkung: mit der „smarten“ Anbindung vieler Geräte und Maschinen wird sich der Verbrauch zukünftig auch anpassen lassen.

  • Kyle Seven

    So langsam begreifen die Damen und Herren der etablierten Hersteller dass sie massive Hausaufgaben zu bewältigen haben

    https://mobil.n-tv.de/wirtschaft/Industrie-warnt-vor-Rohstoffengpaessen-article20152323.html